www.spielkult.de  

Kontakt    Impressum

Suche

 
   START | SPIELETESTS | VIDEOS | EXTRAS | LINKS | TREFF
    Themen          A bis Z          Neuheiten          Verlage          History  
 
 
Zurück zur Übersicht

Spiel-Fakten:

FamilieStrategie & AufbauWissen & RatenParty & KommunikationLogik & Kombination
KinderKarten
Würfel & GlückAktion & GeschicklichkeitLernen

Genre: Würfel
Erscheinungsjahr:
2018
Verlag: NSV
Autoren: Anna Oppolzer, Stefan Kloß, Reinhard Staupe
Spieleranzahl:
2 bis 4
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer:
ca. 20 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
Anzeige  
 

 

 
Qwantum
...
Bescheidenheit ist eine Zier...
Würfeln, die Zahlen gleicher Farben addieren - und die Summe eintragen. Wenn sie passt. Und nicht zu hoch ist. Aber auch nicht zu niedrig...
 
 
Jeder Spieler erhält einem Spielzettel. Ziel ist es, möglichst viele Spalten komplett zu füllen, und das am besten auch noch mit nicht zu kleinen Zahlen, denn pro voller Spalte wird nur die zweitniedrigste Zahl gewertet. Wer zu erst alle Felder seines Zettels füllen konnte (oder den fünften Fehlwurf ankreuzt), beendet das Spiel.



Der Startspieler ist der erste aktive Spieler. Er wirft alle Würfel und sortiert sie nach Farben. Für jede Farbe wird die Summe aus allen Zahlen in dieser Farbe gebildet und stets die Zahl des weißen Würfels hinzuaddiert! Ist der aktive Spieler nicht mit dem Ergebnis zufrieden, darf er einmalig beliebig viele Würfel neu werfen. Spätestens jetzt steht also das endgültige Ergebnis dieses Spielzuges fest. Sollte eine Farbe gar nicht (!) gewürfelt worden sein (die Zahlen und Farben auf den Würfeln sind nicht gleichmäßig verteilt!), so zählt der weiße Würfel allein als diese Farbe.


Mit dem weißen Würfel addiert, ergeben sich folgende Summen: 10 für rot, 8 für gelb, 12 für blau und 14 für violett.

Nun darf der aktive Spieler sich zunächst für eine Farbe entscheiden, deren Summe (wir erinnern uns: immer mit dem weißen Würfel kombiniert!) er auf seinem Zettel einträgt. Aus den drei verbliebenen Farben darf sich nun jeder (!) Spieler eine Farbe aussuchen, deren Summe er auf seinem Zettel einträgt (wieder mit dem weißen Würfel kombiniert!), das gilt auch für den aktiven Spieler, der in seinem Zug also bis zu zwei Zahlen eintragen darf, während die Mitspieler bestenfalls eine Zahl notieren. Kann oder möchte der aktive Spieler keine Zahl eintragen, muss er einen Fehlwurf ankreuzen (jeder Fehlwurf bringt zunehmend mehr Minuspunkte). Wer nicht (!) aktiver Spieler ist, braucht sich keinen Fehlwurf zu notieren, wenn er in diesem Spielzug keine neue Zahl auf seinem Zettel notiert! Danach wechselt der aktive Spieler immer nach jedem Zug im Uhrzeigersinn.



Wie nun werden die Reihen gefüllt? Begonnen wird in jeder Farbreihe ganz links. Alle nachfolgenden Felder müssen jeweils der Reihe nach ausgefüllt werden, man darf keine Lücken lassen. Die Felder vor der senkrechten Linie müssen dabei immer aufsteigend sortiert ausgefüllt werden (z.B. 10-13-14-20), danach geht es absteigend weiter.



