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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2010
Verlag: Lookout Games  ..i..
Autor: Alexander Pfister
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 45 bis 90 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   
   
   
 
  Die Minen von Zavandor
 
Könige des Zwergenstaats
Die Minen Zavandors sind voller kostbarer Edelsteine, die nur darauf warten entdeckt zu werden. Wer wird neuer Zwergenkönig?
 

     

Die Zwerge von Zavandor sind in heller Aufruhr. Grimmborn, der Zwergenkönig, wird in absehbarer Zeit zurücktreten und seinen Thron für einen Nachfolger frei machen. Jeder Zwergenclan hat einen würdigen Anwärter gestellt. Gemeinsam machen sie sich auf den Königsweg - ins Berginnere, zu den Minen. Wer auf den Weg zur Krönungshalle die wertvollsten Edelsteine geschürft und Siegpunkte ersteigert hat, geht als neuer Zwergenkönig hervor.


Der Spielplan: Alle Wege des Berges führen zur Krönungshalle.

So funktioniert's:
Jeder Spieler erhält sein Familienclanbrett mit seinen eigenen Stollen. Die Spielbretter sind beidseitig bespielbar. Im Grundspiel haben alle Spieler die gleichen Startvoraussetzungen und es wird mit der Vorderseite gespielt. Beim fortgeschrittenen Spiel wird die Rückseite des Spielbretts verwendet - hier sind die Startbedingungen je nach Clan unterschiedlich.

Zudem erhält jeder Spieler einen Aufwertungswürfel, welchen er auf das Startfeld seines Clans platziert. Der Aufwertungswürfel gibt an, wie viel Startkapital jeder Spieler in Form von Edelsteinkarten (Saphire, Smaragde, Diamanten und Rubine) bekommt. Mit steigender Anzahl der  Aufwertungswürfel steigt auch das Einkommen im Laufe des Spiels. Doch dazu später mehr.

Jeder Spieler erhält eine Startspruchrolle, welche auf ein beliebiges Feld seines Stollens platziert wird sowie eine Spielübersichtskarte.

Die schwarze Königsfigur wird auf das Startfeld des Königweges gesetzt (kleiner Spielplan).


Die Erweiterungskarten liegen für jede Edelsteinsorte aus.
   
Jeder Spieler besitzt einen eigenen Stollen.
   

Die Edelsteinkarten (kleine Karten) werden nach den Rückseiten sortiert und es werden 4 Stapel gebildet. Es gibt einen Holzlore-, einen Kupferlore-, einen Eisenlore- und einen Bronzelorestapel. Die Wahrscheinlichkeit bestimmte Edelsteine zu finden ist, je nach Lore, unterschiedlich. So enthält der Bronzelorestapel viele Rubine, der Holzlorestapel dagegen mehr Saphire, die Eisenlore mehr Diamanten und die Kupferlore mehr Smaragde.

Als Startkapital bekommen die ersten beiden Spieler 6 Karten vom Holzlorenstapel, die übrigen Spieler jeweils 7 Karten.

Die Erweiterungskarten (große Karten) werden ebenfalls nach den Rückseiten sortiert und gut gemischt. Anschließend werden jeweils 3 der Karten offen in die dazugehörigen Edelsteinreihen  auf den großen Spielplan ausgelegt. In der ersten Reihe befinden sich die kostbarsten Karten (Rubine) und in der letzten Reihe die billigsten Karten (Saphire). Die restlichen Karten werden als Nachziehstapel auf die dazugehörigen Felder links neben die Reihen gelegt.

Spielablauf:
Jede Spielrunde besteht aus vier Phasen:

Phase 1: Einkommen
Zu Beginn jeder Runde erhält jeder Spieler sein Einkommen in Form von Edelsteinkarten und später auch Aufwertungssteinen. Im Grundspiel bekommt jeder Spieler zwei Edelsteinkarten. Erst ab dem 6. Aufwertungsstein erhöht sich sein Einkommen auf 2 Edelsteinkarten und einen Aufwertungsstein.

Aufwertungssteine müssen immer gleich wieder eingesetzt werden, um schon ersteigerte Karten, den "Packdrachen" oder den eigenen Familienclan aufzuwerten. Einmal gelegte Aufwertungswürfel können nicht wieder versetzt werden. Nicht verwendete Aufwertungssteine kommen aus dem Spiel. Nur vollständig aufgewertete Karten bringen am Schluss Siegpunkte.

Jeder Spieler kann immer nur max. 6 Edelsteinkarten besitzen. Die Überschreitung des Limits ist nicht erlaubt. Nur durch die vollständige Aufwertung des Packdrachens, kann die Einkommensbegrenzung aufgehoben werden. Dazu müssen zwei Aufwertungswürfel auf das Packdrachenfeld gelegt werden. Erst dann ist der Drache aktiv und kann den Zwergen helfen ihre schwere Last zu tragen. Die Edelsteinkarten kommen immer gleich auf die Hand. 

