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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2018
Verlag: Doppio Gioco Press
Autor: Angelo Tonin
Grafik:
Marina Fischetti, Bartłomiej Kordowski
Spieleranzahl:
2 bis 6
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer:
45-60 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Symphony
...
Silenzio, Silenzio!
Hach, die Macht der Musik. Wie sie doch unsere Sinne verzaubern kann und uns einen Einblick in unsere Seelen gibt. Da wurde es doch tatsächlich Zeit, dass wir endlich ein Brettspiel mit diesem Thema bekommen. In "Symphony" sind wir Teil eines klassischen Orchesters und übernehmen gleichzeitig verschiedene Instrumente, um die schönsten Melodien im Lande zu spielen. Zauberhaft! Oder am Ende doch nicht ...?
 
 
Je nach Spieleranzahl wird die entsprechende Seite des Orchesterspielplans ausgewählt, und die Spieler setzen ihre Spielertoken auf die entsprechenden Wertungsleisten. Das Orchester besteht aus insgesamt fünf Reihen (A-E) à fünf Spalten. Außerdem befinden sich noch das Konzentmeisterfeld und das Dirigentenfeld unterhalb des Orchesters. Die erste Reihe wird, abhängig von der Spielerzahl, mit vier zufälligen Instrumentenkarten (außer den hellblauen Chorkarten) aufgefüllt. Zusätzlich werden fünf zufällige Musikerbonusplättchen unterhalb der Spalten platziert und drei schwarze Notensteine neben dem Konzertmeister bereitgelegt. Jeder Spieler bekommt noch 30 Notensteine seiner Farbe.



Neben den Orchesterspielplan wird die Partitur vorbereitet, indem zufällig drei Partiturblätter nebeneinander gelegt werden. Unterhalb der Partitur befindet sich das Satzdiagramm, welches anzeigt, welche Noten in welcher Wertungsphase (A-E) gespielt werden. Zuätzlich wird auf jede blaue Note ein schwarzer Notenstein gelegt, sowie ein Musikerbonusplättchen auf jede halbe Note.



Eine Partie "Symphony" besteht aus drei Phasen: Der Orchesterphase, der Sinfoniephase und der Wertungsphasen (Zwischen- und Endwertung). Die Phasen werden hintereinander ausgeführt.

Die Orchesterphase:
Zu Beginn der Orchesterphase bekommt jeder Spieler, je nach Spielerzahl, zufällige Instrumentenkarten. Insgesamt gibt es 43 unterschiedliche Karten, auf denen deren Grundfähigkeiten, freischaltbare Fähigkeiten und die Notenfelder abgebildet sind. Die Fähigkeiten der Karten sind erst in der Sinfoniephase von Bedeutung. Außerdem befinden sich an den Rändern der Karten ein oder mehrere Halbkreise. Dazu aber später mehr.

Beginnend mit den Startspieler hat jeder Spieler nun zwei Aktionen. Zunächst legt er eine Instrumentenkarte aus der Hand auf einen freien Platz im Orchester. Hierbei kann er das Instrument "gut" oder "nicht gut" platzieren. Ein Instrument gilt als gut platziert, wenn die Position und Farbe des Halbkreises mit dem auf dem Orchesterplatz gedruckten Halbkreis übereinstimmen.

Im nächsten Schritt kann er die Kontrolle über ein Instrument übernehmen, wenn er sein Instrument "gut" platziert hat, indem er Notensteine auf die Notenfelder der Karte legt. Generell kann er jedes beliebige Instrument wählen (dazu gehören auch der Konzertmeister und der Dirigent), solange sein ausgespieltes Instrument gut platziert war. Dazu legt er auf alle weißen Notenfelder einen Notenstein seiner Farbe und auf die schwarzen Notenfelder einen schwarzen Notenstein. Die grauen Felder dürfen nur belegt werden, wenn das Instrument gut platziert wurde.


Diese Violine wurde "gut platziert", da die Halbkreise auf Karte und Orchesterplatz übereinstimmen. Der gelbe Spieler setzt deswegen all seine gelben Notensteine auf alle Notenfelder. Der Bonus für das gute Platzieren des Instrumentes wird durch die weiße Line angezeigt.

Einzige Ausnahme sind die Chöre. Hier darf jeweils nur eine der angegebenen "Stimmen" belegt werden. Sobald alle Instrumente und Notensteine platziert wurden, werden noch Boni verteilt. Jeder Spieler, der in einer Orchesterspalte die wenigsten Steine platziert hat, erhält das entsprechende Musikerplättchen unterhalb der Spalte. Außerdem bekommt jeder Spieler, der in jeder Reihe mindestens ein Instrument übernommen hat, einen Bonusmarker aus dem allgemeinen Vorrat. Danach geht es in die Sinfoniephase über.

