www.spielkult.de  

Kontakt    Impressum

Suche

 
   START | SPIELETESTS | VIDEOS | EXTRAS | LINKS | TREFF
    Themen          A bis Z          Neuheiten          Verlage          History  
 
 
Zurück zur Übersicht

Spiel-Fakten:

FamilieStrategie & AufbauWissen & RatenParty & KommunikationLogik & Kombination
KinderKartenWürfel & GlückAktion & GeschicklichkeitLernen

Genre: Familie, Kinder
Erscheinungsjahr:
2018
Verlag: Ravensburger  ..i..
Autor: Klaus Kreowski
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 20 bis 40 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
Anzeige  
 
 

 

 

 
Sau Mau Mau
...

Karten und Schwarten

Bei diesem Familienspiel spielen wir Mau Mau. Ganz klassisch, wenn auch mit neuen Karten. Aber nebenbei findet ein Schweinerennen statt, und es gilt, nicht nur der beste Kartenspieler, sondern auch der beste Wettmacher zu sein!
 

 
Die vier Rennschweine, zu denen jeder Spieler jeweils ein Set aus vier farblich übereinstimmenden Wettkarten besitzt, werden auf das Startfeld des Spielplans gestellt. Die Spielkarten werden gemischt und als verdeckter Stapel bereitgelegt. Jeder Spieler erhält 5 Handkarten. Die oberste Karte des Nachziehstapels wird offen aufgedeckt; sie bestimmt, was der aktive Spieler "bedienen" muss.



Es gelten dabei grundsätzlich die klassischen Mau Mau-Regeln, die jedoch etwas modifiziert wurden. Heißt: Erlaubt ist Zahl auf gleiche Zahl, Farbe auf gleiche Farbe - oder es wird eine grüne Sonderkarte gespielt, dies ist immer erlaubt. Es wird die entsprechende Aktion ausgeführt, dann ist der nächste Spieler dran. Die zuvor ausgespielte Karte bestimmt, wie es weitergeht.



Die Aktion richtet sich nach der ausgespielten Karte:
Wird eine Zahlenkarten von 1 bis 6 gespielt, rückt der Spieler das entsprechend farbige Schwein um so viele Felder nach vorn, wie es der Wert der Karte entspricht.



Wird eine X-Karte gespielt, muss der nächste Spieler aussetzen.

Wird eine +2 Karte gespielt, muss der nächste Spieler entweder 2 Karten ziehen oder aber die Aktion verlängern, indem er ebenfalls eine +2 spielt, sodass der darauffolgende Spieler schon 4 Karten ziehen müsste. Auch er kann verlängern. Maximal muss ein Spieler also 8 Karten ziehen, da es vier +2 Karten gibt. Für jede gezogene Karte rückt der betroffene Spieler dann ein Schwein um 1 Feld zurück, also z.B. bei 6 gezogenen Karten insgesamt 6 Felder (dabei ist es egal, ob nur ein Schwein die volle Distanz zurückläuft oder die Rückwärtsschritte aufgeteilt werden).



Wann immer ein Spieler Karten ziehen muss (durch die +2 Aktion bzw. weil er eine Karte nicht bedienen kann) oder freiwillig eine Karte zieht, so spielt er in diesem Zug keine Karte aus, allerdings darf er nun wetten und eine seiner vier Wettkarten verdeckt an das oberste freie Wettfeld legen. Wetten können im Nachhinein auch noch einmal geändert werden (wenn der Spieler erneut eine Karte oder mehrere zieht), allerdings rücken die eventuell schon darunter platzierten Wettkarten der Mitspieler dann um eine Position nach oben auf, und die neue Wettkarte des aktiven Spielers wird an das untere Ende der Reihe angelegt.



Wie bereits schon erwähnt, gibt es grüne Sonderkarten, die unabhängig von der zuvor gelegten Zahl oder Farbe gespielt werden können:
- Bei einem Bauern darf sich der Spieler eine Farbe wünschen, mit der das Spiel fortgesetzt wird.
- Bei einer Schlappi-Karte rückt der Spieler das letztplatzierte Schwein um 3 Felder nach vorn. Stehen mehrere Schweine auf dem letzten Platz, muss sich der Spieler für ein Schwein entscheiden. Die Schlappi-Karte gibt dann zudem noch an, mit welcher Farbe weitergespielt wird.



Eine Runde endet, wenn
- ein Spieler alle Handkarten losgeworden ist. So bekommt er direkt 5 Siegpunkte.
- ein Spieler ein Schwein auf das der Spielerzahl entsprechende Zielfeld zieht (oder darüber hinweg). In diesem Fall erhält er 3 Siegpunkte.



