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Spiel-Fakten:

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Genre: Kinder, Familie
Erscheinungsjahr:
2020
Verlag: Queen Games 
Autoren: Wolfgang
Dirscherl, Julien Gupta
Grafik: Patricia Limberger
Spieleranzahl: 1 bis 5
Alter: ab 7 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Wald der Wölfe
...

Mit den Wölfen heulen

Noch einmal möchten sie ihn sehen, den großen Häuptling Lupos! In einer Vollmondnacht macht sich unser kleines Wolfsrudel auf ins Dickicht, um an verschiedenen Orten die magischen Wölfe aufzuspüren.
 

 
Zunächst wird der Spielplan vorbereitet. Dazu werden die Waldplättchen mit der grünen Seite nach oben gemischt und zufällig auf die leeren Lauffelder verteilt. Auf die kleine Lichtung werden drei unterschiedliche Lupos-Plättchen gelegt. Die vier Wölfe (zwei kleine und zwei große) werden auf das Startfeld gestellt.



Je nach gewünschtem Schwierigkeitsgrad werden zwei der drei Ortsplättchen-Stapel in einen Stoffbeutel gegeben, durchgemischt und drei davon gezogen. Sie belegen dann die entsprechenden Orte auf dem Spielplan. Jedes Ortsplättchen ist an eine Aufgabe geknüpft, die jeweils nach einer bestimmten Formation der Wölfe an diesem Ort verlangt.



Die 15 blauen Laufplättchen werden in den zweiten Beutel gefüllt, die sechs gelben Plättchen bleiben erst einmal neben dem Spielplan liegen, genau wie der verdeckt gemischte Stapel an weiteren Lupos-Plättchen.

Gespielt wird reihum, aber kooperativ. Heißt: Die Spieler können sich jederzeit beraten, die letztliche Entscheidung trifft aber immer der aktive Spieler. Ziel ist es, sieben magische Wölfe aufzuspüren, indem die Spieler insgesamt sieben Aufgaben erfüllen. Dazu haben sie vier Spielrunden Zeit.



Der jeweils aktive Spieler zieht ein zufälliges Laufplättchen aus dem Beutel und bewegt dann einen beliebigen der vier Wölfe in einer von ihm gewählten Richtung entlang des Weges bis maximal zum nächsten freien Feld, das das gleiche Symbol (Baumstumpf, Stein, Pilze) wie das Laufplättchen zeigt. Jederzeit kann der Spieler die Bewegung auch vorzeitig beenden. Die gezogenen Laufplättchen werden dann auf der großen Lichtung gesammelt und sind für die laufende Runde erst einmal aus dem Spiel.



Einige Symbole sind auf den zuvor ausgelegten Waldplättchen zu finden. Endet die Bewegung auf einem solchen Plättchen, wird es aufgedeckt und anschließend vom Spielplan entfernt. So beschleunigt sich das Spiel im weiteren Spielverlauf, denn sowohl von Wölfen besetzte als auch leere Felder werden bei der Bewegung nicht mitgezählt.



Die Rückseiten der Waldplättchen lösen beim Aufdecken dann immer eine einmalige Sofortaktion aus. Einige Plättchen zeigen erneut ein Symbol, zu das ein beliebiger Wolf gezogen werden darf, andere Plättchen zeigen ein gelbes Laufplättchen. Das entsprechende gelbe Plättchen wird dann mit in den Beutel gegeben. Beim Eichhörnchen trödeln die Wölfe ... ein Laufplättchen wird aus dem Beutel gezogen, aber ohne Aktion abgelegt. Und vor der Spinne fürchten sich die Wölfe. Wer sie aufdeckt, flüchtet zurück zum Startfeld.



Doch auch bei den Laufplättchen gibt es noch einige besondere Plättchen:
- Beim See muss ein kleiner Wolf sofort zum Spielen in einen der beiden Seen geschickt werden. Das kann ein Vorteil sein, weil er so schneller zu einem bestimmten Ort gelangt, das kann aber auch ein Nachteil sein, wenn er zuvor schon am gewünschten Ort stand.
- Eine Eule wird auf einen der drei Bäume gelegt. Eulen bestimmen, wie lang eine Runde dauert. Da die Spieler möglichst viele Aktionen ausführen möchten, sind Eulen keine gern gesehenen Gäste.
- Die fliegende Eule entfernt ein Eule von einem Baum. Das Eulenplättchen wird zurück in den Beutel gegeben.



