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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2013
(Original: 1988)
Verlag: Fantasy Flight Games, Heidelberger Spieleverlag  ..i..
Autor: Richard Hamblen Robert A. Kouba
Spieleranzahl: 1 bis 4
Alter: ab 14 Jahren
Spieldauer: ca. 240 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Merchant of Venus
 
Entdecken > Handelsrouten finden > Profit

Spielschachtelzitat der aktuellen Neuauflage des Spiels, das erstmals 1988 erschien: "Ein Spiel über Weltraumerforschung und interstellaren Handel."

     

So funktioniert's:
In dem Spiel sind zwei Regelhefte enthalten, die zwei verschiedenen Versionen des Spiels erklären. In der klassischen Version wird eine nur minimal von dem ursprünglichem Spiel abweichende Regel erklärt, bei der Standardversion handelt es sich um eine veränderte Version, die deutlich vom ursprünglichem Spiel abweichende Regeln enthält. Trotzdem handelt es sich zu großen Teilen um das selbe Spiel, deshalb versuche ich das Spiel allgemein vorzustellen und nur an wichtigen Punkten auf die Besonderheiten der verschiedenen Versionen einzugehen.

Die Spieler starten in einer großen Weltraumstation, in einem für den Handel noch unerschlossenen Sternenhaufen, und müssen zuerst herausfinden, in welchem Teil des Systems die verschiedenen Alienrassen zu finden sind. Die Spieler würfeln mit zunächst drei sechsseitigen Würfeln, um die Reichweite ihrer Bewegung zu bestimmen. Einer der Würfel kann dabei als Navigationswürfel benutzt werden.

Der Navigationswürfel wird benötigt um zu bestimmen, in welche Richtung Navigationsfelder verlassen werden können und zeigt an, wo ein Teleportal hinführt. In der Standardversion können weitere Würfel für Sonderaktionen zugewiesen werden. Betritt ein Spieler ein Feld mit einem Begegnungssymbol, wird eine Begegnung für ihn bestimmt. Hat der Spieler Glück, findet er alte Alienrelikte, die er für sein Raumschiff nutzen kann; hat er aber Pech, kann ihn eine Begegnung aufhalten und wertvolle Zeit rauben.

Ist nach der Bewegung eine Raumstation oder eine Oberflächenstadt erreicht worden, können die Spieler mit der dort lebenden Alienrasse handeln. Landet ein Spieler zum ersten Mal in einem System, entdeckt er die dort lebende Alienrasse und erhält einen Entdeckungsbonus in Form eines Gutscheins für den Einkauf bei dieser Rasse. Ab diesem Zeitpunkt ist für alle Spieler offensichtlich welche Rasse dort zu Hause ist.

Jede Rasse bietet eine bestimmte Ware zum Verkauf an. Auf der Vorderseite der Warenplättchen ist zu sehen wie viel Geld diese Ware kostet. Auf der Rückseite ist angegeben, für wie viele Credits die Ware vermutlich zu verkaufen ist und welche Alienrassen bereit sind, für diese Ware zu zahlen. Zusätzlich bieten die Rassen noch spezielle Gefälligkeiten an, wie fortschrittliche Antriebe, Schilde, eine eigene Raumstation oder andere Verbesserungen. In der Standardversion bietet jede Rasse zusätzlich noch eine spezielle Rassentechnologie an.

Nach dem Kaufen und Verkaufen in einer Raumstation/Oberflächenstadt oder, wenn man mitten im Weltraum feststeckt, was durch zu wenig Zugpunkte oder durch ein nicht überwundenes Hindernis auftreten kann, endet der Spielzug und der nächste Spieler ist an der Reihe.

In der klassischen Version endet das Spiel sobald ein Spieler ein Nettovermögen von 2000 Credits erreicht hat. In der Standardversion werden 30 feste Runden gespielt. [ug]

 
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Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
Der Klassiker ist wieder erhältlich!
viele neue Ideen
gewaltige Materialausstattung
leicht erlernbar

ENDE
  MINUS:
MINUS:
sehr lange Spieldauer
sehr langer Spielaufbau
zu kleine Geldmarker
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Ulf: "Merchant of Venus" ist ein alter Klassiker aus dem Jahr 1988, der sehr lange vergriffen und nur auf Englisch erhältlich war. Mit dieser Neuauflage hat sich das geändert. Die Entscheidung, neben der neuen Spielversion die alte klassische Version beizubehalten, ist ein sehr guter Schachzug. Fans des Klassikers wurde genau das gegeben, was sie wollten: Eine neue Auflage und zusätzlich eine neue Version, die das doch schon ältere Spiel mit neueren bewährten Spielinhalten anreichert.

