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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2019
Verlag: dlp Games
Autor: Reiner Stockhausen
Grafik: Klemens Franz
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: 60-180 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Orléans Stories
...

Komplexe Vielspielerkost in neuen Gewändern

Der bekannte "Orleáns"-Bagbuilding-Mechanismus wird in diesem eigenständigen Spiel auf zwei große Kampagnen mit aufeinander aufbaueenden Stories übertragen.
 
 
 
Zu Beginn des Spieles müssen sich die Spieler entscheiden, welche Variante (Story) sie spielen wollen. Im vorliegenden Spiel gibt es zwei: "Das erste Königreich" (Wer erfüllt zuerst alle Aufgaben?) und "Die Gunst des Königs" (Wer erfüllt am besten/längsten die Aufgaben des Königs – vorzeitiges Ausscheiden möglich).
Je nach Variante gibt es einen leicht geänderten Spielaufbau und andere Siegbedingungen.



Allgemeiner Aufbau:
Das Zentrum des Spieltisches bildet der große Spielplan, der das Gebiet um die Loire darstellt und von der Ruhmesleiste umschlossen wird. Auf den Spielplan werden je nach Spieleranzahl 13-25 Gebietsplättchen (Hügel, Weide, Wald, See und Acker) und 2-4 Dörfer verteilt. Weiterhin werden das Tableau Marktplatz (Vorrat für Waren, Gefolgsleute und Technikplättchen), 3 Stapel mit Ortskarten (zusätzliche Aktionsmöglichkeiten eingeteilt in 3 Kategorien) und die segensreichen Werke (Aktionen die für alle nutzbar sind) ausgelegt.

Abschießend erhält jeder Spieler einen Stoffbeutel und in seiner Farbe ein Spielertableau, 12 Siedler aus Holz, 5 Festungen aus Holz und 6 Basisortskarten (zu Beginn noch nicht nutzbar). Der jüngste Spieler wird Startspieler und bekommt den entsprechenden Marker. Nun können die Spieler noch ihr Startdorf wählen und mit einem Siedler besetzen (beginnend beim Spieler rechts vom Startspieler gegen den Uhrzeigersinn).



Orléans Stories wird, wie schon seine Vorgänger [> Testbericht], in Runden gespielt. Eine Runde gliedert sich in 4 Phasen:

1. Gefolgsleute ziehen:
Jeder Spieler zieht, je nach Story, Epoche und Platz auf dem Anger (unterer Bereich des Spielertableaus) eine bestimmte Anzahl an Gefolgsleuten aus seinem Beutel und legt sie auf den Anger. Zu Beginn des Spiels ist der Beutelinhalt bei allen Spieler gleich, aber durch das gezielte Anwerben / Entsenden von Gefolgsleuten kann jeder Spieler den Inhalt seinen Beutel selbst gestalten (Bagbuilding).

2. Planen:
Die Spieler platzieren gleichzeitig die Gefolgsleute auf dem Anger (max. 8) und eventuell Waren, Geld und Technikplättchen auf den zur Verfügung stehenden Orten. Es müssen nicht alle Gefolgsleute auf dem Anger verteilt werden. Die nicht eingesetzten Gefolgsleute schränken aber ggf. die Zahl der neu gezogenen Gefolgsleute in der nächsten Runde ein.



3. Aktionen ausführen
Beginnend beim Startspieler nutzt ein Spieler die Aktionen eines voll besetzten Ortes und legt die genutzten Gefolgsleute in seinen Beutel zurück und die genutzten Waren-/Geldplättchen in den Vorrat. Wenn ein Spieler keiner Aktion mehr nutzen will oder kann, passt er. Wenn alle Spieler gepasst haben endet diese Phase.

4. Startspielerwechsel
Der Startspielmarker wird im Uhrzeigersinn weitergegeben und jeder Spieler erhält den Rundenbonus/-malus, der in seiner Epoche gültig ist.

Das zentrale neue Element von "Orléans Stories" sind die Storyhefte und damit verbunden die Einteilung des Spiels in unterschiedliche Epochen. Je nach Epoche gelten unterschiedliche Regeln, sind unterschiedliche Aktionen/ Spielelemente nutzbar und kommen neue Ressourcen ins Spiel. Im Folgenden werden die beiden im Grundspiel enthaltenen Stories beschrieben.



Story "Das erste Königreich":
Zusätzlich zum allgemeinen Aufbau werden folgende Dinge bereitgelegt: ein Kontrollplan (generiert Bürger je nach Anzahl der Gebiete, Dörfer, Kirchen die ein Spieler besitzt/besessen hat), ein Epochentableau (Spielregelhilfe und Anzeiger, welcher Spieler in welcher Epoche ist), 10 Erzählkarten und das Segensreiche Werk Nahrungsspeicher/Medizin mit den beiden Plättchen Hunger besiegt/Pest besiegt. Jeder Spieler erhält zusätzlich ein Storyheft (enthält Regelübersicht/-erklärung und Geschichte zum Spiel), einen Aufgabenzettel mit Stift und drei Markierungswürfel sowie zwei Verbotsplättchen in seiner Spielerfarbe.



In dieser Story sind die Spieler Siedler in der Umgebung der Loire und müssen die Aufgaben (bestimmte Waren, Gefolgsleute und Technikplättchen entsenden / Bürger versammeln / eine Kirche Bauen / mind. 30 Geld besitzen) des Aufgabenzettels erfüllen. Wer das als erster schafft (sollten es am Ende einer Runde mehrere Spieler geschafft haben ist der Wert der Waren und Münzen ausschlaggebend) wird in Orléans zum König gekrönt und gewinnt das Spiel.

