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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2019
Verlag: Board & Dice
(dt. Version: Spieleschmiede)
Autoren: Federico Pierlorenzi, Daniele Tascini
Grafik: Paweł Niziołek, Paulina Wach
Spieleranzahl:
1 bis 4
Alter: ab 14 Jahren
Spieldauer: 90-120 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Trismegistus
The Ultimate Formula
...
Silber zu Gold
Bei "Trismegistus" werden wir zu Alchemisten, die über verschiedene Aktionen Werkstoffe umformen, um Aufträge zu erfüllen. Ziel ist es, durch verschiedene Aufträge und das Erschaffen von Gold den Stein der Weisen zu erschaffen und dadurch zum größten Alchemisten zu werden.
 
 
Zunächst bekommt jeder Mitspieler ein zufällig ausgewähltes Spielertableau und einige Startkarten (Experimente und je eine Publikation / Spielerhilfe) sowie ein Startartefakt. Passend zum Spielertableau erhält jeder Spieler acht Formeln, die auf dem Tableau angeordnet werden. Außerdem bekommen die Spieler je eins von jedem Rohmaterial (angezeigt durch Materialmarker in dem entsprechenden Bereichen auf dem Tableau) und Essenzen (kleine Papp-Marker). Das Spielbrett wird für alle Spieler erreichbar aufgebaut und mit den Karten und Artefakten für die erste Runde bestückt. Außerdem werden die Würfel geworfen und den entsprechenden Bereichen zugeordnet.



Sobald alles vorbereitet wurde, darf der Startspieler damit beginnen, sich einen Würfel auszusuchen. Bei der Wahl eines Würfels sind sowohl die Farbe als auch das abgebildete Symbol entscheidend. Außerdem erhalte ich Potenzial in Höhe der Würfelanzahl in dem gewählten Bereich. Nehme ich einen Würfel aus einem Bereich, in dem nur zwei Würfel liegen, bekomme ich nur zwei Potenzial. Liegen da jedoch fünf Würfel, bekomme ich fünf Potenzial (Maximum). Das Potenzial wird durch die Position des Würfels auf dem Spielertableau angezeigt. Je mehr Potenzial ich besitze, desto mehr Aktionen kann ich mit dem Würfel durchführen.



Es gibt sechs verschiedene Aktionen:

(1) Materialien sammeln
Der Spieler gibt eine beliebige Anzahl an Potenzial ab, um die gleiche Anzahl an Materialien zu erhalten. Das Material ist abhängig vom Würfelsymbol und wird durch Materialmarker auf dem Tableau angezeigt.



(2) Essenzen erwerben
Der Spieler gibt eine beliebige Anzahl an Potenzial ab, um die gleiche Anzahl an Essenzen zu erwerben. Jedem Würfelsymbol ist eine Essenz zugeordnet, die sich der Spieler aus dem Vorrat nehmen darf.



(3) Transmutationen
Der Spieler gibt eine beliebige Anzahl an Potenzial ab, um die gleiche Anzahl an Materialien in das nächsthöhere Material umzuwandeln. Welche Materialien umgewandelt werden dürfen, hängt von der Würfelfarbe ab. Es kann pro Aktion immer nur eine Materialart umgewandelt werden.

(4) Artefakt erwerben
Der Spieler gibt genau drei Potenzial ab, um ein Artefakt vom Spielbrett auszuwählen. Dabei entscheidet die Farbe des Würfels, welche Artefakte genommen werden dürfen. Artefakte werden ans Spielertableau angelegt, und geben Boni, wenn bestimmte Transmutationen durchgeführt werden.



(5) Artefakt neu laden
Mit genau einem Potenzial kann genau ein verbrauchtes Artefakt wieder auf die aktive Seite gelegt werden.

(6) Experimentkarte erwerben
Ebenfalls ein Potenzial kann abgegeben werden, um eine Experimentkarte vom Spielbrett zu erwerben. Welche genommen werden darf, hängt wiederum vom Symbol auf dem Würfel ab.



