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Spiel-Fakten:

FamilieStrategie & AufbauWissen & RatenParty & KommunikationLogik & Kombination
KinderKarten
Würfel & GlückAktion & GeschicklichkeitLernen

Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2019 (Original: 2015)
Verlag: Artipia Games / Kobold Spieleverlag (dt. Ausgabe)
Autoren: Adrian Abela,
David Chircop
Grafik: Panayiotis Lyris
Spieleranzahl:
1 bis 4
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer:
60 bis 90 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Das Streben
nach Glück
...
Wie im wahren Leben ...
In diesem Spiel dreht sich alles um die Frage: Wie baue ich mir ein schönes Leben auf? Und wie versaue ich es mir? Zeit, Geld, Glück und Stress im Einklang zu halten, ist eben nicht einfach.
 
 
Das Spiel besteht aus vielen unterschiedlichen Karten mit verschiedenen Aktionen. Aber kommen wir zunächst zu den Basics. Der Spielplan ist eigentlich relativ klar eingeteilt. Es sind zwar einige verschiedene Arten an Feldern vorhanden, aber dennoch gestaltet sich alles übersichtlich. Außenherum läuft die Punkteleiste (Zufriedenheit), links werden jeweils die unterschiedlichen Karten ausgelegt. Die rechte Seite zeigt im oberen Teil die Lebensabschnittsanzeige – Rundenmarker, darunter befinden sich elf Einsatzfelder. Durch diese können verschiedene Aktionen durchgeführt werden. Darunter befindet sich die Stress- sowie die Glücksanzeige. Diese sind nicht punkteabhängig, jedoch beeinflussen sie stark das Spiel. Jeder Spieler stellt jeweils einen Laufbahnmarker (kleiner Würfel) auf die Mitte der jeweiligen Anzeige.

Zusätzlich erhält jeder Spieler in seiner Spielfarbe sechs Zeitmarker. Die Zeitmarker dienen zum Auswählen der Aktionen. Jeder bekommt zudem zwei "inneres Kind"- Karten, aus denen man sich eine aussucht (sie gibt jedem Spieler eine unterschiedliche Startvoraussetzung), und die entsprechenden Ressourcen (Wissens-, Kreativitäts- oder Einflussmarker).
 
In der ersten Runde werden die Felder "Job annehmen", "Beziehung eingehen" und "Überstunden" mit den "Nicht verfügbar"-Markern abgedeckt, in den letzten drei Runden noch einmal das Feld "Überstunden".


Der Spielplan im späteren Spielverlauf

Worum geht es nun in dem Spiel? Das grundlegende Ziel ist es, mit den meisten Zufriedenheitspunkten aus dem Spiel zu gehen. Diese erlangt man über die verschiedenen Kartenarten. Zum einen erhalte ich Punkte, wenn ich Lebenswerke erreiche. Die Lebenswerke werden am Anfang des Spiels gezogen und offen neben den Spielplan gelegt. Jeder Spieler kann also direkt sehen, worüber Zusatzpunkte möglich sind. Hat ein Spieler ein Lebensziel als erster erreicht, so nimmt er sich die Karte – manche Lebenswerke werden erst am Ende des Spiels ausgewertet. Ein Spieler kann mehrere Lebenswerke erreichen, jedoch kann pro Lebenswerk nur ein Spieler die Punkte bekommen. Sollte es einen Gleichstand geben, hat keiner der Spieler das Ziel erreicht.

Zudem gibt es noch vier weitere Kartenarten, die dieses Spiel ausmachen. Bevor ich jedoch darauf eingehe, möchte ich etwas zum Aufbau dieser Karten sagen. Die vier Kartenarten werden in unterschiedliche Rubriken und Farben aufgeteilt (Ziele - Blau, Gegenstände & Aktivitäten - Grün, Job - Hellgrün/Gelb, Partner – Rosa (Frau) Blau (Mann)). Am oberen Rand jeder Karte steht der Kartenname bzw. die Bezeichnung, darunter befindet sich eine schöne Illustration. Im unteren Teil befinden sich unterschiedliche Unterhaltskosten-, Kosten-, Belohnungsübersichten sowie auf manchen Karten Levelnummern und Levelbezeichnungen.

