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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2008
Verlag: Pegasus Spiele  ..i..
Autor: Matt Leacock
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: ca. 45 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   
   
   
   
   
 
   
   
   
 
  Pandemie
 
Spielerische Seuchenbekämpfung
Tödliche Seuchen bedrohen die Welt. Die Zeit rennt - jetzt sind Sie als Spezialistenteam gefragt! Finden Sie rechtzeitig ein Gegenmittel?
 

     

Die Weltbevölkerung wird von vier tödlichen Seuchen heimgesucht, die sich mit hoher Geschwindigkeit ausbreiten. Als Spezialisten mit besonderen Fähigkeiten müssen die Spieler  kooperieren und als Team zusammenarbeiten.


Der Spielplan zeigt die Weltkarte mit insgesamt 48 Städten, die von Suchen bedroht sind.
   
Die einzelnen Seuchen werden durch die vier verschiedenen Farbwürfel repräsentiert.
   

Da gilt es, Fähigkeiten zielgerichtet einzusetzen und gemeinsam eine Strategie zu entwickeln, um die Erde von den Seuchen zu befreien und weitere Ausbreitungen zu verhindern. Dazu müssen zu allen vier Seuchen Gegenmittel entdeckt werden. Nur als Team ist dies zu schaffen. Gelingt das Vorhaben nicht, ist die Erde verloren...

So funktioniert's:
Auf dem Spielplan ist die Erde mit 48 Städten abgebildet. Jeder Spieler bekommt zu Beginn eine Rolle (Logistiker, Betriebsexperte, Wissenschaftler, Arzt und Forscherin) mit besonderen Fähigkeiten zugeteilt. Diese Stärken geben den einzelnen Mitspielern zusätzliche Handlungsmöglichkeiten an die Hand, welche für den Gewinn der Expedition entscheidend sein können. Da sich das Team jedes Mal in der Zusammensetzung der Charaktere unterscheidet, verläuft jedes Spiel anders und für Abwechslung ist somit gesorgt.


Die Seuchen breiten sich im Laufe des Spiels rasend schnell aus.
   
Infektion! Die Karte zeigt an, dass die Stadt Sao Paulo betroffen ist
   

Die vier unterschiedlichen Krankheiten, werde durch kleine „Seuchenwürfel“ – gelb, rot, blau und schwarz repräsentiert. Ein Gegenmittel kann immer nur dann gefunden werden, wenn ein Spieler 5 gleichfarbige Karten besitzt und seine Figur sich in einer Stadt mit einem Forschungslabor befindet. Während des Spiels kommt es immer wieder zu neuen Ausbrüchen und Ansteckungen, so dass sich die Seuchen rasend schnell über den ganzen Spielplan ausbreiten. Das Team muss dies rechtzeitig verhindern und die Verbreitung möglichst früh stoppen, damit am Ende nicht das „Spiel“ gewinnt. Dies kommt häufiger vor, als man denkt.

Vorbereitung
Das Expertenteam startet seine Exkursionen von der Stadt Atlanta aus, welche zu Beginn die einzige Stadt mit einem Forschungslabor ist. 

Im Spiel gibt es drei verschiedene Kartenarten:
- Spielerkarten enthalten Städte oder Ereignisse
- Epidemiekarten kündigen einen Ausbruch an
- Infektionskarten zeigen die Städte an, in denen es zum Ausbruch kommt.

Die Spieler bekommen je nach Spieleranzahl 2 bis 4 Spielerkarten auf die Hand. Die restlichen Spielerkarten werden je nach Schwierigkeitsgrad (Einführungsspiel, Standardspiel oder Heldenspiel) in 4 bis 6 gleich große Zugstapel aufgeteilt. In jeden Stapel wird eine Epidemiekarte untergemischt. Die restlichen Epidemiekarten kommen aus dem Spiel. Anschließend werden die 4-6 Einzelstapel wieder übereinandergelegt und bilden somit den Spielerzugstapel.

Die Infektionskarten werden gemischt und als Infektions-Zugstapel verdeckt auf dem Spielplan abgelegt. Zu Beginn werden 9 Infektionskarten gezogen. Diese zeigen die Städte an, wo die Krankheiten als erstes ausbrechen. Die ersten drei Städte, bekommen jeweils drei Würfel, die nächsten drei Städte je zwei und die letzten drei Städte je einen Würfel mit der entsprechenden Farbe. Eine Stadt darf nicht mehr als drei Würfel besitzen, da es sonst zu einem Ausbruch auskommt und sich die Seuche in die benachbarten Städte ausbreitet. Dies kann zu wiederum zu einer unliebsamen Kettenreaktion führen, doch dazu später mehr.

