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Spiel-Fakten:

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Genre: Würfel, Taktik
Erscheinungsjahr:
2011
Verlag: MayfairGames
Spielsprache: englisch (!)
Autor: James Ernest,
Mike Selinker
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: ca. 60 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   
   
   
 
  Lords of Vegas
 
Ihr Einsatz bitte!
Las Vegas im Jahr 1941: Noch ist der berühmte Vegas Strip eine karge Landschaft, doch schon bald reiht sich hier Spielcasino an Spielcasino.
 


     

So funktioniert's:
Jeder Spieler erhält die Spielermarker und Würfel seiner Farbe sowie ein Startkapital, das bestimmt wird durch zwei zufällig vom Stapel gezogene Besitzerkarten. Neben dem Startgeld bestimmen diese beiden Karten dann für jeden Spieler die ersten 2 "Lots" (Spielfelder), die sie mit jeweils einem Klarsichtmarker ihrer Farbe belegen.


Der Spielplan zeigt den Las Vegas Strip.
   
Zunächst beanspruchen die Spieler Lots.
   

Die "Lots" sind in Häuserblöcken aus 6 bis 12 aneinanderhängenden Feldern angeordnet. Jedem dieser Grundstücke ist genau eine Besitzerkarte im Stapel zugeordnet. Jeder Spielzug besteht immer aus 2 Phasen, "Draw" (Karte ziehen) und "Play" (Aktionen).

In Phase 1 ("Draw") zieht der Spieler eine neue Besitzerkarte vom Stapel und belegt das angegebene Feld mit einem Marker. Für jeden eigenen Marker auf dem Spielplan erhält der Spieler 1 Mio. Dollar von der Bank. Im späteren Verlauf können diese Marker gegen Casinobauteile plus Würfel ausgetauscht werden (siehe Phase 2). Die so entstehenden "Casinos" werden dann immer in Phase 1 anhand der gezogenen Karte gewertet.


Die Besitzerkarten bestimmen das Startkapital, das jeweils zu belegende Feld (hier z.B. C8 oder A6) sowie die Casinos, die gewertet werden (links: alle Casinos, die aus violetten Bauteilen bestehen; rechts: die Casinos beliebiger Farben am Vegas Strip).

Die Hintergrundfarbe der Karte bestimmt, welche Casinos zur Wertung gelangen. Der Spieler zählt nun die Augenzahlen seiner Würfel in entsprechend farbigen Casinos zusammen und erhält die Summe in Dollar ausgezahlt. Außerdem erhält der jeweilige Casinoboss (der Spieler, der in jedem getrennt liegenden Casino der gezogenen Farbe den Würfel mit der höchsten Augenzahl aufweisen kann) so viele Siegpunkte, wie das Casino Bauteile besitzt (4 aneinandergrenzende grüne Bauteile bringen dem Casinoboss also 4 Siegpunkte, wenn die neu gezogene Besitzerkarte grün ist).

Einiger der Karten zeigen keinen farbigen Hintergrund, sondern den "Strip" (den Highway, der quer durch Las Vegas führt). Wird so eine Karte aufgedeckt, werden, nach dem Belegen des angegebenen Grundstückes, nun sämtliche Casinos beliebiger Farben gewertet, die durch mindestens 1 Bauteil eine direkte Verbindung zum "Vegas Strip" haben.

In Phase 2 ("Play") darf der aktive Spieler verschiedene Aktionen durchführen. Diese kann er (bis auf das "Gambling") auch beliebig oft wiederholen, allerdings kostet jede Aktion Geld, so dass durch den eigenen Kontostand ein Limit gesetzt ist.


Rechts und links des "Las Vegas Strip" entstehen während des Spiels die Casinos.

Folgende Aktionen sind möglich:
- Bauen: Der Spieler tauscht einen Marker seiner Farbe gegen ein beliebiges Casinobauteil (in der Farbe seine Wahl) aus und belegt das Feld dann mit einem seiner Würfel. Besaß der Spieler durch seinen Marker zuvor nur das Grundstück, ist er nun Besitzer des Casinos, das zunächst aus nur einem Teil besteht.

Der Würfel, der den Besitz anzeigt, wird auf die Augenzahl gedreht, die das Feld vorschreibt. Sie stellt den Einfluss des Spielers dar, den er in diesem Casino besitzt. In einem Casino aus nur einem Bauteil ist der alleinige Besitzer automatisch der "Boss". Liegen mehrere Bauteile gleicher Farbe aneinander, so ist immer der Spieler der "Boss", der den Würfel mit der höchsten Augenzahl beigesteuert hat! Das Bauen eines Casinoteils kostet immer so viel, wie auf dem Feld angegeben!


Wer bauen will, zahlt Geld, nimmt sich ein Casinoteil...
   
... und platziert es dann, zusammen mit einem Würfel, auf einem eigenen Lot.
   

