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Genre: Strategie, Karten
Erscheinungsjahr:
2015 (Original: 2010/2012)
Verlag: Sirlin Games / Pegasus Spiele  ..i..
Autor: David Sirlin
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 30-60 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Puzzle Strike
 
Deckhauen und Bagbauen
In diesem Kartenspiel (ganz ohne Karten, dafür mit Chips) werfen sich kleine niedliche Chibi-Helden so lange Juwelen um die Ohren, bis einer weint...
 
     
Aus den 24 unterschiedlichen Puzzlechips werden 10 Stapel ausgesucht und in der Mitte des Tisches platziert. Jeder erhält eine Ablage und einen Beutel, in dem 6 Juwelenenergie-Chips, 1 Crash-Juwel sowie 3 einzigartige Chips, die einen Charakter verkörpern, enthalten sind.

 
Im Laufe des Spiels füllen sich die Juwelenstapel der Spieler. Diese versuchen ihre Juwelen loszuwerden, indem sie ihre Juwelen "crashen", um sie anderen Spielern zu schicken. Denn wenn ein Spieler 10 oder mehr Juwelen am Ende seines Zuges besitzt, verliert dieser, und das Spiel ist zu Ende.

Ein Spielzug gliedert sich in 4 Schritte.
 
1) Stapelphase:
Der Spieler muss seinem Juwelenstapel 1 Juwel hinzufügen. Durch das Leerkaufen von Stapeln muss der Spieler höherwertige Juwelen nehmen.
 
2) Aktionsphase
In der Aktionsphase darf ein Aktionschip mit beliebiger Bannerfarbe gespielt werden. Durch Pfeile auf dem Aktionschip können jedoch zusätzliche Aktionen durchgeführt werden.
 
3) Kaufphase
In dieser Phase kann der Spieler Juwelenenergie, die er auf der Hand hat oder durch seine Aktionen erhalten hat, ausgeben und Chips aus der Mitte kaufen.



Neben den 10 Chips, die für dieses Spiel ausgewählt wurden, können die Spieler in jedem Spiel Fusions- Kugeln, Crash- und Doppelcrash-Juwelen sowie stärkere Juwelenenergiechips kaufen. Wird in einem Spielzug nichts gekauft, erhält der Spieler eine nutzlose Wunde. Alle gekauften Chips werden in die Ablage gelegt.
 
4) Aufräumphase
Alle gespielten Aktionschips und restlichen Chips auf der Hand werden auf den Ablagestapel gelegt. Dann werden 5-8 Chips nachgezogen, abhängig von der Anzahl der Juwelen im eigenen Juwelenstapel.

 
Die wichtigste Aktion für den Spielfortschritt ist die Crashaktion. Die Crashaktion kann immer ein Juwel beliebiger Wertigkeit zu einem Gegner der Wahl schicken. Ein höherwertiges Juwel wird dabei in die gleiche Anzahl 1er Juwelen umgetauscht. Deshalb macht es Sinn mit der Fusionskugel Juwelen im eigenen Stapel zusammenzufassen. Der betroffene Spieler, der die Juwelen erhalten soll, kann jedoch darauf reagieren, indem er selbst ein Juwel crasht (sofern er den passenden Chip in seiner Hand hat). In dem Fall handelt es sich um einen "Counter-Crash"; die gesendeten Juwelen treffen sich bildlich in der Luft und zersplittern (werden abgelegt).


Alle Chips in der Spielschachtel

Außerdem gibt es auch andere Chips mit einem lila Schild, mit denen die Spieler auf eine Crashaktion reagieren können. Das rote Faust-Symbol zeichnet einen Chip als Angriff aus, mit dem einem (oder mehreren) Gegenspieler(n) direkt Schaden zugefügt werden kann. Auch gibt es die Möglichkeit für den angegriffenen Spieler, mit einem Chip mit blauem Schild auf den Angriff zu reagieren. [ug]
 
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    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
viel Interaktion
spannendes Spielziel
Aufholmechanismus
Sudden Death
hohe Variation
einzigartige Spieleraktionen
   durch Charaktere
ENDE
  MINUS:
sehr unübersichtlich
kaum Illustrationen
im 3-4 Spieler-Spiel
   längere Wartezeiten
anfällig für das
   Königsmacher-Problem

leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ulf: Nach der Erstveröffentlichung im Jahr 2010 und der Überarbeitung im Jahr 2012 ist "Puzzle Strike" im Jahr 2015 dank Pegasus nun endlich auch in deutscher Sprache erhältlich. Aufgrund einer blassen Erinnerung von vor ein paar Jahren kann ich sagen, dass sich zumindest die Spielanleitung astronomisch verbessert hat. Aber fangen wir vorne an. Bei einem Deckbauspiel (oder Deck-Hau-Spiel oder Bagbauspiel, wie man mag) zwängt sich geradezu der Vergleich zu "Dominion" auf. Während die Grundmechaniken fast die gleichen sind (nämlich Aktion spielen, Karte/Chip kaufen, Chips ablegen und neue Chips ziehen) ist der größte Unterschied im Spielziel zu finden. Denn in "Puzzle Strike" versuchen die Spieler aktiv einen anderen Spieler zum "Game Over" zu bringen und den eigenen Juwelenstapel zu verteidigen. Das macht das Spiel sehr konfrontativ und somit im Vergleich zu Dominion viel interaktiver. Ein weiterer wichtiger Unterschied zu Dominion ist, dass die Spieler zu Beginn der Partie einen Charakter wählen, der jedem Spieler 3 einzigartige Aktionschips gewährt. Zum einen macht dies das Spiel noch variabler und vielfältiger, zum anderen lässt es die Spieler nicht alle bei Null starten, sondern gibt ihnen schon ab der ersten Runde Aktionen und Kombinationen.
 