Zum Schluss werden noch die Wetten kontrolliert. Nur die Wettkarten, die das Schwein zeigen, das gewonnen hat, werden gewertet. Wer als erster Spieler einen richtigen Tipp abgegeben hat (die Karte also auf der Wettleiste am weitesten oben lag), erhält 6 Siegpunkte, jeder weitere richtige Tipp anderer Spieler bringt dann - je nach Position der Karte - fortlaufend weniger Punkte.

Spielende: Gespielt werden insgesamt 4 komplette Durchgänge. Wer nach der letzten Wertung auf der Punkteleiste am weitesten vorn steht, gewinnt. [ih]
...
 
 ERKLÄRVIDEO
 
 Folgt SPIELKULT.de:
   Facebook     Twitter
     
    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
gelungene Adaption des Klassikers
schöne Optik
leicht verständlich, schnell gespielt
funktioniert generationsübergreifend
bestens geeignet für Familien,
   Wenig- und Gelegenheitsspieler
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Zocker-Spielgefühl ist abhängig
   von der Spielerzahl
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: Manchmal schreibt das (Spieler-)Leben Geschichten, die dem Drehbuch einer Sitcom entsprungen sein könnten... Wir schreiben das Jahr 2017 und befinden uns im Oktober bei einem unserer öffentlichen SPIELKULT.de-Spieletreffs in Witten. Eine - sorry, Insider - hasserfüllte liebenswerte Stamm-Mitspielerin, deren Name an dieser Stelle nicht näher genannt werden braucht, präsentiert stolz ihr neuestes Spiel: "Micky Maus Rommé". Nun kann man nicht sagen, dass dieses Spiel keinen Spaß machen würde. WENN man gern Rommé spielt. Und bei unserem Spieletreff spielen auch zwei Leute gern Rommé. Aber dann eben doch auch meistens nur zu zweit... Einer unserer Vielspieler fragte mich dann so ganz beiläufig: "Micky Maus Rommé? Was kommt als nächstes? Schweinchen Schlau-Mau Mau"? - ich musste mit einer gewissen Geek-Arroganz lachen und sagte ihm, dass "Micky Maus-Rommé" wohl eine sträfliche Ausnahme bleibt... Oh, ich bin ja so naiv. Und dabei mag ich "Mau Mau" doch eigentlich sogar, ich hab es nur einfach seit Ewigkeiten nicht mehr gespielt.

Wir schreiben das Jahr 2017, es ist Dezember, und ich werfe einen Blick auf die Neuheitenlisten der Verlage... Was lese ich da bei Ravensburger? "Sau Mau Mau"? Ist nicht deren Ernst, denke ich mir, und habe schmutzige Gedanken im Kopf. Als ich das Cover sehe, wird mir klar... okay, Ravensburger bleibt familienfreundlich, puh. Eine freche Sau blickt mich vom Cover an und grunzt mir ins Ohr: "Spiel mit mir!"... Niemand soll mir mehr sagen, dass "versaute" Gedanken gleich was total Schlimmes bedeuten...

Wir schreiben das Jahr 2018, es ist Januar, und wir befinden uns mal wieder bei einem unserer öffentlichen SPIELKULT.de-Spieletreffs in Witten. Am Tag zuvor ist ein Paket aus Ravensburg angekommen. "Sau Mau Mau" befindet sich also nun zwischen "Heaven & Ale" und "Valeria" in meiner Stofftasche mit dem  königlich-blauen Verlagslogo (liebe Queenies, ich liebe eure tollen Taschen; das muss ich an dieser Stelle mal loswerden!)... Dann ist es endlich soweit. Ja, unser SPIELKULT.de-Spieletreff spielt "Mau Mau"! Ich auch. Und hey, es kommen Kindheitserinnerungen auf. Mit meiner Mutter habe ich früher stundenlang "Mau Mau" gespielt - und heimlich die Karten vorsortiert, sodass die Frau, die mich unter Schmerzen auf die Welt brachte, zum Dank garantiert jedes Mal 8 Karten ziehen musste... So viel Spaß muss sein. Karten vorsortieren geht mittlerweile dann aber doch gegen meine Spielerehre... Vielleicht liegt es auch daran, dass ich nur noch selten mit meiner Mutter "Mau Mau" spiele...

