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Genre: Karten, Strategie
Erscheinungsjahr:
2019
Verlag: Kolossal Games
Autor: Brad Pye
Grafik:
Ryan Pye
Spieleranzahl:
2
Alter: ab 14 Jahren
Spieldauer: ca. 20-40 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   
   

 

 
Terrors of London
...
Dein Deck ist dunkel und voller Schrecken
Wer dachte, die Schrecken von London (Terrors of London) seien die Mietpreise, liegt voll daneben. In diesem Deckbuilder rekrutieren wir Geister, Bestien, Untote und Sterbliche, um dem gegnerischen Overlord das Leben schwer zu machen und es schließlich zu beenden.
 
 
Vorbereitet ist ein Duell zwischen zwei Overlords recht schnell. Die Akolythen-Karten werden gemischt und verdeckt bereit gelegt. Die Karten, welche nicht in den Startdecks sind, werden gemischt und als Markt bereit gelegt. Fünf Karten werden als Straße aufgedeckt.



Jeder Spieler sucht sich einen der vier Overlords aus. Diese Overlords gehören vier verschiedenen Fraktionen an: Bestien, Sterbliche, Untote und Geister. Weiterhin bringt der Overlord eine Fähigkeit mit, welche sich während Spiels jeden Zug einsetzen lässt. Auch besitzt jeder Overlord vier Einflusskarten. Von diesen darf sich der Spieler zwei aussuchen. Diese werden mit fünf Kultisten und drei Fanatikern zusammen gemischt, um ein Startdeck zu formen.



Die Spieler legen die Karten verdeckt vor sich. Auf dem Tableau des Overlords wird der Lebensmarker auf die höchste Zahl gelegt. Der Startspieler zieht vier Karten und der andere Spieler fünf Karten.

Jetzt geht es los, wobei das Ziel ist, den gegnerischen Overlord auf die 0 der Lebensleiste zu bringen.



Wer an der Reihe ist, führt beliebige viele Aktionen aus, solange er diese bezahlen kann. Meist werden die Aktionen mit Währungen bezahlt, die durch Karten gesammelt werden.

Eine Aktion ist das Ausspielen einer Monsterkarte. Diese Karte wird in den eigenen Spielbereich gelegt und der Kartentext dieses Monsters ausgeführt. Oft geben Monster Geld oder Macht. Manchmal gibt es aber besondere Effekte, oder Effekte, die nur unter bestimmten Bedingungen eintreffen.


 
Horden können geformt werden, um weitere Boni von den Monsterkarten zu erhalten. Alle Monster, außer den Fanatikern und Kultisten, gehören einer Fraktion an und suchen für ihre rechte und linke Seite einen Mithorder? Cohorder? Compagnon? Mitmonster? Naja, eine Karte, die dahin passt. Denn jedes Monster wünscht sich eine bestimmte Fraktion auf der einen Seite seiner Karte und eine andere Fraktion auf der anderen. Ausliegende Monster können so ähnlich wie bei "Domino" zu Horden zusammengefügt werden. Jedes Mal wenn es eine passende Verbindung gibt, dann darf einer der Hordenboni genutzt werden, meist mehr Macht oder mehr Geld.



Mit Geld können neue Karten von der Straße erworben werden. Neue Monster kommen in den eigenen Ablagestapel und Reliquien in den eigenen Reliquienbereich.

Mit Macht kann ein Angriff auf den Gegner durchgeführt werden. Meist bedeutet jede Macht einfach einen Schaden und damit einen Lebenspunkt weniger für den Gegner.



Reliquien werden wie oben erwähnt direkt in den eigenen Reliquienbereich gelegt. Dort dürfen diese einmal pro Zug aktiviert werden. Reliquien bieten verschiedenste Vorteile. Oft geben diese mehr Geld oder mehr Macht. Sie bleiben außerdem immer vor dem Spieler liegen und müssen nicht am Ende des Zuges abgelegt werden.



Kann oder will ein Spieler keine Aktionen mehr ausführen, so wandern alle ausgespielten Monster auf den Ablagestapel, und es wird wieder auf 5 Karten aufgezogen. Sollte ein Spieler Karten ziehen wollen und der Nachziehstapel ist leer, so wird der Ablagestapel gemischt und zum neuen Nachziehstapel. Jetzt ist der Gegner am Zug.
 
Sobald ein Overlord auf 0 Lebenspunkte sinkt, ist der Kampf vorbei. Der überlebende Overlord gewinnt. [ls]
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
Asymmetrie
gruseliges Thema
schnell gespielt
ENDE
  MINUS:
MINUS:
alles bekannt
Gestaltung
Vokabeln müssen gelernt werden
eer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Lutz: Dunkle Themen üben einen gewissen Reiz auf mich aus, weswegen "Terrors of London" mein Interesse geweckt hat. Es handelt sich dabei um einen Duell-Deckbauer, bei dem zwei Spieler versuchen, den anderen zuerst auf 0 Lebenspunkte zu bringen.

Die Spieler sind dabei Overlords, und wir rekrutieren andere Monster aus den Kategorien Untote, Bestien, Sterbliche und Geister, um die Oberhand zu erlangen. Wir kaufen dabei neue Monster und Reliquien aus einer zufälligen Auslage, damit wir ein tödliches Kartendeck zusammenstellen. So ähnlich haben das Fans der Deckbuilder schon bei "Star Realms" mit einem Weltraumthema gesehen. Aber bei "Terrors of London" spielen wir nicht nur in einem ungemütlichen, dunklen, gruseligen London mit Monstern, sondern die Spieler haben auch unterschiedliche Fähigkeiten. Jeder der vier Overlords hat eine spezielle Fähigkeit, die er einmal pro Zug nutzen kann und wählt zwei von vier Einflusskarten für sein Start-Deck. Dies beeinflusst das Spiel besonders am Anfang, denn später wird das eigene Spiel eher durch die gekauften Karten beeinflusst. Auch hier könnte eingewendet werden, dass "Hero Realms", die Fantasy-Variante von "Star Realms", ebenfalls unterschiedliche Startbedingungen bietet, aber "Hero Realms" erschien mir beim Ersteindruck recht unausgewogen.