- Erweitern: Der Spieler kann, wenn er der Boss des Casinos ist, ein leeres Nachbargrundstück eines seiner Casinos bebauen, indem er wieder ein Casinobauteil (in der gleichen Farbe wie das bereits ausliegende Casinoteil) und einen Würfel einsetzt. Der Spieler muss das Grundstück also in diesem Fall nicht erst vorher mit einem Marker in Besitz genommen haben. Eine solche Erweiterung kostet allerdings immer den doppelten Preis, der vorgegeben ist!

Dazu geht der Spieler ein Risiko ein, denn die Besitzerkarten von leeren Feldern befinden sich noch im Stapel. Zieht ein Spieler in Phase 1 nun die passende Besitzerkarte von einem belegten Feld, so übernimmt er den Besitz und tauscht den bisherigen Würfel gegen einen Würfel seiner Farbe (gleiche Augenzahl!) aus!


Mehrere Casinoteile einer Farbe ergeben, wenn sie einander waagrecht oder senkrecht berühren, ein großes Casino. Boss ist immer der, der den Würfel mit der höchsten Augenzahl ausliegen hat.
   
Zieht ein Spieler die Besitzerkarte eines Feldes, das bereits von einem Spieler bebaut wurde, findet ein Besitzerwechsel statt. Der neue Würfel zeigt aber wieder die gleiche Augenzahl.
   

- Umbauen: Der Spieler kann als Boss für 5 Mio. Dollar aus seinem Vorrat eines seiner Casinoteile gegen ein anderes Casinoteil aus dem Vorrat (andere Farbe) austauschen, wenn er dies für nötig hält. Auf diese Weise können Machtverhältnisse im nachhinein verändert werden.

- Umorganisieren: Um diese Aktion ausführen zu dürfen, muss der Spieler nicht zwingend der Boss des Casinos sein. Es genügt, einen eigenen Würfel im ausgewählten Casino zu besitzen. Die Augenzahlen sämtlicher Würfel dieses Casinos werden addiert und müssen in Dollar bezahlt werden. Dann darf der Spieler sämtliche beteiligten Würfel neu werfen und kann auf diese Weise neue Machtverhältnisse schaffen.


Beim Casinoumbau darf ein Casinoteil gegen eine andere Farbe getauscht werden.
   
Beim "Gamble" wird um Geld gezockt. Wer eine 5, 6, 7 oder 8 als Summer erzielt, verliert seinen Einsatz.
   

- Gamble: Einmal pro Spielzug darf der Spieler den Boss eines Casinos herausfordern, und ihm für jedes Bauteil dieses Casinos bis zu 5 Mio. Dollar bieten. Ein aus vier zusammenhängenden Bauteilen bestehendes Casino lässt also einen Einsatz bis zu 20 Mio. (4 x 5 Mio.) Dollar zu. Der Spieler darf nicht mehr Geld bieten, als er besitzt! Dann wird gewürfelt. Würfelt der Spieler mit 2 Würfeln eine Summe von 5, 6, 7 oder 8, hat er das Duell verloren. Der Casinoboss erhält das eingesetzte Geld.

Würfelt er eine 3, 4, 9, 10 oder 11 gewinnt hingegen er selbst und erhält seinen Einsatz zurück sowie den gleichen Betrag vom Casinoboss. Bei einer 2 oder 12 verdoppelt sich der Einsatz dann automatisch!

Der herausgeforderte Casinoboss kann die Hilfe der Bank beanspruchen. Im Falle des Scheiterns muss er dann nur die abgerundete Hälfte des Einsatzes selber aufbringen, den Rest übernimmt die Bank. Im Gewinnfall erhält er allerdings dann auch nur die Hälfte des Einsatzes.


Um Casinos zu errichten und Aktionen durchzuführen, benötigt man Geld.
   
Die Besitzerkarten werden am Spielfeldrand ausgelegt.
   

Am Ende eines Spielzuges werden sämtliche Casinos auf dem Spielbrett kontrolliert. Gibt es Casinos, in denen sich 2 Spieler die höchste Augenzahl teilen, so müssen diese so lange würfeln, bis ein eindeutiges Ergebnis erzielt wird. Mit etwas Pech kann sich auf diese Weise sogar ein lachender Dritter freuen, wenn sein Würfel nach dem Neuwurf der beiden höchsten Augenzahlen auf einmal den höchsten Wert stellt und ihm die Chefposition einbringt.

Nach einem Spielzug wird die in Phase 1 gezogene Besitzerkarte am Rand des Spielplans abgelegt. Der nächste Spieler ist dran.

Handeln: Unabhängig vom aktiven Spieler kann jeder Spieler jederzeit mit anderen Spielern handeln und ihnen z.B. Geld für bestimmte Grundstücke oder Würfeländerungen etc. bieten. Nicht (!) erlaubt ist das Handeln mit Casinoteilen, Siegpunkten und das Versprechen von zukünftigen Aktionen.

