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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie
Erscheinungsjahr:
2018
Verlag: KOSMOS
Autor: Reiner Knizia
Grafik: Cem Kara
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 40 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Lost Cities
Das Brettspiel
...

Das Spiel zum Spiel zum Spiel

Im Jahr 2008 wurde "Keltis" zum "Spiel des Jahres" gekürt. Schon damals fußte das Brettspiel auf dem bereits vorhandenen Kartenspiel "Lost Cities". In den USA wurde "Keltis" jedoch unter dem Titel "Lost Cities - the board game" bekannt. Zehn Jahre später bringt man nun auch in Deutschland "Lost Cities - das Brettspiel" heraus - und damit erneut ein Brett- zum Kartenspiel ... oder anders gesagt: Keltis 2.0!
 
 
Wir sind Forscher und versuchen die fünf verlorenen Städte zu entdecken. Dafür reisen wir in verschiedene Umgebungen und schlagen uns Schritt für Schritt den Städten entgegen.

Spielvorbereitung: Der Spielplan wird in die Mitte gelegt, ebenso die Münzen und Artefakte. Pro Spieler werden fünf Spielfiguren in die Mitte des Spielbrettes gestellt.
Die 25 Ereignis-Plättchen werden auf die dafür vorgesehenen Felder gelegt (erst verdeckt und danach werden sie umgedreht).



Alle Karten werden gemischt und jeder Spieler erhält acht davon, der Rest bildet den Nachziehstapel.

Spielablauf: Das Spiel wird über drei Runden gespielt. Ist man am Zug, muss man eine der acht Handkarten ausspielen; dafür gibt es drei Möglichkeiten:
- Man legt eine Karte vor sich ab und beginnt einen neuen eigenen Expeditionspfad (neue Farbe).
- Man legt an einen seiner bereits vorhandenen Expeditionspfad der selben Farbe an, wobei die neu gelegte Zahl gleich oder größer als die bereits ausliegende Zahl sein muss.
- Man wirft die Karte auf den Ablagestapel der selben Farbe.


 
Im zweiten Schritt zieht man eine Karte nach. Hier hat man die Möglichkeit, die verdeckte Karte vom Nachziehstapel zu ziehen oder die oberste Karte von einem der fünf Ablagestapel zu nehmen.
 
Immer, wenn man eine Karte ausspielt, darf man seine Figur um ein Feld auf dem entsprechenden farbigen Pfad weiterziehen. Dabei darf man nicht mehrere Kartenreihen einer Farbe anfangen, und pro Pfad darf nur ein Forscher des selben Spielers unterwegs sein (natürlich aber mehrere Forscher von unterschiedlichen Spielern).


 
Hat man bereits das Ende eines Pfades erreicht und kann noch gültige Karten dieser Farbe spielen, darf man einen beliebigen eigenen Forscher weiterziehen.
 
Erreicht man ein Feld mit einem Plättchen, geschieht folgendes:
- Artefakt (grün): Man nimmt das Artefakt-Plättchen.
- Siegpunkte (blau): Man erhält sofort die angegebenen Siegpunkte. Das Plättchen bleibt liegen und ist auch für andere Spieler nutzbar.
- Etappen (schwarz): Man darf eine beliebig Figur, die bereits auf einem Pfad unterwegs ist, ein Feld weiter ziehen. Das Plättchen bleibt liegen und ist auch für andere Spieler nutzbar.


 
Rundenende: Die laufende Runde endet sofort, wenn insgesamt fünf Spielfiguren eine oder mehrere Brücken der verschiedenen Expeditionspfade überschritten haben. Die laufende Runde endet auch sofort, wenn die letzte Karte vom Nachziehstapel gezogen wurde.

Wertung: Jede Figur ist so viel wert, wie das Feld, auf dem sie steht (die große Figur zählt doppelt). Jedoch kann man in einer Runde nicht unter 0 Punkte fallen. Nun werden die Artefakt-Plättchen noch gegen Artefakte getauscht. Diese sind am Ende des gesamten Spiels so viel wert, wie oben links auf dem Spielplan angegeben.



Neue Runde: Für die nächste Runde werden alle Karten gemischt und neu ausgeteilt, das selbe gilt für die Ereignis-Plättchen.

