www.spielkult.de  

Kontakt    Impressum

Suche

 
   START | SPIELETESTS | VIDEOS | EXTRAS | LINKS | TREFF
    Themen          A bis Z          Neuheiten          Verlage          History  
 
 
Zurück zur Übersicht

Spiel-Fakten:

FamilieStrategie & AufbauWissen & RatenParty & KommunikationLogik & Kombination
KinderKarten
Würfel & GlückAktion & GeschicklichkeitLernen

Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2019
Verlag: Catch Up Games
Autoren: Henri Pym, Sylas
Grafik: Christine Alcouffe
Spieleranzahl:
1 bis 5
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer:
ca. 60 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   
   

 

 
Pharaon
...
Das Rad ins Jenseits
Als Kind des Pharaos streben wir bereits zu Lebzeiten im alten Ägypten nach dem Jenseits. Dazu müssen wir uns Zugang zu den verschiedenen Orten, wie der Grabkammer oder dem Opfergabenplatz, verschaffen und die Wünsche der Götter erfüllen ...
 

 
Der Spielplan wird aus fünf Segmenten beliebig zu einem Kreis zusammengesetzt, in die Mitte kommt das Aktionsrad. Dann werden einige Felder mit Plättchen und Karten bestückt.



Jeder Spieler erhält eine erste Statthalterkarter, die ihm Siegpunkte, aber auch einen bestimmten Vorteil bringt, zwei Joker-Ressourcen sowie die Wahl einer der ausliegenden Vasen. Die darauf abgebildeten Ressourcen nimmt der Spieler als Startressourcen mit in seinen Vorrat.



Gespielt werden 5 Runden. Jede Runde dauert so lange, bis jeder Spieler gepasst hat. Der Startspieler wählt als erster ein verfügbares Feld auf dem Aktionsrad. Je nach Spielerzahl stehen pro Segment drei oder vier Einsetzfelder in einer bestimmten Farbe zur Auswahl. Der Spieler muss dann eine farblich passende Ressource (oder einen Joker) auf ein solches freies Zugangsfeld legen. Dann darf er die Aktion des Segmentes ausführen, wobei die eigentliche Aktion auch wieder Ressourcen kostet. Die Ressource, die für den Zugang aufs Rad gelegt wurde, wird bei den Aktionskosten, sofern möglich, verrechnet, d.h. der Spieler spart sich bei der Bezahlung der Aktion eine Ressource in der entsprechenden Farbe des Zugangs.



Es gibt fünf verschiedene Orte:
- Für fünf unterschiedliche Ressourcen kann der Spieler einen ausliegenen Statthalter anwerben. Es gibt Karten mit Sofort-, Runden- und dauerhaftem Effekt (z.B. die Möglichkeit, den Zugang zu einem Segment mit der falschen Farbe zu bezahlen etc.). Zudem liefern die Karten Siegpunkte, teilweise in Abhängigkeit von bestimmten Voraussetzungen am Spielende.



- Für drei gleiche Ressourcen kann der Spieler einen ausliegenden Handwerker bezahlen, um die auf der Karte sichtbaren Punkte und Ressourcen zu erhalten.



- Der Spieler kann eine beliebige Ressource zahlen (das kann auch einfach die Zugangsressource sein), um sich zwei nebeneinander liegende Opfergabeplättchen zu nehmen (Joker, Siegpunkte, Ressourcen). Gegen Abgabe einer weiteren Ressource in dieser Farbe darf der Spieler sich ein zusätzliches Plättchen aus dem Bonusbereich dieses Segments nehmen.



- Der Spieler kann die geforderten Ressourcen zahlen, um im Nilgebiet eine von fünf Tauschaktionen durchzuführen. Dadurch erhält er neue Ressourcen und einen oder zwei Schritte auf den Fortschrittsleisten, die am Spielende Punkte bringen können.



- Der Spieler gibt die nötigen Ressourcen zum weiteren Ausbau der Grabkammer ab, d.h. er arbeitet sich Schritt für Schritt nach vorn - pro Aktion ist genau ein Schritt erlaubt. Je weiter der Spieler die Grabkammer ausbaut, umso mehr Punkte gibt es.



Bonus: Wer als Erster zwei Statthalter besitzt und den dritten Ausbau der Grabkammer erreicht hat, bekommt den 7-Punkte-Bonus-Marker, der am Spielende abgerechnet wird.



Wer in der laufenden Runde keine Aktion mehr ausführen möchte, passt. Dann stellt er sich auf die (von unten) erste noch freie Reihe der Pyramide und sucht sich ein Vase aus, um die abgebildeten Ressourcen für die nächste Runde zu erhalten. Spielen die anderen Spieler noch weiter, so darf ein Spieler, der gepasst hat, immer einen Schritt in der Pyramidenreihe nach vorn ziehen, wenn er regulär am Zug wäre. In der Pyramide gibt es Ressourcen, Joker oder Bonusplättchen als Boni.