Gehen wir jedoch die Karten lieber einzeln durch, um auf die Unterschiede besser eingehen zu können.



Zielkarten: Es gibt drei unterschiedliche Zielarten, und zwar Lebensträume, kurzfristige Ziele und Gruppenziele. Kurzfriste Ziele können bei der Aktion "Ziel setzen" ausgewählt werden. Der Spieler entscheidet sich für eines der vier verschiedenen Level, bezahlt die angegebenen Kosten (mittlere Spalte) und erhält die entsprechende Belohnung (rechte Spalte). Kurzfristige Ziele werden am Ende der Runde auf einen Spieler eigenen Ablagestapel gelegt.

Lebensträume bleiben dem Spieler für eine längere Zeit erhalten. Entscheidet sich der Spieler bei der Aktion "Ziel setzen" für eine Lebenstraumkarte, so nimmt sich der Spieler die entsprechende Karte, legt sie vor sich ab und bezahlt die angegebenen Kosten (linke Seite), der Spieler erhält dafür die auf der rechten Seite angegebene Belohnung. Zusätzlich legt der Spieler einen Fortschrittsmarker (schwarzer Würfel) auf das Level 1 der Karte. Möchte ein Spieler seinen Lebenstraum im späteren Spiel ausbauen, so setzt er nun einen seiner Zeitmarker auf die Karte und darf den Fortschrittsmarker um genau ein Level weitersetzen, wenn er die angegebenen Kosten bezahlen kann. Erreicht ein Spieler Level 4 der Karte, gilt diese als abgeschlossen. Er legt sie auf seinen spielereigenen Ablagestapel.

Die letzte Zielartkarte ist das Gruppenziel. Auch für diese Karte kann sich ein Spieler während der Aktion "Ziel setzen" entscheiden. Er nimmt die Karte, legt sie vor sich aus und entscheidet sich für eines der vier Ziele. Natürlich muss er auch hier die entsprechenden Kosten zahlen und bekommt direkt die entsprechende Belohnung dafür. Nun können jedoch alle weiteren Mitspieler, oder aber auch der selbe Spieler, sich ebenfalls am Gruppenziel beteiligen. Sie stellen dazu einen Zeitmarker auf die entsprechende freie Rolle des Gruppenziels. Anfallende Kosten und Belohnungen finden wie bereits erklärt statt. Am Ende einer Runde wird nun bei jedem Gruppenziel kontrolliert, wie viele Spieler sich beteiligt haben. Maximal können sich vier Spieler (egal ob unterschiedliche oder gleiche) an einem Gruppenziel beteiligen. Entsprechend der unteren Leiste und der Anzahl gibt es nun eine zusätzliche Belohnung. Es kann dazu kommen, dass ein Spieler die Belohnung doppelt erhält, wenn er sich zweimal an dem Ziel beteiligt hat. Die Gruppenzielkarte wird am Ende der Runde auf den Ablagestapel gelegt von dem Spieler, der das Gruppenziel begonnen hat.



Gegenstände & Aktivitäten: Gegenstände/ Aktiviätskarten können in der Aktion "Gönn dir" genommen werden. Wieder entscheidet sich der Spieler für ein Level und bezahlt die entsprechenden Kosten und stellt den Fortschrittsmarker darauf, selbstverständlich erhält er auch wieder die angezeigte Belohnung. Im Laufe des Spiels kann er auch hierbei seine Level auf den Karten erhöhen, um jeweils eine weitere Belohnung zu bekommen. Wichtig dabei ist, dass Gegenstände ab einer unterschiedlichen Levelhöhe Unterhaltskosten fordern. Es gibt auch dafür eine Belohnung, die unterhalb der Unterhaltskosten angezeigt wird. Unterhaltskosten – egal auf welcher Karte/Rubrik – müssen immer am Anfang einer Runde bezahlt werden. Ist das letzte Level erreicht, bleibt die Karte weiter offen liegen und wird nicht auf den Ablagestapel gelegt. Eventuelle Unterhaltskosten müssen also das komplette Spiel weiter gezahlt werden.

