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Spiel-Fakten:

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Genre: Party, Familie
Erscheinungsjahr:
2017
Verlag: Lucky Duck Games
Autoren: Jeremie Torton, Vincent Vergonjeanne
Grafik: Mateusz Komada, Katarzyna Kosobucka
Spieleranzahl: 3 bis 6
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Initiative 

leer
     
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Zombie Tsunami
...

Eine Stadt voller Zombies

Jeder von euch besitzt eine Horde Zombies, die er durch die Straßen der Stadt schickt. Doch Vorsicht! Mal braucht man seine Gegner, um Hindernisse unbeschadet zu überwinden, mal fällt man ihnen gnadenlos in den Rücken.
 
 
Jeder Spieler erhält zwei Zombiewürfel und eine geheime Bonuskarte, dazu je einen Abstimmungsmarker in rot, gelb und blau.

Die Straßenkarten mit allerlei Hindernissen werden nach ihre Rückseite in verschiendenen Stapel gemischt und dann zu einem verdeckten Stapel ausgelegt. Sechs Karten werden auf die Straße gelegt, die erste Karte wird aufgedeckt.



Je nachdem, was die Straßenkarte zeigt, wird nun eine Aktion durchgeführt:

- Sprung: Alle Spieler würfeln ihre Zombiewürfel. Die Karte gibt vor, wie viele der Würfel jeder Spieler maximal verlieren kann. Verloren werden die Würfel, die mit dem Gesicht nach oben liegen.



- Schieben: Die Spieler müssen (gemeinsam) eine bestimmte Anzahl an Zombiewürfel aufweisen. Dazu dürfen Allianzen gebildet werden. Die Spieler können sich abstimmen, wer welchen Abstimmungsmarker in die Hand nimmt. Gleichzeitig offenbaren die Spieler dann, wer welchen Marker gewählt hat. Spieler mit gleichfarbigen Markern bilden eine Gruppe, deren Zombiewürfel addiert werden. Erreicht eine Gruppe bzw. ein einzelner Spieler mindestens die geforderte Summe, ist alles in Butter. Reicht die Zombieanzahl jedoch nicht aus, verliert jeder Spieler der Gruppe zwei Zombies aus seinem Vorrat. Beim Abstimmen über die Allianzen darf auch geflunkert werden, denn es gibt Bonuskarten, die das ausdrücklich erfordern.



- Münze/ Mensch: Alle Spieler erhalten nach Wahl einen neuen Zombiewürfel oder eine Münze.

- Zivilisten / Bombe: Alle Spieler erhalten nach Wahl entweder einen Zivilisten-Chip oder sie greifen einen Mitspieler mit einer Bombe an (mehr zur Bombe weiter unten).



- Fallschirm: Die Spieler würfeln ihre Zombiewürfel. Jeder Spieler, bei dem mindestens ein Gesicht nach oben gewürfelt wurde, erhält einen zusätzlichen Zombiewürfel.

- Goldener Sprung: Die Spieler würfeln ihre Zombiewürfel. Zeigt mindestens ein Würfel eines Spielers ein Gesicht, so erhält dieser Spieler eine Münze.



Bombe: Wird ein Spieler mit einer Bombe angegriffen und kann sich nicht mit einer Karte wehren, so verliert er alle seine Zivilisten. Besitzt er keine Zivilisten mehr, verliert er einen Zombiewürfel.

Wichtig: Sollte ein Spieler einmal alle Zombiewürfel verlieren, erhält er einen aus dem Vorrat, jeder Spieler besitzt also mindestens immer einen Zombie.



Das Spielbrett zeigt an, wann die Spieler eine Münze erhalten und einkaufen gehen dürfen (Stern). Jede Einkaufskarte kostet 1 oder 2 Münzen, mehr darf ein Spieler auch nie besitzen. Die meisten Kartenaktionen werden sofort ausgeführt (zusätzliche Würfel, Angriff, Bonuskarte tauschen etc.), manche bleiben aber auch bis zu ihrem Einsatz vor dem Spieler liegen. Mit 2 Münzen darf sich der Spieler auch direkt 2 Karten kaufen, wenn möglich.



Die Belohnung der geheimen Bonuskarte erhält der Spieler, wenn er eine bestimmte Spielsituation auslöst und die Karte offenlegt. Mit speziellen Einkaufskarten lassen sich solche Karten auch wieder deaktivieren, sodass sie ein zweites Mal erfüllt werden können.



Am Ende einer Runde (nach sechs gespielten Straßenkarten und zwei Einkaufsphasen) werden nun sämtliche eingesammelte Zivilisten in Zombiewürfel gewandelt.

Zu Beginn der neuen Runde werden die Straßenkarten neu ausgelegt, die Einkaufskarten wieder aufgefüllt und die geheimen Bonuskarten neu gemischt und neu verteilt.

Spielende: Nach 3 Runden gewinnt der Spieler mit den meisten Zombies.



Noch mehr Interaktion kommt mit der bereits integrierten Zombird-Erweiterung ins Spiel. Zu Beginn erhält jeder Spieler eine Zombird-Karte, die ähnliche Funktionen zeigen wie die Einkaufskarten. Weitere Zombird-Karten können erspielt werden, wenn das nun neu hinzukommende Ereignis einer Runde (grüne Karte mit Reagenzglas) absolviert wird.



