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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2018
Verlag: alea / Ravensburger
Autoren:
Inka und Markus Brand
Grafik:
Fiore GmbH,
Michael Menzel
Spieleranzahl:
2 bis 4
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer:

ca. 60 Min. pro Spielrunde (vier Spieler, von 10 bis ca. 30 Spielstunden insgesamt ist alles möglich).

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
 
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The Rise of Queensdale
...

Legacy im Königreich
König Nepomuk II. benötigt ein neues Schloss. Die Spieler schlüpfen - in diesem sich ständig weiter entwickelnden Spiel - in die Rollen der Baumeister und organisieren in neun Epochen alles rund um den Schlossbau. 
 
 
Das Spiel wird epochenweise gespielt. Epoche für Epoche wird der bereits erreichte Spielplan übernommen und erweitert, das bedeutet gleichermaßen, dass sich sowohl die verschiedenen Pläne, als auch das restliche Material immer wieder durch Überkleben verändern. Keine Runde gleicht der anderen. Auch das Regelwerk wächst weiter. Das bedeutet vor jeder Runde eine gewisse Vorbereitungszeit, die vor allem vor der ersten Partie reichlich Sortierarbeit beinhaltet. An dieser Stelle die Bitte: Nicht die zwar sichtbaren, aber noch nicht nötigen Details lesen! Parallel zum Spiel wird die Geschichte Queensdales immer weitererzählt.



Der Aufbau beginnt klassisch mit dem aus vier zusammensteckbaren Teilen bestehenden Spielplan. Dann folgen ein Siegpunkt-Sonderfunktions-Tableau und ein Aktionstableau. Es bietet sich bei vorhandenem Platz an, das reichliche Material bis zur nächsten Runde stehen zu lassen, ist dies nicht möglich, sortiert die Pläne unbedingt waagrecht in die Spielschachtel und tragt die Schachtel auch nur waagrecht, damit nichts verrutscht!



Jeder Spieler besitzt einen eigenständigen Charakter mit eigener Geschichte und eigenen Zielen. Sie gelten immer so lange, bis das persönliche Ziel erreicht wurde. Die Ziele sind nach Epochen gestaffelt. Alle beginnen in Epoche 1 mit dem selben Ziel. Doch schon bald werden sich die Spieler in unterschiedlichen Epochen befinden.



Der Spieler nutzt zu Rundenbeginn entweder die Rohstoffe, die er aus der vergangenen Runde mitnehmen konnte oder die angegebenen Startrohstoffe. Außerdem erhält jeder Spieler fünf Würfel in der eigenen Farbe mit verschiedenen Symbolen. Diese Würfel können im Spielverlauf nach und nach immer weiter aufgewertet werden (mit Aufklebern). Jeder Spieler erhält zu Beginn außerdem einen Kundschafter und eine Kräuterhütte, die er auf dem Spielplan platziert.



Der Rundenablauf geschieht zum Teil gleichzeitig. Alle werfen ihre Würfel. Der Startspieler beginnt mit einem seiner Würfel, setzt ihn auf das Aktionstableau und handelt die entsprechende Aktion ab. Reihum folgen alle anderen Spieler, bis keiner mehr einen Würfel nutzen kann. Der Startspieler wandert weiter und die neue Runde geschieht auf die gleiche Weise.



Zu den möglichen Aktionen gehören anfangs:
- Das Nutzen der Kräuterhütte, bei dem nur die Kräuter aufgedeckt werden dürfen, deren Hütte der Spieler auch besitzt.
- Der Kundschafter, der sich über den Spielplan bewegt und die ihm erlaubten Kräuter einsammelt.
- Geld und Rohstoffe können generiert und getauscht werden.
- Die Durchführung von Bauaktionen.

Diese Aktionen werden sich im Spielverlauf noch verändern und erweitern.


Mit dem königlichen Pömpel lassen sich Plättchen aus dem Spielplan entfernen und austauschen.