Nachdem der aktive Spieler seine Aktion gemacht hat, dürfen alle inaktiven Spieler gleichzeitig eine Reaktion auf dessen Aktion machen. Bei der Reaktion sind die Aktionsmöglichkeiten immer abhängig vom Würfel des aktiven Spielers und nicht von dem des Reagierenden. Die Anzahl der Reaktionen ist begrenzt, denn jeder Spieler erhält am Anfang des Spiels nur zwei Reaktionsmarker (im Laufe des Spiels können es mehr werden). Sobald ein Spieler reagiert, wird ein Reaktionsmarker umgedreht und erst in der nächsten Spielrunde wieder aktiviert. Als Reaktionen können Materialien oder Essenzen erworben und Transmutation durchgeführt werden. Außerdem können Artefakte reaktiviert werden.



Das Spiel verläuft über drei Runden. In jeder dieser drei Runden erhält jeder Spieler genau drei Würfel. Immer sobald das Potenzial des aktiven Würfels verbraucht wurde, nimmt er bei seinem nächsten Zug einen neuen. Sobald jeder das Potenzial seines dritten Würfels verbraucht hat, beginnt eine neue Runde. Auf dem Spielbrett werden die Artefakte und Experimente der neuen Runde bereit gelegt.



Gewinner des Spiels ist am Ende derjenige, der die meisten Punkte bekommt. Punkte gibt es zum Beispiel für das Erfüllen von Experimenten. Dafür müssen die oben aufgedruckten Materialien abgegeben werden. Sobald ein Experiment erfüllt ist, legt der Spieler es an seinem Tableau an den Balken mit der entsprechenden Farbe an. Für jedes erste Experiment der jeweiligen Farbe nimmt der Spieler eine Formel aus dem selben Bereich und legt sie in den unteren Bereich. Dieser Bereich stellt den Stein der Weisen dar. Je mehr Formeln dort liegen, desto weiter wurde der Stein der Weisen erforscht. Um die zweite Formel jeder Farbe zum Stein der Weisen hinzuzufügen, muss der Spieler Gold ausgeben. Gold ist die höchste Stufe beim Transmutieren der Materialien. Je mehr Formeln am Spielende im Stein der Weisen liegen, desto mehr Punkte bekommt der Spieler. Außerdem geben sowohl die Formeln als auch der Stein der Weisen Sofortboni, die der Spieler direkt nutzen kann.



Am Anfang hat jeder Spieler eine Publikation erhalten. Außerdem können weitere während des Spiels erworben werden. Die Publikationen stellen Aufgaben dar. Es muss eine bestimmte Anzahl an Symbolen erreicht worden sein (durch Experimente oder Artefakte), um die Publikationen zu erfüllen. Sind sie erfüllt, gibt es Punkte für bestimmte Bereiche.



Weitere Symbole können über die Materialleisten erhalten werden. Jedes Mal, wenn ein Spieler eine Essenz abgibt, um eine Transmutation durchzuführen, schiebt er seinen Marker auf der entsprechenden Materialleiste voran. Dabei können sowohl Sofortboni erreicht werden, als auch Punkte und die Symbole zum Erfüllen von Publikationen. [cf]

Hinweis: Uns lag das englischsprachige Originalspiel als Testspiel vor. Das Spiel an sich ist sprachneutral. Wer eine deutsche Anleitung bevorzugt, erhält das Spiel, als ein Produkt der Spieleschmiede, unter dem Titel "Trismegistus - Der Stein der Weisen" beim Onlineshop "Spiele-Offensive".
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
verständliche Symbolik
taktisch
gute Materialqualität
schlichte Optik
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Anleitung schwer verständlich
trockene Umsetzung des Themas
sehr grübellastig
hohe Downtime bei vielen Mitspielern
eer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Carola: "Trismegistus" hat bei meinen Mitspielern und mir für gemischte Gefühle gesorgt – wir finden sowohl das Thema als auch die Spielmechanik gut. Die Alchemie bietet natürlich viele Möglichkeiten – Materialien können in andere Materialien umgewandelt werden, um wiederum höherwertige Stoffe zu erhalten. Bis hin zu Gold! Wer wollte das nicht schon immer tun? Diese Thematik bietet natürlich viele Möglichkeiten, die sich gut in Brettspielen umsetzen lassen. So auch in "Trismegistus".

