www.spielkult.de  

Kontakt    Impressum

Suche

 
   START | SPIELETESTS | VIDEOS | EXTRAS | LINKS | TREFF
    Themen          A bis Z          Neuheiten          Verlage          History  
 
 
Zurück zur Übersicht

Spiel-Fakten:

FamilieStrategie & AufbauWissen & RatenParty & KommunikationLogik & Kombination
KinderKartenWürfel & GlückAktion & GeschicklichkeitLernen

Genre: Wissen, Raten
Erscheinungsjahr:
2013
Verlag: Zoch Verlag  ..i..
Autoren: Andrea Meyer, Martin Schlegel
Spieleranzahl: 3 bis 8
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Wissen 

leer
     
Anzeige  

 

 

 

 
Sauschwer
 
Wer wiegt, gewinnt!
Bei diesem Schätzspiel geht es darum, zwei unterschiedliche "Dinge" in ihrem Gewicht zu vergleichen. Zu welcher Seite wird sich die Waage neigen?
 

     

So funktioniert's:
Das Spiel ist schnell aufgebaut. Die Waage wird in der Tischmitte platziert. Alle Karten werden gemischt und so als Stapel hingelegt, dass die Schrift sichtbar ist. Die erste Karte wird gezogen und neben einer beliebigen Seite der Waage platziert. Außerdem wird das Schwein auf die Seite der Waage gestellt, auf der sich die bereits liegende Karte befindet. Jeder zieht drei Karten und nimmt sich einen Schweinebacken-Marker. Es darf immer nur die Kartenseite mit der Schrift sichtbar sein, die Rückseite darf sich keiner ansehen. Nun werden noch Zettel und Stift geholt und los geht's!


Einige Fragekarten

Gespielt wird reihum. Der Spieler, der an der Reihe ist, wählt eine seiner Karten aus und legt sie an die Seite der Waage, an der sich das Schwein NICHT befindet. Dann schätzt er das Gesamtgewicht aller Karten beider Seiten und vergleicht sie miteinander. Nunn nimmt er das Schwein und setzt es auf die Seite der Waage, die seiner Meinung nach schwerer ist. Dabei darf das Schwein natürlich auch bleiben, wo es ist. Der Spieler beendet seinen Zug, indem er eine neue Karte zieht und vor sich ablegt. Der nächste Spieler kann nun weiterspielen und eine Karte rechts oder links der Waage platzieren.


Einige Fragekarten

Die Runde endet sofort, wenn ein Spieler anzweifelt, dass das Schwein richtig steht. Aber auch wenn die achte Karte an die Waage angelegt wird, endet die Runde. Nun nimmt jeder Spieler seinen Schweinebacken-Marker. Dieser besitzt zwei farbige Seiten, die mit den Farben der beiden Seiten der Waage übereinstimmen. Die Spieler legen ihren Marker so (mit den Händen zunächst verdeckt) vor sich ab, dass die Farbe oben sichtbar ist, deren zugehörige Waagenseite die SCHWERERE ist. Dabei ist zu beachten, dass der Spieler, der die letzte Karte legte und das Schwein bewegte (oder auch nicht) selbstverständlich die Seite wählt, an der das Schwein sitzt. Der Anzweifler hingegen muss seinen Marker so drehen, dass genau die Gegenseite oben liegt. Haben alle Spieler ihren Marker gelegt, decken alle Spieler ihre Hände auf und zeigen so ihre Meinung.


Die Schweinebacken-Marker

Nun wird kontrolliert. Dazu werden die Karten beider Waagen-Seiten umgedreht. Auf der Rückseite befindet sich in zarter Schrift (gelber Bottich unter dem Schwein) das jeweilige Antwortgewicht auf die Fragestellung der Vorderseite. Alle Gewichte werden pro Seite zusammengerechnet und miteinander verglichen. Jeder Spieler, der nun auf die richtige Seite getippt hat, erhält so viele Punkte wie die Anzahl der Spieler, die sich in dieser Runde verschätzt haben. Hat ein Spieler zu Recht angezweifelt, erhält er einen Bonuspunkt. Lag er falsch, bekommt er einen Punkt abgezogen. Das Spiel endet nach sechs Runden. Welcher Spieler hat wohl die meisten Siegpunkte erreicht? [go]

