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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie
Erscheinungsjahr:
2018
Verlag: Games Workshop
Autor: Jay Clare
Spieleranzahl: 2 bis 5 (9)
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 30 bis 45 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   
   
 

 

 
Der Herr der Ringe
Reise zum Schicksalsberg
...

Wettlauf durch Mittelerde

In diesem Familienspiel macht ihr eine Reise durch Mittelerde - immer auf der Suche nach dem goldenen Ring, den ihr schließlich - möglichst unerkannt - zum Schicksalsberg bringen müsst.
 
 
Der Spielplan wird in die Mitte gelegt. Am Rand des Spielplans befinden sich Ortsnamen, die zu den jeweiligen Feldern auf dem Spielplan gehören. Die Gegenstandskarten werden gut gemischt. Je eine wird dann unter die Namen der Orte verdeckt platziert. Keine Karte sollte dabei sichtbar sein. Dann werden die Ereignisse gemischt und an jeden Spieler zwei verteilt. Die restlichen Karten bilden den Nachziehstapel. Die Karten "Saurons Auge" werden als gut gemischter und verdeckter Stapel ebenfalls auf ihrem Feld platziert. Der Turm (Marker "Saurons Auge") wird auf den Schicksalsberg gestellt, der Ring auf das blass-graue Feld "Elronds Rat" gelegt. Den Ring gilt es, unter den Karten zu finden und zum Berg zu bringen.



Die Spieler ziehen eine Charakterkarte oder wählen sie sich bewusst aus, nehmen sich die dazugehörige Figur und stellen sie auf das Startfeld. Je nach Anzahl der Spieler ist das Feld entweder Bruchtal Hobbitingen. Gespielt werden kann mit 2-5 Spielern, allerdings kann auch mit bis zu 9 Spielern gespielt werden, da die entsprechenden Figuren vorhanden sind. Dies ist als Möglichkeit auch im Regelwerk verzeichnet. Nun beginnt bereits das Spiel.



Der aktive Spieler führt genau drei Schritte in seinem Zug aus:
- Eine Karte vom Stapel "Saurons Auge" ziehen und den Turm an den angegebenen Ort setzen. Steht dort eine Figur, muss dessen Besitzer eine Handkarte ablegen und die Figur auf das Startfeld zurückstellen. Sollte er im Besitz der Ringkarte sein, muss er die Ringkarte am Ort am Rand ablegen und den Ring auf dem Spielplan liegen lassen.


 
- Jetzt würfelt der Spieler und nutzt die sichtbare Zahl als maximale Bewegungszahl. Er darf so weit laufen, wie es die Zahlen auf den Wegen erlauben - bei einer 6 gilt z.B. 2+3+1 … Er kann also bis zum drittnächsten Ort laufen, er darf aber auch früher stehen bleiben. Der Spieler nimmt die Karte auf die Hand, an dessen Ort er stehen bleibt. Landet er auf einem Ort, an dem mindestens eine andere Figur steht, darf der hinzukommende Spieler eine Karte von einer der dort befindlichen Figuren (Handkarte ziehen) stehlen.



- Kann sich eine Figur nicht bewegen, darf sie sofort eine Ereigniskarte vom Stapel auf die Hand nehmen.

Der Zug wird beendet, indem generell eine Karte vom Nachziehstapel gezogen wird.



Das Handkartenlimit beträgt fünf Karten. Handkarten können beliebig gespielt werden, wenn die Bedingungen der Karte dabei erfüllt sind, z.B. "…muss sofort gespielt werden" oder "im eigenen Zug" usw. Über die Handkarten können Karten gestohlen werden, Figuren versetzt, Karten nachgezogen oder eigene Figuren beschützt werden. Die Gollumkarte zwingt dabei den Ringträger, sich offen zu zeigen.



Es gewinnt der Spieler, der am Ende mit der Ringkarte im eigenen Besitz auf dem Schicksalsberg steht - und den Ring vernichtet... [go]
...
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
leicht erlernbares Spiel für
   Fans von "Herr der Ringe",
   quasi ein erweitertes "Sagaland"
gelungene Optik der Karten
   und Figuren
ENDE
  MINUS:
MINUS:
für Kennerspieler zu glückslastig
   und zu geringe Spieltiefe
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Gabi: "Herr der Ringe"? Miniaturen? Klar, geht immer, denke ich als Fan und lege los, ohne auf die Altersangabe auf der Spielschachtel zu achten. Der Spielplan mit seinen Ortsfeldern verrät schon mal etwas, was ich in unser Kennerspielrunde für schwierig halte - eine Laufspiel? Gut, zum Thema passt es... Das restliche Material ist gut. Schicke Karten, schöne Figuren in goldenem Kunststoff, etwas klein, aber okay. Schwieriger ist die Tatsache, dass sie sich nur mit Hilfe eines Messers aus dem starren Bogen schneiden lassen. Die Haltebrücken sind stabil, zum Teil stabiler als die filigranen Arme. Zur Haltbarkeit muss geklebt werden. Die Verpackung ist dabei wiederum löblich - die Figuren und Karten werden in Fächern sicher aufbewahrt.
 
