www.spielkult.de  

Kontakt    Impressum

Suche

 
   START | SPIELETESTS | VIDEOS | EXTRAS | LINKS | TREFF
    Themen          A bis Z          Neuheiten          Verlage          History  
 
 
Zurück zur Übersicht

Spiel-Fakten:

FamilieStrategie & AufbauWissen & RatenParty & KommunikationLogik & Kombination
KinderKartenWürfel & GlückAktion & GeschicklichkeitLernen

Genre: Familie
Erscheinungsjahr:
2018
Verlag:
Game Factory
Autor:
Matt Leacock
Grafik:
Jim Paillot
Spieleranzahl:
2 bis 4
Alter:
ab 7 Jahren
Spieldauer:
ca. 20 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
Anzeige  
 
 
 
Space Escape
...

Nacktmulle im Weltall

Wer immer die Idee hatte, Nacktmulle auf eine Raumstation zu schicken, der hat die Rechnung ohne die Schlangen gemacht, die nach dem Leben der Nager trachten! In diesem kooperativen Spiel müsst ihr eure Befehle geschickt auf eure Crewmitglieder und die Fressfeinde anwenden, wenn ihr die Rettungskapsel erreichen wollt!
 

 
Jeder Spieler startet mit seinem Nacktmull der eigenen Farbe auf dem passenden Startfeld, neben das er auch seinen persönlichen Notfallkoffer legt. Die ersten vier Schlangen werden auf ihre ebenfalls farblich passenden Startfelder gelegt und die vier Gegenstände auf ihre vorgegebenen Positionen verteilt.



Um das Spiel zu gewinnen, müssen die Spieler gemeinschaftlich alle vier Gegenstände einsammeln und sich dann bis zur Rettungskapsel vorarbeiten. Die befindet sich in der Mitte des Spielplans. Um von Ebene zu Ebene laufen zu können, verwenden sowohl die Nacktmulle als auch ihre Gegner, die Schlangen, Treppen, um nach oben zu gelangen und Luftschächte, um nach unten zu rutschen.



Die Karten werden gut gemischt und jeder Spieler erhält eine Karte, die er offen vor sich auslegt. Gespielt wird reihum. Ist ein Spieler am Zug, führt er die Aktionen seiner Karte aus und zieht anschließend eine neue Karte nach. Die Karten liegen stets für alle sichtbar aus, sodass sich die Spieler abstimmen können, welche Nacktmulle und Schlangen in welche Richtungen gezogen werden - je nachdem, wie viel Entscheidungsfreiheit die Karte des jeweils aktiven Spielers bietet. Das Abstimmen ist enorm wichtig, da die sichtbaren Aktionen der nachfolgenden Spieler mitunter einen so starken Einfluss auf das Spielgeschehen haben, dass die Spieler das Spiel vorzeitig verlieren.



Die Karten geben also immer vor, welche Nacktmulle wie weit ziehen. Oftmals haben die Spieler auch eine freie Auswahl, welcher Nacktmull bewegt wird. Gleiches gilt für die feindlichen Schlangen, von denen dann auch noch weitere Exemplare ins Spiel gelangen.

Grundsätzlich gilt:
- Beendet ein Nacktmull seine Bewegung auf einem Leiterfeld, so wandert er sofort die Leiter hinauf.
- Beendet ein Nacktmull seine Bewegung auf einem Lüftungsschacht, so rutscht er sofort das Lüftungsrohr hinunter.
Gleiches gilt auch für die Schlangen!
- Beendet ein Nacktmull seine Bewegung auf einem Gegenstand, läd er ihn in seinen Rucksack.
- Gelangt ein Nacktmull in die Rettungskapsel in der Mitte des Spielplans, ist er ab sofort gesichert. Die Figur kann nicht mehr gezogen werden, jedoch nimmt der Spieler weiter aktiv am Spielgeschehen bei, indem er z.B. andere Figuren zieht bzw. Schlangen bewegt - wie es seine gerade aktive Karte vorgibt.



