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Spiel-Fakten:

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Genre: Denken, Kombinieren
Erscheinungsjahr:
2014
Verlag: Pegasus Spiele  ..i..
Autor: Arve D. Fühler
Spieleranzahl: 2
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   
   

 

 
Pagoda
 
Glücksspielfreud' und Leid

In "Pagoda" wetteifern zwei chinesische Architekten im Bau von Pagoden um die Gunst des Kaisers, welche sich in Siegpunkten ausdrückt. 
 


     

So funktioniert's:
Mit Hilfe der möglichen Aktionen "Säule bauen", "Etagen-Plättchen legen" und "Dach errichten" - oder einer Alternativaktion - versuchen die Spieler das Beste aus ihren Karten zu machen. Hierzu besitzt jeder Baumeister 5 offenliegende Karten und zwei Handkarten.

Für jede Aktion wird eine Spielkarte benötigt. Daraus muss der Spieler (farblich entsprechend) mindestens eine Säule bauen und darf maximal bis zu drei errichten.

Jede Säule hat innerhalb einer Etage gleichfarbig zu sein. Jeweils ein Etagen-Plättchen darf auf vier Säulen gesetzt werden und soll dieselbe Farbe wie die darunterliegenden Säulen besitzen. Mit Ausnahme des Dachplättchens darf man dann wieder mit einer beliebigen Säulenfarbe starten. Es werden vier Etagen und ein abschließendes Dach gebaut. Etagen-Plättchen geben immer einen Punkt und die ihrer Farbe zugehörige Sonderfertigkeit. Die Sonderfertigkeit darf zweimal eingesetzt werden. Pro Zug geht dies einmal und die Speicherung der Spezialfähigkeit durch mehrere gleichfarbige Etagenplättchen auf über zwei ist nicht möglich.

Säulen geben Punkte entsprechend der Etage, in der sie gebaut werden. Ein Dach, mit dem nur abgeschlossen werden darf, wenn man auch das letzte Säulenplättchen gebaut hat, erbringt einschließlich Dachplättchen 6 Punkte. Hierbei muss die aus zwei Säulen bestehende Spitze dieselbe Farbe besitzen wie auf dem Dachplättchen angezeigt. Im Alternativzug dürfen vier beliebige Karten für eine Säule mit beliebiger Farbe verbraucht werden. Danach endet der Zug sofort. Nur die Sonderfähigkeiten Fächer und Drache dürfen dann genutzt werden.

Es gibt nach Farben zugeordnet die Sonderfertigkeiten Drache (gelb), Fächer (violett), Reisschale (grün), Buddha (blau) und Lampion (rot). Mit dem gelben Drachen dürfen pro Runde zu Beginn des Zuges beliebig viele Karten abgegeben werden und man zieht die gleiche Anzahl neuer Karten vom Stapel. Mit dem violetten Fächer darf man einmalig die Handkarten auf vier, anstatt nur auf zwei aufziehen. Die grüne Reisschale befähigt dazu, dass man für die Aktion Säule oder Dach bauen zwei gleichfarbige Karten benutzen kann, um eine andere Farbe zu errichten. Beim blauen Buddha gilt gleiches für Etagen-Plättchen und Dachplättchen legen. Mit dem roten Lampion ist es erlaubt, anstatt drei Säulen, gleich vier Säulen zu bauen.

Sobald drei Pagoden vollständig errichtet sind, endet das Spiel. Sollte der Startspieler die Pagode vollendet haben, ist der andere Spieler noch einmal dran. Am Ende haben die beiden Spieler durchschnittlich - je nach Spielablauf und gebauten Etagen - um die 90 - 110 Punkte. Wer die höhere Punktezahl aufweist, gewinnt. [tb]

 
  by Martin Klein* 
 
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Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
kurze Spielzeit,
   schnelle Zugphasen

stabiles 3-D-Material
ENDE
  MINUS:
MINUS:
immer gleicher Spielablauf
die Karten spielen den Spieler
Sonderfähigkeiten unausgewogen

leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Tobias: In "Pagoda" sehen die Gebäude wie schrille Werbetürme aus. Zwar haben sie so keine Ähnlichkeit mit dem etwas langweilig wirkenden Titelbild, jedoch passen die (zwar zweckmäßigen) quietschbunten Etagenplättchen nicht zu einer einheitlichen Gestaltung mit dem pastellfarbenen Spielbrett und den Tafeln. Im Gegensatz zu dem beispielsweise ansprechend gestalteten Zweierspiel "Kahuna" sammelt "Pagoda" hier keine Pluspunkte. Ganz so drastisch wie Martin es in seinem Video beschreibt, sehe ich es jedoch nicht. Das Material ist stabil, in ausreichender Menge vorhanden, und Tüten sind ebenfalls genügend in der Schachtel. Die Thematik des Pagodenbaus ist jedoch sehr weit hergeholt.

Wenn Spiele eigentlich abstrakt und grafisch nicht ansprechend sind, sollten sie durch eine hohe inhaltliche Tiefe überzeugen. Jedoch ist das bei "Pagoda" leider nicht der Fall. In den meisten Fällen sind die Einsatzmöglichkeiten klar ersichtlich, da alle Alternativen deutlich weniger Nutzen erbringen. Daher kommt es einfach darauf an, welche Karten man zufälligerweise gerade zieht. Zwar muss man ein bisschen darauf achten, was der Gegner gerade für offen liegende Karten hat, aber da man durch die Spezialfähigkeiten gepaart mit den zwei bis vier Handkarten eh nicht genau abschätzen kann, was möglich ist, läuft es in den meisten Fällen darauf hinaus, einfach für sich selbst die meisten Punkte zu nehmen.

Auch welche Etagenkartenplättchen gebaut werden, hängt vom Kartenglück ab. Die daraus erhältlichen Sonderfertigkeiten sind hierbei unausgewogen. Während der Drache nur unter Umständen Positives erbringt, ist der Fächer überaus stark, erhöht er doch das Kartenlimit um fast 30% und die Zusatz-Karten sind auch noch verdeckt für den Gegner.

Auch wenn der dreidimensionale Aspekt und die kurzweiligen Entscheidungen, eingebettet in eine kurze Spielzeit, einen gewissen Unterhaltungswert haben, ist das Spiel doch nur eingeschränkt zu empfehlen. Der Spielablauf ist immer derselbe. In den meisten Spielen ist das Ende auch ziemlich spannungsarm, da bereits alles entschieden ist. So ist "Pagoda" ein Spiel für zwischendurch und definitiv nicht für Strategen zu empfehlen. Spieler, die nur zwei- bis dreimal im Jahr spielen, waren mit den Zusatzfähigkeiten überfordert, so dass diese ebenfalls rausfallen.

Trotz der vielen Kritik macht "Pagoda" in den ersten 2-3 Spielen wegen der kurzen Spieldauer und den vielen Handlungen Spaß. Freud und Leid durch passende oder nicht passende Karten liegen hier nah beieinander. Die Anleitung ist trotz ihrer Kürze übersichtlich und sehr gut verständlich. Je häufiger man jedoch spielt, desto langweiliger wird dieses Spiel. So sind - nur aufgrund der Kurzweiligkeit der Aktionen - "Pagoda" in den ersten 2-3 Spielrunden ganz knappe, auf 6 aufgerundete Kultpunkte zuzuschreiben, später sackt das Spiel in meinen Augen jedoch in den 4-5er Bereich der Kultwertung.
 

 
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      (Langzeit-)Spielreiz
 
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