Job: Die Jobkarten gibt es in drei verschiedenen Stufen (oben rechts L1-L3). Entscheidet sich der Spieler bei der Aktion "Job annehmen" für einen Job, so nimmt er sich die entsprechende Karte, zahlt die angegebenen Kosten (mittlere Spalte) und erhält die Belohnung (rechte Spalte). Zu Beginn jeder Runde muss der Spieler die Unterhaltskosten des Jobs zahlen und bekommt weitere Belohnungen. Beim Job sind das immer die Geldmarker. Möchte ein Spieler einen neuen Job annehmen, so muss er seinen bisherigen Job abwerfen und die Kosten für den neuen Job bezahlen. Es ist jedoch auch möglich, eine Beförderung zu vollziehen. Dazu stellt der Spieler seinen Zeitmarker in das Feld "Zeit nehmen". Nun zahlt er die Beförderungskosten auf seiner bereits ausliegenden Jobkarte und nimmt sich dann eine neue Jobkarte aus der Auslage. Dies ist jedoch nur möglich, wenn sich auch eine entsprechende Jobkarte in der Auslage befindet. Heißt: Die Kategorie des jeweiligen Jobs muss übereinstimmen (Bürohengst, Sucher & Entdecker, brotlose Kunst) und das Joblevel muss sich selbstverständlich erhöhen (Von L1 auf L2, L2 auf L3). Von der Stufe L3 aus hat der Spieler auch die Möglichkeit, in den Ruhestand zugehen. Dazu muss er die angegebenen Kosten bezahlen und erhält die entsprechende Belohnung. Außerdem bekommt der Spieler nun am Rundenanfang jeweils die angegebene Pension. Sollte ein Spieler im Laufe des Spiels einen erneuten Job eingehen, so muss er seinen Ruhestand aufgeben und erhält dafür keine weitere Belohnung.



Partner: Dies ist die letzte Kartenart. Die Partnerkarten sind doppelseitig bedruckt (eine Seite Mann, die andere Seite Frau). Jedoch sind die entsprechenden Werte immer identisch, sie unterscheiden sich nur im Geschlecht und im Namen. Partnerkarten folgen dem ähnlichen Prinzip der Lebenstraum-Zielkarten. Der Spieler muss mit Stufe 1 auf der Partnerkarte beginnen. Diesmal werden jedoch keine Kosten gezahlt, da keine angegeben sind, sondern der Spieler erhält nur die Belohnung. Der Fortschrittsmarker wird auf die erste Stufe "Date" gestellt. Möchte ein Spieler in seine Partnerschaft investieren, so stellt er seinen Zeitmarker auf die Karte, muss nun die entsprechenden Voraussetzungen besitzen und erhält die Belohnung. Spätestens ab Stufe 2, "Beziehung", erfordert jede Partnerkarte Unterhaltskosten, die dann am Anfang der Runde bezahlt werden müssen. Es ist möglich, mehrere Partner gleichzeitig zu besitzen ... Jedoch kostet dies jede Runde erneut einen Stresspunkt ...

Bei den Karten ist noch wichtig zu erwähnen, dass die Spieler nur jeweils drei Karten vor sich ausliegen haben dürfen. Jede weitere Karte produziert Stress. Ausgenommen sind Gegenstände & Aktivitätskarten.

Nachdem nun alle Karten erklärt sind, kann ich zu den einzelnen Aktionen und zum Ablauf kommen. Das Spiel geht über insgesamt acht Runden. Jedoch kann es zu einem vorzeitigen Ende kommen, wenn alle Spieler bereits gestorben sind. Jeder Spieler erhält seine sechs Zeitmarker und darf nun reihum jeweils eine Aktion ausführen. Die vier Aktionen "Lernen", "Spielen", "Interagieren" und "Aushilfsjob" sind dafür da, um Ressourcen zu bekommen. Der Spieler nimmt sich die entsprechenden Marker aus dem Vorrat. Er kann sich, wenn verfügbar, auch für die Aktionen "Ziel setzen", "Gönn dir", "Job annehmen", "Beziehung eingehen" oder "Überstunden" entscheiden. Bei der Aktion "Überstunden" darf der Spieler sich zwei Zeitmarker aus dem Vorrat nehmen, bekommt aber zusätzlich auch zwei Stress. Die zusätzlichen Zeitmarker stehen ihm nur in der aktuellen Runde zur Verfügung. In den anderen Aktionen nimmt der Spieler sich eine entsprechende Karte anhand der Regeln der Karten (siehe Kartenerklärung oben).



