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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2017 / 2018 (deutsche Ausgabe)
Verlag: Blue Orange /
Asmodee  ..i..
Autor: Hjalmar Hach
Grafik:
Sabrina Miramon
Spieleranzahl:
2 bis 4
Alter: ab 8 Jahren
(besser: ab 12 Jahren)
Spieldauer: ca. 45 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Photosynthese
...

Licht und Schatten

Lasst die Bäume sprießen! Nur, wer den Samen geschickt verteilt und die Bäume dem Sonnenlicht aussetzt, wird mit seinem Wald am Ende die Nase vorn haben!
 
 
Zunächst nimmt sich jeder Spieler sein farbiges Material. Dazu gehören ein Spielertableau, Samen der Baumart, 3-D-Bäume in drei Größen und ein Lichtmarker. Das Material wird weitgehend auf dem eigenen Tableau platziert. Was nicht auf die gekennzeichneten Felder passt, bleibt als Startfundus neben dem Tableau. Von hier aus kann es auf den großen Spielplan gesetzt werden.



Der große Spielplan gehört in die Tischmitte. Die Sonne wird an der Markierung platziert. Sie umläuft den Spielplan, sodass ringsum ein wenig Platz gelassen werden muss. Auf diesem Spielplan werden die Bäume angebaut und für Punkte am Ende abgeholzt. Jeder Spieler setzt reihum einen seiner Bäume ein, bis jeder Spieler 2 Bäume platzieren konnte. Die Punktekärtchen-Stapel werden an die jeweilige Spieleranzahl angepasst und so platziert, dass die höchsten Zahlen des jeweiligen Stapels immer absteigend ausliegen. Dann beginnt das Spiel.



Jede Runde verläuft in zwei Phasen: Sonnenscheinphase, Aktionsphase.

In der Sonnenscheinphase bewegt der Startspieler zunächst die Sonne um genau eine Ecke weiter. Der Spielplan beinhaltet sechs Ecken. Ist die Sonne einmal ringsum gewandert, endet die erste Runde. Nach drei kompletten Runden endet das Spiel. Das heißt also, schnell auf einen grünen Zweig kommen! Nur in der ersten Runde wird die Sonne nicht weiterbewegt, hier folgt sofort das Verteilen der Lichtpunkte. Dazu erhält jeder Spieler Punkte für jeden von der Sonne beschienenen eigenen Baum. Daran hindert allerdings jeder gleich hohe oder höhere Baum, der in Sonnenrichtung vor dem eigenen Baum steht. Dabei spielet es keine Rolle, ob der Schattenspender einem selbst gehört oder nicht.

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Um den Schatten richtig auszuwerten, müssen die Größen der Bäume bedacht werden. Ein Samen wirft keinen Schatten, erhält aber auch keine Lichtpunkte. Der Schatten eines kleinen Baumes fällt genau 1 Feld weit. Der Schatten eines mittleren Baumes verdunkelt zwei Felder und der große Baum macht gleich drei Felder Schatten. Für jeden von der Sonne beschienenen Baum erhält der Spieler Lichtpunkte entsprechend seiner Größe (1, 2, 3). Hat ein Spieler reihum seine Bäume ausgewertet, zieht der Spieler seinen Sonnenmarker um die entsprechende Anzahl Felder. Hiervon kann dann in der Aktionsphase eingekauft werden. Nach dem letzten Spieler beginnt nun die Aktionsphase.



Jetzt darf jeder Spieler reihum seine Lichtpunkte ausgeben, um seinen Wald zu verbessern. Er kann:
- Kaufen: Dabei kann er einen Baum oder Samen vom eigenen Tableau nehmen und in den Fundus daneben stellen. Das kostet den angegebenen Preis (1-5 Lichtpunkte). Es wird beim billigsten begonnen.
- Wachsen: Er kann einen Baum wachsen lassen. Auch hier ist der jeweilige Preis auf dem Tableau zu finden.
- Er kann einen Samen vom Fundus auf dem Spielplan platzieren. Dabei wird erneut die Größe des Baumes betrachtet. Kleine Bäume streuen ihren Samen ein Feld weit, mittlere 2 und große bis zu drei Felder weit aus.

Pro eigenem Baum auf dem Spielplan kann jeweils nur eine Aktion ausgeführt werden. Also kann man nicht in einem Zug einen Samen pflanzen und gleich noch daraus einen Baum wachsen lassen. Ansonsten kann gemacht werden, wozu man noch Lichtpunkte besitzt. Als Hilfestellung werden die einzelnen Aktionen immer gleich von den aktuellen Lichtpunkten abgezogen.



Als eine weitere Aktion gilt das Sammeln, also das Abholzen eines Baumes in größter Größe. Das kostet 4 Lichtpunkte. Dafür aber darf sich der Spieler das oberste Plättchen des Stapels nehmen, auf dessen Feld (1 bis 4 aufgedruckte Blätter) der abgeholzte Baum stand, je weiter in der Mitte des Spielplans, umso wertvoller ist er.