Hat ein Spieler als erster sein persönliches (siehe Charakterkarte) Epochenziel erreicht, wird die Runde noch für alle anderen Spieler zu Ende gespielt. Die Epochenziele sind an die Rundensiege und somit die eigenen Level gekoppelt, sodass später jeder mit unterschiedlichen Epochenzielen und Leveln doch trotzdem Rundensieger werden kann. Dann wird das Rundenende abgehandelt. Der Rundensieger erhält seine Boni. Die anderen erhalten Siegel. Die Rohstoffe können, je nach eigenen mittlerweile erworbenen Möglichkeiten (Lager), eingelagert werden. Die Epochenende-Karte wird aufgedeckt und vorgelesen. Sie beendet gleichermaßen die Runde und weist auf neue Regeln, neue Materialien usw. in der nächsten Runde hin. Jetzt ist auch der Zeitpunkt, eigene Würfel mit Hilfe der Siegel aufzuwerten. Alle Spieler, die ihr Epochenziel gemeistert haben, steigen in die nächste Epoche auf, die anderen spielen mit den Zielen der bereits zuvor gespielten Epoche weiter - solange, bis auch sie am Rundenende aufsteigen.



So wird Runde um Runde gespielt, Epoche für Epoche aneinandergereiht und es werden die eigenen Möglichkeiten immer weiter optimiert, bis alle Überraschungen im Spiel gefunden wurden und der erste Spieler in der letzten (neunten) Epoche seine 70 Siegpunkte erzielt hat. Er gewinnt.

Hinweis: Da "The Rise of Queensdale" ein Legacy-Spiel ist, das von seinen Überraschungen lebt, haben wir bewusst auf Details im Spielablauf verzichtet. Die Fotos zeigen zudem nur Spielsituationen aus Epoche 1. [go]
 
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  PLUS:
PLUS:
gut verständlicher Grundmechanismus
Epochenziele führen dazu, dass
   auch ein Zurückliegender noch
   gewinnen kann
optisch ansprechend
ENDE
  MINUS:
MINUS:
eher klassische Spielstory ist
   Geschmackssache bei einem Legacy-Spiel
z.T. unübersichtliche Materialschlacht
Anleitung hinterlässt teilweise Fragen
eer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Gabi: Nennt mich altmodisch, aber ich stehe generell dem heutigen Trend der Legacy-Spiele immer noch etwas mit gemischten Gefühlen gegenüber. Alles in mir, die Spiele auf den von mir organisierten Spieletagen stets vielen Besuchern zugänglich machen möchte, widerstrebt der Tatsache, dass ich ein Spiel für 60 Euro nach dem Gebrauch entsorgen muss. Nun erhielt ich "Queensdale" zur Rezension und so war der Kontakt zu einem Legacy-Spiel für mich also in vielerlei Hinsicht ein Abenteuer.

Das Spiel läuft über 9 Epochen und jede Partie dauert ca. 60 Minuten. Spielt man in voller Besetzung, was zu empfehlen ist, so schwankt die Gesamtzeit, in der man das Spiel erlebt, also zwischen 9 und 33 Stunden (beides sind die Extreme, die aber eher selten eintreten werden; ein Durchschnitt von ca. 20 bis 25 Stunden wird im Bereich des Normalen liegen), meist dann doch aufgeteilt auf mehrere Tage / Wochen / Monate, wie man halt so Zeit hat, denn einmal begonnen, sollten, nein, eigentlich müssen sogar immer die selben Spieler am Tisch sitzen.

In all der Spielzeit ist von der Administration des Spieles (Sortieren, Bekleben etc.) bis zum Spielen alles dabei. Dabei muss man, vor den jeweiligen Runden, das sich verändernde Material heraussuchen und ggf. Vorhandenes überkleben. Hier macht sich ein Manko der Spielausstattung bemerkbar. Es ist schade, dass man bei all der Sortiererei auch öfters einmal aus Versehen die im Verlauf folgenden Regeln erspäht. Das ganze Material liegt offen bei, ohne Vorsortierung nach Epochen. Auch das jeweilige Erlesen der Regeln erweist sich als aufwendig.