Der Spieler kann sich pro Runde einmal für diese Aktionen entscheiden. Möchte er in der gleichen Runde ein zweites Mal die entsprechende Aktion ausführen, so bekommt er zusätzlich einen Stresspunkt aufgebrummt.

Außerdem kann der Spieler in seine Karten Zeit investieren. Sollte er in einer Runde mehrfach für eine Karte Zeit investieren, kostet ihn das keine weiteren Stresspunkte wie bei den anderen Aktionen.

Nun komme ich noch zu der Anzeige des Stresslevels und zum Glücksbarometer. Das Stresslevel gibt an, wie viel Zeitmarker dem Spieler entweder zusätzlich oder weniger in einer Runde zur Verfügung stehen. Außerdem zeigt es an, wenn ein Spieler stirbt – nämlich wenn er über das negative Ende des Stresslevels hinaus kommen würde. Erhält ein Spieler Stress, so muss er seinen Marker ein Feld nach rechts stellen. Um Stress wieder abzubauen, kann er z.B. einen seiner Zeitmarker auf "Ausruhen" stellen, jedoch darf er dabei nicht den Farbabschnitt wechseln, maximal bis ganz links eines Abschnitts. Manche Karten geben als Belohnung auch Entspannung, auch dann darf der Marker des Spielers um ein Feld nach links geschoben werden. Einen Farbabschnitt nach links darf ein Spieler nur dann wechseln, wenn er über Karten ein Herz (Gesundheit) bekommt. In dem Fall würde der Marker des Spielers an die gleiche Stelle im nächsten Farbabschnitt gestellt.

Das Glücksbarometer hat verschiedene Funktionen. Zum einen zeigt es den neuen Startspieler an. Der Spieler mit dem meisten Glück am Ende der Runde wird neuer Startspieler. Außerdem darf ein Spieler beim "Zielnehmen" oder Weiterentwickeln pro Glücksfeld eine Ressource weglassen. Im Umkehrschluss: Wenn ein Spieler zu wenig Glück hat und ins Negative rutscht,  muss er je Feld eine Ressource zusätzlich zahlen. Desweiteren hat der Spieler noch die Möglichkeit, durch Abgabe von Glück, die Kartenauslage einer Reihe auszutauschen.



Das Spiel endet entweder nach acht Runden oder wenn alle Spieler gestorben sind. Jedoch ist es sehr unwahrscheinlich, dass Spieler bis über die achte Runde hinaus leben. In den letzten drei Runden steigt das Stresslevel eines jeden Spieler Stück für Stück an. Dies zu überleben, ist fast unmöglich.

Zum Schluss können noch restliche Zufriedenheitspunkte gesammelt werden. Zum einen werden restliche Ressourcen der gleichen Art vererbt, bedeutet pro fünf einer Sorte gibt es einen Punkt. Alle Lebenswerke werden kontrolliert und ebenfalls ausgewertet und Punkte verteilt. Der Spieler mit den meisten Zufriedenheitspunkten gewinnt das Spiel. [ds]
 
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witziges Thema
verschiedene Wege zum Ziel
schöne Illustrationen
ENDE
  MINUS:
MINUS:
suboptimale deutsche Anleitung
spielt sich eher technisch
eer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Doro: "Das Streben nach Glück" (Im Orginal "Pursuit of happiness") ist seit dem Jahr 2019 auch in Deutschland in aller (Spieler-)Munde. Als ich von diesem Spiel zum ersten Mal gehört hatte, war ich sehr begeistert von dieser Spielidee. Ein Reality-Spiel quasi. Oder ein "Spiel des Lebens", nur eben für erfahrenere Spieler; interessanter und selbstbestimmter. Ein tolles Workerplacement-Spiel, dachte ich.

Leider muss ich schon vorab sagen, dass meine Erwartungen da nicht so richtig erfüllt wurden. Natürlich muss ich hier auch ganz klar sagen, dass dies Geschmackssache ist. Es gibt genügend andere Spieler in unseren Runden, die dieses Spiel hoch loben. Warum das bei mir nicht der Fall ist, möchte ich gleich erklären.