Anschließend können die Spieler jeweils noch ihr Einkommen durch das Einlösen der Spruchrollen erhöhen. Jede Spruchrolle kann nur einmal verwendet werden und kommt danach aus dem Spiel. Daher ist es gut zu überlegen, wann man diese einlöst.

Doch wozu brauchen die Zwerge das Einkommen und die vielen Edelsteine?? 
Zum Ersteigern der kostbaren Erweiterungskarten, die – vollständig aufgewertet – zum Schluss die saftigen Siegpunkte bringen. Doch diese kosten Ihren Preis, und der will erstmal redlich verdient werden. Jede Erweiterungskarte bringt neben den Siegpunkten zum Schluss auch noch weiteres Einkommen in Form von zusätzlichen Edelsteinkarten, Aufwertungssteinen und manchmal auch zusätzlichen Siegpunkten - wenn man nicht von der Zwergengier gepackt wird.


Ein Clan bringt dem Spieler in jeder Runde Einkommen.
   
Eine Spruchrolle bringt dem Spieler einen einmaligen Effekt.
   

Welche von den Erweiterungskarten verschafft unserem fleißigen Zwerg die meisten Vorteile? Dies will gut überlegt sein und ist nicht so einfach zu erkennen. Jede Karte hat für sich ihren Reiz. Ersteigert werden kann immer nur die Karte rechts außen. Die anderen rücken anschließend nach. So weiß jeder, was als nächstes für ein „Leckerbissen“ kommt. Doch bevor es zur Versteigerung der Karten kommt, haben die Zwerge noch die Chance zu Handeln. Somit wird jetzt die 2. Phase eingeläutet.

Phase 2: Handeln
Hat man nicht die richtigen Edelsteine geschürft oder einfach zu wenige, dann kann man jetzt in dieser Phase noch versuchen, das Beste daraus zu machen und zu Handeln. Alle Spieler handeln gleichzeitig und können Ihre Edelsteine(karten) beliebig tauschen. Siegpunkte und Aufwertungssteine sind natürlich ausgenommen.

Die Spieler können auch ihre Edelsteinkarten mit der Bank tauschen, jedoch ist hier der Tauschkurs immer 2:1. Der Spieler kann zwei Edelsteinkarten abwerfen und sich dafür eine Edelsteinkarte aus einem Ablagestapel – nicht Nachziehstapel – heraussuchen. Haben alle Spieler gehandelt, ist diese Phase abgeschlossen und es kommt zu der spannendsten Phase – der Versteigerung.

Phase 3: Versteigerung
Es findet immer nur eine Versteigerung pro Runde statt und zwar für alle 4 Edelsteinsorten. Jeder Spieler überlegt sich, wie viele Rubine, Diamanten, Smaragde und Saphire er bieten möchte. Dazu legt er alle seine Edelsteinkarten, die er als Gebot abgeben möchte, verdeckt vor sich hin. Alle Spieler decken dann gleichzeitig Ihre Gebote auf. Die Edelsteinkarten werden sortiert und nacheinander in der Reihenfolge Rubin, Diamant, Smaragd und Saphir (von oben nach unten) ausgewertet.


Die Loren enthalten verschiedene Vorteile. Links: Ein Rubin.
   
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Der Spieler mit den meisten Edelsteinen pro Sorte ist der Gewinner der Versteigerung. Sollte es ein Gleichstand geben, gewinnt der Spieler, der zuerst in der Spielerreihenfolge drankommt. Wenn kein Spieler auf einen Edelstein geboten hat, dann geht die dazugehörige Erweiterungskarte aus dem Spiel und die nächsten Karten rücken nach.

Der Gewinner muss seine Edelsteinkarten auf den Ablagestapel legen und bekommt seine Belohnung. Die anderen Mitspieler gehen leer aus, können aber ihre Edelsteinkarten in der nächsten Runde wieder verwenden, jedoch nicht in der 4. Phase.

Die Belohnung fällt dabei unterschiedlich aus und ist abhängig von der Anzahl der gebotenen Edelsteine. Hat der Gewinner der Rubinversteigerung z.B. nur 1-2 Rubine geboten, bekommt er sofort nur einen Siegpunkt. Wurden mehr als 3 Rubine geboten, erhält er die Rubin-Erweiterungskarte oder einen Siegpunkt. War er großzügig und hat 6 oder mehr Rubine geboten, erhält er zusätzlich zur Erweiterungskarte noch 4 Siegpunkte. Die ersteigerte Erweiterung wird in seinen Stollen abgelegt.

