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Spiel-Fakten:

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Genre: Würfel
Erscheinungsjahr:
2018
Verlag: Zoch Verlag
Autor: Peter Jürgensen
Grafik:
Doris Matthäus
Spieleranzahl:
2 bis 5
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer:
ca. 20 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Initiative 

leer
     
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Pechvogel
...
Schwarz, schwärzer, Murphy!
Murphys Gesetz - wer kennt es nicht. Wenn es nicht läuft, geht es immer noch schlimmer. Da kann man nur hoffen, dass Murphy schnell wieder verschwindet und die Mitspieler ärgert …
 
 
"Pechvogel" benötigt nicht viel um für einen frustriert-lustigen Spielspaß zu sorgen. Dazu reicht schon eine Pechplatte, sieben Würfel, ein schwarzer Rabenmarker, genannt Murphy, und 15 Punktemarker, davon je drei Stück mit Werten von drei bis sieben.



Die Pechplatte, Murphy und die Punktemarker werden offen und für jeden Mitspieler gut erreichbar in die Tischmitte gelegt. Gehen wir einmal davon aus, dass ich der Startspieler bin. Ich würfle zu Beginn meines Zuges alle sieben Würfel. Nun suche mir eine meiner gewürfelten Augenzahlen aus.  Möglich sind Augenzahlen zwischen drei und sieben, dazu dann noch schwarze Raben, hier genannt Pechvögel. Von der ausgewählten Augenzahl lege ich alle Würfel auf die Pechplatte. Außerdem müssen auch alle gewürfelten Raben auf die Pechplatte gelegt werden. Nun nehme ich die restlichen Würfel und würfle erneut. Auch für diesen und eventuelle Folgewürfe gilt: Alle Raben und die zuerst ausgesuchte Würfelzahl müssen auf die  Pechplatte gelegt werden. 



Liegen dort zum Ende eines Würfelwurfes vier Würfel der gleichen Augenzahl, darf ich mir einen Punktemarker des entsprechenden Wertes entweder aus dem allgemeinen Vorrat nehmen, oder bei einem meiner Mitspieler klauen. Nehme ich den Punktemarker eines Mitspielers, muss ich einen anderen beliebigen Marker aus der Tischmitte entfernen. Punktemarker werden immer offen vor mir ausgelegt und nicht gestapelt! Habe ich drei Raben gewürfelt, erhalte ich stattdessen ein "Frustrat" aus dem Vorrat. Manchmal passiert sogar beides gleichzeitig und ich erhalt in einem Zug sowohl ein Punkteplättchen als auch ein Frustrat. Damit endet mein Zug und der nächste  Spieler versucht sein Pech – ähh, Glück.

Es kommt auch vor, dass man mehr als vier Würfel der ausgesuchten Zahl oder mehr als drei Raben würfelt. Dann waren wir "rabgierig" und erhalten zusätzlich zu einem Frustrat auch noch Murphy. Da die Frustrate und Murphy einige Minuspunkte bedeuten, möchte man diese natürlich auch wieder loswerden. Murphy kann man selbst jedoch nicht ablegen, er wandert von einem rabgierigen Spieler zum Nächsten. 



Mit Frustraten ist es etwas einfacher. Man kann durch das Ablegen eines Frustrats den gerade aktiven Mitspieler dazu zwingen, den letzten Würfelwurf zu wiederholen Dazu lege ich eines meiner Frustrate direkt nach einem Würfelwurf auf die Pechplatte. Jetzt können auch alle anderen Mitspieler eines ihrer Frustrate einsetzen. Es ist nämlich ziemlich frustrierend, wenn man gerade einen Punktemarker sicher hat, und die "lieben" Mitspieler zwingen mich dann, den letzten Würfelwurf zu wiederholen. Und setzen dann natürlich darauf, dass ich in diesem Zug noch mindestens drei Raben würfle. Sollte dies der Fall sein, muss ich alle abgelegten Frustrate meiner Mitspieler einsammeln. Sollte ich am Ende meines Zuges jedoch einen Punktemarker erhalten und maximal zwei Pechvögel auf der Pechplatte liegen haben, erhält jeder Mitspieler sein eingesetztes Frustrat zurück und ich darf für jeden dieser unverschämten Gegen-mich-Wetter noch eines aus meinem eigenen Vorrat oben drauf legen. Reichen meine eigenen Frustrate dazu nicht, erhalten die Mitspieler die zusätzlichen Frustrate aus dem allgemeinen Vorrat. 



Allerdings kann ich ein Frustat auch selbst einsetzen und dadurch meinen letzten Würfelwurf wiederholen. Während dieses Zuges dürfen meine Mitspieler dann kein Frustrat mehr gegen mich einsetzen. Allerdings dürfen Frustrate nie bei einem ersten eigenen Wurf, einem rabgierigen Wurf oder einen Wurf ohne Augenzahl bzw. Pechvogel eingesetzt werden. Habe ich bereits ein Frustrat eingesetzt,  um den letzten Würfelwurf zu wiederholen,  darf in meinem Zug kein weiteres Frustrat mehr eingesetzt werden – auch nicht von meinen Mitspielern. Umgekehrt ist es genauso. 

