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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie, Aufbau
Erscheinungsjahr:
2006
Verlag: Goldsieber ..i..
Autoren: Knut Happel, Christian Fiore
Spieleranzahl: 2 bis 6
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 45 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   
   

 

  Die Säulen von Venedig
 
Auf Pfählen gebaut...
Stadtteile kaufen, Pfähle setzen und geschickt bebauen - das ist die Aufgabe der Teilnehmer dieses Spiels.
 

     

So funktioniert's: 
Venedig, oder Venezia, wie die Italiener ihre Lagunenstadt selber nennen, übt schon immer eine hohe Faszination auf Reisende aus der ganzen Welt aus. Keine andere italienische Stadt hat so viele Touristen im Jahr zu bewältigen, wie Venedig. Die besondere Atmosphäre der von Kanälen durchzogenen Altstadt wird in diesem Spiel aufgegriffen.


Der Spielplan: Nach und nach entsteht die Stadt Venedig. Außen herum führt die Siegpunkteleiste.
   
Der Gondoliere kassiert für jeden am Kanal gebauten Stadtteil.
   

Jeder Spieler wählt eine Spielfarbe und erhält 9 Spielsteine, von denen er einen auf das Startfeld der Punkteleiste setzt. Zudem erhält er 5 Handkarten mit unterschiedlichen Charakteren. Die Handkarten sind dabei für jede Spieleranzahl genau abgezählt, es gibt keinen Nachziehstapel.

Aufgabe ist es nun, ständig Siegpunkte zu erlangen. Diese erhält man, wenn man einen Stadtteil auf Pfählen errichtet. Dazu benötige ich den "Ratsherren", dessen Karte es mir beim Ausspielen ermöglicht, neue Stadtteile "einzukaufen". Die Plättchen unterschiedlicher Form und Größe werden vor dem Spieler abgelegt. Das Ausspielen der Karte "Pechtunker" berechtigt zum Setzen von Pfählen in der vorgegebenen Anzahl. Die Pfähle müssen stets an andere, bereits gesetzte Pfähle oder direkt am Canal Grande, der sich quer durch das Spielbrett schlängelt, gebaut werden.

(*Klugscheißermodus on*:) Die größte aller Wasserstraßen Venedigs, wird, dem deutschen Irrglauben nach, im Spiel als "Canale Grande" bezeichnet, was leider falsch ist, denn dem Kanal fehlt in Wirklichkeit das "e" - er heißt offiziell Canal Grande. (*Klugscheißermodus off*). Sobald ein Spieler die Pfähle gesetzt hat, muss er nun noch "Pfahlmarker" (seine Spielsteine) in ebenfalls vorgegebener Anzahl auf (beliebige) Pfähle verteilen. Die Pfahlmarker sind im weiteren Spielverlauf ein taktisches Mittel, um an wertvolle Zusatzpunkte zu gelangen.

Um nun endlich Siegpunkte einfahren zu können, müssen Stadtteile auf die Pfähle gebaut werden. Dies geschieht durch Einsatz der Karte "Baumeister". Natürlich muss die Form der Stadtteile zur Anordnung der Pfähle passen. Freie Felder bedeuten "Wasser" und können nur durch Brücken überbaut werden. Ist ein Stadtteil platziert, erhält der Erbauer direkt die aufgedruckte Punktezahl.

Zusatzpunkte können auf verschiedene Weisen erlangt werden: Bebaut ein Mitspieler Pfähle, die durch Marker eines anderen Spielers besetzt sind, werden diese entfernt. Der Besitzer erhält sie zurück und zeitgleich je 3 Punkte pro Marker. Je 2 Punkte erhält der Spieler, der durch Einsatz der Karte "Gondoliere" einen Marker auf der kleinen Gondel platziert hat, sobald ein Spieler einen Stadtteil direkt am Canal Grande baut.