Die beiden Spielversionen polarisieren zwar recht stark, bieten aber für alle Spieler mindestens ein gutes Spielkonzept an, da beide Versionen in der Box enthalten sind. Meiner Meinung nach hat keine der Versionen eindeutig die Nase vorne. In der klassischen Version gefallen mir die Nachfrageplättchen und die Fabriken sehr gut, und in der Standardversion finde ich es schön, sein eigenes Schiff ausbauen zu können und, dass es einen fest installierten Platz für einen Antrieb gibt.

Die Spielenden der unterschiedlichen Versionen verändern den Verlauf des Spiels kaum, trotz einem relativ plötzlichen Ende im klassischen Spiel und einem fixen Ende im Standardspiel. Das Spiel kann jetzt nur noch mit 4 Spielern gespielt werden statt mit 6. Normalerweise bin ich immer froh, ein Spiel auch mit 6 Spielern spielen zu können, aber in diesem Fall sprengt die höhere Spielerzahl den sowieso schon gespannten zeitlichen Bogen. Deshalb finde ich die Beschränkung auf 4 Spieler in diesem Fall sinnvoll, da zusätzlich auch Ersterkundungen mit mehr Spielern immer schwieriger zu bewältigen sind.

Ich bin froh, dass "Merchant of Venus" eine Neuauflage erhalten hat, da es eigentlich kein anderes Spiel gibt, das für mich dieses Spielgefühl wiedergeben kann. Das Spielgefühl lässt sich unabhängig von der Version durch 3 grobe Spielphasen beschreiben:
1. Es wird munter durch die Galaxie geflogen und Alienrassen werden entdeckt. Mit dem Entdeckungsbonus kann das erste Geld durch Warenhandel verdient werden oder das eigene Raumschiff verbessert werden.
2. Langsam decken sich Möglichkeiten und Chancen auf, um ertragreiche Handelswege zu fliegen. Eine lukrative Route ist gefragt und besser noch eine gute Ausweichroute. Außerdem wird das Schiff nach dem besten Gewissen ökonomisch zu Ende gebaut.
3. Das Wettrennen beginnt, das Spielende ist abzusehen. Ab jetzt ist es wichtig in jedem Spielzug das meiste rauszuholen.

Das Spiel könnte ein Familienspiel sein, ist es aber nicht, da es gerade bei einem 4-Spieler-Spiel sehr lange dauert. Zugute halten möchte ich, dass auf der Schachtel 2-4 Stunden angegeben sind, so erhält man schon eine ungefähre Vorstellung über die Spieldauer. Aber wie bei den meisten Zeitangaben bezieht sich die Zeit nur auf geübte Spieler, sodass mein erstes "Merchant of Venus"-Spiel dieser Auflage länger als 6 Stunden (!) gedauert hat und weitere Spiele ca. 5 Stunden. Man ist leicht versucht, eine schnellere Variante auszuprobieren, wie beim klassischen Spiel nur bis 1000 Credits Vermögen oder bei der Standardversion nur 20 Runden zu spielen, aber das zerstört genau das aufbauende und sich zuspitzende Spielgefühl, welches für mich dieses Spiel ausmacht.

Der Materialienumfang ist bombastisch und die Qualität sehr gut. Die einzige Ausnahme sind die sehr unhandlichen und viel zu kleinen Geldmarker. Da hat mir das Papiergeld im Originalspiel besser gefallen, obwohl ich kein großer Freund von Papiergeld bin. Der Grafikstil und der lockere Humor gefallen mir sehr gut. Die Regeln sind kleinschrittig und verständlich, sodass zwar ein paar Seiten mehr zu lesen sind, aber dafür das Spiel auch einfach verstanden werden kann.

Der Kultfaktor liegt bei 7 Punkten, für Spieler, die nicht vor einem langem Weltraumspiel zurückschrecken, sogar bei 8.

 

 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

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