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Genre: Würfel
Erscheinungsjahr:
2018
Verlag: Cranio Creations
Autor: Simone Luciani
Spieleranzahl:
2 bis 4
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer:
ca. 20 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Penk!
...

Penk sie, bevor du gepenkt wirst!
In diesem kleinen Würfelspiel aus der Roll-and-Write-Familie können wir durch schnelle Punkte den anderen Spielern Reihen und Spalten verwehren. Dies wäre nicht so schlimm, wenn nicht immer mindestens Dreiergruppen gesucht werden!
 
 
Jeder Spieler bekommt eine Seite vom Block und die sechs Würfel werden bereitgelegt. Nun solltet ihr euch noch Stifte besorgen, und der Startspieler kreuzt auf seinem Block das große rote "!" an. Schon kann es losgehen.



Die Spieler sind reihum am Zug. Wer an der Reihe ist, würfelt alle sechs Würfel. In bester "Kniffel"-Manier darf der Spieler bis zu zweimal nachwürfeln. Hierbei dürfen beliebige Würfel herausgelegt oder wieder hinzugenommen werden. Am Ende kann der Spieler mit seinen Würfeln bis zu drei Gruppen für eine Wertung bilden. Die Würfel zeigen die Zahlen von "1" bis "5" und einen Joker. Der Joker darf einer Gruppe zugeordnet werden und nimmt dann die Zahl dieser Gruppe an. Jede Gruppe kann maximal einen Joker besitzen, und ein Joker kann nicht alleine gewertet werden.



Beim Werten schaut der Spieler auf das Raster seines Wertungsblatts. Jede Spalte zeigt eine Zahl von "1" bis "5" und jede Reihe eine Anzahl von Würfeln, von einem bis zu fünf Würfeln. Hat der Spieler einer Gruppe von drei Würfeln mit einer "2" gesammelt, so darf er im zweiten Kästchen der dritten Reihe einen Kreis um die Zahl machen. Bei einer einzelnen "5" kann ein Kreis um die Zahl im fünften Kästchen der ersten Reihe gemacht werden. So platziert der Spieler bis zu 3 Kreise. Dann ist der nächste Spieler am Zug.

Füllt ein Spieler eine Reihe oder Spalte komplett mit Kreisen, so hat er einen "Penk". Nun müssen alle Spieler in dieser Reihe oder Spalte alle Felder, die noch nicht mit Kreisen versehen sind, mit einem X versehen. Somit sind diese Felder gesperrt und können nicht mehr gewertet werden.

Sollte ein Spieler nach allen drei Würfen keine Gruppe werten können, so muss er in einer Spalte alle freien Felder mit einem X versehen.



Das Spiel endet, wenn ein Spieler zwei Spalten gefüllt hat, egal ob mit Kreuzen oder Kreisen. Die Spieler spielen noch so lange weiter, bis der Startspieler an die Reihe käme, was er aber nicht mehr darf. Stattdessen werden die Punkte berechnet.

Gewertet werden alle Spalten und alle Zeilen, die mindestens drei (!) Kreise aufweisen. Andere Reihen und Spalten liefern 0 Punkte. In jeder Zeile und jeder Spalte, die gewertet werden, werden die Zahlen aufaddiert und dann werden alle Summen zusammengerechnet. Wer die höchste Summe hat, gewinnt. [ls]
 
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      Originalität, Regeln
 
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      Material, Umfang
 
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      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Lutz: Wir Brettspielrezensenten haben ein Problem. Wir sehen die Errungenschaften der modernen Spieleautoren - und wie die Leute dann immer wieder Traditionsspiele spielen. Die Spiele haben ja auch ihre Berechtigung, und es gibt ja auch Gründe, warum die sich schon so lange ihren Platz in jedem Spieleschrank gesichert haben. Trotzdem fühlen wir uns zur Missionierung berufen, und dies drückt sich manchmal als Geringschätzigkeit gegenüber den Klassikern aus, die nicht immer gerechtfertigt ist. "Kniffel" ist so ein Kandidat, ein Spiel für Freunde des Zockens und für Glückskinder. 2012 kam dann Qwixx (> Testbericht) raus, und auf einmal war das alte Genre der Spiele, bei denen man würfelt und dann etwas aufschreibt oder ankreuzt plötzlich wieder modern. Die kniffelesken Spiele sind zurück und ihe Popularität ist ungebrochen, siehe eben "Qwixx", "Qwinto" (> Testbericht), "Noch mal!" (> Testbericht), "Ganz schön clever" (> Testbericht), "Roll to the Top" (> Testbericht), "Würfelbingo" (> Testbericht) und und und ... . Der italienische Verlag Cranio Creations hat mit Autor Simone Luciani nun auch ein Roll-and-Write geliefert - "Penk!".