Besonders gut gefallen hat mir der "Sudden-Death" Mechanismus, der ein zu langes Spielen verhindert, indem er später im Spiel, wenn mehrere Stapel leer gekauft wurden, den Druck auf die Spieler erhöht. Außerdem erlaut der "Catch-up"-Mechanismus den Spielern, die kurz vor ihrer Niederlage stehen, mehr Chips zu ziehen, um durch größere Combos ihre Niederlage doch noch abzuwenden. Auch die Entscheidung in dieser Version, jeden Gegner angreifen und verteidigen zu können, und zusätzlich das Spiel bei einer Spieler-Elimination enden zu lassen, sollte den Wind aus den Segeln der Konfrontationsgegner nehmen.
 
Wichtig zu wissen ist, dass sich "Puzzle Strike" mit 2 Spielern anders spielt als mit 3 bis 4 Spielern. In einer Zweispielerpartie ist logischerweise die Wartezeit sehr kurz und das Spiel ist eindeutiger, denn alle Angriffe werden gegen den Kontrahenten gespielt. Hat ein Spieler verloren, gewinnt der andere. Es ist einfacher, neuen Spielern das Spiel in einer solchen Partie beizubringen.  In einer Vierspielerpartie ist es schwieriger das Spiel zu begreifen, denn es genügt nicht einen Gegner zu besiegen, um zu gewinnen, sondern die Spieler müssen darauf achten, dass sie selbst vom Einleiten des Spielendes profitieren. So kann es vorkommen, dass es Sinn macht, den einen Spieler zu schützen, um den Sieg nicht einem anderen Spieler zu schenken. Das heißt im Umkehrschluss, dass in einer Drei- oder Vierspielerpartie neue Spieler oft lange für ihren Zug brauchen und dies die Wartezeit stark erhöht. Es kann auch vorkommen, dass ein Spieler einem anderen den Sieg schenkt (Kingmaker). Dadurch wird die Dynamik gestört und keiner hat am Ende Spaß. Spielen jedoch fokussierte Spieler, denen es etwas bedeutet zu gewinnen, gegeneinander, so kann eine intensive und spannende Schlacht ausbrechen.
 
Das Spielmaterial hat eine hervorragende Qualität, was sich auch in dem eher hohen Preis wiederspiegelt. Die Chips aus Pappe sind super dick und fühlen sich gut an, nur Pokerchips währen noch edler. Der Plastikeinsatz funktioniert sehr gut; die Chips sind einfach zu entnehmen und wieder wegzupacken, und der Rest des Materials ist sicher unter der Einlage verstaut. Es ist wirklich sehr ansprechend, die Spielschachtel aufzumachen und die sortierten Chips zu sehen. Wie ich am Anfang schon einmal erwähnt hatte, ist die Spielregel sehr ausführlich und verständlich geschrieben und alle Regeln können schnell fehlerfrei erlernt werden; zu einigen speziellen Chips kann es zu Fragen kommen, und auch dafür bietet die Anleitung ein FAQ.
 
Jetzt auch einmal ein wenig Negatives. Die Symbole auf den Chips sind hilfreich, aber nicht sofort zu verstehen und reichen nicht aus. Auf fast jedem der kleinen Chips steht ein riesiger Text, der den Effekt beschreibt. Für Spielveteranen kein großes Problem, aber für Spieler, die das Spiel zum ersten Mal spielen, schrecklich.
 
In mehreren Spielgruppen tauchte die Frage auf: Warum hat "Puzzle Strike" Chips und keine Karten? Vorweg möchte ich sagen, dass ich keine genaue Antwort auf diese Frage habe, aber ich möchte meine Gedanken dazu mitteilen und eine kleine Gegenüberstellung wagen. Zunächst einmal: Das Spiel würde genauso mit Karten funktionieren, die Print & Play-Version benutzt Karten, auf denen die Chips aufgedruckt sind. Wahrscheinlich sollte "Puzzle Strike" etwas anderes sein, deshalb wurden vermutlich die Juwelen wie in der Videospielvorlage "Puzzle Fighter" rund dargestellt. Als "Puzzle Strike" 2010 in Englisch erschien, gab es meines Wissens nach kein anderes Deckbauspiel, dass die Spieler Chips aus einem Beutel ziehen ließ. Die Chips im Beutel haben den Vorteil, dass sie nicht aufwendig gemischt werden müssen; dies fällt bei mischintensiven Deckbauspielen schon ins Gewicht. Karten hätten wegen ihrer Form mehr Platz für Texte und könnten ein schönes Bild haben, dass sehr zuträglich für das Thema wäre, denn von dem bunten Chibitreiben auf dem Cover ist im Spiel nichts zu merken. Karten könnten zusätzlich viel besser in der Hand gehalten werden, doch diesen Nachteil der Chips gleicht das Spiel in dieser Version mit Sichtschirmen aus.
 
Fazit: "Puzzle Strike", das sich am Videospiel "Puzzle Fighter" anlehnt und auf Deckbaumechaniken zurückgreift, bleibt doch ein einzigartiges Brettspiel. Es spielt sich sehr gut zu zweit, aber auch mit 3 oder 4 Spielern können interessante Schlachten erlebt werden, jedoch nur wenn die Spieler direkte Konfrontation mögen und ihnen gerade das in Dominion gefehlt hat. Ich vergebe 7 Punkte, da es sich um einen soliden Deckbuilder handelt, der eine Weile braucht, um mit neuen Spielern warm zu werden; die Unübersichtlichkeit und der Mangel an Illustrationen schrecken sogar manche Spieler vor dem Spielen ab.
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 
 
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