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Spiel-Fakten:

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Genre: Karten
Erscheinungsjahr:
2019
Verlag: Abacusspiele
Autoren: Christian Fiore, Knut Happel
Grafik: Fiore GmbH
Spieleranzahl:
2 bis 6
Alter: ab 6 Jahren
Spieldauer:
ca. 15 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Pearls
...
Perlentaucher
Ihr taucht hinab in die mystische Unterwasserwelt, sammelt dort wertvolle - und weniger wertvolle - Perlen, die ihr dann auf dem Markt idealerweise als Perlenketten verkauft, doch der Bedarf an Ketten ist eingeschränkt, und die Konkurrenz kann groß sein!
 
 
Die Perlenkarten werden gut gemischt und jeder Spieler erhält sechs Karten auf die Hand. Zudem werden sechs Karten als offene Auslage in die Tischmitte gelegt. Die zehn Perlenkettenkarten werden separat ausgelegt, sie haben Werte zwischen 4 und 9, wobei die Werte 5 bis 8 doppelt vorkommen.



Das Spiel ist simpel. Gespielt wird reihum. Wer am Zug ist, hat die Wahl aus zwei Optionen:

Option (A): Karten nehmen
Der Spieler nimmt sich sämtliche (!) Karten einer (!) Farbe aus der offen ausliegenden Kartenreihe der Tischmitte. Achtung: Überschreitet der Spieler durch das Aufnahmen der Karten das Limit von 10 Handkarten, darf er diese Karten nicht nehmen! Er muss sich entweder für eine andere Farbe entscheiden oder, sollte das nicht möglich sein, da keine passende Kartenkombination in der Mitte liegt oder der Spieler bereits zehn Karten auf der Hand hält, Option (B) wählen, was er natürlich so oder so auch immer freiwillig machen kann.



Option (B): Karten ausspielen
Der Spieler spielt beliebig viele Karten einer (!) Farbe aus, zeigt die Anzahl seinen Mitspielern und sammelt die Karten dann auf seinem persönlichen Ablagestapel, der am Spielende in Siegpunkte umgewandelt wird. Sollte die Anzahl der ausgespielten Karten exakt mit einer noch ausliegenden Perlenkettenkarte übereinstimmen, so erhält der Spieler die Perlenkette hinzu; das sind dann noch einmal Siegpunkte am Spielende.



Ein Spieler kann ein Set, das er ausspielt, auch mit schwarzen Joker-Karten ergänzen, um auf eine bestimmte Anzahl an Karten zu kommen, die ihm eine Perlenkette einbringt, allerdings zählen eingesetzte Joker am Spielende als 0 Punkte, während alle anderen gespielten Karten immer dem aufgedruckten Wert entsprechen. Karten mit niedrigerem Wert sind dabei deutlich öfter im Spiel vorhanden als Karten mit hohem Wert (höchster Wert: 5). Die Anzahl der in dieser Farbe vorhandenen Karten ist auch in kleinerer Schrift auf jeder Karte vermerkt.



Das Spiel geht in die letzte Runde, wenn entweder keine Karten mehr zum Nachfüllen der allgemeinen Auslage in der Tischmitte vorhanden sind oder aber die letzte Perlenkette genommen wurde. Jeder Spieler hat nun noch ein letztes Mal die Möglichkeit, ein Set auszuspielen (wobei auch eine einzelne Karte als Set gelten kann). Danach zählen die Spieler sämtliche Punkte auf den Karten ihres persönlichen Ablagestapels (sowohl von ausgespielten Perlensets als auch von ggf. erhaltenen Perlenketten), übrige Handkarten zählen als Minuspunkte. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. [ih]
 
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  PLUS:
PLUS:
flott gespieltes Kartenspiel
   mit simplem Regeln
schöne Optik
ENDE
  MINUS:
MINUS:
spielerzahlabhängiger Verlauf
teilweise sehr glückslastig
eer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: Offenbar hat es den Autoren Christian Fiore und Knut Happel in der Spielesaison 2018/2019 die Unterwasserwelt angetan. Nach dem Brettspiel "Atlantica" (> Testbericht), das im Herbst 2018 bei Piatnik erschien, folgt Anfang 2019 nun "Pearls" bei Abacusspiele. Die Karten haben eine gute Qualität und wurden thematisch erneut hübsch illustriert; die Verteilung der Karten wurde, wie auch bei "Atlantica", als zusätzliche Info auf den Karten festgehalten, sodass es am meisten Sinn macht, stets mit ALLEN Karten zu spielen und keine Karten auszusortieren, auch wenn weniger Spieler mitspielen. Weniger Spieler? Genau, das Spiel lässt sich nämlich auch in größeren Runden spielen. Die Spielerzahl darf zwischen 2 und 6 Spielern schwanken, sodass sich das Spiel, das als Familienspiel eingeordnet wird, mit seiner kurzen Spieldauer auch als lockeres Einstiegs- oder Absackerspiel an einem längeren Spieleabend empfiehlt.

