www.spielkult.de  

Kontakt    Impressum

Suche

 
   START | SPIELETESTS | VIDEOS | EXTRAS | LINKS | TREFF
    Themen          A bis Z          Neuheiten          Verlage          History  
 
 
Zurück zur Übersicht

Spiel-Fakten:

FamilieStrategie & AufbauWissen & RatenParty & KommunikationLogik & Kombination
KinderKarten
Würfel & GlückAktion & GeschicklichkeitLernen

Genre: Strategie, Handel
Erscheinungsjahr:
2012
Verlag: Helvetia Games
Autor: Christophe Borgeat
Spieleranzahl: 2 bis 6
Alter: ab 8 Jahren (Family-Version), besser: ab 10 oder 12 Jahren
Spieldauer: ca. 120 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
Anzeige  

 
Dieses Spiel ist zurzeit leider nicht bei Amazon.de erhältlich!
 

 

 

 

Shafausa
 
Hoch lebe der Chafouin!
Der was? Der Chafouin (CHF) - die einheitliche Währung, die von den Menschen eingeführt wurde, nachdem die Zwerge in Helvetia seltene Erden gefunden haben.
 

     

Viele Völker ließen sich in Helvetia nieder, um Reichtum zu erlangen. In den Tiefen  des Landes schlummern viele Rohstoffe, die abgebaut werden wollen. Minen und Lagerhäuser müssen gebaut, Minenarbeiter beschafft werden. Welcher Spieler schafft es am schnellsten sein Volk auf seiner eigenen Spielertafel zum größten Handelsimperium zu verhelfen?

   
   

Spielaufbau (Family Version):
Die Verwaltungs- und die Rohstofftafeln werden in der Tischmitte zusammengelegt. Jeder Spieler wählt eine Spielertafel der 8 unterschiedlichen Rassen ("Legenden"-Seite), 3 farblich passende Spielsteine, eine Memo- und eine Minenarbeiterkarte und legt sie vor sich ab. Die erste Spielfigur setzt man auf die eigene erste Stadt, die zweite auf ein freies Feld der Spielerreihenfolge auf der Verwaltungstafel, und die dritte Figur auf den entsprechenden Platz der Minenarbeiterkarte.

Jede Rasse hat andere Startvorgaben: Schon gebaute Gebäude, Anzahl der Minenarbeiter oder Chafouins (CHF).... Alle Lagerhäuser sind schon errichtet und somit nutzbar. Gebäude werden der Spieleranzahl entsprechend ausgewählt und in den schwarzen Beutel geworfen. Der Startspieler wird per Zufall ermittelt und im Uhrzeigersinn werden die farblichen Steine der Spieler auf der Leiste daran angepasst. Es werden nun Gebäude der Spieleranzahl entsprechend aus dem Beutel gezogen und auf die freien Felder der Gebäudeleiste gelegt.

   
   

Jetzt werden mehrere Runden gespielt, die in jeweils 6 Phasen unterteilt sind:

(1) Rohstoffabbau: Jede Mine und Gebäude (Plättchen auf der eigenen Spielertafel) stellen Rohstoffe her oder bringen Einnahmen. Diese Einnahmen sammelt jeder Spieler ein.

(2) Spielerreihenfolge: Die Startspielerreihenfolge ändert sich im Uhrzeigersinn und wird durch Verschieben der Spielersteine angezeigt.


Viele Leser, günstige Konditionen!  Kontaktieren Sie uns: werbung@spielkult.de

(3) Kauf eines Gebäudes: Der Spielerreihenfolge entsprechend, darf jeder Spieler ein Gebäude der Gebäudeleiste kaufen. Dabei ist zu beachten. dass man immer maximal ein Gebäude jeder Sorte besitzen darf und der Preis bezahlt wird. Diese Gebäude werden auf das Reservefeld der Spielertafel gelegt.

(4) Bewirtschaftung Minen, Minenarbeiter, Städte, Gebäude) : Diese Aktionen können von jedem Spieler gleichzeitig ausgeführt werden. Gebäude, die in Reserve liegen, dürfen für je ein Eisen in eine Stadt (abgegrenzte Felder auf der eigenen Spielertafel) gebaut werden. Kaufen und Verkaufen von Waren zu den vorgegebenen Preisen ist ebenfalls möglich. Die Kosten von Minen, Minenarbeiter und Städten stehen auf den Spielertafeln und sind teilweise je nach Rasse unterschiedlich.

   
   

(5) Verwaltung: Gebäude der Gebäudeleiste, die nicht verkauft wurden, kommen in den Beutel zurück. Gebäude bei Spielern, die noch auf der Reserve liegen, müssen auch zurückgelegt werden, es sei denn, man zahlt für jedes Gebäude ein CHF. Danach zieht - für die nächste Runde - wieder jeder Spieler ein Gebäude. Die Gebäude werden dann erneut auf die Gebäudeleiste gelegt.