Hat ein Spieler eine Spalte komplett gefüllt, trägt er dafür unten die zweitniedrigste Zahl dieser Spalte als Punkte ein. Sobald ein Spieler das Spielende auslöst (siehe oben), addieren alle Spieler danach ihre gesammelten Punkte aus den Spalten-Wertungen und ziehen die Minuspunkte durch Fehlwürfe ab. Jede nicht vollständig gefüllte Spalte bringt dem Spieler 0 Punkte. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. [ih]  
 
Links
 Folgen Sie SPIELKULT.de:
   Facebook   Twitter
     
    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
einfaches Würfelspiel
Zock- und Wettrennencharakter
ideal für 2 Spieler
ENDE
  MINUS:
MINUS:
bei mehr als zwei Spielern entstehen
   häufig ähnliche Einträge
weniger innovativ
eer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: Bereits im Jahr 2012 legte der Verlag NSV mit "Qwixx" (> Testbericht) einen Grundstein für viele Roll-and-Write-Spiele, die danach folgen sollten. Nachdem es mit "Ganz schön clever" (erschienen bei Schmidt Spiele, > Testbericht) auch im Jahr 2018 ein solches Würfelspiel bis auf die Nominierungsliste zum Kennerspiel des Jahres schaffte, verwundert es wenig, dass man es bei NSV auch drei Jahre nach "Qwinto" (> Testbericht), dem zweiten Teil der Würfelspielreihe mit dem "Qw" im Titel, noch einmal wissen möchte. Also platzierte man das hier vorliegende "Qwantum" bewusst in dieser Reihe, nachdem die letzten Würfelspiele des Verlages ohne die Vorschusslorbeeren auskommen mussten. Ein wenig stellte ich mir da schon die Frage, ob die Idee zu "Qwantum" oder die Idee, noch ein drittes Würfelspiel in dieser Reihe veröffentlichen zu wollen, früher da war - ein Spiel mit einem "Qwixx"-/ "Qwinto"-ähnlichen Charakter: Simple Regeln, schnell gespielt, alle Spieler sind beteiligt. Ob nun zuerst das Huhn oder das Ei da war, bleibt jetzt trotzdem unbeantwortet...

Zunächst einmal besticht "Qwantum" duch - nennen wir es - optisches Understatement. Sowohl die Schachtel als auch die Spielzettel wirken eher nüchtern, ja, fast schon ein wenig bieder. Hier hätte man in meine Augen ruhig etwas mutiger sein können, um spontane Spielimpulse auszulösen. Aber das ist natürlich nur ein Schönheitsaspekt. Viel wichtiger ist ja, dass das Spiel Spaß macht.

Also rein ins Würfelvergnügen, dachte ich mir, und brachte das Spiel zu unserem öffentlichen Spieletreff mit, wo es direkt neugierige Mitspieler an den Tisch lockte. "Qwixx" war bei diesen Spielern allseits beliebt, also war man gespannt auf "Qwantum". Wir spielten zu viert. Und irgendwie machte sich in der ersten Partie bei drei von vier Spielern ein wenig Ernüchterung breit. Lag es daran, dass wir mit Spielen wie "Ganz schön clever" oder "Roll to the Top!" zuvor neue Ideen kennengelernt hatten und "Qwantum" da eher wie ein Schritt zurück wirkte? Lag es daran, dass wir zwei Spieler in der Runde hatten, die als aktive Spieler ewig brauchten, um sich zu entscheiden, was sie in ihrem Spielzug tun wollen? Lag es daran, dass wir das Gefühl hatten, dass alle - bis auf den jeweils aktiven Spieler - irgendwie scheinbar immer die selben Zahlen eintrugen? Fühlten wir uns gar vom Spiel gespielt? Jedenfalls dauerte die Partie mehr als 30 Minuten (und zog sich dann auch noch zum Ende hin), und so richtig glücklich schien erst einmal fast keiner zu sein.

