www.spielkult.de  

Kontakt    Impressum

Suche

 
   START | SPIELETESTS | VIDEOS | EXTRAS | LINKS | TREFF
    Themen          A bis Z          Neuheiten          Verlage          History  
 
 
Zurück zur Übersicht

Spiel-Fakten:

FamilieStrategie & AufbauWissen & RatenParty & KommunikationLogik & Kombination
KinderKartenWürfel & GlückAktion & GeschicklichkeitLernen

Genre: Familie
Erscheinungsjahr:
2017
Verlag: Pegasus Spiele  ..i..
Autor: Yuichi Sakashita
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 20 bis 40 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   
   

 

 
Sheep & Thief
   
Fuchs, du hast das Schaf gestohlen... behalt's!

In diesem Legespiel führt ihr eure Schafe über die Weiden, schützt sie möglichst vor dem Dieb (dem Fuchs), aber, und das ist weitaus wichtiger: Hauptsächlich versucht ihr euch im Straßenbau...
 
 

Jeder Spieler erhält seine eigene Spielertafel mit Platz für 16 Karten, wobei das Feld oben links mit der Startkarte belegt wird und von den restlichen 15 Feldern in drei Runden 12 Felder mit Karten gefüllt werden. 3 Felder bleiben immer frei.

Alle Karten werden gemischt und jeder Spieler erhält 5 (bzw. 6 Karten bei 2 Spielern) auf die Hand. Im bekannten Draftsystem behält der Spieler eine Karte und reicht die anderen an seinen Nachbarn weiter, während er von seinem anderen Nachbarn dessen aussortierte Karten erhält. So wird weiter getauscht, bis jeder wieder die Ausgangsanzahl an Karten auf der Hand hält. Im Spiel zu zweit werden immer 2 Karten behalten und der Rest weitergegeben).

Nun legen die Spieler reihum eine Karte aus ihrer Hand auf die eigene Spieltafel. Dabei gelten folgende Legeregeln:
- Die Karten müssen immer korrekt ausgerichtet sein, dürfen also nicht gedreht werden.
- Eine neue Karte muss an eine bereits ausgelegte Karte angrenzen.
- Wege müssen nicht zwingend fortgesetzt werden, Flüsse hingegen schon.
- Das Feld mit der Fuchsfigur darf nicht mit einer Karte belegt werden.



Wird eine Karte mit einem oder mehreren aufgedruckten Tieren ausgelegt, wird die entsprechende Aktion direkt ausgefüht:
- Für jedes Schaf stellt der Spieler ein Schaf aus dem Vorrat auf die Karte.
- Bei einem Hund darf der Spieler 1 Schaf oder eine ganze Schafherde (= alle Schafe einer Karte) auf eine Nachbarkarte ziehen.
- Befindet sich ein Stall auf der Karte, sind dort befindliche Schafe vor einem Angriff geschützt.
- Bei einem Fuchs zieht der Spieler die Fuchsfigur auf ein angrenzendes Nachbarfeld. Das kopieren alle anderen Spieler. Gelangt ein Fuchs so auf ein Feld mit Schaf-Figuren, verliert der Spieler diese Schafe an den Spieler, der die Fuchsaktion ausgelöst hat. Dieser stellt sie ins geschützte Gatter. Zieht der Spieler den Fuchs auf ein eigenes Feld mit Schafen, kommen diese aus dem Spiel.



Pro Runde werden 4 Karten gespielt, nach 3 Runden endet das Spiel. Punkte gibt es nun
- für jedes eigene Schaf auf der eigenen Tafel
- für jedes gestohlene Schaf
- für den längsten Fluss
- für jede an die Startkarte über durchgängige Wege angeschlossene Stadt in den anderen 3 Ecken der Spielertafel.



In der Variante "schwarzes Schaf" bringt das schwarze Schaf am Ende so viele Punkte, wie es die Punktetabelle zeigt - je weiter weg vom Startfeld, umso mehr Punkte.

In der Variente mit Aufträgen bekommen die Spieler Punkte für bestimmte Voraussetzungen, z.B. die meisten Schafe oder Schafe auf bestimmten Positionen.



Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. [ih]
 
 Folgt SPIELKULT.de:
   Facebook     Twitter
     
    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
herzige Illustrationen
Mischung aus Draft- und Legespiel
durchaus herausfordernd
ENDE
  MINUS:
MINU
nicht perfekt ausbalanciert
Schafe und Fuchs verkommen eher
   zu Nebendarstellern. Schade!
...
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: "Sheep & Thief" ist eines dieser Spiele, das man schon allein wegen der Covergestaltung und der wirklich herzigen Illustrationen zum Knuddeln gern haben möchte. MÖCHTE! Leider zeigt sich schnell, dass sich das Spiel nicht so locker-flockig-süß spielt, wie es aussieht, im Gegenteil, es ist herausfordernd.