Die Sinfoniephase:
In der Sinfoniephase wird nun die Partitur in insgesamt fünf Runden ("Satzaufführungen") "gespielt", indem die Spieler die Notensteine vom Orchester auf die Noten der Partitur legen. Unterhalb der Partitur befindet sich das Satzdiagramm. Dieses zeigt an, welche Noten gespielt werden dürfen. In der ersten Runde zum Beispiel alle Noten der Spalte A. Der Spieler, der den Konzertmeister übernommen hat, beginnt. Im ersten Satz werden nun alle Instrumente der ersten Spalte von unten nach oben gespielt. Ausnahmen sind alle Instrumente, auf denen die 1° abgebildet ist. Diese besitzen immer Vorrecht.


Der gelbe Spieler hat sich entschieden, den Konzertmeister zu übernehmen. Er hat somit das Recht, in jeder der fünf Satzdiagramrunden als Erster einen der fünf Steine (3 schwarze und 2 seiner gelben) zu legen.

Ansonsten legt der Spieler, der das unterste Instrument besetzt hat, den von sich am weitesten links befindlichen Stein auf eine der Noten des Satzes. (Einige Instrumente erlauben oder zwingen den Spieler auch mehrere Steine gleichzeitig zu setzen). Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten und Begrenzungen, je nach Fähigkeit des Instrumentes. Falls es gut platziert war, hat es dann noch eine zusätzliche Bonusfähigkeit. Einige Instrumente erlauben es den Spielern nur auf bestimmte Noten zu setzen, andere fremde Steine zu überspielen oder eigene zu schützen. Sobald das oberste Instrument gespielt wurde, geht es in der Reihe wieder vom untersten Instrument los, bis alle Steine in der Spalte gespielt wurden.


In der ersten Runde wird die erste Reihe gespielt. Nachdem der Konzertmeister seinen ersten Stein gelegt hat, beginnt nun, von unten nach oben, die braune Oboe. Der grüne Spieler legt einen Stein, danach die erste Violine etc., bis alle Steine gesetzt wurden.

Nachdem alle Noten platziert wurden, wird die zweite Spalte des Orchesters auf den zweiten Satz der Partitur gespielt. Sobald ein Notenstein platziert wurde, bekommt der Spieler Siegpunkte (1-3) entsprechend der Plättchen neben den einzelnen Reihen.

Auf der Partitur sind unterschiedliche Notentypen zu sehen. Ganze, halbe, Viertelnoten und Triolen. Im Folgenden werden die Einsatzregeln der unterschiedlichen Typen erklärt.

Halbe Noten: Auf halbe Noten kann jederzeit ein beliebiger Stein gelegt werden. Als Belohnung bekommt der Spieler das dazugehörige Bonusplättchen.



Viertelnoten: Viertelnoten haben in der Regel keine Restriktionen. Manche Noten haben allerdings die Zeichen für einen Halbton (b oder #). Diese können nur belegt werden, wenn das Instrument es erlaubt, oder der Spieler einen entsprechenden Bonusmarker einsetzt.


Diese Violine erlaubt es den grünen Spieler einen Notenstein auf eine Note mit einem b oder # zu spielen. Außerdem bekommt er neben den zwei Punkten für die Reihe einen Bonuspunkt, da das Instrument gut platziert war.

Ganze Noten: Auf ganze Noten müssen immer zwei Notensteine gelegt werden. Dies kann nur mit einigen Instrumenten und deren besonderer Eigenschaften bewerkstelligt werden.


Dieses Instrument erlaubt es dem Spieler beide Steine gleichzeitig zu setzten (Umrandung der Steine). Er entscheidet sich die ganze Note zu besetzten.

Triolen: Triolen erlauben es den Spielern gegnerische Steine innerhalb der Triole abzudecken. Dazu müssen sie allerdings auf einer anderen Note der Triole bereits einen eigenen Stein gesetzt haben.


Der rote Spieler spielt den ersten Stein der Violine auf die erste Note der "verbundenen" Note und bekommt drei Punkte (drei für die erste Reihe, einen als Bonus für die Karte (weiße +1) oder noch einen, da das Instrument gut platziert war (graue +1). Ab jetzt kann er hier andere Notensteine überdecken, sobald sie gelegt wurden.

Wertungsphasen:
Am Ende des zweiten, vierten und fünften Satzes kommt es zu einer Wertung. In den ersten beiden Wertungen werden die Noten und Zonenleisten gewertet. Der Spieler der in der entsprechenden Kategorie die meisten Steine platziert hat, rückt seinen Wertungsstein auf der entsprechenden Leiste nach vorne. Außerdem bekommt der Spieler, der die meisten Steine auf dem gesamten Blatt platziert hat, sechs Siegpunkte. In der letzten Wertung werden noch die Mehrheiten in den einzelnen Reihen gewertet, und man bekommt je einen Punkt für nicht verwendete Bonusplättchen. Wer nun die meisten Punkte besitzt, gewinnt das Spiel. [mk]
 
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unnötig kompliziert
katastrophale (!) Anleitung
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Matthias: Ich gebe zu: Als ich "Symphony" zum ersten Mal sah, war ich doch aufgrund des Themas mehr als interessiert. Denn ein Spiel, das sich der Welt der klassischen Musik widmet, gibt es dann doch eher selten. Und ich als Freund dieser Musikform war gespannt, wie Angelo Tonin das Gefühl eines Konzertbesuches auf meinen Tisch zaubern möchte. Ein erster Blick in die Schachtel versprach erstmal Positives. Das Material ist von guter Qualität, und das große liebevoll gestaltete Spielbrett ein echter Hingucker. So weit so gut also, und dann habe ich die Spielanleitung aufgeschlagen ...

