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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie
Erscheinungsjahr:
2017
Verlag: Zoch Verlag 
Autoren: Bernhard Lach, Uwe Rapp
Grafik: Johannes Lott
Spieleranzahl: 2 bis 6
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Schüttel's
...

Geschüttelt, nicht gerührt!

Die Rappeltaler Bürger haben die Nase voll! Die Handwerker sind faule Nichtsnutze und in Rappeltal läuft gar nichts mehr. Da kommen die Zauberer aus den Bergen mit ihrem magischen Schüttelbecher und arbeitswilligen Wichteln gerade recht. Nun laufen die Geschäfte und das Geld fließt ...
 

 
Zuerst muss der Spielplan entsprechend der Zauberer (Spielerzahl) auf die richtige Seite ausgelegt werden. So gibt es eine Seite für zwei bis drei,  die andere für vier bis fünf Zauberer.



Alle 15 Wichtel (Pöppel) kommen in den Würfelbecher,  jeder erhält 10 Waren einer Farbe und 400 Rappeltaler. Dann kommen noch 40 Taler auf den Marktplatz in der Mitte des Spielplans. Die übrig gebliebenen Rappeltaler kommen in griffnähe neben den Spielplan.  Nun wird noch das Schüttelbrett, der Wichtelfänger, bereit gelegt, dann kann es losgehen. Jetzt muss einem nur noch das Schüttelglück hold sein.



Die Wichtel in Rappeltal produzieren in den Handwerkerhäusern Waren, haben Glück oder werden vom Pech verfolgt. Auf jeden Fall nimmt aber der aktive Spieler den Becher mit den 15 Pöppeln, schüttelt (!) diesen und schüttet mit einer fließenden Bewegung eine Anzahl Wichtel-Pöppel in den Wichtelfänger. Die so aus dem Becher geschüttelten  Wichtel werden gezählt, denn das Ergebnis bestimmt die Aktion. Die Pechwichtel schlagen bei einer 1, 3, 7 oder 15 erbarmungslos zu. Bei sieben aus dem Becher geschüttelten Wichteln müssen wir eine Ware von einem Gebäude unserer Wahl entfernen, da wir in der Schweinegrube gelandet sind. Hat man gerade keine Waren eingesetzt, muss eine Ware aus dem eigenen Vorrat entfernt werden. In beiden Fällen landet die Ware auf einem freien Platz im Lager. Bei einem, drei oder 15 geschüttelten Wichteln werden wir an den Pranger gestellt und müssen 40 Rappeltaler auf den Markt legen.

Die Glückswichtel machen uns das Geldscheffeln bei einer 2, 10, 13 oder 14 leichter. Zwei Wichtel bescheren uns einen Besuch im Zelt der Wahrsagerin, die uns erlaubt, eine Ware in ein beliebiges Handwerkerhaus zu setzen. Bei zehn Wichteln landen wir im Wirtshaus und kassieren als erste Ware  dort 10 Rappeltaler von jeden Mitspieler, als zweite Ware  20 Rappeltaler usw. 13 Wichtel schicken unsere Ware in die Bank. Beim Eintreten müssen wir jedoch erst einmal  10 Rappeltaler an unsere Mitspieler zahlen. Schütteln wir noch einmal 13 Wichtel, erhalten wir beim Verlassen der Bank 30 Rappeltaler von jedem unserer Mitspieler.  Und wenn uns die Glückswichtel so richtig mögen, dann bleibt einer im Becher und 14 liegen im Wichtelfänger, und für uns gibt es alle Rappeltaler vom Markt!



Und um aus eigener Kraft Rappeltaler zu verdienen, müssen wir unsere Waren in den Handwerkerhäusern unterbekommen. Diese Möglichkeit haben wir bei einem, vier, fünf, sechs, acht, neun, elf oder zwölf geschüttelten Wichteln.  Dann können wir unsere Waren entweder in dem entsprechenden Handwerkerhaus einsetzen. Diese Ware wird immer auf das Feld mit dem niedrigsten Wert gestellt. Sollten sich in dem Haus schon andere Waren befinden,  rücken diese ein Feld weiter auf den nächsthöheren Wert. Falls bei dieser Aktion eine Ware über den letzten Warenplatz hinaus geschoben wird, landet diese auf einem leeren Lagerplatz.  Oder, sollte man bereits eigene Waren in einem geschüttelten Handwerkerhaus platziert haben, haben wir jetzt die Möglichkeit,  eine oder mehrere eigene Waren zu verkaufen. Die Höhe des Auszahlungsbetrages richtet sich nach dem Wert des Warenplatzes. Die verkauften Waren landen auf freien Lagerplätzen. Wenn durch diese Aktion leere Warenplätze entstehen,  werden alle noch verbliebenen Waren auf niedrigere Warenplätze verschoben.  Die Reihenfolge der Waren darf durch diese Aktion nicht verändert werden.



