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Spiel-Fakten:

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Genre: Kartenspiel
Erscheinungsjahr: 2014
Verlag: Schmidt Spiele  ..i..
Autor: Naoki Homma
Spieleranzahl: 2 bis 6
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Parade
 
An der Kaffeetafel des Hutmachers

Bei diesem kleinen Spiel legt ihr eine Kartenparade, hofft dabei, keine Karten nehmen zu müssen - oder manchmal eben doch. Verwirrend? Nein, ganz einfach!

     

So funktioniert's:
Die Karten von 1 bis 10 in 6 Farben werden gemischt. Fünf werden an jeden Spieler verdeckt ausgeteilt und sechs werden offen nebeneinander als Parade ausgelegt. Der Zahlenstrahl wird neben die Karten gelegt, so dass die 1 unter der vordersten Karte ist und der Platz über der 0 leer bleibt. Ein Startspieler wird bestimmt, und er beginnt das Spiel.


Kommt ein Spieler an die Reihe, so muss er eine Karte von seinen Handkarten offen auf den Platz der 0 legen. Nun wird kontrolliert, ob, und wenn ja, welche Karten der Spieler nehmen muss. Es sind so viele Karten hinter der gelegten Karte, wie dem Wert der gelegten Karte entspricht, gesichert. Also wird z.B. eine 3 gelegt, sind die Karten auf den Plätzen 1, 2 und 3 sicher, d.h. diese müssen auf keinen Fall genommen werden. Alle anderen Karten, die die gleiche Farbe wie die gelegte Karte, und / oder einen kleiner oder gleichen Wert wie die gelegte Karte haben, müssen vom Spieler genommen werden und offen vor ihm ausgelegt werden. Danach werden durch Zusammenschieben Lücken in der Parade geschlossen und der Zahlenstreifen wieder so hingelegt, dass die vorderste Karte über der 1 liegt. Der Spieler zieht eine Karte, so dass er wieder fünf Karten hat. Der nächste Spieler ist dran.
 ..

Wird die letzte Karte des Kartenstapels genommen, macht jeder Spieler noch einen Zug. Von den vier verbliebenden Handkarten sucht sich jeder Spieler zwei Karten für seine Auslage und zwei Karten zum Abwerfen aus. Danach wird geschaut, wer in welcher Farbe die meisten Karten hat. Hat ein Spieler die Mehrheit in einer Farbe, so ist jede Karte dieser Farbe einen Minuspunk wert. Jede andere Karte vor dem Spieler ist ihren Wert in Minuspunkten wert. Der Spieler mit den wenigsten Minuspunkten gewinnt. [ls]
 
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  PLUS:
PLUS:
schnell gelernt
flüssiger Ablauf
   ENDE
  MINUS:
MINUS:
geringe Spieltiefe
wenig Spannung

leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
  *
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Lutz: Sooo, da hieß es, ich darf "Parade" rezensieren und ich dachte: "Oh, das Alice im Wunderland-Spiel." Ja neee, das Spiel besteht einfach nur aus abstrakten Zahlenkarten in 6 Farben und einem Zahlenstreifen. Wie komme ich also auf Alice im Wunderland? Ein wenig Recherche zeigte, dass die Version, die von den Japanern ursprünglich veröffentlicht wurde, mit Alice im Wunderland-Motiven verziert war. Und auch die Geschichte der Parade im Wunderland ist sinnvoll mit dem Spielverlauf verknüpft. Ich persönlich mag Alice im Wunderland und hätte mich über dieses Design sehr gefreut. Die Entscheidung von Schmidt Spiele zu abstrakten Karten finde ich dementsprechend nicht gut, aber vielleicht wollte Schmidt Spiele nicht zu sehr in der Kinderspielecke landen.
 