(6) Bedingung des Spielendes erfüllt?: Wenn ein Spieler vier Städte gebaut und komplett mit Plättchen besetzt hat, endet das Spiel mit der Schlusswertung.

Änderung Geek/ Colonial Version:
-
Startauswahl der Rassentafeln: In der Colonial Version spielt jeder mit der Rückseite der Rassetafeln, die alle gleich sind. Durch Aussuchen von drei Vorteilskarten kann sich jeder Spieler seine Vorteile sichern. Dazu wird die Spielerreihenfolge zufällig ausgelost.  Die erste Karte wird in Spielerreihenfolge ausgewählt. In umgekehrter Reihenfolge gelangt man zur zweiten Karte. Jede Vorteilskarte hat einen Punktewert. Jeder Spieler addiert seine beiden Kartenwerte, und der Spieler mit der niedrigsten Summe ist der neue Startspieler. Dieser darf dann beginnen sich die dritte Karte auszusuchen. In der neuen Reihenfolge wählt so jeder Spieler seine dritte Vorteilskarte aus.

- Powerkarten: Jede Rasse hat drei Powerkarten. Im Spielverlauf darf jeder Spieler eine dieser drei unterschiedlich an die Rasse angepassten Karten spielen. Die restlichen Karten werden nach dem Ausspielen einer Karte in die Schachtel zurückgelegt.

- Bewirtschaftung: Auch der Markt wird mit der Rückseite gespielt. Die erste Ware einer Sorte, die verkauft wird, wird zur Kennzeichnung auf das untere Verkaufsfeld (Sold) gelegt. Damit sinkt in der nächsten Runde der Verkaufspreis um eins.

- Kauf eines Gebäudes: Diese Aktion wird erweitert, so dass man auch bis zu zwei Lagerhäuser bauen darf. Des Weiteren kommt beim Startaufbau eine Figur unter die Lagerhausleiste.  Das zweite Lagerhaus kostet ein CHF.

- Spekulationsphase: In der Geek-Version wird die "Spekulation" als sechste Phase dazwischengeschoben. Die nachfolgende Phase "Spielende" wird nun danach als siebte Phase ausgeführt.  Bei der Spekulation können Spieler in Spielerreihenfolge Preise senken, steigen lassen oder festsetzen. Es gibt dabei die Möglichkeit ein bis zwei Preise pro Aktion gleichzeitig zu ändern. Kleine Änderungen kosten ein CHF, größere Änderungen kosten drei CHF. Man kann natürlich auch passen, um Geld zu sparen.

- Siegbedingungen: In der Geek Version braucht man fünf fertig ausgebaute Städte oder ein Spieler baut das elfte Lagerhaus. [cl]

Vielen Dank an Helvetia Games für ein Rezensionsexemplar!

 
Links
 Folgen Sie SPIELKULT.de:
   Facebook     Twitter
     
    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
schöne Optik
Rassevorteile in der Colonial
   Version werden taktisch
   ausgesucht
ENDE
  MINUS:
MINUS:
ab 2/3 des Spiels monotoner Ablauf
(zu) lange Spieldauer
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Carsten:  Das was Helvetia Games herausgebrachte Spiel bietet eine prall gefüllte Schachtel mit vielen Holz-Steinchen und grafisch düster-stimmig gehaltenen Spielplänen. Nett finde ich vor allen Dingen auch die kleinen Aufbewahrungsdosen für die Rohstoffwürfel, die passend in dem Schachtel-Inlay untergebracht sind. Die Ausstattungs-Unannehmlichkeiten liegen teilweise im Detail. Die aufgedruckten Gebäudekosten sind sehr klein, es fehlt eine Kurzspielanleitung mit Rundenablauf, die 1-CHF Stücke sind nur wenige Milimeter groß, die Symbolik ist teilweise nicht sofort ersichtlich und die Anzeige des Rohstoffpreises ist ebenfalls zu klein. Fehlende Regelerläuterungen auf den Vorteils-, Gebäude- und Powerkarten der Mehrsprachigkeit zum Opfer gefallen. Das stört nicht generell, aber ich denke, dass die Symbole intuitiver gestaltet werden könnten. Auch enthält die deutsche Anleitung einige Unklarheiten, die sich erst durch das direkte Übersetzen der Original-Anleitung klären lassen.

Es gibt drei Versionen, die sich unterschiedlich spielen oder kombiniert werden können, aber in allen Varianten steht das Rohstoffmanagement im Vordergrund. Die "Family"-Variante wird nur davon beeinflusst, dass Gebäude/Minen gebaut werden, die zum Sieg führen. Die "Geek"-Version ist schon mehr an Vielspieler gerichtet. Das Marktsystem ist nett  in das Spiel integriert. Der Startspieler hat immer den Vorteil, als erster ein Gebäude zu sichern, und da man jedes Gebäude nur einmal besitzen darf, ist eine größere Auswahl immer vorteilhaft.