Dann werden die Gewinner der Diamanten-, der Smaragd- und zu guter Letzt der Saphirversteigerung ermittelt.  Der Gewinner der Saphirversteigerung darf zusätzlich den König einen Schritt weiter Richtung Krönungshalle ziehen. Dabei hat er die Qual der Wahl, gibt es doch häufig zwei Möglichkeiten zu ziehen und die wollen gut überlegt sein. Das Feld, auf dem der König steht, gibt immer den Preis für die Aufwertung des Familienclans und die Aufwertungen der Erweiterungskarten mit dem schwarzen Königssymbol an.


Im Berginnern gibt es diverse Weggabelungen. Die Zahlen eines Feldes stellen dabei den Preis für die Clan-Aufwertung dar.

Die Aufwertung des Familienclans erhöht langfristig das Einkommen und bringt Siegpunkte, die Aufwertung von Erweiterungskarten mit dem schwarzen Königssymbol bringt wiederum mehr Einkommen, Vorteile und zu guter Letzt ebenfalls Siegpunkte. Wird der König z.B. auf das Feld mit 2 Smaragden gezogen, müssen alle Spieler, die ihren Familienclan oder ihre Erweiterungskarten aufwerten möchten, in der nächsten Aufwertungsphase pro Aufwertungsstein zwei Smaragde zahlen.

Phase 4: Aufwertung
Jeder Spieler kann nun seine Karten, seinen Familienclan und seinen Packdrachen aufwerten, sofern er noch genügend Edelsteinkarten zur Verfügung hat. Die Karten geben immer die Kosten für eine Aufwertung in Form von Edelsteinen an. Hat der Spieler bezahlt, legt er die Edelsteinkarten ab und nimmt sich einen Aufwertungsstein, den er auf der entsprechenden Karte platziert.

Dann beginnt die nächste Runde mit der Einkommensphase.

Spielende:
Ist der König in der Krönungshalle angekommen, endet das Spiel nach der Aufwertungsphase. Überzählige Edelsteinkarten können noch 3:1 gegen Siegpunkte getauscht werden. Dann werden alle vollständig aufgewertete Erweiterungskarten ermittelt und die dazugehörigen Siegpunkte addiert. Siegpunkte, welche während des Spiels ersteigert worden sind, und in Form von Münzen ausgezahlt wurden, werden ebenfalls addiert.

Der Spieler mit den meisten Siegpunkten wird der Thronnachfolger von König Grimmborn. Herzlichen Glückwunsch! [kr]
 
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Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
gut gelöste Versteigerungs-
   variante, kurzweilig
Variation mit Clans sorgt
   für Abwechslung
gut strukturierte Anleitung
ENDE
  MINUS:
MINUS:
immer gleicher Ablauf,
   etwas mechanisch
nicht für 2 Spieler zu empfehlen
Kartenübersicht muss aus dem
   Internet geladen werden
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Kerstin:  "Die Minen von Zavandor" ist ein nettes Strategiespiel, welches mit 3 bis 4 Spielern durchaus seinen Reiz hat. Für zwei Spieler ist es allerdings eher nicht geeignet, da das Handeln dann nur wenig stattfindet und die Versteigerungsphase an Spannung verliert. Hier wird eher der etwas mechanische Ablauf  - Einkommen, Handeln, Versteigern, Aufwerten – verstärkt. Die Interaktion ist gering.

Die Variante mit unterschiedlichen Familienclans macht dagegen einen zusätzlichen Spielreiz aus und sorgt für Abwechslung. Die kurze Versteigerungsphase ist eine gute Idee. Die unterschiedlichen Belohnungen, je nach Höhe des Gebots, haben es in sich. Gilt es hier doch gut zu überlegen, ob sich ein hohes Gebot für die Ersteigerung einer Karte lohnt.

Auf der anderen Seite fehlen einem dann die kostbaren Edelsteine für die Aufwertung. Oder bietet man lieber niedrig, um mit Glück einen Siegpunkt zu kassieren, riskiert dafür aber evtl. leer auszugehen? Als Zwerg hat man es nicht leicht, steht man doch immer wieder vor neuen Entscheidungen und hat die Qual der Wahl.

Das Spiel ist überhaupt ein Spiel der Entscheidungen. Wohin setze ich den König, welche Karten werte ich auf? Hier kann es, je nach Gruppenzusammensetzung, durchaus zu längeren Wartezeiten kommen. Gleichzeitig macht diese Vielfalt an Möglichkeiten auch den Reiz dieses Spiels aus und lässt so manches Strategenherz höher schlagen.

In meiner Spielgruppe wollte der Funke dennoch nicht vollkommen überspringen, obwohl das Spiel grundsätzlich Spaß macht. Bemängelt wurde teilweise der immer gleiche Spielablauf, der einigen zu mechanisch erschien, sowie die geringe Interaktion, welche nur kurz in der Handlungsphase und in der Versteigerungsphase stattfindet. Andere Teilnehmer störten sich daran jedoch nicht - es ist eben ein Spiel für die richtigen Strategen unter uns.

 

 
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