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Spiel-Fakten:

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Genre: Karten, Taktik
Erscheinungsjahr:
2021
Verlag: 1 More Time Games
Autor: Carlo Bortolini
Grafik: Miguel Coimbra
Spieleranzahl: 2
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 20 bis 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     

 

 

 
Riftforce
...
Die Macht der Elementare

Gewaltige Rifts zerteilen unsere Welt. Aus ihnen strömt die Riftforce, die sogar Elementare zum Leben erweckt und diese mit ihren Beschwörern in einen Duell-Kampf um Macht verwickelt! 
 

 
-KICKSTARTER-PREVIEW- Diese Rezension basiert auf einem Vorabexemplar, das uns zum unabhängigen Test zur Verfügung gestellt wurde. Eventuelle Material-Abweichungen in der finalen Version sind also noch möglich. Das Spiel kann seit dem 1. September 2020 auf Kickstarter (> Link zur Kampagne) gefördert werden.



Das Spiel besteht aus zehn Elementar-Gilden, jeweils angeführt durch einen Beschwörer. Die Beschwörer-Karten werden gemischt und ein zufälliger aus dem Spiel entfernt. Beide Spieler ziehen nun mit geschlossenen Augen einen zufälligen Beschwörer aus dem Stapel, die restlichen Karten werden als offene Auslage bereit gelegt. Abwechselnd wählen die Spieler nun immer je einen Beschwörer aus, bis jeder von ihnen vier besitzt. Der letzte verbleibende Beschwörer wird nun ebenfalls aus dem Spiel entfernt.



Zu jedem Beschwörer gibt es ein Elementar-Deck, das aus neun Karten besteht (viermal "5", dreimal "6" sowie zweimal "7"). Alle Karten eines Decks haben dabei stets die selbe Funktion, nämlich die, die der dazu passende Beschwörer vorgibt.



Beide Spieler erhalten nun zu ihren erhaltenen Beschwörern die passenden Elementar-Decks, die dann - jeder für sich - gut zu einem persönlichen Kartenstapel zusammenmischt.



Die Spieler ziehen jetzt von ihrem Stapel sieben Karten auf die Hand, der zweite Spieler in Spielerreihenfolge zieht zudem eine zusätzliche Karte von seinem Stapel und legt sie an seine Seite des mittleren der fünf ausliegenden Orte in der Tischmitte, die den Rift darstellen, und den Tisch quasi in zwei Hälften teilen.



Ab sofort wird abwechselnd gespielt. Ist ein Spieler am Zug, hat er die Wahl aus drei möglichen Aktionen. Er entscheidet sich für eine, führt sie aus, dann folgt der Gegner.

(1) Ausspielen: Der Spieler spielt bis zu 3 Handkarten aus. Diese müssen entweder das selbe Symbol (= die selbe Farbe) oder die selbe Zahl zeigen. Die Karten können in beliebiger Reihenfolge auf die eigene Seite an einen der fünf Orte gelegt werden oder aber auf verschiedene Orte aufgeteilt werden. Im zweiten Fall darf pro Ort nur eine dieser Karten abgelegt werden, und die Orte müssen aneinander angrenzen, wenn mehr als eine Karte gespielt wurde.



(2) Aktivieren: Der Spieler legt eine Handkarte ab. Das darauf zu sehende Symbol bzw. die darauf zu sehende Zahl bestimmt, welche Karten der eigenen Auslage aktiviert werden dürfen. Auch hier hat der Spieler die Möglichkeit, bis zu 3 Karten zu aktivieren - entweder 3 Karten der selben Zahl bzw. des selben Symbols wie die abgelegte Karte. Die Karten der Auslage dürfen dann in beliebiger Reihenfolge aktiviert werden, hier gibt es auch keine Vorgabe, was die Positionen dieser Karten betrifft.

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Eine Karte wird aktiviert, indem ihre Funktion, die die jeweilig passende Beschwörer-Karte vorgibt, ausgeführt wird. So richten die Elementare auf unterschiedliche Weise Schaden an - meistens beim Gegner, manchmal auch auf eigenen Karten. Das kann dann z.B. eine Anweisung sein wie "Lege 2 Schaden auf den ersten Feind an diesem Ort und 1 Schaden auf den ersten Feind der beiden angrenzenden Orte" etc.  "Der erste Feind an einem Ort" ist immer die Karte des Gegners, die an dieser Ortskarte am nächsten am Rift anliegt. Entsprechende Schadensmarker werden auf die Karte gelegt. Manchmal werden Karten auch verschoben, in diesem Fall reihen sie sich immer hinten an bereits ausliegende Karten an einem Ort an.



Wurde der Wert der Karte mit Schadensmarkern erreicht oder übertroffen, gilt diese Karte als zerstört. Der Besitzer muss sie entfernen. Der Gegner erhält dafür 1 Riftforce auf der Punkteskala (Riftforce sind quasi die Siegpunkte des Spiels). 



(3) Überprüfen und Nachziehen: Besitzt der Spieler weniger als 7 Handkarten, darf er zunächst überprüfen, wie viele Orte er kontrolliert. Er kontrolliert einen Ort, wenn er an einer Ortskarte eine oder mehrere Karten besitzt, sein Gegner jedoch keine. Für jeden so kontrollierten Ort erhält der Spieler 1 Riftforce. Anschließend zieht er seine Kartenhand wieder auf 7 Karten auf.



Spielende: Das Spielende wird eingeleitet, wenn ein Spieler mindestens 12 Riftforce besitzt. Die laufende Runde wird zu Ende gespielt, sodass jeder Spieler gleich oft am Zug war. Derjenige, der jetzt mehr Riftforce besitzt, gewinnt. [ih]
...
 
