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Spiel-Fakten:

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Genre: Karten
Erscheinungsjahr:
2018
Verlag: Amigo Spiele
Autor: Steffen Benndorf
Grafik: Jan Bintakies
Spieleranzahl:
1 bis 5
Alter: ab 10 Jahren
(besser: ab 8 Jahren)
Spieldauer:
15 bis 20 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Initiative 

leer
     
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Verflucht!
...

The Game or not The Game?
"Verflucht!" ist ein kooperatives Kartenspiel von dem Autor Steffen Benndorf, der 2015 mit "The Game" ‬(> Testbericht) zum "Spiel des Jahres" und‬ dem "À-la-carte-Kartenspielpreis" nominiert worden ist und jeweils die Top 3 erreichte. Diesmal  geht darum, gemeinsam schaurige Monster aus einer unheimlichen Villa mit besonderen Waffen zu vertreiben.
 
 
Von einem gut gemischtem Stapel aus Gegenstands- und Ungeheuerkarten ziehen die Spieler verdeckt im Uhrzeigersinn Karten.



Die Scheusale werden in die Auslage gelegt, während die Waffen auf die Hand genommen werden. Danach darf der aktive Monsterjäger beliebig viele Gegenstände einsetzen, um ausliegende Ungetüme zu besiegen.

Die Kreaturen und Waffen besitzen eine Zahl zwischen 1 und 40. Die Summe der ausgespielten Kampfgeräte muss mindestens diesen Wert erreichen, darf aber auch darüber liegen. Getötete Ungeheuer werden aus dem Spiel genommen.



Es ist erwünscht, dass sich die Spieler darüber unterhalten, wer am effizientesten wann welches Monster vertreibt. Jedoch darf man keine konkrete Zahlen nennen.

Wenn das sechste Ungetüm in die Auslage kommt oder Kreaturen eine Gruppe bilden, greifen diese an. Im ersteren Fall kann nur der aktive Spieler die Bestie besiegen, im letzteren Fall darf die Gemeinschaft die Ungeheuergruppe gemeinsam angreifen. Eine Gruppe aus zwei oder drei Monstern entsteht dann, wenn Kartenzahlen in die Auslage gelegt werden, die aufeinander folgen.



Ist es nicht möglich, die angreifenden Scheusale zu besiegen, muss die Gemeinschaft der Monsterjäger eines der 3 bis 5 Schutzsiegel (je nach Anzahl der Spieler) nutzen. Nicht vertriebene Bestien werden unter den Zugstapel gelegt. Gibt es keine Siegel mehr, ist das Spiel verloren. Die Spieler gewinnen, wenn alle verdeckten Karten gezogen und alle Angriffe erfolgreich abgewert wurden. Es gibt am Ende eine Gesamtwertung, wie gut man abgeschnitten hat. [tb]
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
tolle Illustrationen
kurze Spielzeit
leicht zu erlernen
ENDE
  MINUS:
MINUS:
‬meistens wird man vom Spiel gespielt
‬so gut wie keine interessanten
   Absprachen möglich
 immer der selbe Spielablauf
geringer Langzeitspaß
eer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
   *  
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Tobias: "Verflucht!" ist ein typisches Spiel, dessen Spielspaß mit der Anzahl der Spieler steigt. Leider reicht auch eine Vollbesetzung nicht aus, um zu einem wirklich unterhaltsamen Erlebnis zu kommen. Von einem derart talentierten Autor wie Steffen Benndorf, der mit "The Game" ein so inspirierendes, forderndes und spannendes Spiel kreiert hat, hätte ich "Verflucht!" absolut nicht erwartet.

Mischkönig oder vermischt?
Die Monsterhatz wirkt auf mich wie ein unfertiger Protoytp von "The Game", ohne dessen Stärken sinnvoll einzubauen, jedoch die Schwächen im Übermaß einzusetzen. Ich habe mich noch nie bei einem Spiel so gespielt gefühlt, wie hier. Die Einflussmöglichkeiten sind grundsätzlich marginal und bei der Solo-Variante praktisch nicht vorhanden. Entweder hat man gut gemischt oder halt nicht.

Mehr ist mehr von wenig
Je mehr Spieler sich der Monsterjagd anschließen, desto besser wird der Spielfluss, da die Einwirkungsmöglichkeiten langsam steigen und man ein bisschen kommunizeren muss. Doch selbst diese Konversationen gehen nicht über ein simples "Kann das jemand gut besiegen?" und ein "Ja", "eher mittel", "nur im Notfall" oder "nein" hinaus. So nutzt sich der Spielablauf schon im ersten Durchgang dramatisch ab.

Spielst du noch oder schläfst du schon?
In der gesamten Testphase konnte sich nur eine Spielerin, die sonst überhaupt keine Kartenspiele spielt (und daher unter Umständen einfach keine Kenntnis von besseren Alternativen besitzt), dazu entschließen, "Verflucht!" ein zweites Mal spielen zu wollen. Selbst Leute, die sich sonst schnell begeistern lassen, wollten teilweise das Spiel nicht einmal zu Ende spielen. Das ist in meiner Testphase mal ein Novum.

Inspiration verzweifelt gesucht
Dem Spiel fehlenden belebende Elemente wie etwa Boni und Mali von Waffen gegen bestimmte Monsterarten oder spezifische Resistenzen von bestimmten Bestien. Auch kleine Ereignisse mit Extra-Belohnungen hätten dem Spielfluss gut getan. Eine weitere Idee wären bestimmte Rollen für die Spieler, wie etwa den Samurai, der das Samurai-Schwert zweimal benutzen kann, den Schützen, der +1 auf alle Schußwaffen erhällt oder den Magier, der in jedem Kampf andere Spieler unterstützen kann. Leider gibt es das alles nicht.

Grafik hui
Loben muss ich jedoch die Illustrationen. Trotz wenig Gameplay an sich entstand dank der stimmungsvoll passend gestalteten Bilder eine Monsterjagd-Atmosphäre. Zwar hätten ein paar mehr unterschiedliche Kreaturen nicht geschadet, aber die vorhandenen wirken sehr lebendig. Auch die Gegenstandskarten zeigen einen eigenen Charakter. Ein weiterer Vorteil des Spiels ist die kurze Spieldauer und leichte Erlernbarkeit.

Fazit
Letztendlich wirkt "Verflucht!" wie eine abgespeckte Version von "The Game" für Kinder von 8 bis 10 Jahren, denen das Ursprungsspiel schon zu komplex ist. Ansonsten gibt es keinen Grund, "Verflucht!" zu spielen, da es "The Game" bereits gibt und dieses Spiel in allen Belangen besser abschneidet. Der Spielspaß erhöht sich bei "Verflucht!" mit jedem Spieler um einen Punkt, mehr als zu einer durchnittlichen Wertung von fünf Punkten langt es aber auch dann nicht.

Hinweis zur Spielidee-Wertung: Hier muss man einfach den Vergleich zu "The Game" ziehen. Und "Verflucht!" macht da leider nichts besser, im Gegenteil. Für Kinder mag "Verflucht!" mit seinem Monsterthema noch am ehesten interessant sein, wobei die Altersangabe auch auf 8 Jahre heruntergesetzt werden könnte, sofern Rechnen im Zahlenraum bis 100 schon ausreichend funktioniert.
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 

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