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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie, Familie
Erscheinungsjahr:
2019
Verlag: iello / Studio GG
Autoren:
Shun & Aya Taguchi
Grafik: Sabrina Miramon
Spieleranzahl:
2 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer:
ca. 45 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Little Town
...
Blühende Landschaften
Eine unberührte Natur voller Ressourcen - mit Seen, Wiesen und Wäldern, umgeben von hohen Bergen - hier soll unsere kleine Stadt entstehen. Wer seine Arbeiter taktisch klug platziert, erhält Baumaterial und Nahrung. Und wer seine Gebäude auf strategisch günstigen Standorten errichtet, könnte bald zu Reichtum gelangen, denn die Mitspieler benötigen oftmals die Dienste der anderen!
 

 
Vor dem Spielbeginn wird zunächst die allgemeine Auslage der Bauplättchen auf dem Spielplan vorbereitet. Die fünf Weizenfelder werden auf ihr Feld gestapelt, die 12 weiteren leeren Felder werden dann mit Bauplättchen gefüllt. Für die erste Partie werden die Gebäude mit einem kleinen Rotkehlchen-Symbol empfohlen, in späteren Partien können die ausliegenden Plättchen zufällig gezogen oder von den Spielern, z.B. durch Draften, ausgewählt werden. Übrige Plättchen verbleiben in der Spielschachtel.



Nun erhält jeder Spieler noch 3 Geld Startkapital sowie eine bestimmte Anzahl an Arbeitern und Häusern in der eigenen Spielerfarbe (abhängig von der Spieleranzahl). Im Spiel zu dritt sind das z.B. 4 Arbeiter und 6 Häuser.



Ebenfalls in Abhängigkeit von der Spielerzahl erhält jeder Spieler nun noch eine bestimmte Anzahl an Zielkarten, die er vor seinen Mitspielern verdeckt hält. Wann immer im Spiel die Bedingung für das Erfüllen einer solchen Karte eintrifft, darf sie ausgespielt werden. Der Spieler erhält dann die entsprechenden Punkte.


Achtung: Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Rezension (21. Juni 2019) gab es bislang nur die französische Version des Spiels. Wir haben die Karten für eine bessere Verständlichkeit daher für diese Rezension und das Video eigenständig übersetzt. Ihr seht hier also noch nicht die finale deutsche Ausgabe des Spiels!

Nun kann's losgehen! Der Startspieler platziert seinen ersten Arbeiter auf dem noch leeren Spielplan, führt die entsprechende Aktion aus, dann platziert der zweite Spieler seinen ersten Arbeiter u.s.w. Das geht so lange reihum, bis jeder Spieler alle Arbeiter eingesetzt hat. Dann endet eine Runde. Die Arbeiter müssen nun noch ernährt werden, bevor sie zu ihrem Besitzer zurückkehren. Gespielt werden vier Runden. Wer nach Runde 4 die meisten Punkte besitzt, gewinnt.



Arbeiter kann man auf zwei verschiedene Weisen einsetzen:
- Auf ein leeres Wiesenfeld des Spielplans (leer bedeutet: Keine andere Figur, kein Plättchen und kein Aufdruck!). Dann werden alle (bis zu 8) Felder betrachtet, die an diesen Arbeiter orthogonal und diagonal angrenzen. Für jedes aufgedruckte Rohstoff-Feld bekommt der Spieler eine entsprechende Ressource (Im Steinbruch Stein, am See Fisch und im Wald Holz). Erstreckt sich ein Ressourcengebiet über zwei Felder, und beide befinden sich innerhalb der 8 angrenzenden Felder, so werden beide Felder selbstverständlich einzeln gezählt und der Spieler erhält die Ressource doppelt. Im späteren Verlauf können sich auf den 8 angrenzenden Feldern auch Bauplättchen befinden. Mehr dazu gleich unter "Gebäude nutzen".



- Auf die Baustelle (hier dürfen beliebig viele Figuren stehen). Der Spieler zahlt die Kosten eines ausliegenden Bauplättchens und legt dieses nun auf ein freies Wiesenfeld des Spielplans. Zur Besitzkennzeichnung stellt er ein Haus seiner Farbe darauf und erhält direkt die aufgedruckten Punkte. Einige Plättchen liefern erst am Spielende Punkte. Jedes Plättchen hat einen Effekt, der dann wieder durch das angrenzende Platzieren eines Arbeiters ausgelöst werden kann. Einige Plättchen liefern erst am Rundenende einen Effekt, und dann nur für ihren Besitzer!



Gebäude nutzen: Platziert ein Spieler ein Arbeiter auf einem freien Wiesenfeld, und es befinden sich auch ein oder auch mehrere gebaute Plättchen auf den angrenzenden Feldern zum eingesetzten Arbeiter, so darf der Spieler die Funktionen der Gebäude nutzten. Handelt es sich um ein eigenes Gebäude, kann der Effekt einfach ausgeführt werden, wenn gewünscht (z.B. Tausch von Ressourcen, Erhalt von Siegpunkten etc.). Handelt es sich um das Gebäude eines Mitspielers, so muss der aktive Spieler diesem, sofern er das entsprechende Gebäude nutzen möchte, zunächst 1 Geld dafür bezahlen. Der Spieler darf auf diese Weise, sofern vorhanden, alle Gebäude aktivieren, die sich in dem erreichbaren 8-Felder-Radius befinden, und das auch in beliebiger Reihenfolge.