Haben alle Spieler gepasst und sich eine Vase ausgesucht, endet die Runde. Alle eingesetzen Ressourcen werden vom Rad genommen, der Spielplan wird neu bestückt und das Aktionsrad um ein Segment weitergedreht, sodass sich die Zugangsfarben jedes Segments in jeder Runde ändern. Derjenige, der in der vorherigen Runde als Erster gepasst hat, beginnt als Startspieler die neue Runde.



Nach der fünften Runde endet das Spiel. Der Spieler, der in der letzen Runde als erster gepasst hat, bekommt noch einen 3-Punkte-Bonus. Dann folgt die Schlusswertung. Jedes Segment wird einzeln ausgewertet, zudem sind übrige Ressourcenplättchen noch Punkte wert.



Und es gibt noch die Wünsche der Götter. Die Vorgaben der Götter setzen sich an den fünf Schnittstellen des Spielplans aus zwei Aufgaben zusammen, die jeweils beide (!) erfüllt sein müssen, um die angebenen Punkte zu erhalten. Da jede Vorgabe nur für einen Gott gewertet werden kann, aber es immer zwei Wertungshälften pro Vorgabe gibt (z.B. an einer Stelle zwei rote Karten und drei Plättchen, an anderer Stelle zwei rote Karten und drei blaue etc.), muss der Spieler ggf. entscheiden, für welche Wertung er die erfüllte Vorgabe (im Beispiel also die zwei roten Karten) einsetzt. Natürlich kann der Spieler auch beide Vorgaben erfüllen, wenn er die Voraussetzung zweimal erfüllt (wenn er im Beispiel also mindestens vier rote Karten gesammelt hat). Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.



Das Spiel beinhaltet auch eine Solo-Variante, die dann die sogenannten "Verräterleisten" ins Spiel bringt.  [ih]
 
 ERKLÄRVIDEO
 
 Folgt SPIELKULT.de:
   Facebook     Twitter
     
    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
schöne Mischung aus Worker
   Placement- und Ressourcen-
   management
neuartiger Kniff beim Bezahlen 
   der Ressourcen
großer runder Spielplan macht
   auf dem Tisch etwas her
ENDE
  MINUS:
MINUS:
kommt insgesamt eher klassisch
   und ein wenig trocken rüber
die Götterwertung ist ein wenig
   unübersichtlich
das Rad lässt sich schwer auf dem
   Spielplan befestigen
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: Runde Spielbretter lösen irgendwie immer noch scheinbar automatisch einen "Spielen wollen"-Effekt aus, das beweist auch "Pharaon", als ich es bei unseren Spieletreffs erstmals auf den Tisch bringe. Der große, modular zusammengesetzte Spielplan macht definitiv was her, wenngleich er auch etwas schwierig mit dem Aktionsrad zu fixieren ist, da die Puzzlenasen eben durch das Rad verdeckt werden. Das gestaltet sich also als etwas fummelig, aber es betrifft halt nur die Vorbereitung. Die gesamte Gestaltung passt in ihren Farben zum Ägypten-Thema, mir persönlich ist sie aber etwas zu trocken, zu technisch geraten. Zweckmäßig ist sie allemal, niemand kann sich hier beschweren, das irgendetwas überladen wirkt. Qualitativ ist das Material auf jeden Fall gut.

Das Spiel an sich fühlt sich, wie das Thema, dann sehr klassisch an. Worker platzieren, Ressourcen tauschen, Punkte machen. Das ist alles bekannte Kost, die hier jedoch einige kleine schöne neue Kniffe bereithält. Zum einen wäre da die Doppeltnutzung der Ressourcen - erst als Worker, die ich einsetze, dann als Zahlungsmittel für Aktionen. Dass die Farben des Aktionsrades mit der zugehörigen Aktion verrechnet werden, ist der interessanteste Bestandteil des Spiels, denn dadurch ergeben sich - gepaart mit der Drehung des Rades nach jeder Runde - schöne taktische Überlegegungen, wann ich welche Aktion am effizientesten nutzen kann. Natürlich hat die Konkurrenz auch immer ein Wörtchen mitzureden, aber zumindest steht pro Spieler (beim Spiel bis maximal 4 Spielern) mindestens ein Einsetzfeld pro Segment und Runde zur Verfügung - also theoretisch. Manchmal braucht man dringend erst neue Ressourcen an der einen Stelle, um an der anderen Stelle etwas machen zu können - und schwupps, sind bereits alle Einsetzfelder belegt. Das Wegschnappen der Einsetzfelder, Plättchen und Karten ist der einzige Berührpunkt zwischen den Spielern. Um mehr Freiheiten zu bekommen, sind die Vorteile der Statthalter da keinesfalls zu unterschätzen!