Das Spielprinzip ist simpel (Karten nehmen oder spielen), aber durchaus raffiniert. Stets geht es darum, wertvolle Sets zu bilden bzw. Sets, die einem eine der begehrten Bonuskarten (Perlenketten) liefern. Doch das ist dann in der Praxis gar nicht so einfach. Da wäre zum einen das Handkartenlimit. Angenommen, ich habe bereits sieben Karten auf der Hand, sechs davon sind gelb, und mit den drei ausliegenden gelben Karten in der Tischmitte könnte ich mein Set auf neun gelbe Karten steigern, ohne das Handkartenlimit zu überschreiten ... Dann bekäme ich die begehrte 9er-Kette! WENN, ja wenn da nicht die Mitspieler wären. Dabei muss mir mein Vordermann nicht einmal meine gewünschten Karten vor der Nase wegstehlen, es reicht auch schon, wenn er eine andere Karte auswählt und Fortuna dann vom Nachziehstapel eine weitere gelbe Karte in die Auslage bringt. Schwups, liegen da schon vier gelbe Karten, die ich zwar gern hätte, aber nicht mehr nehmen darf, da ich ja bereits sieben Karten auf der Hand halte und die vier weiteren dann mein Handkartenlimit sprengen würden. Anders als in anderen Spielen dieser Art, darf ich nämlich bei "Pearls" auch während meines Zuges nie über das Limit geraten. Das ist ein netter Kniff, der mich dazu bringt, regelmäßig Karten ausspielen zu müssen, um mir wieder die Hand freizuspielen. Natürlich möchte ich dies dann lieber mit wertvolleren Karten machen als mit einer 6er-Kombo an 1er-Karten, wenn gerade keine 6er-Perlenkette mehr ausliegt. Das Set würde ich ich dann lieber im nächsten Umlauf erweitern, doch auch hier ist das Timing von Bedeutung. Bin ich einfach zu langsam, sind meine gewünschten Perlenketten dann auch schon plötzlich zu den Mitspielern gewandert. Das Kartenmanagement ist also bei "Pearls" die treibende Kraft.

Nun kann man also bei diesem Spiel schon taktieren, allerdings überwiegt dann doch oft das Glück. So etwas muss man dann einfach mögen. Unsere reinen Taktiker in der Runde konnten dem Spiel weniger abgewinnen als die, die sich auch gern mal auf ein lockeres Push-your-luck-Spielchen einlassen oder insgesamt einfach auch simplere Spiele bevorzugen. So ist es durchaus möglich, dass einem Spieler aus purem Zufall wiederholt Leckerbissen auf dem Silbertablett serviert werden (z.B. gleich zwei zufällig gezogene 5er-Karten, was ja mal direkt 10 Siegpunkte beim Ausspielen bedeutet), während andere Spieler immer exakt in ihrem Zug nur Karten in der Auslage vorfinden, mit denen sich gerade so gar nichts anfangen können. Das geht für mich in so einem schnellen Spiel (wir haben wohl für jede Partie gerade mal 10 Minuten gebraucht) aber durchaus in Ordnung, denn die Zeit reicht doch auch meist für eine schnelle Wiederholungspartie, und dann sieht die Sache doch meist schon wieder ganz anders aus. Glückssträhnen relativieren sich dann oft. Dennoch: Ja, das Glück kann hier eine entscheidende Rolle spielen, das ist einfach so.

Von entscheidender Bedeutung für den gesamten Spielverlauf ist auch die Spielerzahl. Während das Spiel zu zweit etwas planbarer und taktischer wird (ich sage "etwas", weil natürlich immer noch die zufälllige Kartenauslage mitbestimmt, was ich machen kann), wird es in Vollbesetzung zunehmend unberechenbar, da sich die Auslage durch die anderen Spieler durch eigentlich immer grundlegend ändert bis zum nächsten eigenen Zug. Zu sechst kommt man dann auch deutlich seltener dazu, Perlenketten abzustauben, da die Sitzreihenfolge dann oftmals noch stärker von Bedeutung ist, wenn es um das Eintauschen bestimmter Sets geht. Ich persönliche empfinde das Spiel zu viert oder fünft am besten, zu dritt ist es auch noch gut spielbar. Zu zweit oder zu sechst funktioniert es auch, ja, aber das wäre eher meine zweite Wahl für dieses Spiel.

Da ich ein Freund von kleinen neckischen Zwischendurch-Spielen bin, bei denen man eine Mischung aus Taktik und Glück geliefert bekommt, eine Art Punkte-Wettrennen absolviert und auch mal die Mitspieler ärgern kann bzw. sie sich ärgern sieht oder auch sich selber mal ärgert - aber eben umgekehrt auch freut, wenn alles perfekt läuft, bin ich auch ein Freund von "Pearls". Ich finde das kleine Spielchen sehr sympathisch, und das nicht in seiner Wohlfühl-Optik. Der Ablauf ist simpel und fluffig, es ist quasi mit jedermann spielbar, man braucht nicht viel nachzudenken, sondern kann beim Spielen relaxen, und die sehr kurze Spieldauer verhindert, dass sich jemand allzu sehr über sein Kartenpech ärgert. Einzig die Spielerzahl verändert in meinen Augen eine Partie nicht allzu wenig. Und noch einmal die Warnung: Man muss mit Glück im Spiel klarkommen können. Wer das nicht kann, ist hier falsch. Allen anderen kann ich auf jeden Fall eine Empfehlung aussprechen. Wer Spiele wie "Skyjo" (> Testbericht) mag, eine schnellere, raffiniertere Alternative zu Sammelspielen wie "Phase 10" & Co. sucht oder Spiele wie "Jaipur" in simplerer Form spielen möchte, wird definitiv Gefallen an "Pearls" finden! Ich vergebe insgesamt gute 7 Kultpunkte (mit einem Punkt Abweichung nach oben oder unten, je nach Spielerzahl) für diese kleine Perle unter den lockeren Kartenspielen, bei denen man sowohl sein Glück herausfordert, als auch gleichzeitig kleine taktische Spielzüge machen kann!
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND 
....
   Anne
   Gerhild
   Ingo
   Andreas
Ende
 
 

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