www.spielkult.de  

Kontakt    Impressum

Suche

 
   START | SPIELETESTS | VIDEOS | EXTRAS | LINKS | TREFF
    Themen          A bis Z          Neuheiten          Verlage          History  
 
 
Zurück zur Übersicht

Spiel-Fakten:

FamilieStrategie & AufbauWissen & RatenParty & KommunikationLogik & Kombination
KinderKartenWürfel & GlückAktion & GeschicklichkeitLernen

Genre: Familie, Würfel
Erscheinungsjahr:
2018
Verlag:
HUCH!
Autor:
Michael Kiesling
Grafik: Martin Hoffmann, Claus Stephan
Spieleranzahl:
2 bis 4
Alter:
ab 8 Jahren
Spieldauer:
30 bis 45 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
Anzeige  
 
 
 
Outback
...

Ich bin kein Star, holt mich hier rein!

Nein, eine eklige Dschungelprüfung erwartet uns in diesem Spiel nicht! Im Gegenteil: Känguru, Emu, Koala, Waran und Schnabeltier warten darauf, dass ihr sie mit eurem Jeep im australischen Outback aussetzt. Dazu müsst ihr die Würfel geschickt kombinieren, um eure Landschaft möglichst tierreich zu bestücken! 
 

 
Jeder Spieler erhält eine Spielertafel, die Reihen unterschiedlicher Länge mit den Markierungen von 2 bis 6 zeigt. Jede Reihe besteht aus Hexfeldern, die mit Tierplättchen belegt werden sollen.



Fünf Tierplättchen werden zufällig aus dem Beutel gezogen und als allgemeine Auslage auf den Jeep gelegt. Nun nimmt sich der Startspieler die sechs Würfel, die ebenfalls die fünf Tierarten sowie einen Joker zeigen. Er wirft alle Würfel und kann nun beliebige Würfel herauslegen und den Rest neu werfen. Insgesamt hat der Spieler maximal drei Würfe zur Verfügung.



Aus dem Ergebnis bildet der Spieler nun eine oder mehrere Tiergruppen - bevorzugt mit Tieren, die auch auf dem Jeep zu finden sind. Für jede Gruppe nimmt sich der Spieler das passende Tierplättchen vom Jeep und legt es dann in die Reihe, die der Anzahl an gewürfelten Tiersymbolen dieser Gruppe entspricht (ggf. inkl. Joker). Der Spieler kann die Gruppen beliebig aufteilen. Heißt: Würfelt ein Spieler z.B. 5 Kängurus, kann er ein Känguru-Plättchen vom Jeep nehmen und es auf ein beliebiges Feld seiner Spielertafel in Reihe 5 legen. Er kann aus der Gruppe aber auch eine 2er- und eine 3er-Gruppe bilden. Sollten sich also zwei Känguru-Plättchen auf dem Jeep befinden, kann er eines davon in Reihe 2 und eines in Reihe 3 legen. Natürlich können auch verschiedene Tierarten in einem Zug platziert werden - so wie es die Plättchen-Auslage auf dem Jeep und die gewürfelten Symbole eben zulassen.



Ein einzelnes Tierplättchen bringt dem Spieler einen Punkt, den er mit dem Punktemarker der entsprechenden Tierart auf der Punkeleiste nach vorn zieht. Sollten jedoch mehrere gleiche Tiere angrenzend zueinander liegen, erhält der Spieler für ein neues Plättchen, das dieser Gruppe hinzugefügt wird, so viele Punkte, wie es der Anzahl der Plättchen entspricht, die diese Gruppe bilden (heißt: 4 verbundene Emus bringen dem Spieler dann auch 4 Punkte).

Sobald ein Spieler drei Tiere einer Sorte im Outback ausliegen hat, markiert er dies auf der Bonusleiste mit einem Bonusplättchen dieser Tierart. Je größer die Artenvielfalt, umso größer wird auch der kumulierte Bonus am Ende des Spiels.



Sollte ein Spieler nach seinem maximal dritten Wurf kein neues Plättchen platzieren können, muss er ein Plättchen aus dem Beutel ziehen und mit der Rückseite nach oben auf ein beliebiges freies Feld seiner Tafel legen. So ein Brachland bringt dann am Spielende 2 Minuspunkte. Grundsätzlich gilt: Was einmal liegt, liegt dort bis zum Spielende.

Nach jedem Zug wird der Jeep mit neuen Plättchen aufgefüllt, und der nächste Spieler ist dran.