"Sau Mau Mau" hebt das klassische "Mau Mau"-Spiel nun auf eine neue Ebene. Keine Vielspieler-Ebene, aber doch soweit, dass die Vielspieler sich überzeugen lassen, es als lockeres Einstiegsspiel oder als Absacker mitzuspielen. Es ist sicher nicht so innovativ wie Ravensburgers lustiges "Crazy Race" (> Testbericht) im letzten Jahr; das Grundprinzip des Kartenspiels ist erhalten geblieben, es ist ja auch wirklich erprobt, leicht verständlich - und fast jeder kennt die Regeln, sodass der Einstieg entsprechend leicht fällt. Neu ist das daran gekoppelte Rennspiel. Für ausgespielte Zahlenkarten jage ich Schweine über die Rennstrecke des Spielplans. Tierfreunde mögen das kritisch sehen, unsere Veganer unter den Kultisten hingegen finden das aber immer noch besser als ein Spanferkelessen beim Jahrestreffen. Keine Panik, alles gut für beide Seiten, die Schweinchen sind hübsch anzusehende Plastikfiguren in ausreichender Größe, sodass sie gut in der Hand liegen...

Nun ist das reine Umherziehen auf dem Spielplan ja noch nicht so wahnsinnig interessant, gäbe es da nicht noch das Wettelement. Die Schweine "gehören" also nicht den einzelnen Spielern, sondern jeder kann jedes Schwein ziehen - und darauf wetten, welches Schwein am  Ende einer Runde vorn liegt. Da kommt dann tatsächlich etwas Taktik ins altbekannte "Mau Mau"-Spiel. Welche Farbe, welche Zahl spiele ich, welches Schwein schicke ich nach vorn, welches bremse ich aus? Wann wette ich? Früh, mit der Chance auf hohe Punkte, aber dem Risiko, danebenzuliegen? Lieber später, wenn abzusehen ist, welches Schwein gewinnt, mir dafür aber nur kleinere Erträge bringt? Ziehe ich kurz vor Schluss freiwillig eine Karte, um meine Wette nochmal schnell zu ändern? Beende ich das Spiel, indem ich meine letzte Handkarte ausspiele oder treibe ich lieber mein favorisiertes Schwein ins Ziel? Man kann also das Spiel schon in seine Richtung lenken, und das geht überraschend flott und kurzweilig, sodass  ich sagen kann, dass das aufgesetzte Rennspiel dem bekannten Kartenspiel nicht schadet, im Gegenteil. Wer heute noch gern "Mau Mau" spielt, wird an "Sau Mau Mau" definitiv auch seine Freude haben, zumal es ja auch eine schöne Abwechslung ins alte Spiel bringt. Kinder werden es allein wegen des hübschen Spielbretts und der kleinen Schweine mögen. Und Erwachsene werden dabei auch nicht völlig unterfordert, sodass sie sicher gern eine Runde mitspielen.

Natürlich gibt es neuere, innovativere Wettspiele wie z.B. "Camel Up" (> Testbericht) etc., aber Spaß macht "Sau Mau Mau" auf jeden Fall, wobei ich die Empfehlung gebe: Je mehr mitspielen, umso mehr kommt das Zocker- Element zum Tragen. Zu fünft macht es eben doch deutlich mehr einen Unterschied aus, wenn man bei einer Wette von der Top-Position nach unten rutscht, weil man einen Fehltipp verbessern will. Das ist zu zweit weniger gegeben. Auch gehen die Rennen mit mehreren Spielern über eine längere Distanz. Das Spielgefühl ändert sich also mit der Spielerzahl, auch wenn das Spiel mit jeder Spielerzahl funktioniert. Und für diesen klassisch-kurzweiligen Spielspaß vergebe ich dann insgesamt gute 7 Kultpunkte für die genannte Zielgruppe, die wohl hauptsächlich im Familienbereich mit Kindern bzw. in den Wenig- bis Gelegenheitsspielern liegt. Echte "Mau Mau"-Fans dürfen da evtl. noch einen Punkt für sich drauf rechnen, wenn ihnen das bloße Kartenspiel nicht mehr genügt. Und so ist wieder einmal die Vielspieler-Arroganz auf den Boden der Tatsachen angekommen. Auch Klassiker haben es verdient, gespielt zu werden. Und das noch umso lieber, wenn sie so simpel-sympathisch daher kommen wie "Sau Mau Mau". (> Video)
./span>
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND 
...
   Verena
   Ingo
   Gerhild
Ende
 
 

   > So testen wir
       
    Alle Spiele
von A bis Z:

 
Auswahl
# A B C
D E F G
H I J K
L M N O
P Q R S
T U V W
X Y Z #
 

 

 

 

 

 
Anzeige

 
 

 

         
     
(C) SPIELKULT.de ^^^       Impressum       Datenschutz