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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie
Erscheinungsjahr:
2019
Verlag: Wonder Forge / Ravensburger
Autor: Prospero Hall
Spieleranzahl:
2 bis 6
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer:
ca.
20 Min. pro Spieler

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Disney Villainous
...
Bin ich überhaupt böse genug?
Prinz John ist schon wieder in seinem Reich unterwegs, um Machtchips einzusammeln. Da können nur Robin Hood und Little John helfen, indem sie von den Reichen stehlen und den Armen geben! Doch wie lange kann man Prinz John aufhalten?
 
 
"Villainous" lässt unsere Disney-Herzen höher schlagen! Wir tauchen in eine farbenfrohe Welt, in der das Gute siegen wird! Oder vielleicht doch das Böse? Jeder Mitspieler darf sich zu Beginn ein Disney-Reich aussuchen. Zur Wahl stehen Peter Pan, Aladdin, Dornröschen, Robin Hood, Alice im Wunderland oder Arielle.  Zu dem ausgesuchten Reich = Spielertafel, erhalten wir den entsprechenden Bösewicht, der auf das Feld ganz links gestellt wird, 30 Bösewichts-Karten, 15 Schicksals-Karten, eine Spielhilfe und das Handbuch zur Spielerfigur. Dann füllen wir den Kessel mit den 80 Machtchips und legen im Spiel mit fünf oder sechs Bösewichten noch den Schicksalschip bereit.  



Zu Beginn eines Spiels gibt es noch Machtchips entsprechend der Spielreihenfolge. Der Startspieler geht leider leer aus. Der zweite Spieler erhält einen, Spieler drei und vier zwei und an Spieler fünf und sechs werden sogar drei Machtchips verteilt. 

Dann lernen wir durch das Bösewichts-Handbuch unseren Spiel-Charakter näher kennen.  Hier finden wir unser Spielziel und was beachtet werden sollte, um es zu erreichen, sowie Beschreibungen von Karten. Nur jetzt dürfen die eigenen Kartendecks angeschaut werden,  um sich hier einen kleinen Überblick zu verschaffen. 



Ist die Vorbereitung abgeschlossen,  mischen wir die beiden Kartendecks getrennt voneinander und ziehen vier Bösewichts-Karten auf die Hand.

Bin ich an der Reihe, muss ich meine Spielfigur zu einem anderen Ort auf meiner Spielertafel bewegen. Dort darf ich alle frei liegenden Aktionsfelder in beliebiger Reihenfolge einmal ausführen. Auf der Spielhilfe findet sich neben den Spielzielen der anderen Bösewichte auch eine Übersicht der Spielaktionen. Diese sind in meinem Reich symbolisch dargestellt. So habe ich, je nach Symbol, die Möglichkeit, mir entsprechend der aufgedruckten Zahl Machtchips aus dem zu Kessel nehmen. Oder ich kann eine meiner Handkarten gegen Zahlung der angegebenen Machtchips ausspielen. In meinem Bösewicht-Kartenstapel befinden sich Gegenstände, Handlanger und Ereignisse, die mir dabei helfen, mein Spielziel zu erreichen. Spiele ich einen Handlanger oder einen Gegenstand, darf ich diesen an einen beliebigen Ort im Königreich anlegen. Wobei darauf zu achten ist, dass mache Gegenstände an einem Handlanger anzulegen sind. Zusätzlich sind auf einigen Karten auch aktivierbare Fähigkeiten zu finden, womit wir bei der nächsten Aktion wären.



Manchmal sind für die "Aktivierung" dieser Aktion zusätzliche Kosten notwendig, wenn dies auf der Karte angegeben ist. Auch für das Ausspielen eines Ereignisses muss ich Machtchips bezahlen.  Das Ereignis muss ich sofort durchführen und die Karte landet danach auf meinem Ablagestapel.