Befinden sich in der Tischmitte keine Punktemarker mehr, endet das Spiel sofort nach diesem Zug. Nun zählt jeder seine vor sich liegenden Punktemarker zusammen. Jedes Frustrat, das dann noch vor einem liegt, zählt drei Minuspunkte. Liegt auch noch Murphy vor einem, zählt jedes Frustrat sogar sieben Minuspunkte. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. Dies können allerdings auch die wenigsten Minuspunkte sein. [nm]
 
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   etwas farblos
Anleitung könnte besser sein
eer
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Nicole: "Pechvogel" ist so ein Spiel, das man entweder mag oder nicht. Allerdings muss man zuerst eine nicht unwesentliche Hürde auf sich nehmen - die Spielregel. Meiner Meinung nach werden Gelegenheitsspieler damit ihre Schwierigkeiten haben. Ich habe auch einige Spielrunden gebraucht, um zu merken, wann die Frustrate zu mir kommen und wie ich sie einsetzen kann. Da hat mich "Pechvogel" anfangs zur Verzweiflung gebracht! 

Das Material ist sehr farblos aber zweckmäßig. Das schreckt bestimmt auch viele Spieler erst einmal ab. So war es zumindest bei meiner Freundin,  die immer auf der Suche nach "schnellen" Spielen ist.  Man sieht halt schwarz und etwas weiß. Als wir es in unserer Spielerunde zusammen gespielt haben, hat es ihr vom Spielreiz gut gefallen. Ein wirklicher Hingucker sind die echten schwarzen Granitsteine, die das Spielmaterial doch sehr aufwerten. Kleiner Hinweis: auch wenn alle Granitsteine verteilt wurden: sie sind nicht endlich! 

Spielt man Pechvogel zu zweit, ist es ein richtiges Duell. Dem "Gegner" darf man nichts gönnen. Also Frustrate einsetzen! Und versuchen, die bereits gesammelten Punktemarker beim Mitspieler zu stehlen. 

Richtig Fahrt kommt beim Spiel zu dritt, viert oder fünft auf. Ganz getreu dem Motto: "Jeder ist sich selbst der Nächste" versucht man auch hier die höchsten Punktemarker zu erspielen. Und denkt der nette Mitspieler gerade, dass er sich mit dem aktuellen Würfelwurf deinen Siebener-Punktemarker klauen kann?  Dann setz doch, sofern noch nicht geschehen,  ein Frustrat gegen ihn ein und erzwinge so eine Wiederholung des Würfelwurfs! Und deine Mitspieler dürfen - und sollten - ruhig mitziehen. Denn die schwarzen Raben kommen öfter als gewünscht und vor allem dann, wenn man sie nicht gebrauchen kann! Allerdings besteht natürlich auch das Risiko, das eingesetzte und noch ein zusätzliches Frustrat zurückzubekommen, wenn das Würfelglück auf der Seite des aktiven Spielers ist. Also vielleicht doch warten, bis ich wieder an der Reihe bin und das Frustrat für meinen eigenen Würfelwurf einsetzen? Dann können wenigstens meine Mitspieler mich nicht mehr zum erneuten Würfeln zwingen ... Also, um es auf den Punkt zu bringen: Bei "Pechvogel" ist es wie so oft: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! 

Etwas schwieriger zu gewinnen ist es, wenn Murphy vor mir liegt und dann noch Frustrate dazukommen. Von so vielen Minuspunkten – immerhin sieben pro Frustrat - muss man erst einmal runterkommen. Dann heißt es, die Frustrate geschickt einsetzen und nach Möglichkeit loswerden. Liegen bereits zwei Raben und erst zwei Augenwürfel auf der Pechplatte, mein Mitspieler würfelt in einem Wurf nun noch zwei passende Augenwürfel - dann nichts wie rein mit einem Frustrat und den Würfelwurf wiederholen lassen! Mal sehen, was Murphys Gesetz mir so bringt ...

Mit einer Spieldauer von gut 20 Minuten kommt keine Langeweile auf, vor allem, da jeder Mitspieler aufpassen sollte, was gerade gewürfelt wird und wie man den aktiven Spieler durch das Einsetzen der Frustrate bremsen kann. 

Hat man die Spielregel zu "Pechvogel" erst einmal verinnerlicht und kann es Mitspielern erklären, ohne die Spielregel vorlesen zu müssen, macht es in der richtigen Runde viel Spaß! "Pechvogel" erhält daher von mir rabenschwarze sieben Kultpunkte.
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND 
...
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