Eine Besonderheit weist dann noch die Punkteleiste auf. Sie ist quasi zweigeteilt. Zunächst starten alle Tiere bei "minus 3" Punkten. Die Punkte erhöhen sich, je weiter das Plättchen am linken Rand der Tafel nach oben gezogen wird. Überschreitet es jedoch die linke obere Ecke der Tafel, so beginnt die Punkteleiste am oberen Rand wieder bei nur einem Punkt. Allerdings sind die Punkte, die dann auf der Leiste oben gesammelt werden, sichere Punkte. Auf der linken Seite der Tafel werden am Spielende hingegen nur die drei untersten (!) Punktemarker gewertet!

Das Spiel endet nach der Runde, in der ein Spieler seine Tafel komplett mit Plättchen belegt hat. Punkte gibt es nun entsprechend der Punktemarker (nicht vergessen: Befinden sich mehr als drei Marker am linken Tafelrand eines Spielers, so werden diese auf die drei untersten Marker reduziert) sowie für erspielte Boni. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.



Varianten: Nun wird mit der Rückseite der Tafel gespielt und die Reihenanzahl erhöht sich um eins, heißt: Nun können Tiere bis in Reihe 7 platziert werden. Dementsprechend wird auch mit 7 Würfeln gespielt. Statt Bonusmarker gibt es nun offen ausliegende "Aufträge". Sollte ein Spieler am Ende seines Zuges eine entsprechende Bedingung erfüllen (z.B. Reihe 3 komplett belegt haben), erhält er das Plättchen und die Siegpunkte am Ende des Spiels. Jedes Plättchen ist nur einmal vorhanden - wer zuerst kommt, mahlt zuerst! Natürlich kann ein Spieler am Ende seines Zuges auch gleich mehrere Bedingungen auf einmal erfüllen.



Außerdem kann auch die Bestrafung für Brachland-Felder verändert werden. [ih]
...
 
 ERKLÄRVIDEO
 
 Folgt SPIELKULT.de:
   Facebook     Twitter
     
    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
einfache Regeln
gelungene Mischung aus Würfel-
   und Legespiel
ideales Familienspiel
mit (Haus-)Regelvariante taktischer
ENDE
  MINUS:
MINUS:
nicht unerheblicher Glücksfaktor
Punktemarker verrutschen schnell
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: Kaum wurde Michael Kieslings "Azul" zum Spiel des Jahres 2018 gekürt, landete im Spätsommer bereits sein nächstes Spiel auf unserem Spieltisch. Die Erwartungen waren dementsprechend hoch, und umso überraschter waren wir, dass "Outback" doch erst einmal durch und durch klassisch wirkt. Bedeutet: Würfeln im Kniffel-Stil, um in diesem Fall Tierplättchen in Reihen auf der eigenen Spielertafel ablegen zu dürfen, die der Anzahl der erwürfelten Symbole entspricht. Zum Ablegen dann die allseits beliebten Hexfelder. So richtig innovativ fühlt sich das jetzt vielleicht nicht an, aber, um es vorweg zu nehmen: "Outback" ist schon nett!

Zunächst einmal läd natürlich das fröhlich gestaltete Cover zum Spielen ein. Die Gestaltung macht direkt deutlich, dass es sich um ein Familienspiel handelt, und so ist es auch. Das restliche Material ist qualitativ gut bis sehr gut; die Spielertafeln haben eine angenehme Stärke, ebenso die Plättchen. Einzig die Punktemarker sind ein kleines Ärgernis. Kommt man aus Versehen einmal an seine Spielertafel und verrutscht sie auch nur ein bisschen, so kann es passieren, dass man plötzlich nicht mehr genau weiß, wo nun welcher Punktemarker lag. Die Punktemarker sind zudem ziemlich klein geraten. Ein Eyecatcher ist dagegen natürlich der dreidimensionale Jeep, der als bloßer Angebotsspielplan ein schönes Gimmick darstellt.

Zurück zum eigentlichen Spiel. Wie ich bereits sagte, ist das Kniffel-Würfelprinzip ein immer wieder gern gesehenes Element in Spielen, die eben über Würfel gesteuert werden. Ja, natürlich spielt da also das Glück eine nicht untergeordnete Rolle. Ich kann bei "Outback" keine Würfel durch irgendwelche Zusatzaktionen manipulieren; ich muss nehmen, was kommt. Meine Entscheidung liegt dann mehr darin, die Gruppen sinnvoll zu bilden und mit der Vorlage, die mir auf dem Jeep angeboten wird, abzustimmen. Natürlich möchte ich auf meiner Spielertafel dann schon irgendwann große Tiergruppen einer Art ansiedeln, um meine Punkte zu maximieren. Hier bildet die zweigeteilte Punkteleiste einen ganz pfiffigen Kniff - ja, eigentlich ist sie sogar dreigeteilt, denn wenn ich eine Tierart gänzlich vernachlässige, erhalte ich gar Minuspunkte.

