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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie, Taktik
Erscheinungsjahr:
2020
Verlag: Queen Games 
Autor: Mike Georgiou
Grafik: Dennis Lohausen
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 35 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Zen Garden
...

Des Kaisers neuer Garten

Der Kaiser wünscht sich einen prachtvollen Garten. Also, macht schnell euren Meister im Garten-/ Landschaftsbau! Doch nur wer auch die Vorlieben des Kaisers berücksichtigt, wird am Ende den ersehnten Ruhm erlangen!
 

 
Jeder Spieler erhält ein eigenes Gartentableau, das in einem 4x4-Raster Platz für 16 Gartenplättchen bereithält. Um das Tableau verläuft die Münzleiste. Hier startet jeder Spieler mit 12 Münzen. Die 90 Gartenplättchen werden verdeckt gemischt.



In jeder Partie wird das Basis-Vorlieben-Tableau verwendet. Es zeigt die sechs Wertungen am Spielende an, wobei vier davon durch zufällig gezogene Kaiserplättchen variabel gestaltet sind.

12 Gartenplättchen werden offen auf das Auswahltableau gelegt. Ist ein Spieler am Zug (den Startspieler erkennt man am großen roten Startspielermarker), so muss er genau 1 Plättchen vom Auswahltableau nehmen. Leere Stellen werden hier erst einmal nicht nachgefüllt! Die Plättchen in der unteren Reihe sind kostenlos, die Plättchen in der mittleren Reihe kosten 1 Münze, die Plättchen in der oberen Reihe kosten 2 Münzen. Gezahlt wird durch Rückwärtsziehen des eigenen Münzmarkers.



Das genommene Plättchen muss nun auf ein freies Feld des eigenen Gartentableaus verbaut werden. Ab dem zweiten Plättchen muss immer waagrecht oder senkrecht angrenzend zu einem bereits liegenden Plättchen gelegt werden. Die Plättchen müssen sich dabei nicht "sinnvoll" ergänzen. Es dürfen also verschiedene Wege und Bodenarten beliebig aneinander grenzen, wobei das nicht immer gut für die Punkteausbeute sein wird ...

Die Plättchen bestehen stets aus 3 Merkmalen: Sie zeigen eine von sechs Bodenarten, eine von drei Wegearten sowie eines von fünf Dekoren. Gelegte Plättchen können im Verbund verschoben werden. Erst, wenn ein viertes Plättchen in einer Reihe liegt, entfällt das mögliche Verschieben in diese Richtung (waagrecht oder senkrecht).



Sobald ein Spieler eine Reihe (waagrecht, senkrecht oder diagonal) aus 4 gleichen Dekoren gebildet hat, erhält er dafür direkt 3 neue Münzen.

War jeder Spieler einmal am Zug, endet eine Runde. Noch ausliegende Plättchen in der unteren Reihe des Auswahltableaus werden entfernt, alle weiteren Plättchen rutschen so weit nach unten, wie es möglich ist. Nun werden leere Plätze von unten nach oben und von links nach rechts wieder mit neuen Plättchen bestückt. Der Startspielermarker wird weitergegeben, die nächste Runde startet.



Gespielt wird, bis jeder Spieler sein 16. Plättchen verbaut hat, also nach exakt 16 Runden. Dann wird gewertet. Zunächst einmal zählt jede noch verbliebene Münze als 1 Punkt. Hinzu addieren sich nun die einzelnen Wertungen des Vorlieben-Tableaus.

Die sechs Basis-Wertungen:
- Rundläufe: Jeder vollständige Rundlauf aus vier Plättchen mit genau einer (!) Wegeart bringt Punkte, wobei es umso mehr Punkte gibt, wie vollständige Rundläufe vorhanden sind.
- Dekore: Mindestens 6 Dekore einer Art bringen Punkte - je mehr, umso höher die Punktezahl.



- Kleine und Große Vorliebe: Jedes Plättchen im eigenen Garten, das in seiner Eigenschaft der Vorliebe entspricht, bringt 1 bzw. 2 Punkte.
- Mehrheit: Der Spieler, der die meisten Plättchen mit der verlangten Plättcheneigenschaft im eigenen Garten besitzt, erhält 8, der zweite 4 Punkte.
- Liebe zum Detail: Der Spieler erhält entsprechend der Anzahl der Plättchen mit der geforderten Eigenschaft Punkte. Besitzt er gar kein Plättchen dieser Art, erhält er 0 Punkte; beginnt er jedoch zu sammeln und weist am Ende weniger als 4 Plättchen mit dieser Eigenschaft auf, hagelt es Minuspunkte.