Leider habe ich, ehrlich gesagt, mehr von der Thematik erwartet. Ich stelle beispielsweise Silber her, indem ich Eisen mit Hilfe einer Essenz umwandle – diese Essenz ist jedoch nicht festgelegt. Es gibt vier verschiedene im Spiel. Egal, welche ich nehme – aus dem Eisen wird Silber! Wenn ich mehrere Eisen gleichzeitig umwandle und dafür verschiedene Essenzen ausgebe, wird trotzdem aus jedem einzelnen Eisen Silber. Sich darüber zu beschweren, ist wirklich kleinlich, aber ich hätte ein festes Rezept zum Herstellen der Materialien bevorzugt. Die Wahl der Essenz ist nur ausschlaggebend für die Materialleiste.

Auf den Materialleisten findet regelrecht ein Rennen statt. Denn wer zuerst die Plättchen mit Sondersymbolen erreicht, bekommt den Bonus. Wer es in der selben Runde nicht schafft, bekommt gar nichts. Oftmals ist es bereits früh demotivierend auf eine Leiste hinzuarbeiten, da ein Mitspieler dort schon die Boni eingesammelt hat.

Auch das Herstellen des Stein der Weisen fühlt sich während des Spiels eher nebensächlich an und bindet sich nicht wirklich mit ins Spiel ein. Hier hatte ich nicht wirklich das Gefühl, dass etwas besonderes entsteht. Ich habe mich über jeden Bonus gefreut, den ich für das Komplettieren von Reihen bekommen habe, mehr aber auch nicht.

Die Spielmechanik an sich hat uns gut gefallen. Das Auswählen der einzelnen Aktionen ohne sich dabei gegenseitig zu blockieren war sehr angenehm. Konflikte entstanden nur durch das Auswählen der Würfel und Karten aus dem selben Pool. Wer immer Interaktion zwischen den Spielern braucht, wird damit natürlich nicht zufrieden sein. Im Grunde ist es meist egal, was der Mitspieler aktuell tut. Das ermöglicht mir zumindest, mich voll und ganz auf meinen nächsten Zug zu konzentrieren und zu überlegen, was ich als nächstes mache.

Den nächsten Zug zu überdenken, ist bei "Trismegistus" sehr wichtig. Es gibt zwar keine übermäßig große Auswahl an Aktionen, aber dafür ist die Wahl des Würfels sehr entscheidend für die nächsten Züge. Wähle ich lieber einen Würfel aus einem großen Würfelpool, um viele Aktionen zu bekommen oder brauche ich ganz dringend ein bestimmtes Material und nehme dafür in Kauf, dass ich weniger Potenzial und damit Aktionen bekomme. Und die Farbe darf dabei auch nicht vergessen werden! Diese Mechanik finde ich grundlegend toll! Leider sorgt sie aber auch dafür, dass das Spiel sehr grübellastig wird – denn mit der Auswahl sowohl des Symbols als auch der Farbe muss ich immer ein paar Runden voraus denken. Denn fast alle Aktionen hängen von irgendeinem Aspekt des Würfels ab.

Die Optik des Spielbretts ist recht schlicht gehalten. Es entsteht nicht das Gefühl, von übermäßiger Symbolik erschlagen zu werden und das Spiel wirkt sehr dezent auf dem Tisch. Auch die Spielkarten sind sehr schön und schlicht gehalten.

