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(C) Spiel des Jahres e.V.
- 2020 -

 

Spiel-Fakten:

FamilieStrategie & AufbauWissen & RatenParty & KommunikationLogik & Kombination
KinderKartenWürfel & GlückAktion & GeschicklichkeitLernen

Genre: Kinder
Erscheinungsjahr:
2019
Verlag: Piatnik,
Lifestyle Boardgames
Autor: Urtis Šulinskas
Grafik: Irina Pechenkina
Spieleranzahl: 1 bis 4
Alter: ab 4 Jahren
Spieldauer: ca. 20 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Initiative 

leer
     
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Speedy Roll
...

Igel kullern gern ...

... das weiß doch jedes Kind! Im "Kinderspiel des Jahres 2020" sammeln sie dabei Pilze, Blätter und Äpfel, um sie nach Hause zu bringen. Dabei können die Kleinen gegeneinander spielen oder kooperativ gegen den Fuchs!
 

 
Legt zunächst einen Spielplan aus den verschiedenen doppelseitig bedruckten Spielplanteilen zusammen. Das Spiel kann kompetititv oder kooperativ gespielt werden.



Kompetitive Variante: Jeder Spieler stellt seine Igelfigur auf das Startfeld. Der Spieler am Zug kullert den Igelball über die in der Mitte verdeckt ausliegenden, nur an ihren Umrissen zu unterscheidenden Waldteile. Durch eine Klett-Mechanik bleiben die Teile am Igelball kleben, wenn sie überrollt werden. Diese, sowie alle durch den Ball umgedrehten Waldteile, darf der Spieler nun nutzen. Vorsicht! Sammelt er 5 oder mehr Teile, verfällt sein Spielzug und der nächste Spieler ist dran. Gleiches passiert, wenn der Spieler gar kein Teil oder kein zum Weg passendes Teil gesammelt hat.



Mit den gesammelten Teilen darf der Spieler nun, sollte er maximal vier Teile eingefangen haben, seinen Igel in Richtung Ziel bewegen. Jedes Feld gehört zu einem durchgängigen Wegenetz. Ein Igel darf immer nur von einem Feld, entlang eines Weges, zu einem benachbarten Feld gezogen werden. Jedes Feld zeigt dabei entweder ein Blatt, einen Pilz oder einen Apfel.



Um das Feld betreten zu dürfen, muss der Spieler ein passendes Waldteil, das er zuvor mit dem Igelball eingesammelt hat, "bezahlen". Bis zu vier Felder weit kann ein Igel also in einem Spielzug nach vorn gelangen; der Spieler darf auch Waldteile verfallen lassen, wenn sie nicht zur Routenplanung passen.



Die Waldteile werden erst einmal zur Seite gelegt. Am Ende des Spielzuges wird kontrolliert, ob sich mittlerweile 4 Waldteile (oder mehr) von einer Waldteil-Art angesammelt haben. Erst dann werden alle zuvor gesammelten Teile wieder zurück in die Mitte gelegt.



Es gewinnt der Spieler, der als erster am Ziel (= Hütte) ankommt. Der letzte Schritt darf dabei mit einem beliebigen Waldteil bezahlt werden.

Kooperative Variante: Das Spielprinzip bleibt erhalten, allerdings spielen die Kinder jetzt nur noch mit einem Igel. Dieser hat nun die Aufgabe, vor dem neu hinzu kommenden Fuchs ins Ziel zu gelangen.



Der Fuchs startet auf seinem eigenen Tableau und zieht nach jedem Spielzug automatisch zwei Felder in Richtung Igel. Sollte der Fuchs den Igel einholen, verlieren die Spieler. Sollte der Igel ins Ziel gebracht werden, gewinnen sie gemeinsam.



Anpassungen: Der Schwierigkeitsgrad des Spieles kann durch veränderte Wege, einen engeren Abstand des Fuchs zum Igel oder diverse "Sammel-Techniken" (z.B. durch Schnippen oder Fallenlassen des Igelballs) verändert werden. [ih]

Auszeichnung: "Speedy Roll" wurde von der Fachjury des Spiel des Jahres e.V. zum Kinderspiel des Jahres 2020 gekürt.
...
 