In meiner Spielerlaufbahn habe ich schon viele schwierige Anleitungen unter der Nase gehabt, und konnte mich bislang auch in nicht so gut geschriebene Exemplare reinfuchsen. Aber zu behaupten, dass die Anleitung von "Symphony" ein wenig unübersichtlich sei, wäre glatt die Untertreibung des Jahrhunderts. Fangen wir zunächst mit der Rechtschreibung und Grammatik an. Hier konnte ich das Gefühl nicht loswerden, dass die italienische Original-Version der Anleitung einfach in den Google-Translator geknallt wurde und ungeprüft übernommen wurde. Beispiel gefällig? "Nach diesem ersten Satz werden alle Instrumente der Spalte einmal progressiv gespielt, beginnend mit dem niedrigsten und steigend." Alles klar? Und das war noch ein vergleichsweise harmloser Satz.

Irgendwann bin ich dann auf die englische Anleitung gewechselt, in der Hoffnung, dass diese leichter zu verstehen wäre. Aber auch diese ist nicht viel besser. Das liegt aber auch daran, dass es keinerlei Struktur gibt. Die Anleitung springt einfach von einem Thema zum nächsten, ist in sehr kleinen Buchstaben geschrieben und übersäht von Unterstreichungen, Einfärbungen und Querverweisen, dass sich einem der Kopf dreht. Und das größte Problem sind die vielen Spielvarianten, die nicht - wie es eigentlich optimal wäre - am Ende der Anleitung nach und nach erklärt werden, sondern sich naht- und bezugslos in der Beschreibung des Grundspieles einfügen. In gefühlt jedem dritten Satz liest man: "Wenn Sie die Meister-Variante spielen, dann …", "Wenn Sie die Anspruchsvolle-Zuhörer Variante spielen, dann ..." etc. - Kurz und knapp: Ein Desaster!

Das ist echt schade, denn die Grundidee des Spiels ist, wenn man die Abläufe denn einmal verstanden hat, gar nicht so kompliziert. Man legt Karten in das Orchester, befüllt diese mit Steinen und legt seine Steine auf die Partitur. Doch schon folgt wieder ein Problem. Jedes Instrument hat andere Funktionen. Das Spiel selbst arbeitet sehr viel mit Symbolen, die dann auch noch sehr ähnlich aussehen. Und da es keine Spielerhilfe gibt, schaut man wo nach? In der Anleitung … So bestand der Großteil unserer Testpartien hauptsächlich daraus, einzelne Symbole zu entschlüsseln und deren Bedeutung zu interpretieren, was sowohl Spielfluss und Spielspaß dann doch sehr bremsten.

Dabei hatte ich immer den Eindruck, dass unter als diesem Kuddelmuddel ein taktisch interessantes Spiel steckt. In welcher Reihenfolge lege ich meine Instrumente. Möchte ich ein Instrument gut platzieren, um den Bonus freizuschalten, oder platziere ich es ungünstig, kann aber meine Steine dafür eher legen? Platziere ich meine Note in der ersten Reihe, um mehr Punkte zu bekommen, oder doch in der dritten, um dann in der Endwertung abzusahnen? Das ist durchaus interessant. Offensichtlich fehlte es hier aber an einer guten Redaktion, die die vielen Ideen von Angelo Tonin ein wenig in geregelte Bahnen hätte bringen müssen. So bleibt der Eindruck: Hier war jemand mit Herzblut dabei, aber wollte zu viel. Durch alle Varianten wird das Spiel unnötig kompliziert gemacht, und die Anleitung hilft einem dabei nicht, diese Hürde zu durchdringen. Schöne Idee; einmal verstanden, auch gut spielbar, aber die Einstiegshürde ist aus o.g. Gründen derart hoch, dass viele gar nicht erst in den Genuss der ersten Partitur kommen werden. Somit vergebe ich dann leider insgesamt nur fünf von zehn Stimmgabeln für ein Spiel, das spielerisches Potenzial hat, aber dringend eine Neubearbeitung der Regeln benötigt.

* Hinweis zur Wertung "Ausstattung": Eigentlich gute 7 Punkte. Die extem schlechte Anleitung (der man wirlich nur einen Kultpunkt verleihen kann) drückt diesen Wert jedoch auf unterdurchschnittliche 4 Punkte.
...
 
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