Spielende: Das Spiel endet nach der dritten Runde (und Wertung). Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Varianten:
-
Bei dem Kurzspiel wird nur über eine Runde gespielt, der einzige Unterschied liegt darin, dass die kurze Wertungsleiste oben links auf dem Spielplan genutzt wird (betrifft die Artefakte).
- Bei  "auf und ab" darf man für jede Farbe in der eigenen Auslage selber entscheiden, ob die Zahlen in aufsteigender Reihenfolge gelegt werden oder in absteigender. Ist die Entscheidung für eine Farbe gefallen, darf diese in dieser Runde nicht mehr geändert werden. [mha]
...
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
etwas aufgemotztes "Keltis"
erprobt familientauglich
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Farben z.T. schwer auseinanderzuhalten
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Manuel: "Lost Cities - das Brettspiel" ist der große Bruder von "Lost Cities", einem mittlerweile älteren Spiel aus der Zwei-Personen-Spiel-Reihe von KOSMOS. Das Spielprinzip ist das selbe geblieben mit kleinen Änderungen wie z.B. den variablen Plättchen auf dem Brett, man kann es mit bis zu vier Spielern spielen und das Kartendesign ist anders.

In den USA wurde das Brettspiel schon länger unter diesem Namen vertrieben, in Deutschland bekam man im Jahr 2008 die auf eine Runde abgespeckte Version unter dem Namen "Keltis" angeboten. "Keltis" wurde dann auch prompt zum Spiel des Jahres. Nun also besinnt man sich auf das Original zurück, wenngleich es spielerisch keine wirklichen Unterschiede gibt - einzig, dass die "Keltis"-Version im vorliegenden "Lost Cities"-Brettspiel als "Kurzspiel"-Variante angeführt wird und das Standardspiel nun gleich 3 Runden dauert, fällt auf. Gleich vorweg: Wer "Keltis" besitzt, benötigt das selbe Spiel nicht noch einmal, es sei denn, man legt Wert auf eine 3-Runden-Wertung und halt die neue, weniger abstrakte Gestaltung.

Das Material ist qualitativ gut und das Spielbrett ist schön anzusehen, allerdings ist die Farbwahl der Karten unglücklich. Manchmal verwechselt man die Farben, wenn man die Karten gefächert in der Hand hält, was besonders oft passiert, wenn die Lichtverhältnisse nicht optimal sind.

Als Familienspiel kann man "Lost Cities - das Brettspiel" - wie eben auch "Keltis" - durchaus immer noch was abgewinnen. Auch Kinder können hier problemos mitspielen. Die Regeln sind schnell erklärt. Taktikern wird jedoch der doch recht hohe Glücksfaktor ein Dorn im Auge sein. Ist die Starthand eine Katastrophe, hat man kaum eine Chance mehr, die Runde zu gewinnen, da es zu lange dauert, immer Karten abzuwerfen. Zudem bringt das Abwerfen sogar noch einen Vorteil für die Mitspieler, da sie mehr Auswahl beim Nachziehen haben - und man selber einen Spielzug "verschenkt". Hier sollte man doch recht schnell mit der Variante spielen, dass die Spieler einzeln entscheiden können, ob sie die Karten einer Farbe auf- oder absteigend sortiert auslegen möchten. Dann gleicht sich eine vermeintlich schlechte Starthand besser aus.

Das einzig wirkliche taktische an diesem Spiel sind die variablen Plättchen, da diese zusätzliche Siegpunkte bringen oder man gar die Figur noch weiterziehen lassen kann. Ansonsten muss man noch überlegen, ob man eine seiner Figuren noch auf eine weitere Expedition schickt, da diese ggf. Minuspunkte einbringen kann, wenn sie nicht weit genug nach vorn rückt. Die Option, das man auch danach schaut, keine Karte abzuwerfen, welche ein Gegner gebrauchen könnte, macht zwar Sinn, aber letztlich entscheidet man sich dann doch eher dafür, nur auf sich selbst zu achten, da man sonst ggf. nichts sinnvolles machen kann.

Für Familien ist dieses Spiel also durchaus immer noch gut, jedoch sind erfahrenere Spieler doch recht schnell von diesem Spiel gelangweilt. Es passiert kaum etwas auf dem Spielfeld, man hat nicht wirkliche viele Optionen zu agieren, und eine Interaktion findet auch nicht statt, außer dass man mal eine vom Mitspieler abgelegte Karte aufnimmt oder ihm ein Artefakt wegschnappt. Zudem dauert die neue Version des Spiels mit ihren 3 Runden auch einfach zu lange, für das, was geboten wird. Der Eindruck verstärkt sich durch die Tatsache, dass man mit jeder Runde eigentlich immer wieder von vorn beginnt und - bis aufs Artefakte-Sammeln - nichts aufbaut.  Ich würde daher immer zur Kurzspiel-Variante tendieren, aber habe ich bereits "Keltis" im Schrank, spiele ich mit "Lost Cities - das Brettspiel" dann eben doch wieder das selbe Spiel.

 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 

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