Material und (englische) Regeln sind schlicht. Bei den Regeln ist dies praktisch, denn "Penk!" ist in weniger als 5 Minuten erklärt und in 20 Minuten oder kürzerer Zeit gespielt. Auch ist der Platzbedarf recht gering, so dass es auch super überall hin mitgenommen werden kann. Wer jetzt noch vier kleine Stifte besitzt, der kann diese in die Schachtel legen, denn diese sind im Spiel nicht enthalten, und schon ist das Spiel überall einsatzbereit. Was allerdings auf viele Spiele dieses Genres zutrifft ...

Das schlichte Material spricht mich hingegen ästhetisch weniger an. Die sechs grünen Würfel sind eben einfach Würfel mit einem Joker statt der "6". Meine Würfelaugen waren leider mit etwas Versatz aufgedruckt. Das hat aufs Spiel keinen Einfluss. Es sieht nur einfach nicht gut aus. Auch das Design des Wertungsblatts finde ich etwas trist. Da machen "Qwixx" und "Noch mal!" einen viel besseren Job. Dies war für mich etwas überraschend, da Cranio mit Spielen wie "A Tale of Pirates" (> Testbericht) und "Lorenzo der Prächtige" (> Testbericht) doch sonst auch optisch schöne Spiele herausbringt, die tolles Material besitzen. Funktional ist das Material auf jeden Fall, aber eben nach meinem Geschmack nicht so hübsch.

Aber wie ist denn nun das Spiel? Es ist flott, aggressiv und durchaus spannend. Haben die Spieler die Schlusswertung und den "Penk" verstanden, laufen die Runden ganz schnell ab. Das ist super, denn ich war ja erst schon fast verwundert, dass ich im Zug des Gegners nichts mache, wo es ja mittlerweile bei vielen dieser Spiele zum guten Ton gehört, auch noch etwas mit dem gegnerischen Wurfergebnis anstellen zu können. Trotzdem sind die Züge der anderen Spieler wichtig. Hat ein anderer Spieler schon drei Kreise in einer Spalte oder Zeile, sollte ich mich darauf einstellen, dass diese bald geschlossen wird. Also schnell noch ein paar Kreise in der Reihe oder Spalte gesammelt. Was aber, wenn ihr gerade jetzt vier 3er gewürfelt habt? Mit der fünften 3 könnten ordentlich  Punkte geholt werden … wenn es denn genug Kreise in der Reihe oder Spalte am Spielende sind. Somit sind die eigenen Entscheidungen durchaus wichtig. Wie bei "Qwixx" fühlen wir uns so manches Mal von unseren Mitspielern gehetzt. Bei so einem kleinen Würfelspiel ist natürlich alles sehr glücksabhängig und es kann sicherlich schon mal das Ärgerlichste aller Ergebnisse dabei rauskommen, aber für ein solches Spiel war ich dann doch überrascht, wie oft gute oder sogar gewünschte Ergebnisse erzielt wurden.

"Penk!" hat bei den meisten Spielern ein positives Spielgefühl hinterlassen und trotzdem … Trotzdem kam auf die Frage, wie das Spiel denn empfunden wurde, meist nur ein "Okay", "Nett!" oder "It's alright!". Schlecht sei es nicht, das wurde immer betont, aber hinten übergeblasen war dann auch keiner. Handwerklich macht "Penk" alles richtig und es liegt an keinem spielmechanischen Fehler. Es liegt wohl einfach daran, dass "Penk!" zu viel richtig gute Konkurrenz hat. Spiele wie "Qwixx", "Noch mal!" oder "Ganz schön clever" sind einfach richtig gut und haben uns mit Innovationen verwöhnt. Würde ich die Konkurrenz nicht kennen, würde "Penk!" sicherlich 7 Kultpunkte abstauben, aber da es die Konkurrenz nun mal gibt, fällt "Penk!" ganz knapp auf die 6 Kultpunkte ab.
 
Fazit: Fans von Roll-and-Write-Spielen, die es gerne flott und etwas aggressiv mögen, sollten sich "Penk!" einmal ansehen, obwohl es rein optisch nicht so ansehnlich ist. Allerdings wird es nicht die Elite der kniffelesken Roll-and-Write-Spiele vom Thron stürzen.
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 
 

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