Nun sind die Schlangen die natürlichen Feinde der Nacktmulle. Und so gilt: Kreuzt sich der Weg einer Schlange mit einem Nacktmull bzw. endet eine Bewegung auf dem selben Feld, so wird der Nacktmull gebissen, muss zurück zu seinem Startfeld und seinen Rettungskoffer abgeben. So kann z.B. auch nie ein Gegenstand eingesammelt werden, so lange sich eine Schlange darauf befindet. Nacktmulle wiederum schubsen sich ein Feld weiter, wenn eine Bewegung auf einem von einem Kollegen besetzten Feld endet.



Nun können die Spieler das Spiel gemeinschaftlich verlieren. Das passiert, wenn ...
- ein und derselbe Nacktmull zum zweiten Mal gebissen wird.
- ein Nacktmull über einen Lüftungsschacht die Raumstation verlässt und ins Weltall fällt. Das wiederum sollten die Spieler mit den Schlangen hingegen forcieren, da eine Schlange auf diesem Wege aus der Raumstation verbannt werden kann.
- eine Schlange in die Rettungskapsel klettert. Sorgt also möglichst dafür, dass die Schlangen nie allzu weit nach oben gelangen!
- keine Karten mehr vorhanden sind und die Spieler noch nicht das Spielende erreicht haben.



Die Spieler gewinnen, wenn sie allesamt mit ihren Nacktmullen in der Rettungskapsel angekommen sind und alle vier Gegenstände bei sich tragen - egal, in welcher Aufteilung auf die einzelnen Rucksäcke.



Wer das Spiel dreimal geknackt hat, kann dann den Zusatzumschlag öffnen, indem sich verschärfte Spielregeln befinden und einige Extrakarten, die das Spiel noch schwieriger gestalten. [ih]
...
 
 ERKLÄRVIDEO
 
 Folgt SPIELKULT.de:
   Facebook     Twitter
     
    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
einfache Regeln, dennoch
   herausfordernd
kooperative Spielweise eint
   Kinder und Erwachsene
auch in reinen Erwachsenen-
   runden interessant
ENDE
  MINUS:
MINUS:
mitunter auch mal glücksabhängig
Gefahr eines Alphaspielers
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: Nacktmulle auf einer Raumstation - auf seine (positiv) beknackte Idee muss man erst einmal kommen ... Natürlich ist das Thema, ach (?), völlig aufgesetzt, aber es hat seinen eigenen Charme, wie auch die Spielfiguren, von denen eine in unserem Exemplar leider partout nicht stehen will ... So genau hätte man es mit der Schwerelosigkeit im Weltall nicht nehmen müssen ;) Ansonsten ist das Material insgesamt gut, der Spielplan ist übersichtlich gestaltet, wenn er auch etwas abstrakt wirkt. Die Idee, dass jeder Nacktmull Gegenstände in seinem Rucksack transportieren kann, ist dagegen nett gemacht, insbesondere für mitspielende Kinder, wobei, das sei direkt gesagt, "Space Escape" KEIN reines Kinderspiel ist! Im Gegenteil!

Wer das Spielbrett zum ersten Mal sieht, wird sich sofort an ein klassisches Leiterspiel erinnert fühlen. Ja, so in etwa mutet "Space Escape" dann auch bei der Bewegung der Figuren an. Leitern führen nach oben, Luftschächte nach unten. Das war's dann aber auch schon mit "klassisch", denn "Space Escape" bietet einen echt kurweiligen Spielmechanismus, der in all unseren Spielrunden (auch in reinen Erwachsenenrunden) gut bis sehr gut ankam! Es wird kooperativ gespielt, d.h. wir kämpfen gemeinsam gegen das Spiel. Und das ist dann sogar echt herausfordernd! Die Regeln sind dabei aber simpel. Die jeweils vor den Spielern ausliegenden Karten geben klar vor, was im eigenen Zug gemacht werden kann. Die Entscheidungsfreiheit ist da oftmals eingeschränkt, ABER: Jede noch so unbedeutend wirkende Entscheidung kann erheblichen Einfluss aufs weitere Spielgeschehen haben!

