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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2017
Verlag:
Libellud / Pearl Games
Autor: Claude Lucchini
Spieleranzahl:
2 bis 4
Alter: ab 14 Jahren
Spieldauer:
ca. 60 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Otys
...

Auf den Spuren der untergegangenen Zivilisation
Willkommen in der Mitte des 22. Jahrhunderts! Nach über 300 Jahren der Ausbeutung sind auch die letzten Landstriche der Erde von Wasser überflutet worden. Jetzt geht es für die restlichen Menschen um das nackte Überleben und den Wiederaufbau der Zivilisation. Schickt die Taucher eurer Kolonie in die Tiefe, um wertvolle Ressourcen zu bergen. Achtet auf die richtige Auswahl eurer Taucher, denn eure Vorräte sind begrenzt, und die Konkurrenz schläft nicht.
 
 
Jeder Spieler ist Teil der Otys-Kolonie, um mit Hilfe seiner Taucher die wertvollen Schätze aus der Tiefe des Meeres zu fördern. Dazu wählt jeder Spieler eine Farbe, nimmt sich das passende Spielertableau, alle 6 Zugangsplättchen seiner Farbe und ein Set aus 8 verschiedenen Tauchern. Weiterhin erhält jeder Spieler zwei Spezialistenplättchen (den Hacker und den Mechaniker) und legt diese an die Startpositionen der jeweiligen Leisten. Die Zugangsplättchen kommen auf die entsprechenden Ebenen, das X-Zugangsplättchen in der Spielerfarbe auf das passende Feld weiter oberhalb der Ebenen. Jeder verteilt die 8 Taucher zufällig auf die Taucherfelder, nimmt sich eine Ressource jeder Art und legt je eine zufällig auf die Ebenen 2 bis 5. Zudem bekommt jeder Spieler 3 Credits und einen Batteriemarker.



Der Kolonieplan wird in die Mitte gelegt, die Batteriemarker, Credits, die neutralen X-Zugangsplättchen und Ressourcen werden sortiert und neben dem Plan platziert. Pro Ebene werden 2 Belohnungsplättchen zufällig aus dem Beutel gezogen. Jeder Ebene wird zufällig ein Sponsorenplättchen zugeordnet. Die Auftragskarten werden gemischt, am oberen Ende des Plans bereitgelegt und 3 Aufträge offen ausgelegt. Das sind die öffentlichen Aufträge. Auf den Laden werden 2 Ressourcen einer zufälligen Farbe und jeweils eine weitere Ressource zweier anderer Farben gelegt, jeweils von oben nach unten. Zum Schluss werden die Spielermarker aller Spieler auf Feld 0 der Prestigepunkteleiste gesetzt.



Ein zufällig bestimmter Spieler beginnt das Spiel. Er wählt ein noch verfügbares Zugangsplättchen aus, welches noch auf seinem Tableau liegt, und führt anschließend nacheinander 3 Schritte aus.

Im ersten Schritt wird das Zugangsplättchen nach rechts geschoben, sodass es den dort liegenden Taucher berührt. Dann kann der Effekt des Sponsorenplättchens genutzt werden, welches neben dem Kolonieplan auf der gleichen Ebene liegt, wie das aktivierte Zugangsplättchen.



Im zweiten Schritt wird das Zugangsplättchen samt dem Taucherplättchen noch weiter nach rechts geschoben. Anschließend kann der Effekt des zugehörigen Tauchers genutzt werden.

Sowohl auf die Nutzung des Sponsorenplättchens, als auch auf den Effekt des Tauchers kann verzichtet werden, wenn die Kosten nicht beglichen werden können oder der Effekt einfach nicht genutzt werden möchte.



Der dritte Schritt umfasst das Umdrehen des benutzten Zugangsplättchens und das Anlegen dieses Plättchens an die Hackerleiste unten, soweit wie möglich links. Schließlich muss der gerade aktivierte Taucher auftauchen. Er wird herausgenommen und ganz nach oben gelegt. Alle anderen Taucher werden entsprechend nach unten verschoben.



Berührt ein gerade umgedrehtes Zugangsplättchen, welches in die Hackerleiste gelegt wird, den Hacker, erhält der Spieler alle Zugangsplättchen zurück auf sein Tableau. Sie werden zurück auf die passenden Plätze gelegt. Benutzte neutrale X-Zugangsplättchen kommen zurück in den allgemeinen Vorrat.