Natürlich spielen auch die guten Charaktere bei "Villainous" eine Rolle. Und meine lieben Mitstreiter setzen alles daran, mir so viele Helden wie möglich in mein Reich zu legen. Dieses geschieht mit der Schicksals-Aktion. Dazu ziehe ich zwei Karten von dem Schicksalskarten-Stapel eines beliebigen Mitspielers, im Spiel zu fünft oder sechst ist derjenige Spieler für die Aktion geblockt, der gerade einen Schicksalschip vor sich liegen hat. Eine Karte davon darf ich an einem beliebigen Ort - außer dieser ist durch einen Schlosschip blockiert - anlegen. Diese Karte verdeckt die oberen beiden Aktionen an diesem Ort, die nun, bis die Karte verschwindet,  nicht mehr genutzt werden können.



Es kann vorkommen,  dass ein Handlanger oder ein bestimmter Gegenstand ganz dringend an einem anderen Ort in meinem Reich benötigt werden. Zum Glück kann ich mit einer anderen Aktion einen Handlanger oder einen Gegenstand zu einem benachbarten Ort bewegen. Um einen Helden endgültig aus meinem Reich zu entfernen, muss ich diesen besiegen. Dafür benötige ich einen oder mehrere Handlanger, die zusammen eine Stärke gleich oder größer des Helden am selben Ort aufweisen.  Die Karten kommen nach dem Kampf auf den Bösewichts- bzw. Schicksalskarten-Ablagestapel.

Als letzte Aktion habe ich noch die Möglichkeit,  Handkarten, die ich gerade nicht benötige, abzuwerfen. Mein Zug endet, sobald ich meine Handkarten wieder auf vier aufgefüllt habe.



Sollte ich eine Bedingungskarte auf der Hand haben, ist es ratsam,  immer die anderen Bösewichte am Tisch im Auge zu behalten, da diese Karten mir einen Vorteil verschaffen und mich meinem Spielziel näher bringen. Sobald die Bedingung von jemandem erfüllt wurde, spiele ich sofort, also während mein Mitspieler am Zug ist, meine Karte und folge der Anweisung,  bevor diese abgelegt und der Spielzug des anderen Bösewichts zu Ende gespielt wird.

In drei Reichen stehen von Anfang nicht  an alle Orte zur Verfügung,  da jeweils einer durch einen Schlosschip blockiert wird. Diese Blockade kann nur durch bestimmte Karten aus dem Deck aufgehoben, bzw. bei Ursula verschoben werden. Solange ein Schlosschip auf einem Ort liegt, dürfen wir hier keine Karten anlegen,  es sei denn, dies wird ausdrücklich erlaubt.  Auch der Bösewicht darf nicht auf diesen Ort ziehen,  um die Aktionen durchzuführen. 



In der Welt der Bösewichte endet ein Spiel, sobald es einer geschafft hat, sein individuelles Spielziel zu erfüllen und dadurch zu gewinnen. [nm] 
 
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  PLUS:
PLUS:
ein optischer Hingucker
macht zu zweit oder dritt Spaß
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Siegchance mit manchen Charakteren
   sehr glückslastig
ab fünf Spielern zu lange Spielzeit 
eer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Nicole: Mein erster Eindruck war: "Wow!" - Die sechs Spielfiguren sind ein echter Hingucker!  Die nimmt man gerne in die Hand und erst einmal genau unter die Lupe.

Die Spielanleitung von "Villainous" befasst sich mit den nötigsten Grundregeln, und im Anhang befinden sich noch allgemeine Erklärungen zum Spiel. Das gefällt mir sehr gut. Dadurch ist das Spiel schnell erklärt. Das eigene Handbuch - vor Spielbeginn auf jeden Fall gut lesen! - bringt uns dem Charakter näher, und auch das Spielziel wird, mit einigen Tipps,  gut beschrieben.  Da man in den ersten Runden nicht weiß,  was so alles kommen kann, ist es auf jeden Fall sinnvoll,  sich die eigenen Kartendecks anzuschauen und die eine oder andere Karte auch durchzulesen.