Natürlich kann es auch Zauberer geben, die vom Pech verfolgt sind und all ihre Rappeltaler verloren haben. Dann springt die Zunftskasse für eventuelle Zahlungen ein. Haben wir als erster Spieler keine Waren mehr, schütteln wir weiter Wichtel aus dem Becher und führen mögliche Aktionen durch.

Das Spiel endet, wenn entweder alle Lagerplätze belegt sind oder zwei Spieler keine Waren mehr haben. Wer nun die meisten Rappeltaler besitzt, darf sich mächtigster Zauberer von Rappeltal nennen. [nm]
...
 
 ERKLÄRVIDEO
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
interessantes Spielprinzip: Würfeln
   wird durch Schütteln ersetzt
einfache Regeln
bis zu sechst spielbar
ENDE
  MINUS:
MINUS:
man muss sehr oft Geld wechseln
gezieltes Schütteln erfordert Übung
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Nicole: In der bunten Welt von Rappeltal fühlen sich die fleißigen Wichtel unter dem Einfluss von uns Zauberern richtig wohl. Und sie wollen raus aus dem Becher und für uns arbeiten.  Bevor es losgehen kann, starten die Spielvorbereitungen. Brett aufklappen,  jedem Zauberer 400 Rappeltaler auszahlen und 10 Waren in der gewünschten Spielerfarbe geben, 40 Taler in die Mitte des Spielbretts  - dem Markt - legen, Fangkorb aufstellen und Würfelbecher mit 15 Wichteln füllen und los geht's.

So weit, so gut. Dann beginnt das große Schütteln. Und so einfach, wie es sich anhört, ist es dann doch nicht. Es gehört schon richtiges Geschick - oder Können? - dazu, die gewünschte Anzahl an Wichtel aus dem Würfelbecher in einem Schwung (!) herauszuschütteln.  Denn die aus dem Becher geschüttelten Wichtel bestimmen unsere Aktionen.  Um die Anzahl der geschüttelten Wichtel schnell erkennen zu können, sind die Wichtel in drei verschiedenen Farben zu je fünf Stück in Rappeltal eingezogen. Hat man erst einmal den Würfelbecher in der Hand kommt es fast schon automatisch dazu, den Würfelbecher zu schütteln.  Ich habe ja die Vermutung,  dass das Spiel genau aus diesem Grund so heißt... 

Wobei das Schütteln bei diesem Spiel so etwas von überflüssig ist, da es hier ja um die Anzahl der aus dem Becher geschütteten Wichtel geht. Denn nur durch ein glückliches Schüttelhändchen ist es uns möglich, viele Rappeltaler zu verdienen, indem wir unsere Waren zuerst auf die Warenplätze der Handwerkshäuser einsetzen und in späteren Runden diese eingesetzten Waren wieder gewinnbringend verkaufen.  Hierfür ist es jedoch zwingend notwendig,  dieselbe Anzahl an Wichtel erneut aus dem Becher zu schütteln.  Und wenn dann noch unseren Mitzauberer ihre Waren im gleichen  Haus eingesetzt haben, steigen unsere eigenen Waren im Wert. Ebenso sinkt eventuell auch der Wert unserer Waren, wenn andere Waren im Haus verkauft werden.  Da bleibt einem nichts anderes übrig, als hilflos und voller Neid auf die erwirtschafteten Rappeltaler der Mitstreiter zu schauen. Aber, wie im richtigen Leben,  kann uns auch das Pech verfolgen.  Und dann wird es schnell teuer und wir müssen Geld an den Markt oder die Mitspieler zahlen. Überhaupt wird viel mit Geld hantiert, leider reichen die Scheine nicht immer aus, um jede Summe sofort bezahlen zu können. Da muss man dann doch öfters Geld eintauschen, was in größeren Runden schon einmal etwas lästig sein kann.

Pleite gehen gibt es bei "Schüttel's" nicht. Zur Not springt die Zunftskasse ein und zahlt. Haben wir keine Waren mehr und das Spiel ist noch nicht beendet, müssen (oder dürfen) wir, wenn wir an der Reihe sind, dennoch die Wichtel aus dem Würfelbecher schütteln und noch mögliche Aktionen durchführen.  Das kann das Verkaufen von Waren, ein Umsetzen von Waren auf einen Lagerplatz sein oder an den Pranger gestellt werden sein. 

