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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie
Erscheinungsjahr: 2017
Verlag: moses 
Autor:
Marco Teubner
Spieleranzahl:
2 bis 4
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer:
ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Sebastian Fitzek
SafeHouse

...
Entkommt dem Mörder!
Im Hotelzimmer geschieht ein Mord - und ihr habt ihn beobachtet! Nun heißt es: Schnell sein, kooperativ flüchten, um dem Mörder zu entkommen, und das rettende Haus zu erreichen, bevor ihr von dem Verbrecher eingeholt werdet!
 
 
Der in Buchform gestaltete Spielplan wird aufgeklappt und in der Tischmitte platziert. Alle Spieler sollten gut an alle Felder kommen. Dann wird er eingerichtet: Jeder Spieler erhält eine von der Spielerzahl abhängige Anzahl von Fluchtkarten auf die Hand. Unter die restlichen Fluchtkarten wird eine, dem Schwierigkeitsgrad angepasste, Anzahl von Verfolgerkarten gemischt. Diese Karten bewegen den Verfolger hinter den Spielern her. Der Weg führt, wie sollte es anders sein, durch mehrere Kapitel des Spielplanbuches. Es gibt mehrere unterschiedliche Spiel-Level. Im Grundspiel wird lediglich mit den Aufträgen aus den Kapitelkarten gespielt. Gesteigert werden kann der Anspruchsgrad dann noch durch die Suche nach den Indizien zum Mord. Letztere komplette Variante möchte ich nachfolgend beschreiben.



Die Handkarten wurden also verteilt, die Verfolgerkarten unter die restlichen Fluchtkarten gemischt und dieser Stapel auf das Feld des Nachziehstapels gelegt. Die beiden Spielfiguren werden dann auf ihre Startfelder gesetzt (schwarz und blau). Die Kapitelkarten werden nach ihrem Ort sortiert und als ebenfalls verdeckte Stapel ihren Feldern zugeordnet. Jeder Spieler erhält am Anfang eine Hotelzimmerkarte. Als letztes erhalten die Indizienfelder ihre Marker jeweils passend aufgelegt, mit ihrer weißen Seite nach oben. Danach entscheiden sich die Spieler, ob sie mit Sanduhr oder mit der zugehörigen App spielen wollen. Letztere kann durch den Barcode auf dem Spielplan problemlos angewählt werden. Sie stellt einen 30 Minuten-Timer mit thematisch passendem, musikalischem Hintergrund dar. Achtung: Die Musik beinhaltet regelmäßige Horn-Töne, die den Verfolger jeweils um ein Feld vorwärtsbewegen. Spielt man mit Sanduhr, wird der Verfolger nach jedem Ablauf der Uhr um ein Feld weiter gesetzt. Dann wird die Sanduhr neu gedreht. Sie rückt Feld für Feld auf der Laufleiste rund um die Indizienfelder weiter. Soweit der Aufbau.



Sobald die App startet, spielen die Spieler gemeinsam gegen das Spiel. Reihum spielen die Spieler Handkarten aus. Wer dran ist, entscheidet, was er ausspielt. Die Kapitelkarten (Hotelzimmer am Anfang) werden ausgespielt, um als später erfüllter Auftrag die Spielerfigur um die entsprechende Feldzahl (Zahl im unteren Feld der Karte) weiterzusetzen. Die Fluchtkarten auf der Hand werden an die verschiedenen Aufträge ausgespielt - bei welchem Spieler, darf der Spieler selbst entscheiden. Dabei sollte auf die Schrittzahlen geachtet werden. Manche Felder zeigen das Verfolgersymbol - auch hier zieht der Verfolger um einen Schritt weiter. Hat der Spieler so viele Karten ausgespielt, wie er möchte, zieht er vom Nachziehstapel ebenso viele Karten nach. Er kann dabei auch statt vom Nachziehstapel eine Kapitelkarte des aktuellen Kapitels nachziehen. Sobald ein Auftrag erfüllt wurde, wird die Spielerfigur sofort gezogen. Die abgearbeiteten Fluchtkarten kommen auf den Ablagestapel, gezogene Verfolgerkarten ebenfalls. Ist der Nachziehstapel leer, wird der Ablagestapel unverändert verdeckt und als neuer Nachziehstapel genutzt.



Beim Anlegen der Karten an die Aufträge zeigen die Aufträge eine bestimmte Anzahl von Karten in unterschiedlichen Farben. Die Spieler müssen nun die geforderten Karten an die Aufträge ausspielen, z.B. zwei grüne, zwei rote und zwei gelbe. Die Reihenfolge der Farben spielt dabei keine Rolle, aber die Zahlen. Jede Karte besitzt an der oberen Kante eine Zahl. Die an den Auftrag angelegten Karten müssen in aufsteigender Zahlenfolge platziert werden, also z.B. 1 rot, 5 grün, 6 rot usw.

