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Spiel-Fakten:

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Genre: Aktiv, Geschicklichkeit
Erscheinungsjahr:
2018
Verlag: Zoch Verlag  ..i..
Autor: Oliver Richtberg
Grafik: Sébastien Caiveau
Spieleranzahl: 1 bis 4
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 30 bis 45 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Initiative 

leer
     
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Menara
...

Der Fluch des Tempels

Der sagenumwobene Tempel von Menara ist längst verfallen, doch ihr könnt ihn gemeinsam wieder aufbauen! Leider gibt es da auch noch einen Fluch, der euch das Leben schwer macht...
 

 
Zunächst werden alle Tempelböden zu einem Stapel gemischt und drei davon als Grundfläche ausgelegt. Die Böden müssen sich an jeweils zwei Stellen berühren. Die Säulen kommen in den Stoffbeutel, und jeder Spieler zieht zufällig eine bestimmte Anzahl für sich heraus. Die Anzahl ist spielerzahlabhängig, bei 4 Spielern sind es 4 Säulen pro Spieler.



Gespielt wird kooperativ. Dennoch verläuft das Spiel reihum in Einzelzügen der Spieler. Wer dran ist, hat zunächst die Möglichkeit, beliebig viele seiner Säulen mit Säulen aus dem "Camp", das zuvor ebenfalls zufällig bestückt wurde, zu tauschen.



Danach zieht der Spieler eine Aufgabenkarte, wobei es leichte, mittelschwere und schwierige Aufgaben gibt. Der Spieler muss die Aufgabe erfüllen, ansonsten erhöht sich die Anzahl der Stockwerke, die der Tempel am Spielende haben muss, um eins. Zu Beginn sind dies - je nach gewähltem Level - zwischen drei und fünf, wobei das Fundament nicht mitzählt.



Die Aufgaben können lauten: Platziere eine Säule aus deinem Vorrat, platziere zwei, drei, vier Säulen, teilweise auf EINEM Tempelboden (platziert werden muss immer auf farblich passenden, freien Feldern!), versetze Säulen nach oben, komplettiere Tempelböden oder versetze einen kompletten Boden.



Immer, wenn alle Felder eines Tempelbodens komplett mit Säulen belegt sind, muss der Spieler sofort einen neuen Tempelboden vom Stapel ziehen und ihn auf beliebige vorhandene Säulen auflegen, sodass eine neue Ebene entsteht. Freiwillig darf eine neue Ebene auch am Fundament angelegt werden, was zur Folge hat, dass dann erneut die Anzahl der Stockwerke, die zum Sieg benötigt wird, um ein Stockwerk steigt. Allerdings dürfen dann auch alle Säulen des Camps gegen neue ausgetauscht werden.



Gespielt wird, bis ein Spieler nicht mehr ausreichend Säulen nachziehen kann, alle Aufgabenkarten gespielt oder alle Tempelböden verbaut wurden. Wird nun zu genau diesem Zeitpunkt mindestens die Anzahl der vorgegebenen Stockwerke erreicht, gewinnen die Spieler gemeinsam. Wurde sie nicht erreicht, verlieren die Spieler. Sie verlieren auch vorzeitig, wenn der Tempel einstürzt bzw. Teile herunterfallen! [ih]
...
 
 ERKLÄRVIDEO
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
interessante Mischung aus Taktik
   und Geschicklichkeit
spannender Ablauf
ein optischer Hingucker
ENDE
  MINUS:
MINUS:
teilweise glücksabhängig, ob
   eine Aufgabe erfüllt werden kann
teilweise nicht eindeutige Symbolik
Beutel ist ein wenig zu klein
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: Wann immer "Menara" bei einem unserer öffentlichen SPIELKULT.de-Spieletreffen auf dem Tisch landet, zieht es sofort neugierige Blicke auf sich. Und jeder, der ein wenig in der Spielewelt zuhause ist, stellt als erstes die Frage: "Ist das sowas wie Villa Paletti"? Ja, eine optische Ähnlichkeit lässt sich nicht verleugnen, erschien das Spiel des Jahres 2002 doch auch bei Zoch. Spielerisch ist "Menara" dann aber doch was anderes.

Das Spiel ist kooperativ, auch wenn jeder Spieler einzeln am Zug ist und dann eigenverantwortlich handelt. Allerdings ist "Menara" nicht bloßes Turmbauen, wie man es auf den ersten Blick vermuten könnte. Der eigentliche Clou ist das Management der farbigen Säulen. Da man vorher nicht weiß, welche Aufgabe einen erwartet, muss man vorbereitet sein auf alle Eventualitäten. Nicht immer ist das möglich, dann siegt auch mal das Glück. Dennoch: Man sollte wissen, welche Aufgaben sich in den einzelnen Kartenstapeln so verbergen, um gezielter handeln zu können. So ist es oftmals wichtig, mit dem Camp zu tauschen, um bestimmte Farben in den eigenen Vorrat zu bekommen. Auch sollten sich die Mitspieler gut beraten, wohin bestimmte Säulen gesetzt werden, falls es mehrere Optionen gibt. So kann man sich abstimmen, wer mit welcher Farbe am besten auf welchem Tempelboden baut.