 
Links
 Folgen Sie SPIELKULT.de:
   Facebook     Twitter
     
    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
Schätzspiel mit Aha-Effekt
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Spieler dieser Art sind nicht
    jedermanns Sache
Rechnerei vonnöten
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Gabi:  Sauschwer ist dieses Spiel einzuschätzen, denn es spaltet die Gemüter. Die erste Erfahrung meiner Testgruppen war ernüchternd. Während ich die mir neue Spielidee als grandios einschätzte, kamen meine Mitspieler mit dem Schätzen der Gewichte gar nicht klar. Während ich mich über jedes neue "AHA" freute, blieb für meine Spieler die Spielfreude zurück. Aber warum war das so? Nüchtern betrachtet ist "Sauschwer" eine Art Ratespiel mit Glückselementen. Dabei bezieht sich das Glück vor allem in den ersten Runden auf eine vorhandene oder eben nicht vorhandene Vorstellungsfähigkeit von Gewichten. Während ich also, neugierig wie ich bin, jede nachträglich neu erlernte Information als Aha-Effekt speicherte, erlebten meine Mitspieler eine permanente Erfahrung des "Das-kann-doch-keiner-wissen!". Frustration machte sich breit und zerstörte deren Spielspaß. Sie mochten das Gefühl der eigenen Unwissenheit nicht. Komischerweise kann das in einem reinen Wissensspiel leichter verwunden werden. Tröstlicherweise erlebte ich auch andere Spielrunden, in denen das Spiel als das gesehen wurde, was es ist…ein Spiel voller interessanter und witziger Überraschungen mit spielerischer Vermittlung von Wissen, welches man, hmm, eigentlich nicht braucht. Kommunikation kam in diesen Runden von ganz alleine auf. Oder was denkt ihr, wenn ihr erfahrt, das 17 Kg teure Holzpellets gerade mal 20 kg preiswertes Holz ersetzen? Man sollte das Spiel nicht zu ernst nehmen und dabei die manchmal in der eigenen Vorstellung völlig unvergleichbaren Dinge einfach nebeneinander stellen. Es geht tatsächlich. Die optimale Spielerzahl lag dabei bei 4-6 Spieler.

Mich haben zweierlei Dinge zunächst wirklich positiv beeindruckt. Erstens die Tatsache, dass extrem wenig Regelwerk vonnöten ist. Zweitens, dass ich gewichtstechnisch echt keinen Plan habe. Dass es den anderen genauso geht, finde ich nett. Das entspannt mich etwas. Ich kann natürlich versuchen, mich an die Antwort mit logischen Argumenten anzunähern, aber mehr nicht. Das macht das Spiel in meinen Augen interessant und spielenswert. Ob man das Spiel aber wirklich mag, sollte man in einer zwanglosen Runde erst ausprobieren.

Das Material selbst ist nicht außergewöhnlich. Die sehr versteckten Antworten der insgesamt 188 Fragen sind bei bestimmten Lichtverhältnissen schwer lesbar, was aber sicher dem geschuldet ist, dass keiner versehentlich schon vorher die Antwort entdecken darf. Der einzige echte Kritikpunkt betrifft den Waage-Balken. Da dieser ganz aus Pappe besteht, gibt das Material bei Belastung schnell nach und bricht an den schmalen Stellen in der Mitte. Die Funktionalität der Waage ist zwar für das Spiel nicht notwendig, jedoch spielt auch die Optik mit. Ein an beiden Seiten aufgesetzter Balken, weil er knickt, ist weder schön noch sinnvoll. Naheliegender wäre ein einfacher Holzbalken gewesen, zumal Schwein und Hölzchen sowieso bereits aus diesen besseren Materialien sind.

Fazit: Sauschwer ist ein Spiel für alle, die sich gerne mal mit ungewöhnlichen Themen auseinandersetzen wollen. Dann ist das Spiel auf jeden Fall eine Empfehlung wert.
 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 
 Anzeige
leer
 
 

   > So testen wir
       
    Alle Spiele
von A bis Z:

 
Auswahl
# A B C
D E F G
H I J K
L M N O
P Q R S
T U V W
X Y Z #
 

 

 

 

 

 
Anzeige
Amazon
 
 
 

 

         
     
(C) SPIELKULT.de ^^^       Impressum       Datenschutz

 -