In der "Geek"- und "Colonial"-Variante läuft "Shafausa" anfangs zäh, in der Mitte flüssig und zum Ende hin leider monoton ab. Da alle Spieler die Bewirtschaftungsphase gleichzeitig ausführen können, kann man Spielzeit einsparen, allerdings bekommt man auch nicht mit, was die anderen Spieler so anstellen. Betrügen wird doch hoffentlich niemad, oder? ;)

Mein Eindruck ist, dass zu Beginn, in der ersten Runde, das ganze Geld ausgegeben wird, um dann - wartend auf die Einkünfte der Mienen - weiter auszubauen. Das Spiel stockt für 2-3 Runden, in denen aus Geldmangel wenig passiert. Wenn dann die Früchte (in der Mitte des Spielverlaufs)  geerntet werden können, kann man ein wenig kreativer bestimmen, wie das Spiel abläuft, bis man dann merkt, dass man im Grunde wenig Alternativen hat und monoton bis zum Ende hin weiter nur Silber- bzw. Goldminen baut. Dadurch, dass die Kupfer-, Silber- und Goldminen viele Siegpunkte einbringen und zudem die absolut wichtigsten Rohstofflieferanten sind, läuft alles daraufhin diese Minen zu bauen. Spieler aufzuhalten bzw. zu stören ist nicht möglich.

Das Bieten um die Spielerreihenfolge ist, mit der vergleichsweise harmlosen Marktpreisänderung, die einzige Interaktion bei "Shafausa". Ansonsten wurschtelt jeder Spieler vor sich hin. Die ein oder andere Powerkarte in der Variante kann Mitspieler beeinflussen, aber da keine Informationen auf den Karten stehen, wird sich jeder Spieler zu Beginn erst einmal die Funktion seiner drei Karten durchlesen, was mit Regelfragen die kommen werden, auch eine Menge Zeit in Anspruch nimmt.

Die Powerkarten bringen meist zu Beginn des Spiels einen Vorteil, der sich aber von Rasse zu Rasse unterschiedlich stark auswirkt. Es gibt meines Erachtens immer eine stärkste Karte, die dann auch immer genommen wird. Irgendwann merkt man, dass das Spiel besser schon beim Füllen der vierten Stadt zu Ende sein sollte, dies aber nicht geht, da Shafausa für alle fünf Städte ausgelegt ist. Elf Minenarbeiter (11 Minen) bei zwanzig Feldern der eigenen Spielertafel bedeutet, dass man ca. neun Gebäude bauen muss, um das Spiel auf diesem Wege zu beenden (oder bei Fertigstellung des elften Lagerhauses). Tja, und da ist das Dilemma! Der eine kann nicht beenden, und der andere will nicht beenden. Und schon dauert das Spiel Runde für Runde länger und es ist scheinbar kein Ende in Sicht.

Irgendwie fehlt der "Kick", wenn die Mitte des Spiels erreicht wurde:  Andere bzw. mehrere Gebäude, die man bauen kann, Interaktion oder einfach nur ein Element, das es einem ermöglicht, den Führenden aufzuhalten. Laut dem Hersteller soll das Spiel eine Art "Wettrennen" sein. Dies stimmt! Nur dass man eigentlich nie zum Überholen ansetzen kann.

Der vergleichsweise hohe Preis von Shafausa in Deutschland (um die 60 bis 70 Euro) ist nicht gerechtfertigt, wenn man nur die einfachere "Family-Version" spielen möchte. Dafür gibt es preiswertere und bessere Alternativen. Wenn man allerdings als Vielspieler auch in Gruppen mit Gelegenheitsspielern spielt, ist dieses Konzept eine klasse Idee.  Sozusagen sind dann bereits zwei kleine Erweiterungen im Spiel enthalten.

Ich vergebe für "Shafausa" 5 Kultpunkte. Wenn ich dem Spiel für die drei unterschiedlichen Ablaufphasen eine Kultwertung geben müsste, würde ich für den Anfang 6, für die Spielmitte 7 und für das letzte Drittel nur 2 Punkte vergeben. Mein gutaussehender Tischnachbar Ralf (er wollte so genannt werden...!) sagte in unserer Spielrunde einmal: "Hey, das ist vom Ablauf her wie bei einem Solo-Computeraufbauspiel, nur dass ich da lieber das Computerspiel spielen würde!". Die erste Partie mit Regelerklärungen dauerte bei uns mit fünf Spielern satte 4 Stunden, die "Family-Version" mit vier Spielern dauerte 2,5 Stunden!
 
 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

Anderer Meinung?

Jetzt selber Spiele bei SPIELKULT.de bewerten! > Hier!

 

Anzeige

  Gefällt Ihnen dieses Spiel?  Hier können Sie es kaufen!
 
 Anzeige
leer
 
 

   > So testen wir
       
    Alle Spiele
von A bis Z:

 
Auswahl
# A B C
D E F G
H I J K
L M N O
P Q R S
T U V W
X Y Z #
 

 

 

 

 

 
Anzeige
Amazon
 
 
 

 

         
     
(C) SPIELKULT.de ^^^       Impressum       Datenschutz

 -