"Schüttel's" ist eine Art Geschicklichkeitsspiel, das der ganzen Familie Spaß macht. Denn nur wer den Würfelbecher und die Wichtel gut im Griff hat, schafft es, die gewünschte Anzahl Wichtel  aus dem Becher zu schütteln. Aber auch ungeübte Zauberer schaffen es mit Schüttelglück die selbe Wichtelanzahl mehrmals aus dem Becher zu schütteln. Und die Lachmuskeln werden auch wunderbar trainiert, wenn Mitstreiter zum Beispiel sehr elegant alle 15 Wichtel aus dem Würfelbecher schütteln.  So bietet "Schüttel's" Spaß und lustige Unterhaltung und erhält dafür von mir gute sieben Punkte.
(> Video)
.
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 
     

Ingo: Gleich vorweg: Ich möchte "Schüttel's" gar nicht wirklich als Geschicklichkeitsspiel bezeichnen. Eine bestimmte Menge an Wichteln (na gut, es sind einfache "Mensch ärgere dich nicht"-Pöppel) zielgerecht aus dem Becher zu schütten, ist fast unmöglich. Klar, mit etwas Übung schafft man es, möglichst wenige, "mittelviele" oder eine große Menge hinauszuschütten, aber es ist schon meist das Glück, das bestimmt, ob ich z.B. das Handwerkshaus mit der 8 wirklich öfters besuchen kann. Somit ist "Schüttel's" fast schon ein reinen Glücksspiel, was aber keinesfalls negativ auszulegen ist.

Die Idee, eine quasi "erwürfelte Augenzahl" ohne Würfel zu erzielen, sondern mit Spielfiguren, die man mit einer einzigen Handbewegung in den "Wichtelfänger" schütteln muss, ist innovativ und echt witzig. Und das will das ganze Spiel auch sein. Und genauso sollte man auch an eine Partie herangehen. Wer hier glaubt, ernsthaft taktieren zu können, der wird meistens schnell enttäuscht - oder sagen wir "überrascht". Denn meistens läuft es nie so, wie man es gern hätte. Ein fetter Jackpot liegt auf dem Marktplatz? Also mal eben 14 Wichtel aus dem Becher schütteln. Kein Problem? Oh doch! Immer wieder fallen doch tatsächlich alle (!) heraus, und statt Geld einzunehmen, fülle ich den Jackpot weiter - bis ihn mein rechter Nachbar mit gut 300 Talern abräumt. Prompt schüttele ich im nächsten Zug, wenn wieder nur 40 Taler Grundversorgung in der Mitte liegen, dann die 14 Wichtel... Das sind so die Momente, die bei "Schüttel's" die Emotionen hochkochen lassen. Mal ist es die Freude über einen guten eigenen Wurf, mal ist es die Schadenfreude, wenn meine Gegner auch mal das Pech einholt.

Das Spiel lässt sich dankenswerterweise bis zu sechs Personen spielen und gerade in voller Besetzung kommt richtig Zockerfeeling auf. Da wird verdrängt, auf höhere Summen gepokert, viel Geld hin- und hergetauscht. Zu zweit läuft das Spiel dementsprechend ruhiger ab, auch da funktioniert das Prinzip, aber spaßiger ist es definitiv mit mehr Leuten.

Was auf so manchen passiven Zuschauer vielleicht wie ein Kinderspiel wirkt, etwas banal, und ohne Spieltiefe, ist für mich ein absolut gelungenes Familienspiel, das auch in unseren Erwachsenenrunden als Einstiegs- oder Absackerspiel sehr beliebt ist. Mir gefällt der rasante Spielablauf, die Emotionen, die entstehen, so gut, dass ich das Spiel schnell derart in mein Spielerherz geschlossen habe, dass ich ihm (je nach Spielerzahl) bis zu sehr gute 8 bis 9 Kultpunkte verleihe. Gerade wenn ich in eine Runde mit Wenig- oder Gelegenheitsspielern komme, gibt es nahezu keinen Spielabend, an dem ich nicht "Schüttel's" mit in der Spieletasche habe. Das Spiel spricht nicht jedermann gleichermaßen an, das sei ehrlicherweise gesagt, doch die meisten spielen jederzeit gern eine Runde mit. Vielleicht hilft euch ja auch unser Erklärvideo weiter, um einschätzen zu können, ob ihr Spaß am Schütteln bekommen könnt. Ich jedenfalls würde das Spiel als lockeres Spaßspiel jedem ans Herz legen wollen!   
(> Video)

 

 
   KULTFAKTOR
      Zweitmeinung
Ende
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND 
....
   Andreas
   Verena
   Ingo
   Birgit N.
   Karsten
   Nicole
   André
   Carola
Ende
 
 

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