Rein mechanisch wurde hier das Draften von Karten (Weitertauschen mit den Mitspielern) mit einem klassischen Legespiel verbunden. Dafür gibt es klare Legeregeln: Immer angrenzend, Flüsse müssen fortgeführt werden, Wege nicht zwingend. Über die Tiere der Karten kommen die Aktionen ins Spiel. Klingt alles erst einmal ganz interessant, doch im Detail offenbaren sich kleine Schwächen. Zäumen wir das Pferd, ähm, das Schaf mal von hinten auf, so merkt man rasch, dass vor allem die drei Städte und verbundene Flüsse ordentlich Punkte einbringen. Dafür ist angesichts der doch recht knappen Kartenanzahl und der fehlenden Option, diese zu drehen, wie man möchte, doch schon mal einiges an Glück nötig, damit alles zusammen passt. Oft entstehen daher auch mal Sackgassen. Man sollte also auf die Ästhetik verzichten, wenn man die Karten legt.

Die eigentlichen Protagonisten, Schaf und Fuchs, liefern vergleichweise wenig entscheidende  Punkte. Das ist schon ziemlich schade, denn das Thema verspricht da mehr. Wir haben es auf die Spitze getrieben und einen Spieler nur auf Konfrontation in Form von Füchsen spielen lassen. Er wurde, obwohl er mit 18 Schafen zum Schluss die eindeutige Mehrheit besaß, doch nur Dritter. In kaum einer unserer Partien hat der Fuchs jemals eine solche fette Beute gemacht, dass man mit ihm hätte gewinnen können. Ohne Städte- und Flusswertungen wird man also keinen Sieg erringen.

Zu zweit spielt sich "Sheep & Thief" noch am taktischten, dennoch gibt es auch hier Frustmomente, für die man einfach nichts kann. Erhalte ich beispielsweise in Runde 1 schon keine Karte, die meine Startkarte vernünftig anschließt, ist das echt ärgerlich, weil man eine Partie dann  oftmals schon in den Wind schreiben kann. Glücklicherweise gibt es auch Partien, die besser laufen. Fallen mir vermehrt die "richtigen" Karten zu, macht "Sheep & Thief" auch Spaß. Man sollte sich aber im Klaren sein, dass es sich hauptsächlich um ein klassisches Streckenlegespiel handelt, und der Rest mehr oder weniger nur Beiwerk ist, wenn es um die Punktevergabe geht. Zudem ist das Draften der Karten zu Beginn einer Runde essentiell. Wer sich hier falsch entscheidet, schaut am Ende in die Röhre. Also nix mit locker-flockig, jede Entscheidung ist hier wichtig, was das Spiel in Summe als "Familienspiel" schon etwas schwierig macht und einige Spontankäufer, die einfach nur die Cover-Tiere niedlich finden, spielerisch verprellen könnte. Die Angabe "ab 10 Jahren" ist dennoch etwas hoch angesetzt, Kinder ab einem Alter von ca. 8 Jahren können das Spiel meistens ohne Probleme mitspielen, wenn ihnen vielleicht auch noch der nötige Überblick bzw. das abstrakte räumliche Denkvermögen bei der Kartenwahl fehlt und vieles eher zufällig geschieht. Mitspielen wollen sie aber gern, denn das ganze Erscheinungsbild fordert natürlich zum Spielen auf.

Fazit: "Sheep & Thief" ist ein nettes Legespiel, das seine Tücken hat. Leider ist der Titel des Spiels etwas irreführend. Mir wäre es lieber gewesen, das eigentliche Spiel hätte seinen Fokus noch mehr auf die Tiere gelegt. So wirkt die Punktevergabe etwas ungleich balanciert. Mit den Auftragskarten kann das zwar noch etwas abgeschwächt werden, trotzdem: Wer alle drei Städte angeschlossen bekommt, hat einen Sieg so gut wie in der Tasche, da es einfach nicht genügend Kartenoptionen für alle Spieler gibt, dem gleichzutun und Alternativen die fehlenden Punkte nicht kompensieren (ausgenommen, man bekommt genügend passende Flüsse). Mit etwas zusätzlichem Feintuning (z.B. 2 Punkte pro Schaf) wäre die Gewichtung besser - und auch ein Kultpunkt mehr drin gewesen. 6 Punkte von mir (mit Tendenz zur 7 bei zwei Spielern), mit dem Hinweis, dass ich jederzeit gern eine Partie mitspiele. Trotz Frustmomenten erzeugt dieses Spiel nämlich irgendwie einen Wohlfühleffekt bei mir. Schäfchen zählen scheint tatsächlich zu beruhigen! ;)
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND 
...
   Nicole
   Ulf
   Ingo
   André
   Jürgen
Ende
 
 

   > So testen wir
       
    Alle Spiele
von A bis Z:

 
Auswahl
# A B C
D E F G
H I J K
L M N O
P Q R S
T U V W
X Y Z #
 

 

 

 

 
 

 

         
     
(C) SPIELKULT.de ^^^       Impressum       Datenschutz