Nun bin ich niemand, der Rezensionen nach der ersten Partie verfasst, da das vielen Spielen oftmals einfach nicht gerecht wird. Und so erging es mir dann auch mit "Qwantum". Zuhause spielte ich nun weitere Partien, diesmal nur zu zweit. Und mit jeder Partie mochte ich "Qwantum" immer mehr. Zunehmend erkannte ich, dass es da doch Stellschrauben gibt, die das Spiel reizvoll machen. Konkret geht es erst einmal ums Zocken. Die ersten vier Zahlen jeder Farbe müssen aufsteigend sein, die darauf folgenden zwei wieder absteigend. Gewertet werden aber nur volle Spalten, und dann auch immer nur der zweitniedrigste Wert. Das ist schon mal ein netter Kniff, der dazu führt, dass man sich gut überlegen sollte, mit welchen Zahlen man vorne beginnt. Eine gewisse Lernkurve entwickelt sich da mit jeder weiteren Partie, sodass ich mittlerweile schon einen Zahlenbereich für jede Position im Kopf habe, der für mich akzeptabel erscheint. Wer zu vorsichtig spielt, wird zwar schnell die Reihen gefüllt bekommen, erhält aber auch weniger Punkte - oftmals weniger Punkte als der, der vielleicht zwei Spalten nicht beenden konnte. Andererseits steigt beim Zocken auf hohe Zahlen natürlich die Wahrscheinlichkeit, Fehlwürfe hinzulegen.

Am besten spielt man "Qwantum" aus dem Bauch heraus. Dann ist es flott und macht am meisten Spaß. Wer als aktiver Spieler wirklich nach dem ersten Wurf jeden Würfel auf Wahrscheinlichkeiten untersucht, was die Anleitung ausdrücklich erlaubt (die Zahlen und Farben sind nämlich nicht gleich verteilt), bremst das Spiel zu sehr aus. Immer noch ist es so, dass es oft nur eine oder zwei Möglichkeiten gibt, überhaupt etwas sinnvolles einzutragen, insbesondere, wenn das Spiel weiter fortschreitet. Als aktiver Spieler kann ich da mit Nachwerfen von Würfeln manchmal auch gezielt meinen Gegnern die Tour vermasseln. Die warten auf eine hohe Summe in blau? Die habe ich gerade gewürfelt? Ich selber benötige gar kein blau mehr? Was also tun? Klar, ganz boshaft die Würfel mit blauer Zahl neu werfen. Freunde mache ich mir damit vielleicht nicht - aber so will "Qwantum" gespielt werden. Ebenso wichtig ist es als aktiver Spieler zu erkennen, welche Würfel ich nur für mich nutze und welche ich für die Allgemeinheit freigebe  - natürlich am besten die, die den anderen Spielern am wenigsten nutzen. Das alles hat man zu zweit natürlich besser im Blick als in voller Besetzung. Zum Ende hin entwickelt sich sogar ein richtiges kleines Wettrennen darum, wer nun als Erster seinen Zettel vollbekommt... Das macht schon Laune. Und wenn man einmal verstanden hat, wie man das Spiel - bei allem Glück, das man natürlich ebenso benötigt - auf seine Seite drehen kann, funktioniert es auch zu dritt oder zu viert zunehmend besser. Dennoch: Am besten gefällt mir "Qwantum" aus oben genannten Gründen eindeutig zu zweit - weniger Wartezeit und weniger Dopplungen bei den Aktionen der Spieler.

An "Qwixx" kommt "Qwantum" für mich nicht ganz heran, da es insgesamt weniger Entscheidungsfreiheiten bietet und man zudem auch noch in jedem Spielzug mehr Zahlen addieren muss, bevor man etwas eintragen kann - dennoch reiht sich der Neuling gut in diese Klasse der Spiele ein. Wer "Qwixx" und "Qwinto" gern gespielt hat und bevorzugt zu zweit spielt, erhält mit "Qwantum" ein durchaus spielenswertes neues Roll-and-Write-Spiel, das durch seine simplen Regeln auch die Wenigspieler abzuholen weiß. Insgesamt gibt's dafür von mir gute 7 Kultpunkte! Das "Qwantum Trost" kann ich mir also für andere Spiele aufsparen. ;)
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 
 

   > So testen wir
       
    Alle Spiele
von A bis Z:

 
Auswahl
# A B C
D E F G
H I J K
L M N O
P Q R S
T U V W
X Y Z #
 

 

 

 

 

 
Anzeige

 
 

 

         
     
(C) SPIELKULT.de ^^^       Impressum       Datenschutz