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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2014
Verlag: NSKN Games / Heidelberger Spieleverlag ..i..
Autor: Andrei Novac
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: ca. 90 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
 
   

 

 
Praetor

Zum Ruhme Roms
Kaiser Hadrian baut seinen Wall, und er braucht eure Hilfe. Rom ist noch klein, aber wenn ihr geschickt plant, könnt ihr aus dem anfänglichen Dorf eine prächtige Stadt erbauen. Wem wird Hadrian die größte Gunst erweisen?


     

So funktioniert's:
Jeder eifrige Bauherr wählt seine Spielerfarbe und erhält die entsprechenden Steine und Würfel und dazu ein Tableau, auf dem Moral, Anzahl und Ausbildungsstand seiner Arbeiter festgehalten werden. Mit drei Würfeln werden die drei aktiven Arbeiter angezeigt, die jeder Spieler bei Spielbeginn zur Verfügung hat, und zwar mit den Erfahrungswerten 1, 2 und 3. Jeder Spieler bekommt außerdem einige Rohstoffe (Holz, Stein, Marmor und Waffen) und Gold. Einer startet mit 10 Sympathiepunkten, die hier die Siegpunkte darstellen, der Rest erhält reihum 9, 8, 7 usw. Danach werden so viele Wallplättchen verdeckt an den Tischrand gelegt, wie Spieler mitspielen, plus eins. Das oberste Wallplättchen wird aufgedeckt. Die Stadtplättchen werden nach den römischen Zahlen auf ihrer Rückseite sortiert (ggf. werden für eine geringere als die maximale Spielerzahl einige Plättchen aussortiert, in einzelnen Stapeln gemischt und dann neben die Tischmitte als Nachziehstapel bereitgelegt.

Ablauf des Spiels:
Der Spieler, dessen Marker am wenigsten Sympathiepunkte anzeigt, beginnt das Spiel. Pro Spieler wird vom Stapel ein Stadtplättchen aufgedeckt (plus eins) und in einer Reihe neben die Tischmitte gelegt. Dann beginnt die Aktionsphase, in der jeder Spieler reihum eine Aktion ausführt oder passt.

Die zur Verfügung stehenden Aktionen sind:

- Anbauen eines neuen Stadtplättchens (oder Wallplättchens) mit einem aktiven Arbeiter:

Um diese Aktion durchzuführen, muss der Spieler einen seiner aktiven Arbeiter dazu verwenden, ein Stadtplättchen aus der Auslage zu nehmen und an die bestehende Stadt in der Tischmitte anzubauen. Er nimmt dazu das gewünschte Plättchen, bezahlt seine Baukosten (auf dem Plättchen oben links aufgedruckt) und versucht, es möglichst punktgewinnbringend anzulegen — denn jedes Plättchen hat an jeder Ecke ein Mosaik, das beim Anlegen Punkte bringt, wenn es an bereits bestehenden Plättchen mit demselben Mosaik angebracht wird (1 Punkt pro Übereinstimmung). Sodann markiert der Spieler das Plättchen als sein Eigentum (s.o.) und stellt den Arbeiterwürfel auf das neue Plättchen, um anzuzeigen, dass er diesen Arbeiter für den Bau verwendet hat. Wallplättchen werden nur vor dem Spieler abgelegt und auf ihre Punkteseite gedreht. Beim Bau des nächsten Wallplättchens bekommt der Spieler so viele Extrapunkte, wie auf den Rückseiten aller seiner Wallplättchen aufgedruckt sind.  


- Aktivierung eines bestehenden Stadtteilchens:

Um Nutzen aus einem bereits gebauten Stadtplättchen zu ziehen, muss der Spieler einen Arbeiter auf das freie Stadtplättchen stellen, um anzuzeigen, dass er es besetzt und nutzen möchte. Evtl. muss er einem anderen Spieler hierfür eine Gebühr zahlen (wenn es einem anderen Spieler gehört). Das Plättchen "produziert" dann so viele Rohstoffe, wie der Arbeiter Erfahrung hat (wenn es ein Rohstoffgebäude ist), oder es tritt ein anderer Effekt ein (je nach Stadtplättchen). Die meisten Stadtplättchen können pro Runde nur von einem einzigen Arbeiter besetzt werden.

- Aktivierung eines Stadtplättchens ohne Arbeitereinsatz:

Einige wenige Stadtplättchen erlauben die Aktivierung ohne Einsatz eines aktiven Arbeiters (gleichwohl ist dies eine Aktion).

