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Spiel-Fakten:

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Genre: Party
Erscheinungsjahr:
2016
Verlag: HABA  ..i..
Autor: Carlo A. Rossi
Spieleranzahl: 3 bis6
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Initiative 

leer
     
 
   

 

 
Picassimo
...

Ist das Kunst oder kann das weg?

Geheim zeichnet jeder Spieler einen vorgegebenen Begriff. Doch bevor die anderen erraten dürfen, was da gemalt wurde, werden einzelne Bildteile vertauscht... 
 
 
Jeder Spieler erhält eine abwaschbare Maltafel (bestehend aus 6 Teilen), einen Stift (non-permanent), eine ebenso abwaschbare Punktetafel sowie einen Sichtschirm. Die Begriffskarten werden gemischt. Die Spieler einigen sich auf den Schwierigkeitsgrad (oben: Anfänger, Mitte: Fortgeschrittene, unten: Experten). Dem Spieler stehen dabei jeweils 2 Begriffe pro Level zur Auswahl.



Nun zeichnen alle Spieler (hinter ihrem Sichtschirm) ihren gewählten Begriff. Alle sechs Teile der Tafel müssen (!) dabei bemalt sein. Wenn alle bis auf 1 bzw. 2 Spieler (je nach Spielerzahl) fertig sind, wird ein letzter Countdown gezählt. Dann müssen alle Spieler ihre Stifte aus der Hand legen.



Nun wird die oberste der 7 Vertauschkarten aufgedeckt. Jeder Spieler tauscht die entsprechenden Teile seiner Tafel aus, sodass das gemalte Bild nun verfremdet aussieht.



Nacheinander offenbaren die Spieler nun ihre "Gemälde". Die anderen raten jeweils sofort drauf los, was hier wohl gemalt wurde. Stimmt der Tipp, erhalten der Maler und der Rater je 3 Punkte. Sollte niemand auf die Lösung kommen, werden nun die einzelnen Bildteile wieder in die richtige Reihenfolge gebracht. Sollte nun noch jemand den gesuchten Begriff erraten, erhalten er und der Maler immerhin noch 1 Punkt. Ansonsten würden alle leer ausgehen.



Punkte werden auf den Punktetafeln der Spieler markiert. Nach einer kompletten Runde wischen alle Spieler ihre Gemälde wieder von der Tafel und eine neue Runde startet. Nach 7 Runden (wenn also jede Vertauschkarte einmal gespielt wurde) ist das Spiel zu Ende. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. [ih]
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
nettes Malspiel mit
   kleinem neuem Twist
verschiedene
   Schwierigkeitsstufen

ENDE
  MINUS:
MINUS:
es schmiert...
die Expertenbegriffe sind für ein
   Familienspiel nahezu unlösbar
lässt keine gemischten Gruppen zu

leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Ingo: Malspiele sind neben Quizspielen definitiv immer Risikospiele. Heißt: Wer es drauf hat, mag sie. Und wer's nicht kann, verteufelt sie. Spiele wie "Pictionary", "Activity" oder "Images" brachten die "Montagsmaler" schon in den späten 80ern / frühen 90ern auf die Spieltische. Immer wieder mal kam eine Abwandlung auf den Markt - und verschwand meistens ebenso schnell wieder. Bei wenigen innovativen Ausnahmen (z.B. "Meisterwerke" (früher: "Identik"), "Stille Post Extrem") gelang es, niemanden wirklich zu blamieren, denn sind wie ehrlich: Nicht in jedem von uns steckt ein Künstler, schon gar nicht unter Zeitdruck. In dieser Hinsicht wirkt "Picassimo" nun erst einmal klassisch. Begriff zeichnen, die anderen raten lassen. Kennt man. Neu ist hier der Twist, dass zuvor Bildteile vertauscht werden. So wirkt das Gemälde teils völlig aus der Form gebracht, Lacher entstehen, die Zeichenkünste rücken ein wenig in den Hintergrund. Zumindest in der Theorie oder in "idealen" Spielrunden.

