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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2019
Verlag: FFG / Asmodee
Autoren: Nathan I. Hajek, Grace Holdinghaus
Spieleranzahl:
1 bis 5
Alter: ab 14 Jahren
Spieldauer:
60-120 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Der Herr der Ringe: Reise durch Mittelerde
...

Hybrid-Abenteuer
Die Spieler schlüpfen in die Charaktere aus Mittelerde und durchwandern gemeinsam mit der App den sich immer weiter erweiternden Spielplan. Werden sie ihre Missionen erfüllen können? 
 
 
Zuerst muss eine ganze Menge Sortierarbeit geleistet werden. Folgende doppelseitigen Marker gibt es: Fässer/Tische, Feuerstelle/Statue, Gebüsch/Felsen, Grube/Nebel, Fluss/Mauer, Suche/Bedrohung, Inspiration/Erkundung, Mann/Frau. Verbrauchsmarker und Dunkelheitsmarker sind einseitig. Dann werden die Feind-Banner in die Aufsteller gesteckt und die zugehörigen Figuren im Vorrat aufgestellt. Folgende Kartenarten gibt es, die ebenfalls sortiert werden müssen: Furcht, Schaden, Schwäche, Gelände, Gunst, Titel, Gegenstände, Rollen, Fertigkeiten, Heldenfertigkeiten, Basisfertigkeiten. Sie alle bilden getrennte Stapel.



Die Spielplanteile sind beidseitig und nummeriert. Sie kommen nach und nach ins Spiel. Als nächstes muss die App "Reise durch Mittelerde" auf einen eigenen Laptop oder ein Tablet (eignet sich besser als ein Smartphone) geladen werden. Hierzu ist eine Registrierung notwendig. Achtung bei Pop-Up-Blockern, die den Einsatz der App einschränken können.

Hat man sich angemeldet, werden alle teilnehmenden Charaktere mit ihren Rollen eingegeben und die App generiert den Startspielplanaufbau, der nun mit den Spielplanteilen nachgestellt wird, samt Aufbau mit Markern und Feindfiguren.



Jeder Spieler nimmt sich einen Helden (Figur), dessen Karte und dessen Startgegenstände. Dann wählt der Spieler eine Rolle für seinen Helden: Meisterdieb, Hauptmann, Wächter, Jäger, Musiker oder Kundschafter. Die Rolle bestimmt einen Teil des eigenen Kartendecks: persönliche Fertigkeitskarten, die ersten drei Rollenkarten und die ersten sechs Basiskarten und eine zufällige Schwäche. Dieses eigene Kartendeck bildet einen Nachziehstapel.



Beim Vorbereiten (später dann in der Erholungsphase) anhand der App wird der Kundschaften-Wert des Charakters angesagt, zusätzlich dazu ist es aber möglich, dass auf der Charakterkarte und Fertigkeitskarten zusätzliche Kundschaften-Werte ermöglicht werden (Achtung Fleißaufgabe, hier immer wieder nachzuschauen). Anhand dieser gesammelten Anzahl darf der Spieler Karten von seinem Nachziehstapel ziehen. Eine davon darf vorbereitet, also offen unterhalb der Heldenkarte abgelegt werden, die anderen Karten können nun beliebig auf den Nachziehstapel zurückgelegt oder als "momentan weniger attraktiv" unter den Nachziehstapel platziert werden.



Die App generiert nun den Spielablauf, dem die Spieler folgen. Das Spiel verläuft immer in drei Phasen:

Aktionsphase: Die Helden wählen zwei Aktionen aus drei möglichen aus, Dopplungen sind dabei erlaubt.
- Reisen: Der Held bewegt sich bis zu zwei Felder weit. Die Aktion kann dabei kurzzeitig, z.B. zum Kampf, unterbrochen werden.
- Angriff: Der Held kämpft gegen einen oder mehrere Feinde auf dem eigenen oder entsprechend der eigenen Waffen angrenzenden Feld.
- Interaktion: Hier kann auf Suchmarker, Personen oder Bedrohungsmarker reagiert werden.

Schattenphase: Die Gegner werden über die App bewegt. Sie greifen an, interagieren usw. In der Schattenphase wächst auch die Bedrohung. Sie fungiert als Zeitlimit für die Mission.

Erholung: Es wird alles für die neue Runde vorbereitet: Verbrauchte Karten werden wieder in ihre Stapel eingemischt und die Helden bereiten ihre Karten vor.



Die Mission wird gespielt, bis die Helden oder die Gegner gewinnen.

In den Spielrunden werden häufig Proben auf das Gelingen verlangt. Diese Proben beziehen sich auf eine von fünf Heldeneigenschaften: Körperkraft, Weisheit, Beweglichkeit, Wille und Scharfsinn. Bei den Proben werden so viele Karten gezogen, wie sie dem Wert der geforderten Eigenschaft entsprechen. Sterne auf den Karten links oben gelten als Erfolge. Eichenblätter können mit Hilfe von vorhandenen Inspirationsmarkern zu Erfolgen aufgewertet werden. Eine Inspiration wandelt ein Ahornblatt in einen Erfolg um. Die Erfolge werden addiert und mit dem von der App geforderten Wert verglichen. Dann wird Erfolg oder Misserfolg eingegeben.