Jeder Spieler darf in seinem Zug max. 4 Aktionen ausführen. Anschließend zieht er  zwei Spielerkarten auf die Hand nach. Dann zieht er so viele Infektionskarten nach wie es der aktuellen Infektionsrate entspricht. In diesen Städten gibt es dann wieder erneute Krankheitsausbrüche.


Mit dem grünen Chip wird die Infektionsrate markiert.
   
Der Ausbruchmarker rückt nach jedem neuen Ausbruch einer Seuche um ein Feld weiter.
   

Der Startspieler beginnt mit seinen vier Aktionen. Es stehen folgende zur Auswahl:

Bewegungsaktionen
-
Auto (oder Fähre): Der Spieler bewegt seine Spielfigur in eine benachbarte Stadt.

- Direktflug: Der Spieler bewegt seine Figur in eine beliebige Stadt, welche er als Karte auf der Hand hat. Die Karte wird anschließend abgegeben.

- Charterflug: Wenn die Spielfigur eines Spielers in einer Stadt steht, deren Karte er besitzt, kann er in jede beliebige Stadt reisen. Die Karte wird anschließend abgegeben.

- Zubringerflug: Von einer Stadt mit einem Forschungslabor kann in eine andere Stadt mit Forschungslabor gereist werden.

Sonderaktionen
-
Forschungslabor errichten: Besitzt der Spieler die Karte der Stadt, in der sich gerade seine Spielfigur befindet, kann er in dieser Stadt ein Forschungslabor errichten.

- Gegenmittel entdecken: Befindet sich die Spielfigur eines Spielers in einer Stadt mit einem Forschungslabor und der Spieler besitzt zudem 5 gleichfarbige Spielerkarten, hat er das Gegenmittel dieser Seuche (Farbe) entdeckt.

- Seuche behandeln: Entfernen eines Seuchenwürfels kostet eine Aktion. Ist jedoch schon ein Gegenmittel der Seuche (Farbe) entdeckt worden, können alle Seuchenwürfel in einer Stadt entfernt werden. Dies kostet ebenfalls eine Aktion.

- Wissen teilen: Befinden sich zwei Spieler in einer Stadt und ein Spieler besitzt die Karte mit der Stadt, kann diese Karte an den anderen Spieler weitergegeben werden.


Jeder Spieler erhält vor Spielbeginn eine Personenrolle, die ihm bestimmte Fähigkeiten beschert.
   
Tipp:  Zu vielen Spielen präsentiert SPIELKULT.de kostenlose Erklärvideos!
   

Der Spieler kann seine 4 Aktionen in beliebiger Reihenfolge und/oder Häufigkeit ausführen. Dabei kann er jederzeit seine Spezialfähigkeiten taktisch einsetzen:
- Arzt:    Kann immer alle Seuchenwürfel bei der Aktion „Seuche behandeln“ entfernen. Wenn ein Gegenmittel vorhanden ist, kostet ihn das keine Aktion.

- Betriebsexperte: Kann ein Forschungslabor errichten, ohne dafür eine Karte zahlen zu müssen.  

- Wissenschaftler: Braucht für die Entdeckung eines Gegenmittels nur vier gleichfarbige Karten anstatt fünf.

- Forscher: Kann jede „Stadtkarte“ an einem Mitspieler übergeben.

- Dispatcher: Kann als Aktion Mitspielfiguren bewegen und/oder eine beliebige Spielfigur zu einem Mitspieler setzen.

Hat der Spieler seine 4 Aktionen durchgeführt, zieht er 2 Karten nach. Dabei gilt ein Kartenlimit von 7 Karten. Überzählige Karten werden wieder abgelegt.


Vorsicht! Besitzt eine Stadt mehr als 3 Farbwürfel, bricht eine Seuche aus!

Hat der Spieler seinen Zug beendet, werden je nach Infektionsrate 2-4 Infektionskarten nachgezogen. In diese Städte wird je ein Seuchenwürfel der entsprechenden Farbe  gelegt. Sollten sich daraufhin mehr als 3 Würfel in eine Stadt befinden, kommt es zu einem Ausbruch.