Bei der Nutzung eines X-Zugangsplättchens kommt eine Sonderregel zum Tragen. In Schritt 1 wird vor der möglichen Nutzung des Sponsorenplättchens die Reihenfolge ebendieser Plättchen geändert. Dieser Schritt ist obligatorisch. Dabei wird das unterste Plättchen nach ganz oben zu Ebene 1 gelegt, während alle anderen Plättchen einen Platz nach unten rutschen. Dies ist die einzige Möglichkeit, die Reihenfolge der Sponsorenplättchen zu ändern.

 
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Batteriemarker, die sich auf dem eigenen Tableau befinden, können sowohl in Schritt 1 als auch in Schritt 3 verwendet werden.

In Schritt 1 aktiviert ein Batteriemarker den Propeller eines beliebigen Tauchers. Dieser Taucher darf dann um so viele Felder nach unten oder oben verschoben werden, wie der Mechaniker an der Mechanikerleiste vorgibt. In Schritt 3 wird durch Abgabe eines Batteriemarkers verhindert, dass der gerade genutzte Taucher auftauchen muss, sodass dieser auf seiner Ebene verbleibt. In einem Schritt dürfen auch mehrere Batteriemarker verwendet werden.

Schließlich bringen Aufträge eine lukrative Art mit sich, Prestigepunkte zu erringen. Einen Auftrag zu erfüllen kostet keine Aktion, und es können beliebig viele Aufträge pro eigenem Zug absolviert werden. Alle Ressourcen, die ein Auftrag erfordert, müssen dabei von der gleichen Ebene stammen. Zur Erfüllung des Auftrags werden die benötigten Ressourcen zurück in den Vorrat gegeben und der Spieler erhält die aufgedruckten Prestigepunkte und gegebenenfalls weitere Belohnungen (Credits und/oder Batteriemarker), wie auf der Karte angegeben. Es können sowohl alle 3 öffentlichen Aufträge als auch sämtliche Aufträge von der eigenen Hand erfüllt werden.



Erreicht ein Spieler 18 Prestigepunkte, wird die aktuelle Runde noch zu Ende gespielt, sodass jeder gleich oft am Zug war. Es gewinnt der Spieler mit den meisten Prestigepunkten. Herrscht Gleichstand, gewinnt der am Gleichstand beteiligte Spieler, der mehr Ressourcen auf seinem Tableau hat. Im Falle eines weiteren Gleichstands teilen sich die Spieler den Sieg.

Übrige Credits, Batteriemarker und Ressourcen bringen am Ende keine Prestigepunkte mehr ein. [bf]
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
zügiger Spielablauf
gute Vorausplanung möglich
hochwertiges Material
ansprechendes Design
selbsterklärende Piktogramme
angenehme Spieldauer
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Anfangspositionen der Taucher
   bei allen unterschiedlich
wenig Interaktion
Oberfläche der Tableaus und des
   Kolonieplans sehr rutschig
Spielertableaus leicht gewölbt
eer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Benjamin: Ressourcensuche in den Resten einer überfluteten Welt: direkt kommt einem der Film "Waterworld" in den Sinn. So war es zumindest bei mir. Ganz gleich ob jemand den Film kennt oder nicht, das Thema macht Lust auf Abenteuer und Konkurrenzkampf in einer apokalyptischen Zukunft. Seid Teil der Otys-Kolonie und wandelt auf den Spuren einer längst versunkenen Welt. Wer setzt die Fähigkeiten seiner Taucher am geschicktesten ein?

Direkt beim ersten Auspacken des Spiels fiel mir die hochwertige Verarbeitung der einzelnen Spielmaterialen auf. Gerade die Oberflächen der Spielertableaus und des Kolonieplans sind jedoch sehr rutschig auf den meisten Tischunterlagen, was den Aufbau des Spiels etwas erschwert und einen im Laufe des Spiels dazu zwingt, die Pläne sehr behutsam zu berühren, um nicht alle Marker darauf zu verschieben.

Der Spielaufbau ist rasch durchgeführt und der Ablauf eines Spielzugs sehr zügig, da jeder die drei Schritte durchläuft und danach direkt der nächste Spieler am Zug ist. Dadurch kommt es zu geringen Wartezeiten zwischen den einzelnen Zügen. Die Effekte der Taucher sind eingängig und die Piktogramme sind verständlich dargestellt.