Mit 20 Minuten pro Spieler sollte man, nachdem wir die Grundregeln erklärt haben und jeder sein persönliches Bösewichts-Handbuch gelesen, die Bösewichts- und Schicksalskarten angesehen hat, schon rechnen. Das kam zumindest in unseren verschiedenen Runden hin. Allerdings wurde ein Spiel zu fünft - aufgrund der doch langen Downtime - als unangenehm empfunden.  Zu viert kam ein besseres Gefühl auf.  Am besten hat uns "Villainous" zu zweit und zu dritt gefallen. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass die Charaktere ausgeglichen sind, und dass man auch Schicksalskarten gegen den anderen Bösewicht spielt. Ansonsten ist es nur ein Wettrennen, mit der Frage, welcher Charakter sein Spielziel zuerst erreichen wird.

Ja, diese lieben Bösewichte, die in ihrem Reich das Sagen haben, ärgern mich ein wenig! Nicht aufgrund des Aussehens oder der Schicksalskarten,  nein, bei zwei der sechs Charaktere, nämlich Käpt'n Hook und Dschafar, haben wir in unterschiedlichen Spielrunden die Unausgeglichenheit der beiden Charaktere festgestellt. So befindet sich in Dschafar, Ursulas und Käpt'n Hooks Reich ein Schlosschip, der diesen Ort zum Spielen sperrt. Aktionen sind dort erst einmal nicht durchführbar, es dürfen auch keine Karten angelegt werden. Bleiben wir bei Käpt'n Hook. Um den Schlosschip von dem Teufelsast  entfernen zu können,  benötige ich die "Karte von Nimmerland", die sich einmal in meinem Bösewicht-Kartenstapel befindet. Habe ich diese schnell  auf der Hand, geht es gut voran. Dann bin ich jedoch auch auf meine Mitspieler angewiesen. Denn der Held Peter Pan ist aus dem Schicksalskarten-Stapel in meinem Reich anzulegen.  Es gibt immerhin zwei Karten, die auch mir diese Chance geben. Dafür muss jedoch einer meiner Mitspieler einen Helden mit der Stärke vier oder höher besiegen. Dann darf ich,  sofern ich gerade die entsprechende Bedingungskarte auf der Hand habe, meinen Schicksalskarten-Stapel bis zum nächsten Helden aufdecken. Dies ist auch durch das Ausspielen der Ereigniskarte "würdiger Gegner" möglich. Oder ich habe Glück und einer meiner Mitspieler zieht bei der Schicksals-Aktion Peter Pan, der dann sofort an den Teufelsast gelegt werden muss, auch wenn sich dort noch ein Schlosschip befindet. Um Peter Pan aber besiegen zu können, muss er durch mein Reich bis zur Jolly Roger wandern. Erst dort kann es zum großen Showdown kommen.  Da spielt sich Prinz John, der zu Beginn seines Zuges 20 Machtchips besitzen muss, zumindest gefühlt, um einiges einfacher ...

Wenn ich bereits einige Runden "Villainous" mit wechselnden Charaktere  gespielt habe, lerne ich dadurch die Stärken und Schwächen richtig einzuschätzen.  Dies verschafft mir gegenüber Erstspielern einen klaren Vorteil.  

Auch fände ich es besser, wenn der Schicksalschip schon ab drei Spielern gespielt wird. Denn so wird ausgeschlossen,  dass sich Bösewichte gegen einen anderen verbünden und die Schicksalskarten ungleichmäßig verteilt eingesetzt werden. 
 
Kinder ab 10 Jahren können die einfacheren Charaktere aus "Villainous" spielen, wenn sie schon etwas spielerfahren sind. Allerdings würde ich "Villainous" als echtes "Familienspiel" nicht empfehlen,  auch wenn dies eventuell wegen des Disney-Themas den Eindruck machen könnte.

