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(C) Spiel des Jahres e.V.
- 2019 -

 

Spiel-Fakten:

FamilieStrategie & AufbauWissen & RatenParty & KommunikationLogik & Kombination
KinderKarten
Würfel & GlückAktion & GeschicklichkeitLernen

Genre: Kinder / Aktion
Erscheinungsjahr:
2019
Verlag:
HABA
Autoren:
Wilfried und Marie Fort
Grafik:
Maximilian Meinzold
Spieleranzahl:
2 bis 4
Alter:
ab 6 Jahren
Spieldauer:
15 bis 20 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Initiative 

leer
     
   
   
   

 

 
Tal der Wikinger
...

"Feuchtfröhliches" Fässerkegeln

Nein, keine Sorge, "feuchtfröhlich" bedeutet keinesfalls, dass hier Spirituosen im Spiel sind! Beim lustigen Kinderspiel des Jahres 2019 werden Fässer gekegelt - und es wird Beute gemacht! Zumindest, solange man nicht vom Steg ins Wasser fällt!
 

 
Die vier Wikingerschiffe werden mit jeweils einer Münze bestückt. Es spielen immer alle Farben mit, auch wenn die Spieleranzahl kleiner als vier ist. Jeder Spieler sucht sich eine Farbe aus. Die zugehörigen Wikinger-Plättchen, auch die von evtl. nicht teilnehmenden Spielern, werden vor den Steg gelegt.



Der Steg wird in zufälliger Anordnung mit den Flaggenplättchen bestückt. Sie zeigen zum einen die vier Wikinger, zum anderen Münzen im Wert von 1 bis 4.



Die Holzfässer werden in beliebiger Reihenfolge auf die markierten Startfelder des Spielplans gestellt (immer in die ausgestanzten Löcher).



Das Spiel beginnt. Gespielt wird reihum, der jeweils aktive Spieler nimmt sich den Papp-"Kugelschubser" und legt die große Kugel auf eine der vier aufgedruckten "Rampen" mit großem Loch. Dann stößt er die Kugel mit dem Kugelschubser an, sodass sie in die Mitte des Spielplans rollt und - hoffentlich - ein oder mehrere Fässer umwirft.



Die getroffenen Fässer geben nun vor, welche Wikinger auf dem Steg nach vorn gezogen werden - jede beteiligte Farbe um genau ein freies Feld! Wichtig: Der aktive Spieler bestimmt, in welcher Reihenfolge die Wikinger bewegt werden, sollten mehr als einer laufen dürfen. Besetzte Felder werden beim Laufen übersprungen. So kann es dann passieren, dass das nächste freie Feld gleich vier Felder vom Start entfernt ist.



Dann wird der Kugelschubser weitergereicht. Der nächste Spieler baut die umgefallenen Fässer wirder auf, diesmal jedoch nicht mehr zwingend auf die Startfelder. Er kann sie in beliebige freie Löcher der Spielplanmitte stellen - gerade so, wie er meint, dass er dann beim Kegeln die Farben trifft, die für ihn am besten sind. Stehen geblienene Fässer hingegen bleiben auf ihrer Position.



Auf diese Weise wird also immer gekegelt und dann gezogen. Sobald ein Wikinger am Ende des Steges ankommt und kein freies Feld mehr vor sich hat, fällt er ins Wasser. Jetzt findet eine Wertung statt. Der im Wasser liegende Wikinger geht leer aus. Bei allen anderen Wikingern wird nun geschaut, wo sie sich gerade auf dem Steg befinden. Abgerechnet wird der Reihe nach von rechts nach links (heißt also: Der am weitesten vorn stehende Wikinger erhält seine Belohnung zuerst):

- Steht ein Wikinger bei einer Gold-Flagge, erhält er die entsprechende Anzahl an Münzen aus dem allgemeinen Vorrat und legt sie in sein Schiff.
- Steht ein Wikinger bei einer Flagge mit einem gegnerischen Wikinger, so stiehlt er ihm eine Münze aus dessen Schiff (sofern eine Münze vorhanden ist, ansonsten geht er leer aus).
- Steht ein Wikinger bei der Flagge, die den eigenen Wikinger zeigt, so darf er nun aus allen anderen Schiffen jeweils eine Münze stehlen (sofern jeweils eine Münze vorhanden ist, ansonsten erhält er entsprechend weniger). 