Jederzeit können verfügbare Lupos-Plättchen eingesetzt werden. So ein Plättchen hat dann eine einmalige Funktion und wird danach aus dem Spiel entfernt.
- Die fliegende Eule entfernt erneut eine Eule von einem Baum. Das Eulenplättchen kommt wieder zurück in den Beutel.
- Das Höhlenplättchen erlaubt es, bei einer Bewegung von einer Höhle zu einer anderen zu "springen" und von dort die Bewegung fortzusetzen.
- Der heulende Wolf kann eingesetzt werden, um sofort einen beliebigen Wolf zu einem anderen Wolf zu stellen.



Ziel ist es, Aufgaben zu erfüllen. Jede Aufgabe erfordert eine bestimmte Kombination an Wölfen an diesem Ort (z.B. zwei große, ein kleiner oder ein kleiner und ein beliebiger etc.). Wurden alle gesuchten Wölfe an diesem Ort versammelt, finden die Spieler einen "magischen Wolf". Das Ortsplättchen wird dazu dann mit der Rückseite auf den Wolfsfelsen gesteckt. Als Belohnung gibt es sofort ein neues Lupos-Plättchen vom Stapel, das die Spieler dann später im Spiel einsetzen können.



Eine Runde endet, wenn entweder alle drei gezogenen Aufgaben erfüllt wurden oder aber die dritte Eule auf einen Baum gelegt wird. Passiert zweites, werden nun alle noch nicht erfüllten Ortsplättchen vom Spielplan entfernt. Zu Beginn der neuen Runde werden wieder drei neue Ortsplättchen ausgelegt. Alle Laufplättchen (inklusive der Eulen und der hinzu gewonnenen gelben Plättchen) werden zurück in den Beutel gegeben. Die Wölfe setzen das Spiel von ihren derzeitigen Positionen fort.



Die Spieler verlieren das Spiel gemeinsam, wenn in Runde 4 die dritte Eule gezogen wurde, bevor die Spieler insgesamt sieben Aufgaben erfüllen konnten. Die Spieler gewinnen das Spiel hingegen, wenn sie den siebten magischen Wolf aufspüren konnten, bevor die vierte Runde endet. Der Sieg sollte nun noch einmal mit einem gemeinschaftlichen Wolfsgeheul gefeiert werden :) [ih]
...
 
 ERKLÄRVIDEO
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
taktisches Laufspiel mit
   schöner Spielstory
variabler Spielaufbau
spannendes Lotterie-Element
gut intergrierter Bagbuildung-
   Mechanismus
Top-Spielmaterial
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Alphaspieler-Phänomen
manchmal erfordert es eine
   gewisse Frusttoleranz
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: Niedlich sieht es aus, unser Wolfsrudel. Nein, in diesem Spiel ist der Wolf mal nicht der Böse. Kooperativ versuchen die Spieler, die Wölfe zu den Orten zu bringen, die bestimmte Kombinationen verlangen.

Im Kern ist "Wald der Wölfe" ein Laufspiel. Bewegungsaktionen sind dabei an einen Lotterie-Mechanimus gekoppelt. Natürlich ist das Ziehen der Laufplättchen aus dem Beutel glückslastig, aber es ist gleichzeitig auch ein spannendes Element. Da die Zeit gegen uns läuft, möchten wir natürlich möglichst viele Aktionen in einer Runde durchführen. Jede gezogene Eule verkürzt die Rundenzeit und spätestens nach der zweiten Eule entsteht bereits der Thrill, jetzt bloß keine dritte zu ziehen, denn dann werden alle Orte abgeräumt und die nächste Runde startet mit neuen Aufgaben. Das kann insbesondere dann ärgerlich sein, wenn ein Wolf nur noch ein Feld von einem Ort entfernt war, an dem bereits zwei weitere Wölfe auf ihn warteten, um eine Aufgabe zu erfüllen. Werden die drei Eulen zu schnell gezogen, kann auch mal ein kleiner Frustmoment aufkommen, aber hey, alle spielen zusammen, und geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid.

Ein Glück, dass es auch taktische Möglichkeiten gibt, sich Fortuna entgegenzustellen. So ist es ratsam, sich genau zu überlegen, welcher Wolf auf welches Feld gezogen wird, denn besetzte Felder dürfen übersprungen werden. So können dann schneller längere Wege zurückgelegt werden. Gleiches gilt fürs Aufdecken der Waldplättchen. Zum einen liefern sie einem teilweise Bonusaktionen, ja, sogar ein kleiner Bagbuilding-Mechanismus ist da integriert, wenn neue Laufplättchen das Plättchen-"Deck" verstärken. Zum anderen geben sie Felder frei, die dann beim Laufen ebenfalls nicht mehr beachtet werden müssen. Immer mit dem Risiko verbunden, auch mal ein ungutes Plättchen wie die Spinne aufzudecken. Da die Plättchen bei jeder Partie immer wieder zufällig neu verteilt ausliegen, ist hier also ein weiteres Spannungsmoment beim Aufdecken vorhanden.