Nachdem kein Spieler mehr Aktionen durchführen kann (oder möchte), beginnt die Aktualisierungsphase, in der die folgenden Dinge zu geschehen haben:

Hat ein Spieler einen neuen Arbeiter aus seinem Dorf auf dem Tableau rekrutiert, oder hat er Arbeiter in Ausbildung, werden diese ein Feld nach rechts gesetzt. Das bedeutet, dass neue Arbeiter sich nun in der Ausbildung befinden und die ausgebildeten Arbeiter ab der nächsten Runde mit einem Erfahrungswert von 1 zur Verfügung stehen.

Jeder Spieler holt alle seine eingesetzten Arbeiter vom Stadtbereich zurück und erhöht deren Erfahrung um eins, wenn sie auf einem roten Stadtfeld standen oder ein neues Plättchen errichtet haben. Arbeiter, die so die 6 erreichen, gehen in den Ruhestand (auf dem Spielertableau die untere Reihe) und stehen grundsätzlich nicht mehr zum Einsatz zur Verfügung.

Sodann müssen die Löhne für alle aktiven Arbeiter und solche im Ruhestand entsprechend den Angaben auf dem Spielertableau gezahlt werden. Kann ein Spieler die Summe nicht entrichten, muss er für jedes Gold, das ihm fehlt, ein Feld auf seiner Moralleiste zurückgehen; kann er auch dies nicht, kostet ihn jedes fehlende Gold fünf Sympathiepunkte.

Danach wird ein neues Wallplättchen aufgedeckt und so viele Stadtplättchen, bis in der Auslage wieder eine Anzahl an Stadtplättchen liegt, die der Spieleranzahl plus eins entspricht. Dann wird ermittelt, wer die wenigsten Sympathiepunkte auf der Leiste hat; dieser Spieler beginnt die nächste Runde.

Spielende: Das Spiel endet, wenn das letzte Stadtplättchen oder das letzte Wallplättchen aufgedeckt wird (die Runde wird noch zu Ende gespielt). Es gewinnt derjenige, der nach der Schlusswertung die meisten Sympathiepunkte hat (er wird von Kaiser Hadrian zum Prätor ernannt). Bei Gleichstand werden in absteigender Reihenfolge Moral, Wallplättchen und Stadtplättchen der punktgleichen Spieler verglichen. Führt keiner dieser Vergleiche zu einer Entscheidung, gewinnt der jüngere von beiden. [lj]

 
  by Martin Klein* 
 
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Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
interessanter Arbeitereinsatz
Mosaikbonuspunkte als
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ENDE
  MINUS:
MINUS:
wenig innovativ
z.T. schlecht ausbalanciert
   
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Lewis: Nicht gerade eine neue Idee, Arbeiter Rohstoffe sammeln zu lassen, um eine bekannte antike Stadt zum Erblühen zu bringen. Dafür braucht man "Praetor" nicht. Es ist ein solides Spielkonzept, das funktioniert, ja, aber schon hundertfach vorher ausgeschlachtet wurde. Wer sich für "Praeto" entscheidet, tut dies also aus einem anderen Grund: Die Tatsache, dass die "Worker" Erfahrung sammeln und so von Runde zu Runde effektiver werden, aber um den Preis, dass sie dann irgendwann nicht mehr einsetzbar sind, erlaubt eine ganz neue Art von taktischer Überlegung. Das Zusatzpunktlegesystem, das eine Suche nach der perfekten Mosaikposition erforderlich macht, klingt nervig, kann aber spielentscheidende Punkte einbringen.

Das Material ist anständig, bis auf die Arbeiterwürfel, bei denen die Augenzahl häufig schlecht zu entziffern ist (das mag aber ein unglücklicher Einzelfall sein).

Hauptproblem des Spieles ist aber ein Balancing-Fehler. Wer das Arbeiterlager baut, das jedem Spieler den Einsatz bereits pensionierter Arbeiter erlaubt, wird aufgrund der Gebührenflut (jeder Spieler wird ihm jede Runde drei Gold für die Nutzung seines Gebäudes zahlen) unweigerlich gewinnen. Dieser Umstand lässt sich durch einen simplen Fix aber umgehen, wenn man die hier geschuldeten drei Gold auf zwei oder nur ein Gold herabsenkt.

Fazit: Ein solides Spiel auf alterprobter Worker-Placement-Basis, mit neuen taktischen Elementen, aber auch mit Schwächen. 6 Punkte für Vielspieler, 7 für Rom-Enthusiasten.
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   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

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