Wie ich nun in den einzelnen Spielsegmenten Punkte mache, das ist wiederum ganz klassich. Mal steige ich Leisten empor, mal laufe ich Schritte nach vorn, mal erwerbe ich Plättchen, mal Karten, mal erhalte ich - warum auch immer - einen scheinbar erzwungenen 7-Punkte-Bonus, der thematisch nicht erklärbar ist.

Ein entscheidender Faktor in dem Spiel ist dabei wirklich gutes Ressourcenmanagement. Die Ressourcen sind nämlich grundsätzlich erst einmal Mangelware, von daher muss ich zusehen, dass ich auf jeden Fall in jeder Runde möglichst viele neue zusätzlich bekomme. Vergesse ich dies, kann es passieren, dass ich eine ganze Runde verschenke. Da ist schon Planung und Spielzugoptimierung angesagt, zu dem auch das Passen gehört. Leider kam dieses Bonuselement im Spiel mit mehr als 2 Spielern nur selten zum Tragen, da irgendwie immer alle eine meist gleiche Anzahl an Aktionen ausgeführt haben. Im Spiel zu zweit klaffte die Schere schon einmal weiter auseinander, wenn ein Spieler passende Plättchen zu mehreren Aktionen (inkl. Vergünstigungen) besaß, während beim anderen Spieler irgendwie nichts zusammenpassen wollte.

Die Endwertung war in unseren Partien meistens auch recht eng, die Götterwertung ist bisweilen etwas "friemelig", weil man gleich an mehreren Stellen gleichzeitig gucken muss, was man erfüllen kann. Habe ich ALLES erfüllt, muss ich mich um nichts kümmern, fehlen mir aber Dinge, so muss ich dann kurz durchrechnen, welche Wertungskombination am punketrächtigsten ist. Da waren Vielspieler im Vorteil, Wenig- und Gelegenheitsspieler brauchten länger, um zu verstehen, worauf es bei dieser Wertung ankommt. Der scheinbare modulare Aufbau verhilft dem Spiel grundsätzlich zu immer neuen Paarungen, da sich aber die Vorgaben an sich nicht ändern, fühlen sich die Partien doch stets rechts ähnlich an und erfahren nur durch die immer andere Ressourcen- und Kartenverteilung eine gewisse Varianz.

Das Spiel ist einfach zu meistern, was die Regeln angeht. Was man dann daraus persönlich spielerisch macht, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Es ist ein sympathisches Worker Placement-Spiel für alle, die gern mit Ressourcen jonglieren. Im Spiel zu zweit habe ich dabei die größte Freiheit bei der Aktionswahl, im Spiel zu fünft die kleinste. Das Spiel funktioniert aber mit jeder Spielerzahl, wobei die Downtime pro zusätzlichem Spieler halt ansteigt, da das Optimieren des eigenen Spielzuges auf jeden Fall zum Rechnen und Grübeln einlädt. Das ausgeglichenste Spielerlebnis zeigt sich im Spiel zu viert.

Trotz der neuen taktischen Kniffe, fühlt sich "Pharaon" eher wie ein guter Bekannter an. Eine richtige Spielstory gibt es nicht, die Illustrationen beschränken sich auch auf das Wesentliche. So sieht man zwar Ägypten vor sich, spürt das Thema aber nicht wirklich. Im Grunde ist das Ganze ein eher abstrakter Mechanimus, der auch mit jedem anderen Thema funktioniert hätte. Mir persönlich fehlt es da etwas an Story; wie auch schon die Gestaltung, wirkt das Spiel mit seinen Tauschaktionen auf mich eher trocken. Aus rein spielerischer Sicht ist "Pharaon" dennoch reizvoll.

Insgesamt ist "Pharaon" für mich kein neuer Überflieger des Genres, aber eben in allen Belangen grundsolide. Wer Fan des Genres ist, sollte sich das Spiel definitiv mal ansehen! Dafür gibt's von mir dann auch insgesamt gute 7 Kultpunkte (im Spiel zu viert mit der Tendenz zur 8) - mit dem Hinweis, dass ich die Solospiel-Variante nicht getestet habe, da ich generell kein Fan von Solospielen bin. Liest man die Regeln, kann man aber an der Stelle sagen, dass man sich dafür auf jeden Fall auch Mühe gegeben und eigene Spielelemente geschaffen hat.   

Beachtet auch unser > Video zum Spiel!
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND 
....
   André
   Annabell
   Ingo
   Ulf
Ende
 
 

   > So testen wir
       
    Alle Spiele
von A bis Z:

 
Auswahl
# A B C
D E F G
H I J K
L M N O
P Q R S
T U V W
X Y Z #
 

 

 

 

 

 
Anzeige

 
 

 

         
     
(C) SPIELKULT.de ^^^       Impressum       Datenschutz