 ERKLÄRVIDEO
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
Duellspiel mit einfachen Regeln
viele taktische Überlegungen möglich
spannendes Wettrennen
schön illustriert
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Handling der ausliegenden Karten
   erfordert manchmal etwas Feinmotorik
anfangs z.T. ungleiche Macht-Verteilung
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: Sich bekämpfende Elementare, strömende Riftforce aus einer zerklüfteten Landschaft - das Thema des eigentlich abstrakten Duellspiels macht sofort neugierig! Miguel Coimbras Illustrationen der Karten werden dem ungewöhnlichen Setting absolut gerecht - hier passt optisch alles! Einzig das Handling der mit Schadensmarkern belegten Karten kann im fortgeschrittenen Spiel schon mal etwas Feinmotorik erfordern, wenn Karten mitunter aus Reihen entfernt werden müssen uns an andere Stellen der Auslage wandern, aber das ist wirklich Jammern auf hohem Niveau, was man auch an meiner Wertung oben sehen kann.

Schadensmarker? Ja, "Riftforce", erdacht von Carlo Bortolini, ist ganz klar ein Angriffsspiel - ein Spiel, das mit erstaunlich wenigen Regeln auskommt. Karten ausspielen, Karten aktivieren, Karten nachziehen - mehr Optionen gibt es nicht. Das ist wirklich schnell erklärt und verstanden. Doch das Spiel ist keinesfalls banal! Die Spieltiefe entwickelt sich durch die verschiedenen Kartenfunktionen, die uns die Beschwörer vorgeben. Dadurch, dass alle Karten des selben Symbols (der selben Farbe) die selbe Funktion haben, muss hier nicht erst einmal auf jeder Karte viel Text gelesen werden. Es genügt, wenn man sich mit seinen vier Beschwörern vertraut macht. Das ist elegant gelöst.

Die unterschiedlichen Kartenwerte dienen als Lebensanzeige, die angibt, wie viel Schaden nötig ist, um so eine Karte zu zerstören. Das ist auch das Hauptspielziel: gegnerische Karten eliminieren. "Riftforce" ist dabei aber kein plumpes Haudrauf-Spiel, sondern sehr taktisch geprägt, trotz eines Glücksfaktors, der durch das zufällige Ziehen der Handkarten entsteht. Welche Karten spiele ich an welche Orte, um damit welche gegnerischen Karten angreifen zu können? Welche eigenen Karten möchte ich möglichst gut schützen? Wann ziehe ich Karten nach, und wie gelingt es mir, dabei Orte zu kontrollieren? Das Aktivieren der eigenen Karten ist dabei von essenzieller Bedeutung, nicht nur, was die Funktionen an sich betrifft, sondern auch, in welcher bestmöglichen Reihenfolge ich dies absolviere. Da sind schöne Winkelzüge und kleine Kettenreaktionen möglich.

Nun hängen meine Möglichkeiten auch von den Elementar-Gilden ab, die ich besitze, also von den Beschwörern, die ich am Anfang erhalten und ausgewählt habe. Es KANN passieren, dass ein Spieler eine vermeintlich besonders starke Fraktion, die direkt immer 4 Schaden verursachen kann, durch Zufall erhält und er oder sie sich dann noch eine zweite ebenso starke Gilde aussuchen darf. Das ist dann einfach auch wieder etwas Glück, passiert aber eher selten, und selbst bei einem vermeintlichen Ungleichgewicht waren die Ergebnisse des Partien immer noch eng, was für ein gutes Balancing steht. Trotzdem: Wer das Spiel bereits kennt, wird seine Auswahl gezielter treffen und einen kleinen Vorteil gegenüber Neulingen haben. Nach einer, spätestens nach zwei Partien sind die Spieler dann aber auf dem selben Level, sodass auch das keinerlei Problem mehr darstellt, zumal die Spieldauer so knackig-kurz ist, dass schnelle Revanchen folgen können.

Das Ausklügeln bzw. Optimieren der eigenen Spielzüge, verbunden mit einem guten Lenken der eigenen Karten (wie hole ich das Beste aus dem Verfügbaren?), das ist es, was "Riftforce" für mich ausmacht. Nicht immer ist es da beispielsweise klug, gleich drei Karten auf einmal auszulegen oder überhaupt viele Karten in die eigene Auslage zu spielen. Zwar setze ich meinen Gegner damit unter Druck, jedoch bringt das alles gar nichts, wenn ich dann keine passende Handkarte mehr zum Aktivieren besitze - den Spielern wird also ein ausgewogenes Spielen mit einem Gespür für gutes Timing abverlangt.
  
Ja, man kann das Spiel aus dem Bauch heraus spielen, die einfachen Regeln lassen das zu. Somit ist "Riftforce" sehr einsteigerfreundlich. Richtig interessant wird  es aber, wenn sich beide Spieler heiße Gefechte um die begehrten Punkte liefern, denn das Spiel ist als Wettrennen angelegt, was die Spannung auf jeden Fall noch erhöht. Mich hat die Macht der Elementare jedenfalls direkt schon bei der ersten Partie in ihren Bann gezogen.

Fazit: Dieses kleine Spiel ist ein ausgezeichnetes Duell mit taktischem Kartenmanagement, trickreichen, aber dennoch einfachen Regeln, tollen Illustrationen und packenden Fights um die magische "Riftforce"! Ich vergebe insgesamt sehr gute 8 Kultpunkte. Wenn sich beide Spieler auf dem selben Spielniveau befinden und um jeden entscheidenen Punkt kämpfen, sind das sogar 9 Kultpunkte!

Beachtet bitte auch unser > Video zum Spiel!

Das Spiel kann seit dem 1. September 2020 auf Kickstarter (> Link zur Kampagne) gefördert werden.
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   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
...
 

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