Andererseits gibt es auch bei "Terrors of London" Overlord-Fähigkeiten, die scheinbar stärkere Effekte bringen als andere. Zwei der im Basisspiel enthaltenen Overlords sind für erfahrene Deckbau-Spieler relativ leicht zum Erfolg zu führen. Bei den anderen beiden ist dies m.E. nicht so leicht. Im Schwierigkeitsgrad sind die Overlords also nicht so ausgewogen. Ich glaube auch, dass die Effizienz der Overlords nicht gleich gut ist. Ich habe zumindest klare Favoriten bei den zu wählenden Overlords.

Wenn wir uns anschauen, was bei "Terrors of London" wirklich besonders ist, dann sind dies wohl die Einflusskarten und die Hordenaktion. Die Einflusskarten bringen eine Belohnung, wenn der Spieler ein Monster im Spiel hat, welches die gleiche Fraktion wie der Herrscher hat. Die Hordenaktion erlaubt es, Monster verschiedener Fraktionen zu kombinieren und so weitere Boni zu erhalten. Es scheint also, es gäbe hier eine Entscheidung zu treffen: Sammle ich Monster meiner Fraktion oder mische ich meine Monsterfraktionen. So ist es aber leider nicht, denn es sind nur zwei Einflusskarten im ganzen Deck. Hier müssen schon fleißig Karten aus dem Deck entfernt werden, damit die Einflusskarten oft genug auftauchen. Verschiedene Monsterfraktionen lohnen sich auf lange Sicht eher. Viele Monster liefern auch mächtigere Effekte als die Einflusskarten, sodass die Spieler meist nur ganz am Anfang der Partie versuchen, passende Monster zu ihren Einflusskarten zu bekommen. Dann geht die bunte Monsterparty los, um Horden zu bilden, sodass insgesamt von der Asymmetrie der Startbedingungen nur die Fähigkeit des Overlords übrig bleibt.

Die Gestaltung von "Terrors of London" ist wirklich besonders. Die Schachtel sieht aus wie ein mit Eisen beschlagenes und detailreich verziertes Buch. Auch die Kartenrückseiten sind entsprechend verziert. Die Gestaltung der Monster ist etwas eigenwillig und sicherlich Geschmackssache. Ich finde sie nicht besonders gelungen. Ich hätte mir gewünscht, dass durch die Illustration schon sehr deutlich wird, zu welcher Fraktion ein Monster gehört und ich nicht erst auf das Symbol schauen muss. Die Fraktionssymbole sehen sehr computeranimiert aus. Auch verstehe ich nicht die Entscheidung, die Overlords in einem anderen Stil als die Monsterkarten zu zeichnen.

Bei der Funktionalität der Overlord-Tableaus ist die Lebensleiste sehr praktisch ist. Auf den Monsterkarten sind die wichtigen Schlüsselwörter in der Regel leicht zu finden. Leider sind diese Schlüsselwörter so kontraintuitiv gewählt, dass die erste Partie für neue Spieler recht holprig verläuft. Zum Glück gibt es Spielerhilfen, die einem über diese schwere Zeit hinweghelfen.

Gäbe es jetzt noch so eine Hilfekarte mit einer Hilfe, um die im Zug gesammelte Menge an Geld und Macht festzuhalten, wäre dies eine deutliche Verbesserung. Im fortgeschrittenen Stadium gibt es Züge, in denen einiges angesammelt wird. Die entsprechenden Marker können aber auch auf einer selbstgeschriebenen Leiste oder der Lebensleiste als Erinnerung verwendet werden. Die offiziellen Leisten für Geld und Macht finden sich auf den Spielmatten, die zusätzlich erworben werden können.

Wurden alle diese Hürden für den Einsteiger genommen, so spielt sich "Terror of Londons" in ca. 20 Minuten. Das Grundspiel enthält nur die Regeln und das Material für 2 Spieler, ich kann also keine Aussage über Partien mit mehr Spielern treffen. "Terrors of London" spielt sich als Duell recht fluffig und schnell runter. Hierbei kann es passieren, dass sich spannende Duelle ergeben und plötzliche Powerzüge mit 20 oder mehr Macht dem Gegner das Licht ausblasen.

In diesem Sinne verhält sich "Terror of London" wie "Star Realms", welches aber einfacher zu lernen ist und mit besserer Symbolsprache arbeitet. Allerdings bietet "Terror of Londons" die Asymmetrie inklusive der zu Spielbeginn bewusst gewählten Einflusskarten. Wie aber oben beschrieben, verlieren zumindest letztere während einer Partie schnell an Bedeutung. "Terrors of London" ist kein schlechtes Spiel, bietet aber bei der bestehenden Konkurrenz, wie "Ascension", "Star Realms", "Shards of Infinity" etc. nichts signifikant Neues, was wir so noch nicht gesehen haben.
 
FAZIT: "Terrors of London" bietet den Freunden des Horrors ein Deckbuilder-Duell, bei dem der fürchterliche Feind durch den eigenen tödlichen Talon seinem endgültigem Ende zugeführt wird. Wenn man sich allerdings die Konkurrenz im Bereich der Deckbuilder ansieht, so sind die Neuerungen von "Terrors of London" nicht groß genug, um innovativ zu wirken.
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 
 

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