Nach einer Wertung wird der ins Wasser gefallene Wikinger wieder zum Startfeld des Steges gestellt. Er läuft von dort dann in weiteren Spielzügen erneut los - jedes Mal, wenn ein Wikinger am Ende des Steges ins Wasser plumpst, wird erneut gewertet. So wechseln sich Aktions- und Wertungsphasen fortlaufend ab.



Sobald bei einer Wertung keine Münze mehr im allgemeinen Vorrat liegt, endet das Spiel nach dieser Wertungsphase und der Spieler mit den meisten Münzen an Bord gewinnt. [ih]

Auszeichnung: "Tal der Wikinger" wurde von der Fachjury zum "Kinderspiel des Jahres 2019" gekürt! Das Spiel setzte sich dabei gegen die ebenfalls nominierten Spiele "Fabulantica" (Logis / Pegasus) und "Go Gecko Go" (Zoch) durch.
...
 
 REGELN UND MEINUNG
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
sorgt sofort für einen Spielimpuls
Mischung aus Geschick, Action
   und kleinen taktischen Spielzügen
tolles Material
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Münzen nur aus Plastik
gewisse erste Frusttoleranz
   wird vorausgesetzt
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Nicole: Ich möchte keinen Hehl daraus machen: Von mir aus dürfen unsere lieben Kleinen ruhig viel langsamer älter werden. Warum? Es gibt so viele schöne Kinderspiele und bald keine Ausreden mehr, diese zu spielen.  

Bei "Tal der Wikinger" ist dies anders. Sollte sich das Spiel erst einmal im Spieleregal befinden, kann man es ruhig mal als kleines Spiel für zwischendurch auch in der Erwachsenenrunde auf den Tisch bringen. 

Die Spielregel ist sehr verständlich, aber trotzdem kurz verfasst worden und dazu mit einigen Beispielen versehen, sodass keine Fragen aufkommen. Kinder ab sechs Jahren kommen auf jeden Fall gut zurecht und mit der Spieldauer von ungefähr 15 Minuten ist auch Zeit für eine eventuelle Revanche.

Bis zu vier Spielern können, nachdem der Spielplan zusammengepuzzelt würde, an dem Kegelspiel teilnehmen. Ja, das ist es tatsächlich: ein Kegelspiel. So kommt es auch zu manchen Lacher, wenn man vor dem Kugelschubser groß ankündigt, welche Holzfässer man umkegeln möchte und dann die Kugel zielsicher an allen Holzfässern vorbeirollt. Kleine Anmerkung dazu: Laut Spielregel ist dies nicht notwendig. Einfach drauflos kegeln - und hoffen. Sollte das nicht gleich auf Anhieb funktionieren, darf man das auch so oft wiederholen, bis das erste Fass fällt.  

"Tal der Wikinger" ist optisch sehr schön anzusehen und thematisch wirklich toll umgesetzt! So erhält jeder Mitspieler ein Schiff, in dem die Siegpunktchips, oder hier Münzen, gesammelt werden. Als ich das Spiel zum ersten Mal gespielt habe, fand ich es sehr schade, dass die Münzen "nur" aus Plastik sind. Allerdings sind sie thematisch passend gestaltet. Ich bin mir jedoch inzwischen nicht mehr sicher, ob mir bedruckte dünne Holzscheibchen tatsächlich besser gefallen würden. Der Ausschnitt des Wikingerdorfes, in dem das alljährliche Fässerkegeln stattfindet, ist sehr schön illustriert. Und dadurch, dass die Gewinnflaggen auf dem Steg zu Beginn jeder Runde neu ausgelegt werden, bleibt es auch dort spannend.

