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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2017
Verlag: Lookout Spiele
Autor: Michael Kiesling
Grafik: Klemens Franz
Spieleranzahl:
2 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer:
ca. 90 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Riverboat
...

Eine Schifffahrt, die ist lustig...
... zumindest, wenn man denn als Passagier die romantische Landschaft rund um den Mississippi des 19. Jahrhunderts genießen kann. Leider wird uns dieses Vergnügen verwehrt. Denn als Farmer nutzen wir die Boote als Beförderungsmittel, um unsere Waren nach New Orleans zu verschiffen. Es bleibt also alles beim Alten…
 
 

Jeder Spielende erhält ein eigenes Spielertableau sowie 13 Arbeiter (weiß), seine 2 ersten Gutachter (grün) und drei Münzen. Außerdem stellt er seinen Hafenmeister (gelb) auf das entsprechende Feld seiner Hafenleiste. Die Ackerfrüchte, die "günstigen Gelegenheiten" und die Flussboote werden auf ihre Plätze auf dem Spielplan aufgefüllt.

Gespielt wird "Riverboat" über vier Runden, die jeweils aus fünf Phasen besteht. Zu Beginn einer jeden Runde wählen die Spielenden (beginnend mit dem Startspieler) eine oder mehrere Phasenkarten aus, die ihm während der jeweiligen Phase einen kleinen Vorteil verschaffen. Nachdem alle Phasenkarten ausgesucht wurden, werden die Phasen in gleichbleibender Reihenfolge abgearbeitet.

1. Arbeiter einsetzen
In der ersten Phasen werden genau acht Arbeiter aus den eigenen Vorrat auf den eigenen Spielplan gesetzt. Dazu werden vom Besitzer der Phasenkarte acht Gebietskarten gezogen. Er sagt die Farbe nacheinander an. Alle Spielenden müssen nun, sofern sie noch einen Arbeiter vor sich stehen haben, diesen auf ein beliebiges mit der Farbe korrespondierendes Feld stellen. Für die Abgabe einer Münze darf der Arbeiter auf ein beliebiges Feld gestellt werden.

2. Äcker bepflanzen
Der Besitzer der Phasenkarte bekommt als Bonus eine Münze aus dem allgemeinen Vorrat und darf beginnen, eines der Ackerfruchtplättchen (1er-, 2er- und 3er-Plättchen) vom Ackerfruchtplan zu nehmen und auf sein Spielertableau zu legen. Die Plättchen zeigen insgesamt fünf verschiedene Ackerfrüchte. Diese dürfen allerdings nur auf Felder gelegt werden, auf denen sich auch Arbeiter befinden. Ansonsten gibt es keine Platzierungsregelung. Je nach Plättchen erhalten die Spielenden nur einen (2er-Plättchen) oder zwei (3-Plättchen) Siegpunkte. So werden nun nacheinander die Plättchen verteilt, bis kein Arbeiter mehr frei aus dem Tableau steht. Für eine Münze kann man sich alternativ auch ein 1er- oder 2er-Plättchen aus dem allgemeinen Vorrat heraussuchen. Der Ackerfruchtplan wird erst zu Beginn der nächsten Runde neu aufgefüllt.



3. Ernten und Flussbote beladen
Als Privileg darf der Hafenmeister um ein Feld auf der Hafenleiste vorziehen. Nun ernten und verschiffen die Spielenden (beginnend mit dem Besitzer der Phasenkarte) abwechselnd ihre Ackerfrüchte. Grundsätzlich können je ein bis sieben beliebige Früchte der selben Sorte verschifft werden. Dazu werden die jeweiligen Arbeiter von den Plättchen genommen und zurück in den allgemeinen Vorrat gelegt.

Als Belohnung nimmt sich der Spielende nun das entsprechende Flussboot und legt es von links auf die nächste freie Einbuchtung seiner Hafenleiste. Es gilt zu beachten, dass in jeder Runde nur ein Flussboot jeder Sorte für alle Spieler zur Verfügung steht. Für eine Münze kann man sich jedoch das entsprechende Boot aus dem allgemeinen Vorrat nehmen. Zusätzlich bekommt der Spielende die auf dem Flussboot abgebildeten Belohnungen. Dies können sowohl Siegpunkte, Münzen oder Züge mit dem Hafenmeister, als auch Anschaffungen (Scheunen, Brunnen, Gutachter) sein. Eine Scheune wird auf ein freies Feld des eigenen Tableaus gelegt, während Brunnen auf freie Ackerplättchen gelegt werden. Bei den Booten "5" bis "7" schickt der Spieler außerdem Arbeiter aus seinem Vorrat als Kommissionäre nach New Orleans. Diese bleiben für den Rest des Spieles dort und generieren am Ende jeder Runde Siegpunkte. In den ersten drei Runden können die Spieler zwei Flussboote beladen, in der dritten Runde sogar drei.

4. Günstige Gelegenheiten
Der Besitzer der Phasenkarte bekommt einen Siegpunkt und darf sich als Erster eine der vier Karten "Günstige Gelegenheiten" vom Spielplan aussuchen. Er legt diese vor sich ab. Die günstigen Gelegenheiten selbst bringen dem Spieler in der folgenden Wertungsphase zusätzliche Siegpunkte. Auch bekommt der Spieler sofort den Bonus (zwei Schritte mit dem Hafenmeister, einen Gutachter, das Einsetzen eines Kommissionärs oder eine Münze), die auf dem jeweiligen Feld abgedruckt ist. Für eine Münze kann man sich auch eine Karte aus dem allgemeinen Vorrat heraussuchen, allerdings geht dann der Bonus verloren.