Das Design ist insgesamt an den Film sehr gut angepasst. "Herr der Ringe"-Fans finden sich im Spiel auf jeden Fall wieder. Das Spiel selbst aber ist dann fast schon minimalistisch einfach. Decke Saurons Auge auf und stell den Turm-Marker auf das Feld, wohin das Auge schaut. Der Spieler dort muss eine Handkarte abgeben und an den Start zurück. Dann bewege die Figur anhand der Würfelzahl über den Spielplan. Spiele dabei Handkarten aus, um eventuell weitere Orte zu besuchen oder anderen Spielern Handkarten zu stehlen usw. Der Kartentext zeigt dabei klar, was gemacht werden kann oder muss. Dann ziehe eine Handkarte nach. Der nächste ist dran...

Genau hier aber scheiden sich die Geister. Unsere "Herr der Ringe"-Fans sind überwiegend Kenner- bis Expertenspieler. Und betrachtet man es nur aus diesem Blickwinkel, ist die "Reise zum Schicksalsberg" dann wenig interessant.  Schnell zeigt sich hier ein Problem, das viele Rezensenten kennen: Die passende Zielgruppe fehlt gerade. In so manchem Spiel schränkt sie sich so stark ein, dass es zwar Fans geben wird, die man aber eben nicht zwangsläufig gerade bei sich hat. Ein Nischenprodukt also? Nicht wirklich. Noch einmal einen Blick auf die Altersangabe geworfen: "Ab 8 Jahren"! Okay, das Spiel will keine Expertenspieler anlocken, es soll also ein Familienspiel sein! Und in der Tat spricht dann die "Reise zum Schicksalsberg" auch bei uns in weiteren Partien vor allem junge und weniger erfahrene Spieler und Fans des Films an. Diese Zielgruppe stört die von den Vielspielern kritisierte mangelnde Spieltiefe nicht. Sie stört sich auch nicht an den vielen Zufallselementen und auch nicht die Tatsache, dass man eigentlich kaum echten Einfluss aufs Spielgeschehen hat.

Was allerdings auch in diesen Gruppen bemerkt wird, sind die teilweise doch unausgewogenen Charaktere. Legolas und Gandalf und Sam sind in ihrer Eigenschaft sehr stark. Die anderen Charaktere-Fähigkeiten beziehen sich eher auf Regionen, die aber uninteressant werden, sobald sich dort keine Karten mehr befinden. Die Karten selbst zeigen Film-Bilder und z.T. bekannte Zitate. Das hebt das Spielgefühl deutlich an, da die Erinnerung an die bekannten Orte und Filmszenen auflebt. Auch die Ringkarte ist scheinbar zu stark. Der Ringträger muss sich kaum offen zeigen, und kann, wenn das Spiel gut läuft, versteckt seinem Ziel nachgehen - zum Schicksalsberg zu gelangen. Der Ring kann kaum abgejagt werden, wenn der Ringträger gut würfelt, denn bei den Zahlen 3, 4, 5 und 6 geht er unbeschadet aus jedem Angriff hervor. Das passt zwar auch zum Film, verhindert aber z.T. ein echtes Spiel miteinander. Gespielt werden kann mit 2 bis 5, ja, sogar mit bis zu 9 Spielern, da die entsprechenden Figuren vorhanden sind. Dies ist als Möglichkeit auch im Regelwerk verzeichnet. Die Umlaufzeiten sind relativ kurz bei optimalen 4 Spielern. Bei mehr Spielern gestalten sich die Wartezeiten dann schon als zunehmend schwierig.
 
Fazit: "Der Herr der Ringe - Reise zum Schicksalsberg" ist ein erweitertes Laufspiel ("Sagaland" lässt grüßen) mit einem gewissem Stänkerfaktor, basierend auf einem thematischen Filmhintergrund. Erfahrene Spieler, die angesichts des Covers und der Miniaturen gar ein Strategiespiel erwarten, sollten hier lieber Abstand nehmen. Für junge Herr der Ringe-Fans ist das Spiel aber durchaus kein Fehler - 6 bis 7 Punkte, je nach Spielerzahl für diese klar abgesteckte Zielgruppe.
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   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 

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