Dennoch: Mich hat das Böse auf jeden Fall gepackt! Für ein Spiel zu zweit oder dritt gibt es daher 7 Kultpunkte, danach verbleiben noch 6 Punkte.
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
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Ingo: Als Kind war ich, wie wohl viele Kinder, Disney-Fan. Mittlerweile bin ich aus dem Thema jedoch irgendwie raus, sodass mich die für Fans toll illustrierten Karten, die hübschen "gläsernen" Figuren (aus Kunststoff) und die Spielstories, die in "Villainous" aufgegriffen werden, nicht mehr wirklich tangieren. Und so geht mir offenbar eine wichtige Voraussetzung verloren, um das Spiel wirklich zu mögen. In den Runden, in denen ich mitgespielt habe, hatten immer die Spieler am meisten Spaß, die sich in der Welt der teilnehmenden Disney-Charaktere zuhause fühlen.

Das Spiel an sich empfand ich, ohne den Disney-Bonus, als bestenfalls durchschnittlich, ja, mitunter war ich sogar gelangweilt. Warum ist das so? Zum einen hat jeder Spieler seine individuellen Spielziele, was ja erst einmal für Abwechslung sorgt, allerdings macht sich schnell bemerkbar, dass Spieleinsteiger erst einmal überhaupt verstehen müssen, was ihnen da in ihrem persönlichen Handbuch mit auf den Weg gegeben wird. Es sind ja nicht nur Spielziele, sondern auch eigene Aktionen, die bei jedem Spieler anders aussehen. Und so zeigt sich dann das Spiel auch eher von einer solitären Seite. Jeder spielt irgendwie im Grunde nur vor sich hin, bis dann einer irgendwann mal "gewonnen" ruft. Das funktioniert zwar, ist aber dabei auch noch ziemlich glückslastig. So beschränkten sich in einer Partie meine Aktionen irgendwie nur darauf, ständig meinen Kartenstapel zu durchsuchen, heißt: Karten ziehen, ablegen. Bis irgendwann DIE Karten auftauchten, die ich für mein Spielziel benötigte. Das hätte theoretisch nach Runde 1 passieren können, kann sich aber in der Praxis auch wie Kaugummi ziehen, wenn die Karten halt ganz unten im Stapel eingemischt sind, was bei mir der Fall war. Das ist dann nicht nur unvorteilhaft für meinen Spielverlauf - es langweilte mich auch ab einem gewissen Zeitpunkt, und das ist dann kein gutes Zeichen.

Und dann wird das Spiel mit jeder teilnehmenden Person auch noch länger. Wir haben irgendwann einmal eine große Runde gewagt - denn für bis zu 6 Personen ist das Spiel ja ausgelegt. Und da muss ich echt sagen: Für das, was ich mache (meine Figur hin- und herziehen, Machtchips sammeln, ein paar Aktionen ausführen, und manchmal einfach hoffen, dass sich meine Bedingung durch irgendwelche zufällig gezogenen Karten erfüllt), war mir die Spieldauer dann aber echt viel zu lang. Die besagte Partie dauerte ca. 2,5 Stunden! Bei einem Familienspiel, was "Villainous" ja trotzdem noch sein will, bin ich da raus, sorry.

Empfehlen würde ich das Spiel für idealerweise vielleicht 3, maximal 4 Spieler, und dann sollten das auch noch alle Disney-Fans sein, um tiefer in die Spielwelt eintauchen zu können. Aus der nüchternen objektiven Sicht ist es ein Spiel, das ich mit entsprechend niedriger Spielerzahl zwar generell noch mal mitspielen würde, okay, aber ein Verlangen habe ich nach meinen bisherigen Erfahrungen nicht wirklich danach. So kann ich aus meiner Sicht dann leider auch nur maximal 5 Kultpunkte vergeben - vielleicht gehöre ich ja einfach nicht zur Zielgruppe von "Villainous".
 

 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
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