Dabei durchschreiten die Spieler bis zu 8 Epochen, die durch das Storyheft begleitet werden. Um in die nächste Epoche zu gelangen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein; jeder Spieler entscheidet aber selbst, wann er in die nächste Epoche wechselt. Zum Erfüllen aller Aufgaben muss man mindestens bis zur Epoche 7 voranschreiten, hier kann man erst Kirchen bauen, die 8. Epoche ist optional. Begleitet wird diese Story von 10 Erzählkarten und den Texten in den Storyheften, welche die Spielmechanik auflockern sollen.



Story "Die Gunst des Königs":
Zusätzlich zum allgemeinen Aufbau werden die 4 Jahreszeiten-Karten bereitgelegt und die Bonusfelder der Ruhmesleiste mit den 13 Ruhmesplättchen überdeckt. Jeder Spieler erhält zusätzlich ein Storyheft und 1 oder 2 Günstlingsplättchen.

In dieser Story will sich der König einen neuen Vertrauten aus dem Niederadel wählen und hat dazu die Spieler zu einem Wettbewerb eingeladen. Der Wettbewerb erstreckt sich dabei über 5 Epochen (Jahre), eingeteilt in 4 Runden (Jahreszeiten). Am Ende jeder Epoche gilt es die jeweiligen vom König gestellten Aufgaben zu erfüllen. Wer die Aufgaben erfüllt, bekommt einen neuen Adelstitel (von Baron über Vicomtes, Graf, Marquis bis zum Herzog) und ist weiter im Spiel. Wer die Aufgaben nicht erfüllt, scheidet aus.



Am Ende gewinnt der Spieler, der zuletzt noch im Spiel ist. Sollten es mehrere Spieler schaffen alle Aufgaben des Königs zu erfüllen, entscheidet der Reichtum, die Bauwerke und die Größe des Einflussbereiches darüber, wer die Gunst des Königs - und damit das Spiel - gewinnt. [bl]
...
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
(teils bereits bekannte)
    schöne Spielmechanik
strategisch vielseitig
ENDE
  MINUS:
MINUS:
weniger innovativ als gedacht
Schwächen in der Spielergonomie
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Benny: Nach dem schönen Grundspiel "Orléans" und zwei Erweiterungen folgt mit den umfangreichen "Stories" ein weiteres eigenständiges Spiel im Orléans-Setting von Autor Reiner Stockhausen - und ich stelle mir die Frage: Welche neuen Komponenten kommen in die Welt von Orléans und wie interessant ist das Spiel im Vergleich zu seinem Vorgänger?

Wenn man die Spielschachtel öffnet, findet man zunächst viele bekannte Elemente (Gefolgsleute-Plättchen, Waren, Segensreiche Werke, …) aus "Orléans" wieder. Das Spiel setzt an vielen Stellen auf Altbewährtes. Zentrale Neuerung sind Storyhefte, die dem Spiel seinen Namen geben, und die damit verbundene Einteilung des Spiels in Epochen. Insgesamt spielt sich das Spiel wie sein Vorgänger, die Mechanismen greifen gut ineinander, die möglichen Strategien sind gut ausbalanciert, sodass mehrere strategische Ausrichtungen zum Sieg führen können und nicht jeder Fehler die Möglichkeit zum Sieg verbaut. Allerdings fehlt mir an diesem Spiel das Neue, Frische, Einzigartige, und die Abwechslung. Im Spiel sind zwar zwei Storys (Varianten) enthalten, und mögliche Erweiterungen köntnen hier noch mehr Vielfalt mit neuen Stories bringen, aber für ein eigenständiges Spiel dieser Preisklasse ist mir das rein spielerisch noch zu wenig.

Auch beim Spielmaterial greift man auf Altbekanntes zurück. Die Gefolgsleute sind, wie beim Grundspiel, als Plättchen vorhanden, hier hätte man bei einem Preis von über 60 Euro auch gleich das (eh schon entwickelte) Upgrade auf Holz beilegen können. Denn die Gefolgsleute sind ja das zentrale Element, sollten also auch als solches in Erscheinung treten und nicht neben den Holzfiguren auf dem Spielplan untergehen. Weiterhin gibt es noch Schwächen in der Spielergonomie. Bei der Story "Die Gunst des Königs" müssen immer wieder Waren und Gefolgsleute auf markierte Plätze im Storyheft gelegt werden. Wenn man dann aber das Storyheft in die Hand nimmt, um sich über die nächste(n) Epoche(n) zu informieren, fallen die dort platzierten Plättchen logischerweise heraus. Das ist leider echt unpraktisch. Sehr gefallen hat mir dagegen die Sortierhilfe in der Schachtel, die zumindest für die wichtigsten Kleinteile eine ordentliche Ablage bietet.

Trotz allem haben wir mit "Orléans Stories" ein solides Strategiespiel auf dem Tisch, das auch nicht-strategisch-affine Spieler begeistern kann. Denn die Grundmechanik ist angenehm einfach gehalten und gerade die Story "Das erste Königreich" sollte allen Menschen mit dem Motto: "To-Do-Listen abhaken macht mich glücklich" gefallen. Einzig der Zeitfaktor kann hier abschrecken, denn je nach Spielvariante und Spieleranzahl können schon mal 3 Stunden bei einer Partie zustande kommen, was inbesondere ärgern kann, wenn es auch noch die Möglichkeit gibt, aus dem Spiel auszuscheiden. Hinzu kommt ein manchmal nicht zu verschweigender Glücksfaktor beim Plättchenziehen, der über den spielerischen Erfolg bestimmen kann.
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   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
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