Das Spiel einfach stehen zu lassen bis zur nächsten Partie, ist empfehlenswert, um die Zwischenstände nicht notieren und das sehr reichliche Material nicht ständig wegräumen zu müssen. Allerdings ist dabei ein großer Tisch von Nöten - auf Dauer. Ansonsten muss man das Spiel stets sehr vorsichtig transportieren, denn die Plättchen, die im Spielplan eingelegt werden, fallen bei unsanftem Transport gern mal aus ihren Plätzen, was dann ärgerlich ist. 

Das Spiel selbst ist, ohne zu viel verraten zu wollen, was ja bei Legacy-Spielen sonst direkt den Spoiler-Alarm auslöst, im Grunde ein Würfeleinsetz-Spiel, bei dem es darum geht, aus den eigenen Würfelergebnissen das Beste zu machen und die eigenen Möglichkeiten auf Dauer zu optimieren. Oftmals resultiert aus guten Entscheidungen und etwas Glück auch eine gute Rundenbilanz. Interessant ist die Tatsache der unterschiedlichen Epochenziele. Gewinnt man eine Epoche, steigt man im "Level" weiter auf und muss mehr Punkte für das Erreichen der nächsten Etappe aufbringen - die Tatsache, dass der Rundenverlierer einen kleinen Bonus erhält, sorgt allerdings nur mäßig für echten Ausgleich eigener Unfähigkeiten (und sei es nur im Würfeln). Trotzdem: Wer scheinbar uneinholbar zurückliegt, KANN das Spiel definitiv noch gewinnen. Man kann also nie abgehängt werden, auch wenn man vielleicht manchmal das Gefühl hat, wenn man zum vierten Mal die selbe Epoche spielt, während die anderen erst einmal nach vorn preschen. Das Blatt kann sich wirklich noch drehen!

Insbesondere, dass die eigenen Entscheidungen zum Wohle der eigenen Region über mehrere Runden Konsequenzen tragen und die Aufwertung des eigenen Charakters motiviert, zusammen mit den immer neu zu entdeckenden Regeln, stets zum Weiterspielen. Interaktion zwischen den Spielern besteht dabei übrigens vorwiegend im Wegschnappen einige wichtiger Aktionsplätze. Echten Angriff gibt es nicht, das Spiel bleibt auf klassischen Eurogame-Pfaden.
 
Auch die Geschichte rund um Queensdale spielt dabei, auf doch klassische Weise, im Mittelalter. Das sorgt dann für wenige tatsächliche Überraschungen in der Spielgeschichte (verglichen mit einem "Pandemic Legacy"), auch wenn die kleinen Storys am Rand das Spielerleben im Mittelpunkt halten wollen. Insgesamt wirken Setting und Mechanismus eher "bekannt". Das Innovative wird vorwiegend über die unbekannte Entwicklung der Geschichte generiert - ein Legacy-Spiel für klassische Eurogamer also.

Noch einmal zurück zum Material: Das zeigt sich während des Spiels als gut durchdacht und ist durch die klaren Symbole leicht bespielbar. Die Aufkleber passen genau und kleben ordentlich. Der modulare Spielplan mit seinen austauschbaren Plättchen (der Pömpel ist eine klasse Idee!) ist top gestanzt und lässt sich super verändern. Einzig eine Vorsortierung des Materials in einzelne Epochen wäre, wie bereits eingangs erwähnt, wünschenswert gewesen. Die Anleitung hinterließ bei uns vor allem anfangs viele Fragen, die sich erst nach und nach klärten. Bei einem nur einmal zu spielenden Spiel hätte hier noch mehr Sorgfalt bei der Formulierung so mancher Regel an den Tag gelegt werden dürfen.
 
Fazit: "The Rise of Queensdale" ist ein sehr gelungenes und hochwertiges Dice-Placement-Spiel im Mittelalter-Setting, das mit seinem 9-Epochen-Durchlauf und der eher klassischen Mechanismen als Gateway-Spiel im Bereich der Legacy-Spiele bei uns sehr gut ankam - ein Erlebnis also, das ich nicht missen möchte. Hat man einmal Blut geleckt, wünscht man sich auf jeden Fall eine Fortsetzung.
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
...
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND 
...
   Andreas
   Lutz
   Ulf
   Gabi
   Ingo
   Nicole
   Marcel
Ende
 

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