Dadurch, dass die Spieler das Spiel auf verschiedene Weise verlieren können, müssen alle Spielsituationen, die ein vorzeitiges Ende auslösen würden, also vermieden werden. Manchmal gibt es einen doppelten Boden (Rettungskoffer), manchmal aber auch nicht. Ein bereits von einer Schlange gebissener Nacktmull darf z.B. kein zweites Mal gebissen werden. Dumm, wenn er sich dann auf einer Position befindet, in der links von ihm eine neue Schlange wartet, er drei Felder gezogen werden muss, aber drei Felder in die andere Richtung ein Luftschacht ins Weltall führt. So müssen die Spieler also stets alle ausliegenden Karten im Voraus erfassen, d.h. erkennen, ob man sich mit einer kommenden Pflichtaktion eventuell ins Aus katapultiert und rechtzeitig entgegenwirken. Ja, manchmal entscheidet da auch ein wenig das Kartenglück bzw. Pech. Wenn laufend Schlangen die Leitern hochlaufen, kommt man meistens nicht heil aus der Sache heraus. Aber das ist das Schöne an "Space Escape". Eine Niederlage will man nicht auf sich sitzen lassen, und angesichts der kurzen Spielzeit ist eine Revanche vorprogrammiert. Und meistens hat man dann eben doch - wenn man Köpfchen beweist - genügend Einfluss, um Gefahrensituationen im Voraus zu entgehen.

Wer also gern kleine Rätselaufgaben löst nach dem Motto "Wenn ich dort hinziehe, ziehst du dann in die andere Richtung, damit die Schlange über den Luftschacht entsorgt werden kann, während der übernächste Spieler damit freie Bahn hat, um einen der Gegenstände einzusammeln und mich gleichzeitig die Leiter nach oben schubst" u.s.w., wer gerne aus dem Gegebenen im Voraus plant und alle Schickanen mit einberechnet, der erhält mit "Space Escape" ein erstaunlich unterhaltsames Familienspiel, das uns schon viel Freude bereitet hat. Einzig das klassische Problem bei kooperativen Spielen, nämlich das des Alphaspielers, der die ganze Zeit den anderen Spielern Vorgaben macht, was sie zu tun haben, tritt bei "Space Escape" mitunter schon einmal auf. Da alle ein Ziel verfolgen und sich stets beraten können, wird der raffinierteste (oder einfach lauteste) Spieler gern mal den Ton angeben. Das kann man etwas eindämmen, indem man jedem Spieler, vor einer eventuellen Warnung vor einem ungünstigen Spielzug, seine Entscheidungsfreiheit lässt, damit sich jeder auf gleiche Weise mit einbezogen fühlt, wobei es sogar Spieler gibt, die die Hinweise dankend annehmen, da es ihnen an räumlicher Vorstellungskraft fehlt, was die jeweils durch Karten angekündigten, nachfolgenden Aktionen angeht.

"Space Escape" ist somit ein kooperatives, herausforderndes Leiterspiel 2.0 und - trotz seiner eher klassischen Anmutung - auf jeden Fall eine Empfehlung wert! Je nach Spielerkonstellation und Anzahl vergebe ich gute 7 bis sehr gute 8 Kultpunkte mit dem Prädikat "Geheimtipp" im Bereich der Familien- und Knobelspiele! Ich sage definitiv "Ja" zu Nacktmullen im Weltall! ;)

Beachtet auch unser > Video zum Spiel!
 
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
...
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND
...
   Andreas
   Ingo
   Doro
   Gerhild
   Karsten
...
 
 
 
 

   > So testen wir
       
    Alle Spiele
von A bis Z:

 
Auswahl
# A B C
D E F G
H I J K
L M N O
P Q R S
T U V W
X Y Z #
 

 

 

 

 

 
Anzeige

 
 

 

         
     
(C) SPIELKULT.de ^^^       Impressum       Datenschutz