Hat der letzte Spieler die laufende Runde beendet, geht der Starspielermarker weiter und eine neue Runde beginnt. Nach der dritten vollendeten Runde endet das Spiel. Es gewinnt der Spieler, der durch Abholzen die höchste Anzahl von Punkten auf den Punktekärtchen erringen konnte.



Varianten: Wer mehr mag, kann auch mit vier Runden spielen. Und man kann das Anbauen erschweren, indem die Regel "Nicht im Schatten eines Baumes" eingeführt wird. Hier können im Schatten eines Baumes weder Samen gepflanzt werden, noch Bäume wachsen. [go]
 
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    Checkpoint
  PLUS:
P
optisch grandios!
ideal für alle Taktiker
tolles Thema
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Altersangabe zu niedrig!
eher mechanischer Ablauf
mitunter grübellastig
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Gabi: Wer hat auf der Essener Messe "SPIEL 2017" nicht ebenso wie ich auf dieses optisch starke Spiel reagiert? Ein echter Pappwald entsteht auf dem Spielplan. Die verschiedenen Baumarten lassen je nach Spieleranzahl einen reichlich bunten Mischwald emporsprießen. Ich, als ein ehemaliges Kind des Waldes, bin schon mal von der Optik begeistert. Die Tatsache der Papp-Materialien behindert das Spielgefühl kaum, alles passt und kann als adäquat bezeichnet werden, wenngleich die kleinen Bäumchen beim Aufstellen schon einmal auseinander fallen können. Das Zusammenstecken aus zwei Elementen geht aber fix. Insgesamt erscheint das Material durchdacht und in sich logisch. Die eigenen Tableaus enthalten alle Informationen, sodass nach einer Einstiegsrunde sofort alles ohne Anleitung abgelesen werden kann.

Das Spiel selbst kommt ohne jeglichen Glücksmoment aus. Das rein taktische Gefüge verursacht einen abstrakt anmutenden Beigeschmack, dem das Design aber eben deutlich widerspricht. Man sollte hier keine falschen Erwartungen haben. "Photosynthese" ist kein kuscheliges Familienspiel, sondern ein echtes Taktikspiel. Generell muss klug gespielt werden. Ein guter Standort für einen Baum, gutes Wachstum, all das muss bedacht werden, da die Schatten-Regel einem knallhart die Lichtpunkte streicht. Ein grober Fehler kann letztlich beizeiten den Sieg kosten. Da heißt es also: Gut Nachdenken vorm Geld, nein, Lichtpunkte ausgeben!

Wiederum können Grübler das Spielgefühl stören, wenn nicht gerade alle Beteiligten diese Eigenschaft und die entsprechende Geduld für ein solches Gegenüber besitzen. Zu zweit macht das Spiel Spaß. Hier kommt man sich wenig ins Gehege und der Waldanbau beschränkt sich vorwiegend auf die eigenen Fortschritte im Spiel. Bei vier Spielern hingegen wird das Gedränge groß - hier kommt eine gewaltige Menge gegnerische Behinderung dazu. Schließlich muss man ja den eigenen Bäumen zu mehr Wachstum verhelfen, um sie am Ende abzuholzen (fanden übrigens einige traurig...) und dafür Siegpunkte zu generieren. Eben diese Siegpunkte sind die einzige Möglichkeit, das Spiel zu gewinnen. Das und auch der recht regelarme Spielablauf lassen das Spiel vielleicht doch familientauglich erscheinen, wenngleich die Altersangabe "ab 8 Jahren" wohl gnadenlos zu niedrig angesetzt ist. Ab 10, besser ab 12 Jahren, werden die taktischen Zusammenhänge doch eher begriffen.

Schnell erlernt und mit erfahreneren Spielern auch schnell gespielt, bleibt das Spiel im eher unteren bis mittleren Anspruchs-Rahmen. Einzig die Schatten-Regel und die wandernden Lichtverhältnisse erhöhen den Anspruch. Es muss vorgeplant werden: Wann kommt wo das Licht an, und wie groß ist der Schatten der benachbarten Bäume. Ebenfalls bedacht muss der Tableau-Platz werden. Haben die getauschten Bäume keinen Platz mehr, werden sie aus dem Spiel genommen. Dann müssen in jeder Runde die Lichtverhältnisse neu geprüft werden. Das fällt am Anfang etwas schwerer. Genau dieser Aspekt jedoch lässt das Spiel auch erfrischend innovativ erscheinen. Ein neuer Spielaspekt, der auf jeden Fall in unserer Spielgruppe positiv bewertet wurde. Bemängelt wurde lediglich unter Vielspielern die kurze Rundenzahl, die das Aufbau-Gefühl zu schnell abwürgte. Die in der Anleitung bereits erwähnten vier Runden wurden dann bei diesen Spielern als angenehmer empfunden.

Fazit: "Photosynthese" ist ein optisch grandioses Spiel mit einem guten und passend gewählten Spielthema, das sich aber spielerisch in seiner eigentlich abstrakten Form vor allem an die Taktiker richtet.
.
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND 
...
   Manuel
   Gabi
   Matthias
   Jürgen
   Lutz
   Carsten
Ende
....
 

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