Im Spiel kann ein Held durch unterschiedliche Ereignisse Schaden oder/und Furcht erleiden. Dann muss der Spieler so viele Karten vom entsprechenden Stapel ziehen, wie es der Anzahl des Schadens (oder der Furcht) entspricht. Die Karten werden der Reihe nach gezogen und sofort ausgeführt. Das kann auch bedeuten, dass es zu Folgereaktionen kommt, die u.a. auch in der App eingegeben werden müssen. Sollte ein Held das auf seiner Heldenkarte abgebildete Limit erreicht haben, muss er ein letztes Aufbäumen (eine Art Probe, die von der App generiert wird) durchführen und bestehen, ansonsten gilt der Held als besiegt und wird aus dem Spiel genommen. Die Gruppe verliert das Abenteuer in der darauffolgenden Schattenphase.



Zwischen den verschiedenen Abenteuern können die Helden ihre Rollen tauschen, ihre Decks und Gegenstände aufwerten. Hierzu werden von der App Erfahrungs- und Wissenspunkte generiert und verwaltet, die hierzu angefragt und separat genutzt werden können. Die Spielstände können über die App zwischengespeichert und später neu aufgerufen werden, um Abenteuer weiterzuspielen. [go]
 
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PLUS:
gelungene Verknüpfung
   von Brettspiel und App
thematische Umsetzung
ENDE
  MINUS:
MINUS:
zu viert zu hohe Downtime
eer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Gabi: In der Schachtel sind alle Anteile eines echten Brettspiels, und doch stimmt der Begriff nicht. "Reise durch Mittelerde" ist ein Schnittstellenspiel, das sich genau zwischen Brettspiel und Computerspiel ansiedelt. Das Spielmaterial ist ohne die kostenlos herunterladbare App nicht nutzbar, was das Wort Brettspiel nicht wirklich rechtfertigt. Die thematische Umsetzung unterliegt der bekannten HdR-Geschichte von Tolkien. Hier setzt dann auch das Interesse vieler Spieler an, die Abenteuer von Mittelerde tatsächlich zu erleben.

Hat man die App auf ein kompatibles Gerät (vorzugsweise Laptop oder größeres Tablet) geladen, bleiben im Spiel genau zwei Schauplätze übrig. Der Spielplan, der anhand der Anweisungen des Computers immer wieder zeitnah aktualisiert werden muss und die tatsächliche Reise haptisch wahrnehmbar macht, und die App, in die, immer wieder neu, Spielstände, Probenergebnisse u.a. eingegeben werden müssen. Das Spiel basiert dabei auf den grundlegenden Rollenspiel-Mechaniken mit den üblichen Grundcharakterzügen (Kraft, Weisheit…) Dabei generiert die App das Abenteuer und führt die Helden durch Mittelerde, die wiederum eine klare Mission zu erfüllen haben, dabei auf Feinde treffen, Gegenstände finden und neue Aufgaben zu lösen haben.

Ob ein Kampf oder eine Aufgabe gelingt, wird über die Decks der verschiedenen Charaktere gesteuert, die wiederum eigenen Rollen unterliegen und nach den Abenteuern auch aufgewertet werden können. Das Material dabei ist "klassisch" mit Miniaturen, Karten und variablem Spielplan, der nach und nach immer weiterwächst, sodass auch immer neue Entdeckungen möglich sind. Kurz gesagt… die Kombination funktioniert und harmoniert gut, ABER! Und jetzt kommt es zu unseren ach so verschiedenen Spielerfahrungen: zu zweit kümmert sich jeder um einen der beiden Teilbereiche. Beide haben gut zu tun und die Geschichte kann ohne zu große Zeitverluste zügig vorwärts schreiten. Dann macht es richtig Spaß. Ab drei ist einer der Spieler teilweise unbeteiligt. Das kann zu ersten Verzögerungen führen. Zu viert kippt der hohe Eingabeaufwand zu Ungunsten der Wartezeiten für die Spieler. Dann wird das eigentlich als wertvoll erdachte Hilfsmittel "App" als spielbestimmend und verzögernd empfunden. In der richtigen Gruppe von begeisterten HdR-Fans, die sich vielleicht sowieso gern im Computer-Rollenspiel bewegen, wird das als geringer hinderlich eingestuft als in einer Gruppe versierter Brettspieler. Die Tatsache, das nun einfach Spielstände gespeichert und später problemlos weitergespielt werden kann, ist praktisch und angenehm.
 
Fazit: In unseren Testrunden machten wir die Erfahrung, das das Spiel "Der Herr der Ringe - Reise durch Mittelerde" zu zweit auf jeden Fall unsere Empfehlung für HdR-Fans und 8 Kultpunkte erhält. Mit jedem weiteren Spieler erhöht sich die Downtime und die Kultpunktezahl verringert sich.
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   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 
 

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