Soweit das Grundspiel. Im Erweiterungsspiel müssen die Spieler parallel dazu die Indizien finden. Dazu spielen sie auf das Feld "Remember" ebenfalls Fluchtkarten aus, dieses Mal jedoch in absteigender Reihenfolge. Die Symbole (bis zu 3) zeigen jeweils ein Indiz. Für jedes ausgespielte Symbol wird der jeweilige Marker umgedreht - also von schwarz zu weiß oder gegebenenfalls auch wieder zurück, wenn das Symbol erneut ausgespielt wird. Ziel ist es, bis zum Ende des Weges, in jeder Reihe nur noch einen aufgedeckten Marker zu sehen.



Haben die Spieler ihre Spielfigur entlang des Weges zum Ende des Kapitels gebracht, wird die Position des Verfolgers geprüft und die Seite des Buches umgeschlagen. Beide Figuren erhalten nun die Position, ihrem letzten Stand entsprechend. Das Spiel geht weiter. Die noch verbliebenen Kapitelkarten des letzten Kapitels auf der Hand können nun gegen aktuelle getauscht werden. Liegende Karten können noch beendet werden. Das Spiel wird für den Umbau nicht unterbrochen.


Das rettende SafeHouse findet man auf der letzten Buchseite in 3-D.

Das Spiel kann unterschiedlich enden:
- Der Verfolger hat die Spieler eingeholt. Dann verlieren alle Spieler.
- Die Zeit ist abgelaufen, auch dann verlieren die Spieler.
- Im schwierigen Spiel ("Big Thrill" und "Try to survive") verlieren die Spieler auch dann, wenn die Indizien nicht korrekt aufgedeckt wurden.
- Die Spieler gewinnen, wenn sie in der Zeit ihre Spielfigur ins sichere SafeHouse gebracht haben. [go]
 
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Gabi: Okay, ein Buch zu verfilmen ist üblich. Und daraus dann ein Trendspiel zu machen, mittlerweile ebenfalls. Diese Spiele tendieren meist immer in zwei eindeutige Richtungen - Flop oder Hit. Und "SafeHouse"?

Beim ersten Kontakt unserer Tester mit dem Spiel wurde oft eine Nähe zum in einigen unserer Gruppen sehr beliebten "5 Minute Dungeon" (> Testbericht) wahrgenommen. Das bezieht sich tatsächlich auf zwei Mechanismen, die diese Vergleiche zulassen. Zum einen ist es das gemeinsame Spiel in Echtzeit, was einen gewissen Druck verursacht. Und zum anderen ist es das Ausspielen der Karten, um Aufträge zu erfüllen. Was tatsächlich nicht vergleichbar ist, sind Material, thematischer Hintergrund und die nutzbare App, die dem Spiel mit seiner musikalischen Untermalung ein echtes "Krimi-Feeling" gibt.

Wir befinden uns als Spieler in einer etwas unglücklichen Lage. Wir haben dummerweise einen Mord beobachtet - und uns dabei entdecken lassen. Das dass der Mörder weniger gut findet, und dem Abhilfe schaffen will, ist rein psychologisch nachvollziehbar. Ebenfalls verständlich unsere Reaktion als Spieler: Wegrennen! Wir wissen, es gibt einen sicheren Ort: Das SafeHouse! Ab jetzt geht es fix - raus aus dem Hotelzimmer, durch den Wald, am Hafen vorbei usw. Und immer hinter uns her: Der Mörder, liebevoll "Verfolger" genannt. In den ersten Testrunden wird erst mal gestorben... und nochmal... und nochmal. Nach einer Weile gar nicht mehr. Dann wird es Zeit für Erschwernisse und Erweiterungen. Der Mechanismus der eingemischten Verfolgerkarten ist gut ausgeklügelt und wird zudem durch Zeitfaktoren verstärkt. Er bewegt sich automatisiert, kaum beeinflussbar von den Spielern. Die haben das Ziel, ihre eigene Figur schnell durch die verschiedenen Kapitel zum Ziel zu bringen. Das ist zwar zu beeinflussen, allerdings durch das Ziehen der Karten auch glücksabhängig.

Unsere Tester spalteten sich zunächst in zwei Gruppen. Diejenigen, die erzwungene, schnelle Spiele hassen und die, die solche mögen. Letztere fanden auch Runde um Runde den Anreiz, nach einer Niederlage eine weitere Runde zu versuchen. Die thematische Umsetzung ist auf jeden Fall gelungen, wenn auch nicht jedermanns Sache. Wer aber Krimis liebt, sollte sich das Spiel unbedingt einmal anschauen. Das Material insgesamt ist dabei eher hochwertig. Der über mehrere Kapitel laufende Buch-Spielplan beeindruckt, hatte allerdings einen Kritikpunkt in der uns vorliegenden Auflage. Die letzte Seite benötigt Klammern, damit das 3-D-Haus nicht zusammenklappt... Dieses Problem soll aber, so wurde uns mitgeteilt, in neueren Auflagen wieder behoben worden sein.

Fazit: "SafeHouse" ist definitiv kein Spiel für jedermann, aber für Fans von erlebbaren Echtzeit-Krimis könnte das Spiel eine positive Überraschung sein. Also dann, viel Erfolg beim Weglaufen!
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Ende
 
 

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