 ERKLÄRVIDEO
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
witzige Mechanik
abwechslungsreich
schöne Gestaltung
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Material könnte u.U. nicht
   unendlich beständig sein
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: "Speedy Roll" hat alles, was ein "Kinderspiel des Jahres" benötigt - eine interessante Spielstory, drolliges Material und eine witzige Spielmechanik. Wie auch beim Preisträger des Vorjahres, "Tal der Wikinger", wird bei "Speedy Roll" gekegelt. Nun ja, genauer gesagt wird gerollt. Durch Klettverbindungen werden dann überrollte Teile gesammelt - und die wiederum werden zur Bewegung auf dem variablen Spielplan eingesetzt.

Die Regeln sind simpel. Kleinere Kinder können problemlos mitspielen, spielen dabei aber noch eher "einfach drauf los", heißt: Sie werden ihre Aktionen noch nicht gezielt durchführen, was aber auch nicht schlimm ist. Mit der Zeit werden Eltern bemerken, dass die Kinder anfangen, zunehmend mehr zu planen: Ich möchte schnell ins Ziel? Das Feld vor mir zeigt einen Apfel? Dann sollte ich doch unbedingt einen Apfel mit dem Igelball einsammeln. Und auch darf ich nicht zu gierig sein. Sammle ich mehr als vier Teile, muss ich stehen bleiben. Sammle ich gar nichts, muss ich ebenfalls stehen bleiben.

Wer da Probleme mit Misserfolgen hat oder einfach Abwechslung ins Spiel bringen möchte, kann kooperativ spielen. Dann ist geteiltes Leid halbes Leid oder die Freude über den Sieg gleich umso größer. Der Fuchs sorgt da für Spannung. Können die Kids ihm entkommen oder holt er sie ein? Die Kinder werden merken, dass man mit einem gut geplanten Weg schneller weiter kommt. Kleine Kinder setzen ihre gesammelten Waldteile noch recht unbedarft ein. Sie schauen meistens nur auf das nächste Feld. Auch hier macht Übung den Meister. Wer schon etwas trainiert ist, wird, genau wie ältere Kinder, die gesammelten Teile in die bestmögliche Reihenfolge bringen, um die Wegstrecke wirklich effizient zu nutzen.

Ein großer Vorteil des Spiels ist eh die Anpassungsfähigkeit. Ich kann das Spiel mit verschiedenen Spielplanteilen variieren, ich kann es kürzer oder länger gestalten, ich kann im kooperativen Modus den Schwierigkeitsgrad erhöhen, indem ich den Startabstand zum Fuchs verkleinere und ich kann bei den Kids auch mit verschiedenen Sammel-Varianten (also die Art, wie der Ball gespielt werden muss) für Erheiterung und immer wieder neuen Spielspaß sorgen.

Das Spielmaterial ist herzig gestaltet, der Igelball mit seinen aufgeklebten Augen niedlich - das alles lädt zum Spielen ein. Ob sich das Spiel durch eine große Langlebigkeit auszeichnet, bleibt abzuwarten. Wer Klettverschlüsse im täglichen Gebrauch hat, weiß, wovon ich rede. So bleiben die Fusseln des Balls schon bei der zweiten Partie an manchen Stellen der Waldteile hängen, beim Ablösen der Waldteile vom Ball franst dieser zunehmend aus. Noch ist das Spiel auch nach mehreren Testpartien problemlos spielbar, allerdings achten wir auch auf einen sorgsamen Umgang. Wenn Kinder das Spiel alleine spielen, weniger vorsichtig sind, ja vielleicht sogar mal etwas Schmutz auf die Klettverbindungen gelangt, dann kann ich mir vorstellen, dass irgendwann Ersatzmaterial benötigt wird. Ich lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen, gebe die 8er-Wertung bei der Ausstattung aber erstmal unter Vorbehalt. Es empfiehlt sich sicher, hier ein wenig ein Auge aufs Spiel zu werfen, wenn Kinder ihren Igel ohne Erwachsene ins Ziel bringen möchten.

Das Spiel kann sogar solo gespielt werden, da fehlt es den kleinen Spielern dann aber meist doch an Resonanz. Zu zweit, zu dritt, zu viert - Spaß macht es den Kindern im Vorschul- oder jüngeren Grundschulalter dann aber auf jeden Fall - und das ist ja auch die Hauptsache bei einem Kinderspiel! Somit erhält "Speedy Roll" auf einen Fall das Prädikat "sehr gut" und 8 Kultpunkte von mir!

Beachtet bitte auch unser > Video zum Spiel!
.
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
...
 

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