Das Spiel ist allerdings sehr gut für Kinder geeignet. Sie lernen zählen sowie was größer und kleiner ist. Für den fortgeschrittenen Spieler hält "Parade" leider nur Belanglosigkeit bereit. Jeder macht seinen Zug und versucht so wenig Karten wie möglich zu bekommen, und wenn er irgendwo viele Punkte in einer Farbe hat, versucht er eben die Mehrheit zu erlangen. Wie ein richtiger Einfluss auf den Spielverlauf fühlt sich das nicht an. Ein wenig Spannung kommt auf, wenn es beim Erlangen der Mehrheiten knapp wird, aber oft ist dies auch schon vorm Ausspielen der letzten beiden Karten eindeutig geklärt. Bei meinen Partien wirkte das Spiel trotz des flüssigen Spielverlaufs mit geringer Wartezeit irgendwie langatmig. Ich glaube allerdings, dass dies nur für den fortgeschrittenen Spieler gilt. Familienspieler können Parade sicherlich etwas abgewinnen. Es spielt sich wie gesagt sehr flüssig, so dass niemand lange warten muss und schnell gelernt ist das Spiel auch.
 
Zu zweit ist Parade nochmal etwas spannender. Die Züge werden planbarer und die Mehrheiten werden härter umkämpft, da ja der gesamt Stapel durchgespielt werden muss.
 
Wo wir schon beim Spielende sind: Schmidt Spiele hat mit dem Alice im Wunderland-Design auch eine weitere Version des Spielendes entfernt. In der japanischen Version endet das Spiel auch, wenn ein Spieler alle 6 Farben gesammelt hat. Einerseits bringt dies die interessante Möglichkeit ins Spiel, bewusst ein Spielende herbei zu führen, wobei dies mit dem Preis kommt, vorher dafür Karten zu sammeln. Andererseits ist das Spiel sehr unspannend, wenn es vorzeitig endet. Wird der Stapel durchgespielt, so sind eben die Wettrennen um die Mehrheiten deutlich wichtiger. Ich hätte es schön gefunden, wenn Schmidt Spiele dies zumindest als Variante in die Anleitung aufgenommen hätte.
 
"Parade" ist allerdings schnell gelernt und auch schnell aufgebaut. Der einzige Wermutstropfen hier ist, dass sich die Kartenparade immer über den Tisch wandert und man sich dann wünscht man säße, wie Alice, an der ewig langen Kaffeetafel des Hutmachers...

* Hinweis zur Ausstattung: Solide, aber Abwertung aufgrund der abstrakten Karten, denen das schöne Alice im Wunderland-Thema der Originalversion genommen wurde.
..
    
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
     
 
     

Ingo: So schlimm wie Lutz empfinde ich "Parade" nun wirklich nicht. Es ist ein schönes, schnelles Kartenspiel, ideal für zwischendurch, ebenso ideal als Familienspiel mit Kindern oder als 2-Spieler-Spiel. Der Ablauf reißt mich zwar auch nicht vollends vom Hocker; es spielt sich etwas im "6 nimmt"-Stil, wenn für mich auch nicht mit dem gleichen Spannungsbogen. Aber da habe ich auch schon deutlich schlechtere Spiele gespielt. Also, von mir gibt's für den Spielablauf als lockeres Familienkartenspiel noch gute 6 Punkte.

Das Design ist in der Tat etwas dröge geraten. Auch wenn ich mir jetzt nicht zwingend das Alice-im-Wunderland-Thema des Orginals herbeiwünsche, so hätte man mit thematischen Karten doch etwas mehr Atmosphäre geschaffen als beim rein abstrakten Zahlenlegen. Das nimmt dem Spiel schon etwas an Reiz (insbesondere, wenn man mit Kindern spielt), zudem ist das ständige Zahlenstrahl-Verschieben ein wenig nervig. Insgesamt ist mir das Spiel 5 bis 6 Punkte wert.
 

 
   KULT-FAKTOR
      Zweitmeinung
 
Ende
 
 
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