Zombird-Karten können jederzeit gespielt werden. So kann ein Mitspieler angegriffen werden, der kann sich aber mit einer anderen passenden Karte wehren etc. Der Rest des Spiels folgt den Grundregeln. [ih]
...
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
kurzweilig und schnell
aktionsreich
schön illustriert
ENDE
  MINUS:
MINUS:
auf Dauer etwas wenig Abwechslung
Chaos und "Draufhauen" mag nicht jeder
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: Jedes Spiel wird interessant, wenn Zombies drin sind. Sagt man. Also sage ich. Nun sind die Zombies in "Zombie Tsunami" aber eigentlich gar nicht mal wirklich furchteinflößend, im Gegenteil, die kleinen grünen Würfel mit den Gesichtern sehen eher drollig aus, aber das geht in Ordnung für ein Familienspiel. Auch die Karten sind alle schön illustriert und folgen der Videospiel-Vorlage.

In der Anleitung wird das Spiel als Partyspiel bezeichnet. Damit entgeht man schon einmal dem Anspruch, hier etwas mit Taktik reißen zu können. Nein, "Zombie Tsunami" ist nicht taktisch. Außer den Karten-Einkäufen und dem richtigen Timing beim Ausspielen bestimmter Aktionskarten, ist hier sehr viel Zufall im Spiel. Meistens würfelt man seine Zombies und erhält dafür etwas oder gibt etwas ab. "Totspielen" kann sich niemand, einen Zombie erhält man gratis, wenn alle eigenen grünen Clanmitglieder gestorben sind. Familienspiel eben.

Ganz neckisch ist bei den "Schieben"-Aufgaben die geheime Abstimmung, wer sich welcher Gruppe anschließt, um eine bestimmte Zombieanzahl zu erzielen. Da weiß man nie, wem man nun vertrauen soll und wer die Abstimmung vielleicht nur dafür nutzen möchte, um seinen geheimen Auftrag zu erfüllen. Da können Freundschaften schon mal auf eine Probe gestellt werden. Genau wie bei den Bomben-Angriffen. "Zombie Tsunami" ist ein Haudrauf-Spiel, ohne Rücksicht auf Verluste. Das muss man abkönnen.

Ansonsten wirkt das Spiel zunächst noch chaotischer, als es ist. Die Vorbereitung der Kartenstapel dauert ein klein wenig, und auch sonst ist man immer wieder mit Administration beschäftigt. Länger als 20 bis 30 Minuten dauern die drei schnell gespielten Runden aber nicht, sobald alle Spieler den Ablauf verstanden haben, sodass man das hier sogar gewollte Chaos gut verkraften kann. Aber auch hier gilt das, was immer bei solchen Spielen gilt: Ein spielerisches Durcheinander mag einfach nicht jeder, und das muss man dann aktzeptieren und am besten mit Leuten spielen, die daran Spaß haben, den Mitspielern öfters eins auf die Mütze zu geben.

Etwas schade ist die Tatsache, dass sich stets die immer gleichen, genau abgezählten Straßenkarten im Spiel befinden und es hier nach der ersten Partie keine Überraschungen mehr gibt. Ein bisschen mehr Varianz wäre da nett gewesen. Gleiches gilt für die Zombird-Karten, die zwar mehr Interaktion ins Spiel bringen, aber letztlich auch keine wirklich neuen Aktionen liefern. Hier hätte ich mir einfach noch mehr abgefahrene Ideen gewünscht. So wirkt jede Partie dann irgendwie ähnlich.

"Zombie Tsunami" ist durchaus kurzweilig, es ist ein Spaßspiel. So sollte man das Würfeln und Angreifen auch definitiv ansehen. Ich muss dabei immer wieder an meinen All-Time-Favoriten "King of Tokyo" denken (> Testbericht, wobei ich dem Spiel - anders als mein ehemaliger Kollege Chris sogar die vollen 10 Punkte geben würde), das ja durchaus ähnliche Ideen (würfeln, angreifen, einkaufen) aufweist, jedoch mit mehr spielerischer Eigeninitiative und mehr Varianz und Spannung daherkommt. Ein Tsunami ist "Zombie Tsunami" spielerisch in meinen Augen jedenfalls noch nicht. Ja, es macht Spaß, wenn man ein Spiel ohne großen Anspruch sucht, aber es kratzt für mich eher noch ein wenig an einer Oberfläche, die noch viel mehr Potenzial für verrückte Ideen hätte, als sie im Spiel derzeit zu finden sind.

Fazit: Wer noch kein Spiel dieser Art besitzt und genau nach einem solchen "Ich kenne keine Freunde"-Konzept sucht, hat aber durchaus Freude am Spiel (7 Punkte), erfahrenere Spieler sind mit "King of Tokyo" in meinen Augen aber besser beraten. So werde ich "Zombie Tsunami" sicher noch öfter auf den Tisch bringen; an meinen persönlichen Favoriten kommt das Spiel bislang jedoch nicht heran, dazu fehlt mir noch ganz einfach mehr dauerhafte Abwechslung. Für eine originelle Partyrunde taugt das Spiel aber dennoch allemal - die richtigen Mitspieler vorausgesetzt, und möglichst in voller Besetzung!
.
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND 
...
   Ingo
   Andreas
   Jürgen
Ende
 
 

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