Leider verlaufen die Spielrunden meistens dann aber nicht immer "ideal". Und das hat diverse Gründe. Fangen wir beim Material an. Das ist zwar generell alles gut gemeint, ABER: Die Sichtschirme sind instabil, was allerdings noch das geringste Übel ist. Schlimmer ist die Handhabung der Maltafeln. Da muss man sich wirklich (!) bemühen, die einzelnen Tafelteile so zu vertauschen, dass man nicht aus Versehen an irgendeiner Stelle aus Versehen irgendwas verschmiert. Klar sind die Tafeln abwaschbar, dummerweise aber eben auch mit den Händen. Und ich habe keine Runde erlebt, in der nicht mindestens ein Spieler unfreiwillig zum menschlichen Putztuch avancierte. Das liegt auch an der engen Passgenauigkeit der Teile. Oftmals lässt sich ein Teil nur mit einem entsprechenden Kraftaufwand in den Rahmen pressen, was Kindern genauso schwer fällt wie die Konzentration auf "ordentliches" Malen und Vertauschen ohne Schmieren. Das Handling muss unbedingt antrainiert werden, damit das Spiel nicht gerade an dieser Stelle seinen Reiz verliert. Auch muss man immer wieder deutlich machen, dass alle Tafelteile gleichermaßen in die Zeichnung eingebunden werden müssen (!), da die Vertauschaktion sonst sinnlos wäre, wenn sich die gesamte Zeichnung nur auf einem Teil befinden würde.

Nun stellt sich aber noch die Frage nach der Zielgruppe. HABA vermarktet "Picassimo" in seiner neuen Familienspielreihe ("Spieleabend approved"). Trotzdem lautet die Altersangabe "ab 8 Jahren". Ja, man hat an verschiedene Spiellevel gedacht. Kinder werden bevorzugt nur die Begriffe aus dem Einsteigerlevel zeichnen und selbst da kommt es manchmal schon zu Schwierigkeiten (Beispiel "Lagerfeuer"). Teenies probieren sich an den mittelschweren Begriffen. Und auch da kommt es immer wieder zu Schwierigkeiten (z.B. "Kreissäge"), weil so mancher Begriff schon als zu schwer zum Malen empfunden wird. Erwachsene wiederum KÖNNTEN sich an Level 3 probieren, aber da muss man ehrlich sagen: Wer DIESE Begriffe zeichnen kann, ist schon ein Meister. Überhaupt muss man die Begriffe erstmal kennen (!). Unsere Testrunden sind bunt gemischt, aber selbst echte Wissens-Asse mussten vor so mancher Vorgabe kapitulieren. Oder wisst ihr ad hoc, was "Zerberus" ist? Wer oder was sind "Phineas and Ferb"? Und was genau versteht man unter "Storm Trooper"? Wie soll ich etwas malen, wenn ich nicht einmal eine konkrete Vorstellung davon habe?! Und selbst wenn ICH als Zeichner weiß, was gemeint ist, müssen es die anderen dann ja auch noch erraten. So lässt das Spiel im Prinzip auch keine Mixgruppen aus Kindern und Erwachsenen zu. Entweder malen die Erwachsenen viel zu leichte Begriffe oder die Kinder erraten nicht die Begriffe der Großen...

Alles in Allem steckt hinter "Picassimo" zwar eine nette Spielidee, leider krankt das Spiel sowohl ein wenig an der Technik (hatte ich schon erwähnt, dass man die Tafeln durch die abgerundeten Kanten auf die Schnelle auch gar nie ganz richtig sauber bekommt?), als auch an der Begriffsauswahl. Empfehlen kann ich "Picassimo" dann vor allem den Gruppen, die eine recht homogene Spielerschaft aufweisen und die Spaß am Malen und Raten haben. Das Spiel kann spaßige Momente liefern, allerdings muss dann alles stimmen, was die Zusammensetzung der Spieler und ihre Feinmotorik angeht. Da das meistens an irgendeiner Stelle hakt, vergebe ich insgesamt nur durchschnittliche 5 Kultpunkte, wenngleich das Potential individuell durchaus größer sein kann, sodass ich auch nie grundsätzlich von diesem Spiel abraten würde.
...

 
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      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

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