Zunächst aber erst einmal zur Optik. Grundlegend sind die einzelnen Karten sehr schön illustriert. Der Spielplan dagegen wirkt etwas überfrachtet, aber letztlich ist er zweckmäßig und eben auch in den bunten Regenbogenfarben des Covers gestaltet. Zum sonstigen Material kann ich sagen, dass das alles super ist. Die Zeitmarker als Sanduhren sind eine wirklich schöne Idee. Und auch sonst sind die Ressourcenmarker und Karten absolut ausreichend. Von der Qualität des Materials aus gesehen, gibt es nicht viel zu beanstanden. Nun ja, die Anleitung gehört wohl auch dazu. Viele Anleitungen habe ich schon gelesen. Und würde durchaus von mir behaupten, dass ich Spiele sehr schnell verstehe, auch wenn sie manchmal etwas komplexer sind. Bei dieser Anleitung war das ganze doch etwas anders. Grundlegend ist das Spiel nicht schwierig im Ablauf. Es gibt zwar viele unterschiedliche Aktionen und Dinge, die möglich sind, bzw. auf die man achten muss, aber mit so etwas habe ich normalerweise auch keine Probleme. Bei dieser Anleitung hatte ich jedoch nach dem Lesen das Gefühl, das Spiel nicht verstanden zu haben. Erst nachdem ich es ein-, zweimal gespielt hatte, wurde der Ablauf ersichtlicher. Hier besteht also Verbesserungsbedarf. Die Anleitung sollte doch so verständlich sein, dass man hinterher nicht mit weiteren Fragezeichen zurückgelassen wird.

Spielerisch entpuppt sich "Das Streben nach Glück" dann in meinen Augen auch nicht als so richtig "rund". Da wäre z.B. die schwierige Balance zwischen allen Gegebenheiten. Der Stresslevel kann sich sehr schnell aufbauen, jedoch ist es fast unmöglich, davon wieder deutlich runterzukommen. Ich kann mich zwar in einem Bereich immer wieder verbessern, den Bereich wechseln geht jedoch nur mit Karten, die ein Herz als Belohnung haben. Und diese Karten sind sehr rar in diesem Spiel. Steckt man einmal in der Spirale, ist ein Rauskommen fast unmöglich, da mit weniger Zeitmarkern dann auch direkt weniger Aktionen möglich sind. In meinem ersten Spiel habe ich dann z.B. einen Job angenommen, nur um festzustellen, dass dies der größte Fehler war. Ja, ich hatte genug Geld, aber meine Zeitmarker wurden nur so gefressen. Dadurch konnte ich erneut weniger Aktionen machen und hatte auch keine Möglichkeit, an die erforderlichen Ressourcen zu kommen, um in den Ruhestand zu gehen. Beim nächsten Mal war ich schlauer, ein kleiner Job reicht völlig aus. Es zeigt sich: Es ist eines der Spiele, die man häufiger gespielt haben muss. Ich finde so etwas aber schade, wenn in einem Spiel Karten und Aktionen zu finden sind, die dann schwierig miteinander vereinbar sind. Somit behaupte ich: "Das Streben nach Glück" ist ein Spiel, das meistens die Spieler bevorteilt, die es einfach schon kennen.
 
Das sind so Kritikpunkte, die bei mir dazu geführt haben, dass das Spiel nicht auf meiner Bestenliste landet. Trotzdem möchte ich zum Abschluss sagen, dass das - ansonsten vom Mechanismus eher trocken wirkende - Spiel ein schönes Thema mit witzigen Momenten liefert, wenn man diese während des Spielens auslebt und vielleicht auch die Karten entsprechend kommentiert. In meinen Testrunden hat das Spiel auch durchaus gute Bewertungen erhalten (abweichende Durchschnittswertung in grau), meinen persönlichen Geschmack konnte es spielerisch aber leider nie voll treffen, auch wenn ich es mir vom Thema her gewünscht hätte.
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND 
...
   Carola
   Torsten
   Ulf
   Doro
Ende
 

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