Noch einmal zusammengefasst: Um Casinos zu bauen bzw. auszubauen, wird Geld benötigt. Wichtig ist es aber immer, Boss in einem Casino zu sein, um in Phase 1 des Spielzuges Siegpunkte abgreifen zu können. Um die Machtverhältnisse beeinflussen und verändern zu können, ist hingegen wieder erst einmal Geld vonnöten. 


Um das Spiel gewinnen zu können, benötigt man Siegpunkte. Die Leiste enthält mehrere Hürden.
   
Bei einer "Strip"-Karte (u.a. bei "Game Over") werden alle Casinos mit mind. einem Bauteil am Highway gewertet.
   

Die Siegpunkteleiste enthält noch einige trickreiche Hindernisse. Nach einigen Feldern springt der Punktewert immer gleich um 2 oder mehr Punkte. Dieser Übergang ist mit der entsprechenden Differenz (dargestellt in einer Stern-Markierung) versehen. Um die Hürde überwinden zu können, müssen diese Punkte bei einer Wertung in einem (!) Casino erzielt werden. Es genügt also nicht, bei einer 2er-Hürde jeweils 1 Punkt in zwei verschiedenen Casinos zu machen. Es muss ein Casino mit mindestens 2 Punkten in die Wertung gehen, damit der Spieler nach vorn rücken darf!

Spielende: Gespielt wird solange, bis die zuvor eingelegte "Game Over"-Karte im Nachziehstapel aufgedeckt wird. Noch einmal werden die Casinos am "Strip" gewertet. Der Spieler, der nun insgesamt die meisten Punkte machen konnte, gewinnt. Sollte ein Spieler vorzeitig die 90-Punkte-Marke erreichen, gewinnt er vorzeitig. [ih]

Achtung! Das Spiel ist bislang nur in englischer Sprache erschienen! Dies betrifft die Anleitung und die Übersichtskarten. Während des Spiels werden jedoch keine englischen Sprachkenntnisse benötigt!

 
 ERKLÄRVIDEO
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    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
taktischer Würfeleinsatz
gelungene Mischung aus
   Glück und "area control"
schönes Thema
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Glücksfaktor ist für Hardcore-
   Strategen ein Problem
mitunter etwas lang
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Ingo:  Wenn Strategiespiele einen zu hohen Glücksfaktor besitzen, dann führt dies oft zu Unmut unter den Spielertypen, die ihre einzelnen Spielzüge genau durchplanen und ausschließlich aus eigener Kraft gewinnen wollen. Bei "Lords of Vegas" wird definitiv Glück benötigt, wenn es um die Vergabe der einzelnen Grundstücke am Vegas Strip und den eigenen Einfluss als Mitarbeiter oder Boss der Spieltempel geht. Aber, und das ist der entscheidende Unterschied, zu vergleichbaren Titeln: Bei diesem Spiel ist das Glück gleichzeitig das Thema und somit gerechtfertigt.

Wie könnte man es bei einem Casinospiel anders erwarten, wird gezockt. Trotzdem, und das ist das Besondere, hat man nie das Gefühl dem Spiel ausgeliefert zu sein. Zunächst mag man vermuten, man kaufe mit "Lords of Vegas" ein einfaches Würfelspiel. Doch der Schein trügt, denn die Würfel sind hier mehr Mittel zum Zweck. Es sind die vielen kleinen taktischen Stellschrauben, die den Würfeleinsatz taktisch - ja, in gewissem Ausmaß sogar kontrolliert - erscheinen lassen.

Hinter der eigentlichen Spielidee verbirgt sich ein "Area control"-Gedanke. Es geht darum, Felder für sich zu gewinnen, Verbindungen zu schaffen, Mehrheiten zu bilden. Das dieses bekannte Prinzip nicht immer beispielsweise mit mittelalterlichen Burgen zu tun haben muss, beweist "Lords of Vegas" bravourös. Die Zockerelemente fügen dem - ansonsten eher starren - Grundgerüst die nötige Leichtigkeit, den nötigen Spielwitz hinzu. Das jederzeit mögliche Handeln sorgt für ausreichend Interaktivität. Auch die trickreiche Siegpunkteleiste ist eine pfiffige Idee, die in dieser Form noch unverbraucht daher kommt.

Das Spiel hat durch die beliebig verwendbaren Aktionen mitunter kleine Längen, wenn es mit Grüblern gespielt wird. Trotzdem würde ich die volle Besetzung immer bevorzugen, da das Gerangel um die Machtpositionen hier deutlich stärker zum Vorschein tritt als bei einem 2er-Spiel. Außerdem wird das Spielende durch das Ziehen der Besitzerkarten exakt vorgegeben, so dass niemand von einem plötzlichen Ende bzw. einer endlosen Wiederholungsschleife verärgert wird.

Rien ne va plus? Keinesfalls! Wer Strategiespiele mit Glückelementen mag, der sollte sich "Lords of Vegas" unbedingt einmal ansehen! Von mir gibt es eine Empfehlung! (> Video)

 

 
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      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 
 

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