Bei mehreren Stadtteilen gibt es dementsprechend auch mehr Punkte. Immer noch einen Punkt bekommt der Baumeister, der einen neuen Stadtteil übereinstimmend in der Art der Bebauung (Häuser oder Platz) an einen bestehenden Stadtteil anschließt. Gleich 6 Punkte erhält ein Spieler, wenn er eine der Pokerkarten (im Spiel ab 3 Personen) einsetzt. Er wettet dann darauf, welche Kartenart einer seiner Mitspieler einsetzt.


Mithilfe einer Brücke kann der Canal Grande überbaut werden.
   
Unterschiedliche Charaktere lösen unterschiedliche Aktionen aus.
   

Das Ausspielen der Karten erfolgt in jeder Runde zeitgleich; d.h. jeder Spieler legt pro Runde genau eine Karte verdeckt vor sich ab. Ausgehend vom jeweiligen Startspieler, der im Spielverlauf öfters wechselt, führen nacheinander alle Teilnehmer ihre gewählte Aktion aus. Danach geben sie ihre ausgespielte Karte an den jeweils linken Nachbarn weiter. Der Startspieler hat vor dem Ausspielen noch die Chance, eine Karte des Nachbarn gegen eine eigene auszutauschen. Die Spielkarte "Spion" berechtigt darüber hinaus zu einer ähnlichen Austausch-Aktion.

Das Spiel endet, sobald der letzte Pfahl gesetzt wurde. Weitere Aktionen sind danach nicht mehr erlaubt. [ih]

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Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
gelungene Umsetzung
   des Themas
taktisch
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Startspielervorteil
abruptes Spielende
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Ingo:  "Die Säulen von Venedig" ist ein atmosphärisches, durchaus gelungenes, strategisch geprägtes Brettspiel mit kleinen Mankos. Der Spieleinstieg erfolgt problemlos, das Ausspielen der Karten ist recht unterhaltsam, da man stets abschätzen muss, was dem Gegner Vor- bzw. Nachteil sein könnte. Schließlich bauen alle Spieler gemeinsam eine Stadt - und jeder möchte die meisten Siegpunkte erzielen.

So kann es fatal sein, neue Pfähle zu setzen, die ein Mitspieler in der nächsten Runde gewinnbringend bebaut. Das strategische Setzen von Pfahlmarkern und der Einkauf neuer Stadtteile erfordert somit durchaus einige geschickte Überlegungen.

Richtig planbar sind Spielzüge dann aber letztlich doch nicht, da man stets vom Tun und Lassen der Mitspieler abhängig ist. Der Startspieler hat immer einen kleinen Vorteil, da er seine geplante Aktion auf jeden Fall durchführen kann. Ein Spieler an vierter Stelle hingegen kann eine "Baumeister"-Karte schon mal verschleudern, wenn ein Mitspieler vor ihm die letzten Bauplätze zupflastert.

Am meisten störte uns das unglücklich gewählte Spielende. Mit dem Setzen des letzten Pfahls bricht das Spiel viel zu abrupt ab. Hier sollte man evtl. die selbst gewählte Variante "jeder darf danach noch einen Spielzug ausführen" ausprobieren. Diese empfanden wir in unseren Testrunden als zufriedenstellender.

Die Spielanleitung lässt an manchen Stellen kleine Fragen offen - hier könnte ebenfalls noch etwas nachgebessert werden. Dank seines gut gewählten Themas, der thematischen Dichte und eines unterhaltsamen Spielablaufs  erhält das Spiel trotz der zuvor beschriebenen Kritikpunkte insgesamt noch gute 7 Punkte.

Als beste Spieleranzahl stellten sich 3 bis 4 Teilnehmer heraus; bei mehr Teilnehmern wird das Spiel zur Glückspartie, bei nur 2 Teilnehmern kann das Spiel in gewisse Sackgassen geraten, wenn ein Spieler absichtlich Karten bunkert.

 

 
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