Die Stadt, die den Ausbruch ausgelöst hat bekommt dann keine neuen Würfel mehr, jedoch bekommen die angrenzenden Städte je einen neuen Würfel. Dies kann wiederum zu einem neuen Ausbruch führen, da vielleicht eine Stadt schon 3 Würfel besitzt und durch den vierten Würfel einen neuen Ausbruch verursacht. Es kommt zu einer Kettenreaktion. Bei jedem Ausbruch rückt der „Ausbruchmarker“ ein Feld weiter. Sind alle Infektionen und Ausbrüche abgearbeitet, kommt der nächste Spieler an die Reihe. 

Sonderfall: Epidemie Karte
Hat der Spieler bei seinen 2 Karten eine Epidemie Karte gezogen, wird der Infektionsmarker ein Feld weiter gesetzt. Im Laufe des Spiels erhöhen sich die Infektionen daher von 2 auf 4 Infektionen. Anschließend wird die unterste Karte des Infektionsstapels aufgedeckt. Die genannte Stadt erhält drei Würfel der entsprechenden Farbe. Hier kann es wieder zu den beliebten Ausbrüchen und Kettenreaktionen kommen. Anschließend wird der Infektions-Ablagestapel gemischt und auf den Infektionszugstapel gelegt. Dadurch verschärfen sich die Spielbedingungen.


Diese Spielerkarten kündigen besondere Ereignisse an.
   
Die Epidemiekarte kündigt den Ausbruch einer Seuche an.
   

Ereignisse
Diese Karten können jederzeit während des Zuges eines Mitspielers gespielt werden und kosten keine Aktion. Ein Ereignis tritt dann sofort ein und wird abgehandelt. Anschließend kommt die Karte auf den Spielerkarten-Ablagestapel.

Spielende
Das Spiel endet sofort mit dem Sieg für die Spieler, wenn das vierte Gegenmittel entdeckt wurde. Das Expertenteam hat dagegen verloren, wenn nicht genügend Würfel einer Farbe vorhanden sind, der achte Ausbruch gezählt wurde, und somit der Ausbruchmarker auf dem Totenschädel-Symbol steht, oder keine Spielerkarten mehr nachgezogen werden können, da der Stapel aufgebraucht ist. [kr]

Auszeichnung: "Pandemie" gehörte zu den fünf Nominierten zum "Spiel des Jahres 2009".

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Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
gut strukturierte Regeln
abwechslungsreich
kooperativ
ENDE
  MINUS:
MINUS:
kann, je nach Gruppenzusammen-
   setzung (Wortführer, Rechthaber),
   anstrengend werden
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Kerstin:  "Pandemie" ist ein stark kooperatives, kommunikatives und interaktives Spiel, welches reibungslos funktioniert, aufgrund der Spielmechanismen für Abwechslung sorgt und damit einen hohen Wiederspielwert besitzt.

Jedoch ist der Spielverlauf auch sehr stark von der Gruppenzusammensetzung und einem selbst abhängig. Hier entscheidet sich, ob ein Spiel gelingt und Spaß macht oder zum Alleingang eines Spielers wird. Genau dies ist die Gefahr eines jeden Kooperationsspiels. Wenn es der Gruppe nicht gelingt, demokratisch Spielzüge abzustimmen und/oder ein Mitspieler das ganze Spielgeschehen an sich reißt, kann es  die anderen Spieler schnell zu Statisten werden lassen. Hier liegt die Herausforderung und gleichzeitig der Reiz des Spiels.

Je nach Gruppenzusammensetzung, Rollenverteilung und Schwierigkeitslevel verläuft jedes Spiel anders. Eine Taktik, welche bereits einmal zum Gewinn geführt hat, kann beim nächsten Mal wohlmöglich nicht wieder aufgehen.

"Pandemie" ist ein Spiel, das man mag oder nicht. Die, die es mögen, können nicht genug davon bekommen und die, die es nicht mögen, finden auch an den verschiedenen Variationen und Zusammensetzungen beim wiederholten Spiel keine Freude. So sollte man generell der gefordertem Kooperation gegenüber aufgeschlossen sein.

Bei mir persönlich ist der Funke nicht so recht übergesprungen, da ich für mich festgestellt habe, dass Kooperationsspiele nicht zu meinen Favoriten gehören. Jedoch empfinde ich die Idee, Umsetzung und den Spielmechanismus durchaus als sehr gut gelungen. Als kooperatives Strategiespiel ist "Pandemie" sicherlich eines der besten!

 

 
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