Die Lupos-Plättchen geben einem ergänzend noch mehr Einfluss, denn sie liegen offen aus und können dann zum bestmöglichen Zeitpunkt eingesetzt werden, um den Spielern zu helfen.

Das Spielmaterial ist top; wie von Queen Games gewohnt, besitzt es wieder eine sehr hohe Qualität. Die Illustrationen sind ebenfalls sehr gelungen, wenngleich nicht alle Kinder direkt auf den blau-grünen Spielplan "anspringen". Erzählt man ihnen aber die Spielgeschichte vom düsteren Wald im Licht des Vollmondes, trägt die Optik sofort zur überaus gelungenen Atmosphäre bei. Einzig die Aufgaben auf den Ortsplättchen wirken von ihrer Symbolik etwas technisch.

Wo ich gerade von Atmosphäre spreche: Regelmäßig fordert die Spielanleitung die Spieler dazu auf, bestimmte Wolfsaktionen mit passendem Wolfsgeheul zu untermalen. Daran haben Kinder auf jeden Fall Spaß und so wird der ansonsten sehr ruhige und wenig actiongeladene Ablauf noch einmal durchbrochen. Trotzdem bleibt "Wald der Wölfe" ein eher taktisches Spiel. Wenn Kids auf viel Action stehen, ist dieser Titel vielleicht nicht unbedingt die erste Wahl.

Nun spreche ich immer von Kindern. Ja, die Altersangabe (ab 7 Jahren) und der Aufruf zum Wolfsgeheul lassen uns das Spiel im Kinderspielsektor ansiedeln. Dabei macht es aber definitiv auch den Älteren Spaß, ja, es funktoniert sogar in Erwachsenenrunden, bevorzugt da dann bei Wenig- und Gelegenheitsspielern. Ich möchte das Spiel daher gern eigentlich schon als Familienspiel einordnen.

Das Spiel funktoniert mit jeder Spielerzahl, wobei die Angabe der Anzahl von maximal fünf Spielern dehnbar wirkt. Im Grunde ist es ein Solospiel mit Mehrspieler-Option, denn letztlich besteht die Leistung des aktiven Spielers nur aus dem Ziehen eines Plättchens aus dem Beutel. Da sich die Spieler danach dann über die weitere Vorgehensweise abstimmen dürfen, KANN ein Phänomen enstehen, mit dem viele kooperative Spiele zu tun haben: Es kann Alphaspieler dazu ermutigen, den ruhigeren Spielern aufzudiktieren, was sie zu tun haben. Hier ist es daher gerade in Kinderrunden ratsam, klarzumachen, dass der aktive Spieler immer die letztliche Entscheidung treffen darf, wenngleich die kooperative Spielweise natürlich auch das "Wir-Gefühl" stärkt. In der Tat macht das Spiel auch als Solospiel Spaß, wenngleich eine gesellige Umgebung mehr zur Atmosphäre beiträgt, da Emotionen dann geteilt werden können.

Ich finde: "Wald der Wölfe" ist ein überaus gelungenes Laufspiel mit einer schönen Mischung aus Glück und Taktik und einem schönen Spannungsbogen. Eine Empfehlung geht an Familien mit Kindern, die sich auch auf ruhigere Spiele konzentrieren, und die mit ersten kleinen (oder durchaus auch mal größeren) Rückschlägen in Form der Ärgerelemente (Eulen, Spinne etc.) umgehen können. Da alle zusammen spielen, führen negative Ereignisse aber glücklicherweise nach unseren Erfahrungen hier nie zu Tränen. Ein neuer Versuch ist aufgrund der kurzen Spieldauer schnell gestartet. Zudem haben auch Erwachsene Spaß an diesem Spiel. Von mir gibt es daher alles in allem sehr gute 8 Kultpunkte. Vielleicht empfiehlt sich das Spiel ja sogar für die "Kinderspiel des Jahres"-Liste? Ich könnte es mir dort jedenfalls gut vorstellen. :)  

Beachtet bitte auch unser > Video zum Spiel!
.
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
...
 

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