"Trismegistus" macht bei der Mechanik einiges richtig, vor allem der geringe Glücksanteil gefällt mir. Die Umsetzung erfolgt allerdings sehr technisch, leider habe ich einfach von der Alchemie-Thematik zu viel erwartet. Trotzdem kann ich nicht sagen, das Spiel hätte mir nicht gefallen, so richtig begeistern konnte es mich allerdings auch nicht. Aus diesem Grund vergebe ich letztlich insgesamt - als eine Rezensentin, die gern die volle 10-Punkteskala ausreizt - aus meiner Sicht immer noch positive 5 Spielkult-Punkte.
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 
...
     

Ingo: Anders als Carola, bin ich an "Trismegistus" nicht mit einer großen Erwartung an das Thema der "Alchemie" herangegangen. Vielleicht war das mein Vorteil. Ich gehöre zu den Spielern, die Spieler auch aufgrund ihrer Mechanik gut finden können, selbst wenn das Thema aufgesetzt wirkt. Die Spielmechanik gefällt mir hier sehr gut. Wer seinen Fokus auf planerische Taktik-/ Strategiespiele legt, der kann sich das Spiel auf jeden Fall einmal ansehen.

In der Tat muss man seine Züge hier stets vorausschauend planen, wenn es darum geht, den richtigen Würfel zu wählen. Vorausschauend planen musste ich zuletzt in dieser "extremen" Form z.B. bei "On Mars" (> Testbericht), das jedoch mehr Interaktion bot. Die Interaktion beschränkt sich bei "Trismegistus" aufs Wegschnappen von Dingen, das Spielgefühl ist ansonsten eher solitär geprägt. Für alle Spiele dieser Art gilt: Grübler können die Downtime ordentlich nach oben schrauben, von daher sollte man Erstpartien vielleicht nicht unbedingt in Vollbesetzung spielen. Andererseits kann ich hier auch nicht empfehlen, einfach aus dem Bauch heraus zu spielen, denn dann hat man keine Chance. Man muss definitiv Spaß daran haben, Spielzüge auszutüfteln, da alles Konsequenzen für das weitere Spiel hat. Eine bestimmte Entscheidung kann also eine ganze Aktionskette auslösen. Wie gesagt: Mir gefällt so etwas, aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass das definitiv kein Spiel ist, das man jedem bedingungslos empfehlen könnte. In unseren SPIELKULT-Runden gab es immer auch Mitspieler, die diese Art zu spielen gar als "Arbeit" empfunden haben, wenngleich sie komplexe Strategiespiele gewohnt sind.

Die Optik und Ausstattung des Spiels finde ich sehr ansprechend in seiner, wie Carola es nennt, Schlichtheit; ich würde es sogar Eleganz nennen. Dafür auf jeden Fall Daumen hoch! Die Anleitung, und anfangs auch die Ikonografie, ist hingegen eine kleine Herausforderung, da wäre definitiv noch Verbesserungspotenzial vorhanden! 

Insgesamt vergebe ich, als Fürsprecher solcher strategischen Optimierungsaufgaben, 7 bis 8 Kultpunkte, je nach Spieleranzahl und Paralyse / Analyse - Verhalten meiner Mitspieler. Wer hingegen an z.B. durchaus vergleichbaren Lacerda-Spielen auch keinen Spaß hat, an Spielen  wie eben "On Mars", "CO2", "Lisboa" etc., die sich - so würden es Spieler sagen, die eine spannende Story im Spiel benötigen - auch eher "trocken" spielen, der wird "Trismegistus" wohl auch nicht mögen. Entscheidet daher selbst, ob so eine Spielweise etwas für euch ist. Dass das Spiel die Gemüter spaltet, seht ihr auch an der "Range" unseres Team-Trends unten.
 

 
   ZWEITMEINUNG
      (Langzeit-)Spielreiz
...
 
  Hinweis zu den Wertungen: Die blauen Wertungen für "Spielidee", "Ausstattung" und "Ablauf" wurden von unserer Rezensentin Carola vergeben; die abweichenden grauen Wertungen stammen aus Ingos Zweitmeinung.  
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND 
...
   Beate
   Matthias
   Michael
   Ingo
   Ulf
   Torsten
   Jürgen
   Birgit
   Carola
   Carsten
Ende
 

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