Die öffentlichen Aufträge bilden eine nette Art des Konkurrenzkampfes. In unseren Spielrunden kam es immer wieder vor, dass einem ein Auftrag direkt vor dem eigenen Zug weggeschnappt wurde. Somit ging es nicht nur um Schnelligkeit, sondern auch um geschicktes Vorausplanen. Da es keine Möglichkeit gibt, die anderen Spieler oder ihre Tableaus zu beeinflussen, herrscht zwar wenig Interaktion während des Spiels, allerdings lassen sich so die eigenen Züge viel besser im Voraus durchdenken. Während der Züge der anderen Spieler lassen sich auf diese Weise die Vorteile der einzelnen Taucher geschickt planen. Natürlich sollten die Schritte der Konkurrenz nicht gänzlich aus den Augen gelassen werden (siehe: Aufträge wegschnappen).

Sind ein oder zwei komplette Runden gespielt, stechen die genauen Vorteile der einzelnen Taucher heraus. Die Aufwertung der Taucher bringt zusätzlich enorme Vorteile mit sich. Sehr gut gefällt mir hierbei, dass auf der einfachen Seite jedes Tauchers die Vorteile der verbesserten Seite als kleines Piktogramm in der unteren rechten Ecke dargestellt sind. Das erspart das Umdrehen des Tauchers, um zu sehen, welche Vorteile eine Verbesserung mit sich bringt. Auch an dieser Stelle ein großes Lob an die grafische Umsetzung: die Symbole sind alle selbsterklärend und helfen, sich in das Spiel leichter einzufinden.

Das Spiel kommt zunächst nur langsam in Fahrt und erst nach einigen Runden, wenn die Leisten der Spezialisten und einige Taucher aufgewertet wurden, kommen sehr schnell Prestigepunkte bei allen Spielern zusammen. Das Ende des Spiels war in unseren Spielrunden danach recht schnell erreicht. Schon ab 13 Prestigepunkten fehlt einem Spieler im Idealfall lediglich ein Auftrag im Wert von 5 Punkten, um das Ende des Spiels auszulösen. Das ging meistens von jetzt auf gleich, da die Aufträge auf den Händen der Spieler vor den Mitspielern geheim sind. Natürlich spielt Glück an dieser Stelle eine nicht unerhebliche Rolle, da die Aufträge zufällig vom verdeckten Stapel gezogen werden. Immerhin zieht ein Spieler 4 Aufträge, aus denen er einen auswählen und behalten darf. Im schlechtesten Fall ist allerdings kein Auftrag dabei, der in absehbarer Zeit zu erfüllen ist.

Trotz des Glücksfaktors bei den Aufträgen und der unterschiedlichen Startverteilung der Taucher bei allen Spielern bereitet das Spiel eine Menge Freude. Ein Zug ist schnell gespielt und schon nach kurzer Zeit können die Vorteile der einzelnen Taucher optimal ausgespielt werden. Die Batteriemarker erweisen sich als hilfreiche Joker, sowohl in Schritt 1, als auch in Schritt 3 des eigenen Zuges. Als Hausregel kann vereinbart werden, dass ein einzelner Spieler zu Beginn des Spiels seine Taucher zufällig auf seinem Spielertableau verteilt und alle anderen Mitspieler die Taucher in der gleichen Reihenfolge anordnen müssen. Auf diese Weise beginnen alle Spieler mit den gleichen Voraussetzungen.

"Otys" erweist sich insgesamt als überaus solides Spiel, mit einem ansprechenden Design, das das Thema der untergegangenen Welt perfekt aufgreift. Durch die schnelle Abfolge eines Spielzuges kommt keine Langeweile auf und die Spielzüge lassen sich gut im Voraus planen. Die rutschigen Oberflächen der Tableaus sind durchaus etwas störend. Außerdem herrscht generell sehr wenig Interaktion zwischen den Spielern. Wenn dies nicht als störend empfunden wird, und wer Lust auf ein schnelles, gut durchdachtes Spiel mit einem ansprechenden Design hat, der kann bedenkenlos zugreifen. "Otys" erhält von mir sehr gute 8 Kultpunkte.
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 
 

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