5. Wertung
Als Privileg kann sich der Spielende zwischen einer Münze, einem Zug mit dem Hafenmeister oder dem Einsetzen eines Kommissionärs entscheiden. Nun können bis zu zwei (in der vierten Runde bis zu drei) Gutachter aus dem persönlichen Vorrat auf Scheunen, Brunnen oder günstige Gelegenheiten gesetzt werden, um so Siegpunkte zu generieren.

Für Scheunen erhält man zwei Siegpunkte pro angrenzender Ackerfrucht, für Brunnen je einen Siegpunkt pro zusammenhängender Ackerfrucht auf dem Gebiet des Brunnen und für die günstigen Gelegenheiten Siegpunkte für die auf der Karte abgedruckten Effekte. Wichtig dabei ist: Sobald ein Gutachter eingesetzt wurde, ist dieser aus dem Spiel. Auch kann jeder zu wertende Ort während des Spieles nur einmal aktiviert werden. Am Ende der Phase erhält man nun je einen Siegpunkt pro Kommissionär in New Orleans, sowie zwei für jeden Gutachter, den man noch nicht eingesetzt hat.



Am Ende der fünften Runde werden Flussboote, Ackerplättchen und die günstigen Gelegenheiten neu aufgefüllt. Die Phasenkarten werden in die Mitte gelegt und der Startspielermarker nach rechts weiter gegeben. Mit dem neuen Startspieler werden nun die Phasenkarten neu ausgewählt und die zweite Runde beginnt.

Am Ende der vierten Runde findet noch eine Schlusswertung statt. Die Spielenden erhalten noch pro Münze einen, pro vollständigen bedeckten Anbaugebiet sieben und pro nicht gewertete Anschaffung jeweils zwei Siegpunkte. Zudem finden die Hafenwertung (volle Punktzahl der Flussbote für den Spielenden, dessen Hafenmeister am weitesten vorgerückt ist, halbe Punktzahl für alle anderen) und die Sonderwertung New Orleans (Mehrheiten in New Orleans) statt. [mk]

 
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  PLUS:
PLUS:
angenehme Spieldauer
   ohen große Downtime
interessanter Wertungsmechanismus
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Wiederspielreiz nimmt mit jeder
   Partie ein wenig ab
in meinen Augen eher maue Optik
eer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Matthias: Michael Kiesling hatte ein durchaus produktives Jahr 2017. Nachdem er mit "Azul" (Spiel des Jahres 2018) und - gemeinsam mit Michael Schmidt - "Heaven & Ale" (Nominierung zum Kennerspiel des Jahres 2018) meiner Meinung nach zwei herausragende Spiele herausgebracht hat, schickt er uns mit dem "Riverboat" an die Ufer des Mississippi.

Das Spielmaterial ist durchweg von guter Qualität, die Bildsprache auf den Karten und Tableaus ist übersichtlich und selbsterklärend und führt in keiner Weise zu Missverständnissen oder Verständnisproblemen. Das Design und die Grafik ist in meinen Augen eher mau und nichtssagend. Das kann natürlich meiner persönlichen Präferenz geschuldet sein.

Vor allem fällt bei den ersten Runden auf, dass sich "Riverboat" sehr flüssig spielt. Das liegt daran, dass die einzelnen Phasen von allen Mitspielern praktisch zur selben Zeit ausgeführt werden und auch relativ wenige Entscheidungen zu treffen sind. Das Spiel hat so gut wie keine Downtime und auch mit vier Spielern ist die Spielzeit mit 90 Minuten angenehm kurz. Im Zweierspiel können geübte Spieler auch unter der Stundenmarke liegen.

Spieltechnisch liefert "Riverboat" zunächst keine revolutionären Neuerungen. Arbeiter werden eingesetzt, Ackerboden bestellt und die Erträge gewinnbringend verschifft. Soweit nichts Neues. Das eigentliche Kernelement des Spieles ist das individuelle Wertungssystem. Jeder Spielende entscheidet selbst, in welcher Runde er was werten möchte. Verzichte ich in der ersten Runde freiwillig auf eine Wertung, um sie in der nächsten Runde möglicherweise wertvoller zu machen? Oder nehme ich die sicheren Punkte mit? Habe ich überhaupt genug Gutachter?

Im Großen und Ganzen ist "Riverboat" ein solides Familienspiel von höherem Niveau bzw. ein mittelschweres Strategiespiel. Leider konnte es mich nicht vollständig zu überzeugen. Da es im Wesentlichen nur zwei Hauptstrategien ("Flussboote" und „Kommissionäre“) gibt, ist der Widerspielreiz auf lange Sicht doch eher geringer als bei anderen, vergleichbaren Spielen. Das austauschbare Thema und das nur zweckmäßige Design kommen dann noch erschwerend hinzu. Trotzdem gebe ich, wegen des innovativen Wertungssystems und dem ansonsten kurzweiligen und schnellen Spiel noch gute 7 von 10 Schiffsschrauben.
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND 
...
   Karsten
   Lutz
   Ulf
   Jürgen
   Matthias
   Torsten
Ende
 
 

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