Während die Kids mehr darauf achten, wo der eigene Wikinger auf dem Steg gerade steht oder beim Umkegeln des Fasses landen wird, spielen die älteren Kinder oder Erwachsene etwas taktischer. Es ist immer eine Überlegung wert,  ob man nicht einen anderen Wikinger, sofern möglich, ins Wasser plumpsen lässt, anstatt selbst die wertvollen Goldmünzen abzugreifen. Denn nur dieser Weg bzw. das Schiff mit der größten Last führt zum Sieg.  Aber immer daran denken: erst die gewünschten - und zu den umgekegelten Holzfässern passenden - Wikingerplättchen bewegen und dann vom Steg schubsen! Denn der Zug endet sofort, wenn ein Wikinger in das Wasser springt. Manchmal passt auch alles, so dass nur ein Wikinger den Steg verlässt und die anderen Wikinger an Ort und Stelle verbleiben und man so auf das mögliche Bewegen verzichtet.

Ich fühle mich im "Tal der Wikinger" auf jeden Fall wohl - so wie auch die Kinder, die es gespielt haben. Für mich ist die Auszeichnung "Kinderspiel des Jahres 2019" auf jeden Fall gerechtfertigt. Da fällt es mir leicht, sehr gute 9 Punkte zu vergeben!

Beachtet auch unser > Video zum Spiel!
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   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
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Gabi: Spannendes funktionierendes und ansprechendes Material, ein witziger Wettkampf, eine hohe Trefferquote beim Wikinger-Kegeln und eine ganze Portion Schadenfreude - das ist ein Fundament, auf das sich gut bauen lässt. Und das "Tal der Wikinger" vereint all diese Punkte auf kurzweilige Weise. Um es einfach zu beschreiben: Die beiliegenden Schiffe sind der Blickfang und gleichermaßen das Beutelager. Der zusammengepuzzelte Spielplan teilt sich in zwei Schauplätze - die Laufstrecke, die unterschiedlich gute Belohnungsfelder enthält und die "Kegelbahn", deren Sinn darin besteht, mit der großen und leichten Kunststoffkugel die farbigen Fässer möglichst zielgenau umzuwerfen. Natürlich nur, um der eigenen Figur einen besseren Standort zu verschaffen und die lieben Gegenspieler von den allzu lukrativsten Plätzen zu vertreiben. Und nebenbei dafür zu sorgen, dass der eine oder andere Gegenspieler vom Steg geschubst wird, um für alle anderen eine Wertung zu ermöglichen. Schnell erkennen die Kids wer weg muss- und was sie dafür umwerfen müssen. Das ist bei 6-jährigen zwar noch unterschiedlich ausgeprägt, ab ca. 8 Jahren wird da aber immer schon gern taktiert.

Erstaunlicherweise konnten die meisten Kinder nach meinen Erfahrungen recht gut im Spiel mit dem Verlieren guter Belohnungen umgehen, oftmals aber vor allem mit dem Wissen: Als nächstes schieße ich den anderen vom Thron. Eine gewisse Frusttoleranz wird also vorausgesetzt.

Das Spiel macht Spaß, spornt an - und ist optisch echt ein Hingucker. Selbst Erwachsene lassen sich zu schnellen Runden hinreißen. Pausenzeiten werden spontan überbrückt, z.B. durch lauthalse Ratschläge an den aktiven Spieler, was denn wohl am besten umzuwerfen sei, gepaart mit dem fühlbaren Lamento des so in die Schussbahn geratenen Mitspielers. Je älter die Spieler sind, desto mehr werden die Gedanken auch verfeinert. Doch dieses "Was-hat-mein-Kegelergebnis-für-Folgen" und "Wen-ziehe-ich-zuerst" ist etwas, dass dieses Spiel ausmacht, und, wie schon zuvor erwähnt, von den Kindern auch erstaunlich schnell umgesetzt wird. Das entstehende Gerangel um die besseren Plätze lässt Spielerherzen höher schlagen.

Auch wenn man im Spiel schon einmal einen kleinen Rückschlag einstecken muss, so hat "Tal der Wikinger" auf jeden Fall in fast allen unseren Spielgruppen durchschlagenden Erfolg erlebt und ist deshalb absolut zu Recht zum Kinderspiel des Jahres 2019 ernannt worden. Gratulation an die Autoren, den Illustrator und den Verlag!

Beachtet auch unser > Video zum Spiel!

 

 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
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   KULTFAKTOR: TEAM-TREND 
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   Nicole
   Gabi
   Ingo
   André
   Ulf
Ende
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