Mit der Interaktion sieht es in der Grundvariante mau aus. Klar kann ich meinem direkten Sitznachbarn, der nach mir am Zug ist, vielleicht einmal ein Plättchen vom Jeep wegnehmen, das er besonders gut gebrauchen konnte ... Da der Jeep aber stets zufällig aufgefüllt wird, kann das Unterfangen gelingen - oder eben nicht. Im Grunde spielt hier dann doch jeder für sich - ganz "Kniffel"-like eben. Mit Grüblern kann auch mal eine längere Downtime entstehen. Spielt das Spiel dann besser nur zu zweit, wenn ihr so jemandem mit am Tisch sitzen habt. Zum Schluss werden dann nur die Punkte verglichen - spielerisch macht es daher keinen Unterschied, ob zu zweit oder zu viert gespielt wird. Einzig die Wartezeit verändert sich.

Wer mehr Interaktion haben möchte, sollte schnell zur Fortgeschrittenen-Variante wechseln. Die Aufträge erhöhen den Spielreiz dann doch deutlich. So entsteht ein schönes Wettrennen um die meisten Punkte.

Eine Regel, die auf der "BerlinCon" erklärt wurde, fand übrigens nicht den Weg in die Anleitung. So sollte man ein besetztes Punktefeld überspringen, wenn man dort mit einem seiner Marker landet. Wenn neben jedem Punktefeld nur genau ein Marker liegen darf, wird das Spiel noch einmal etwas taktischer. Wir haben dann schnell nur noch mit dieser offenbaren "Hausregel" gespielt, wobei man seitens des Verlages wohl durchaus gewillt ist, diese in einer neueren Auflage eventuell doch mit als Variante aufzunehmen. Dabei darf man dann bitte auch gern noch einmal die Anleitung optimieren. Leider gibt es da Stellen, die nicht so ganz eindeutig erklärt werden. Hier könnte man - angesichts der Zielgruppe - noch etwas nachbessern. Fragen sollten bei einem doch eher einfachen Spiel eigentlich nicht aufkommen müssen.

Ansonsten kann ich sagen: "Outback" ist ein locker-fluffiges Spiel, das durch seine Kombination aus Würfel- und Legeelementen ein rundes Gesamtbild abgibt. Kindern im angebenen Alter von ca. 8 Jahren fehlte es hier etwas an Action, und die Spieldauer war mit mitunter 45 bis 60 Minuten dann schon etwas zu lang. Das Spiel richtet sich nach meinen Erfahrungen wohl mehr an etwas "ältere" Spieler, die eine ruhige Mischung aus Glück und etwas Taktik in Spielen bevorzugen. In reinen Erwachsenenrunden kam das Spiel bei uns auch überwiegend gut an - nur die reinen Strategiespiel-Fans konnten dem Spiel erwartungsgemäß weniger etwas abgewinnen, aber an die richtet sich es natürlich auch keinesfalls primär. Ja, es erfindet das Rad nicht neu, aber es ist das, was ich immer wieder als Wohlfühlspiel bezeichne - ein Spiel, das man auch gut mit der Familie unterm Weihnachtsbaum spielen kann. Dafür vergebe ich dann insgesamt gute 7 Punkte, wobei ich mit der Fortgeschrittenen-Variante und unter Berücksichtigung der oben beschriebenen Hausregel sogar noch bereit bin, ein Pünktchen draufzulegen. Mir gefällt "Outback" gut, und das nicht nur wegen des ansprechenden Australien-Settings!

Beachtet auch unser > Video zum Spiel!
 
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
...
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND
...
   Verena
   Birgit N.
   Michael
   Ingo
   Gerhild
   Karsten
   Nicole
   Birgit B.
   Jürgen
   Tudor
   Javier
...
 
 

   > So testen wir
       
    Alle Spiele
von A bis Z:

 
Auswahl
# A B C
D E F G
H I J K
L M N O
P Q R S
T U V W
X Y Z #
 

 

 

 

 

 
Anzeige

 
 

 

         
     
(C) SPIELKULT.de ^^^       Impressum       Datenschutz