Diese vier Wertungen können optional durch weitere Tableaus ergänzt werden:
- Einheit: Der Spieler erhält 10 Punkte, wenn jede Bodenart nur mit jeweils einer (!) verbundenen (oder auch einzelnen) Fläche im Garten auftaucht. Gibt es auch nur zwei voneinander getrennte Felder, die die selbe Bodenart aufweisen, erhält der Spieler für diese Wertung 0 Punkte.
- Minimalistisch: Der Spieler erhält Punkte für möglichst wenige verschiedene Bodenarten im eigenen Garten - je weniger verschiedene Arten er verbaut hat, umso mehr Punkte bekommt er.
- Aufträge (1 Tableau mit 2 Aufträgen, 1 Tableau mit 1 Auftrag): Jeder Auftrag besteht aus 2 vor Spielbeginn zufällig gezogenen Plättcheneigenschaften. Sobald diese je viermal eigenen Garten zu finden sind, erhält der Spieler das oberste Wertungsplättchen dieses Auftrags, gestaffelt in 5/3/1 Punkt(e).

Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. [ih]
...
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
taktisches Legespiel mit
   variabler Spieltiefe
Varianz bei den Wertungen sorgt
   für Langzeitspielreiz
tolles Material
ENDE
  MINUS:
MINUS:
mitunter glücksabhängig
Grundidee aus anderen
   Spielen bekannt
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: "Zen Garden" ist - und das soll jetzt keinesfalls negativ klingen - ein klassisches Plättchenlegespiel. Es besitzt einen simplen Auswahlmechanismus und gestattet den Spielern ziemlich viele Freiheiten beim Ausbau des eigenen Gartens. Einzig die Regel, dass angrenzend gelegt werden muss, ist eine Pflichtvorgabe. Ganz pfiffig ist dabei die Münzleiste. Wer mehr Auswahl an Plättchen haben möchte, muss dafür bezahlen und, man kann es sich denken, irgendwann ist zunehmend der eigene Münzvorrat erschöpft. Doch neue Münzen können durch geschickte Reihenbildung gleicher Dekore gewonnen werden. Das ist auch in Bezug auf die Schlusswertung nicht gerade uninteressant, denn jede Münze entspricht dann auch einem Punkt.

Plättchen auswählen, Plättchen anlegen - das ist jetzt nichts wirklich Innovatives, trotzdem macht "Zen Garden" Spaß. Zumindest macht es den Spielern Spaß, die gern ein wenig planen und optimieren. Aus den gebotenen Plättchen das Beste an Punkten generieren, das ist die Aufgabe der Spieler. Die Basis-Wertungen sind durchaus schon eine kleine Herausforderung, wenn man auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen möchte, was nicht immer gut gelingen wird. Oft muss man Prioräten setzen. Und man muss auch klar sagen: Das Glück ist hier manchmal auch nicht gerade unentscheidend. Ich habe Partien erlebt, in denen meine Mitspieler mir die lukrativsten Plättchen vor der Nase wegschnappten, während ich immer nur den "Ramsch" erhielt und selbst dann Pech hatte, wenn ich Startspieler einer Runde war. So was KANN passieren - muss aber glücklicherweise nicht.

Der Glücksfaktor wird geringer, wenn man nur zu zweit spielt. Dann wird das Spiel planbarer. Noch besser aber, und da liegt auch die eigentlich Stärke von "Zen Garden", ist das optionale Hinzufügen weiterer Wertungstableaus, sodass sich das Spiel dem individuellen Anspruch der Spieler anpassen kann. So gibt es dann zunehmend für viele verschiedene Dinge Punkte, ja, es entsteht gar ein kleiner Punktesalat, der aber hier erneut nicht negativ bewertet werden soll. Im Gegenteil: Das Spiel gewinnt mit jeder Wertung nicht nur an Spieltiefe hinzu, sondern auch an Flexibilität beim Ausbau des Gartens. Je mehr Wertungsmöglichkeiten es gibt, umso unabhängiger bin ich von der Auswahl des Plättchenangebots.

Da viele Wertungen auch noch an zufällig gezogene Kaiserplättchen geknüpft sind, entstehen immer neue Wertungskombinationen. Da ist also viel Varianz im Spiel und für Langzeitspielreiz somit gesorgt.

Fazit: "Zen Garden" geht spielerisch eher klassische Wege. Im Basisspiel ist zudem noch oftmals  Glück im Spiel. Wer Optimierungsaufgaben mag, erhält da bereits ein sympathisches, gutes Spiel, dem ich ebenso sympathische, gute 7 Kultpunkte geben möchte. Je mehr Wertungen ich hinzufüge, umso interessanter wird für mich diese Knobelaufgabe, wie ich alles am besten unter einen Hut bringe bzw. auf welche Wertungen ich vielleicht auch einfach gar freiwillig verzichte. Mit allen Wertungstableaus entfaltet "Zen Garden" für mich dann sein volles Potenzial, und dafür gibt es dann auch sehr gute 8 Kultpunkte - und eine Empfehlung für Genre-Fans gibt es allemal!

P.S. Die Warnung vor einiger gewissen Neigung zur Grübellastigkeit (bei dafür anfälligen Spielern) bei steigender Komplexität soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden ... wie immer gilt da mein Rat: Sucht euch eure Mitspieler gut aus, wenn ihr zu den Ungeduldigen gehört ... ;)

Beachtet bitte auch unser > Video zum Spiel!
.
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
...
 

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