Besonders aufpassen muss man beim Komplettieren von Tempelböden. Man sieht schon im Voraus, welcher neuer Boden vom Stapel oben aufgelegt werden muss. Manchmal passt der so rein gar nicht zur Statik. In dem Fall kann es sich bezahlt machen, lieber ein zusätzliches Stockwerk als Siegbedingung zu aktzeptieren und den Boden ans Fundament anzulegen, anstatt das ganze Bauwerk ins Wanken zu bringen. Das geschieht mit jeder gebauten Ebene natürlich eh schon automatisch, und gerade zum Ende hin entsteht ein zunehmender Thrill, ein ruhiges Händchen zu behalten, um das entscheidende Stockwerk noch platzieren zu können, bevor alles zusammenbricht. Das ist, je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad, immer wieder spannend!

Nun kann es passieren, dass Grobmotoriker das Spiel wortwörtlich viel zu schnell ins Kippen bringen. Das kann mitunter etwas für Frust sorgen, da es keinerlei Auffangbecken für einen Fehler gibt. Auch spielt sich "Menara" nicht in allen Spielerzahlen gleich. Ich will nicht sagen, es spielt sich nicht gleich gut, das stimmt nämlich nicht. Spaß macht mir das Spiel zu zweit, zu dritt und auch zu viert. Allerdings ist das Spielgefühl ein anderes. Zu zweit besitzt jeder Spieler stets 7 Säulen, was weit weniger zu Fehlversuchen führt als zu viert, wenn jeder nur 5 Säulen besitzt, da die Farbauswahl des Einzelnen dann einfach viel mehr eingeschränkt ist.

Ein Wort noch zum Material: "Menara" sieht einfach toll aus. Dem Eyecatcher, der entsteht, wenn der Turm nach oben wächst, kann sich niemand entziehen. Das Material ist auch von guter Qualität, allerdings ist der Stoffbeutel arg knapp bemessen. Wenn er noch komplett gefüllt ist, fällt ein "blindes" Ziehen schwer, da die Säulen meist schon von alleine herausfallen. Ein etwas größerer Beutel wäre wünschenswert. Zudem ist die Symbolik der Aufgabenkarten nicht immer eindeutig bzw. nicht übereinstimmend mit der Anleitung. So zeigt die Aufgabe "Tempelboden versetzen" auf der Karte z.B. einen Pfeil nach oben, sodass jeder davon ausgeht, man müsse einen Boden von unten nach oben versetzen. Die Anleitung sagt jedoch, dass das auch in die andere Richtung erlaubt ist. Auch das Symbol, bei dem eine Säule einen Tempelboden komplettiert, irritiert, weil die Erfüllung der Aufgabe auch mit mehreren Säulen erlaubt ist. Ich weiß nicht, ob man da im Nachhinein noch Regeln verändert hat?! Anders lässt sich die stellenweise missverständliche Grafik nicht erklären.

Hat man das Spiel allerdings einmal gespielt, weiß man, wie alles gemeint ist. Und dann erst wird das Spiel auch taktischer. Neulinge, die nicht darauf gestoßen werden, was für Aufgaben im Spiel sind, laufen oft blind ins Verderben. Da das Spiel ein kooperatives Spiel ist, sollte zumindest ein Spieler alle Aufgaben und die damit verbundenen Risiken kennen.

"Menara" ist nicht nur ein Hingucker, es ist ein Spiel, das zum sofortigen Spielen animiert. In unseren Spielrunden mit den unterschiedlichsten Spielern kam der Tempelbau stets gut bis sehr gut an. Dem kann ich mich nur anschließen. Für mich ist "Menara" ein echtes Highlight unter den Geschicklichkeitsspielen. Insbesondere der Taktikfaktor hat mich begeistert. Ich muss zugeben, dass die Spielfrequenz abnimmt, je öfter man siegreich aus einer Partie gegangen ist, aber wenn in unserer schnelllebigen Zeit ein Spiel trotzdem so oft auf den Tisch kommt wie "Menara", dann ist das definitiv ein gutes Zeichen. Das Spiel ist spannend, emotionsreich und immer wieder eine Herausforderung wert. Von mir gibt's, bis auf die kleinen Abzüge in der B-Note, sehr gute 8 bis 9 Kultpunkte - je nach Zusammensetzung der Mitspieler, die das Spiel entscheidend mittragen. Gewonnen wird schließlich nur gemeinsam, und einen gewissen Ehrgeiz sollten meine Mitspieler schon aufbringen, wenn sie sich mit mir im Tempelbau versuchen... ;) Für Genre-Fans eine klare Kaufempfehlung! (> Video)
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   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND 
...
   Ingo
   Dän
   Nicole
   Ulf
   Carola
   Karsten
Ende
 
 

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