Heißt zum Beispiel (ohne Foto): Liefert ein eigenes Plättchen Weizen, so kann der Spieler den Weizen einsetzen, um ihn in einem weiteren eigenen Gebäude in vier Geld einzutauschen. Für 1 Geld nutzt er das Gebäude eines Gegners (das Geld bekommt dann der Besitzer), das ihm wiederum für zwei Geld, das er in die Bank zahlt, zwei Steine gibt. Gibt er 1 weiteres Geld aus, kann er erneut noch ein Gebäude eines Mitspielers nutzen, das ihm wiederum für zwei Steine 5 Siegpunkte schenkt etc. Voraussetzung: Alle Gebäude befinden sich angrenzend zum eingesetzten Arbeiter.



Nach jeder Runde muss jeder Spieler seine komplette Anzahl an Arbeitern mit Fisch oder Getreide ernähren - eine Ressource pro Arbeiter. Jeder Arbeiter, der nicht ernährt werden kann, kostet den Spieler 3 Siegpunkte.

Egal, ob beim Ernähren oder beim Bauen: Jederzeit können 3 Geld pro fehlendem Rohstoff bezahlt werden!



Nach Runde 4 endet das Spiel. Wurde ein letztes Mal ernährt, gibt es nun noch ggf. Punkte für Spieler, die Gebäude mit einem Fragezeichen errichtet haben. Die haben beim Bau zwar keine Punkte eingebracht, bringen aber am Spielende Punkte, je nach Erfüllung der aufgedruckten Bedingung. Wer nun die meisten Punkte auf der Punkteleiste vorweisen kann, gewinnt. [ih]
 
 ERKLÄRVIDEO
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
variabler Spielverlauf
simple Regeln, aber taktisch
schnell erklärt, schnell gespielt

recht kurze Spielzüge
vergleichsweise preisgünstig
ENDE
  MINUS:
MINUS:
manchmal ist schon länger vor Spielende
   absehbar, wer gewinnt
Manche Karten passen nicht immer
   zur Plättchenauslage
eer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: "Little Town" ist ein Eurogame für alle Puristen, und das, obwohl es eigentlich aus Japan stammt. Iello hat es dann zwei Jahre nach seinem Ersterscheinen neu adaptiert und mit einer gefälligen neuen Grafik versehen. Aus den "Little Town Builders" wurde nun einfach "Little Town".

Worum geht es in diesem Spiel? Um Sachen, in denen es in vielen Eurogames geht: Rohstoffe sammeln, Gebäude bauen, Siegpunkte kassieren. Das alles wurde hier auf ein Minimum heruntergebrochen. Kleine Schachtel, kleiner Preis - und dazu auch simple Regeln, die aber keinesfalls banal sind. Im Gegenteil: Der Grundmechanismus ist raffiniert und im Worker-Placement-Bereich auch noch unverbraucht! Es geht um strategisch gute Positionen, die ich mit meinen Arbeitern auf dem Spielplan einnehmen muss. Erst, um Ressourcen zu sammeln (wobei man hier aufgrund der Kostenminimierung auf eine Abstrahierung durch Holzklötze gesetzt hat), und später auch, um Gebäude zu nutzen, die die Spieler mit den Ressourcen gebaut haben. Der schöne Kniff im Spiel: Ich kann nicht nur meine eigenen Gebäude nutzen, sondern auch die der Gegner, wenn ich sie entlöhne. Und so entsteht ein kleines Gerangel um die besten Bauplätze. Einerseits möchte man seine eigenen Vorteile ausbauen, andererseits auch die Gegner zu sich locken, um Geld zu generieren. Und natürlich darf man nie die benötigten Rohstoffe zum Ernähren seiner Arbeiter vergessen, wenn man nicht auf der Punkteleiste rückwärts laufen möchte.

Erfahrenen Spielern ist die Rundenzahl mit nur vier Runden insgesamt schon zu knapp bemessen. In der Tat ist das Spiel so konzipiert, dass man hier auf die Schnelle das Beste aus seinen Möglichkeiten kitzeln muss. Eine große Ertragsmaschine bekommt man nicht zum Laufen, da das Spiel schon endet, wenn man diese gerade geschickt konstruiert hat. Es geht mehr um die gute Ausnutzung der auf irgendeine Art und Weise verbundenen Plättchen. Werden die geschickt platziert, lassen sich schöne Kettenaktionen spielen.

Die Auftragskarten sind mehr Beiwerk. Ihr Punkte erscheinen zu niedrig, um sich nur auf sie zu konzentrieren. Hier empfehlen wir einfach eine oder zwei zusätzliche Karten pro Spieler mit ins Spiel zu nehmen. Ein klein wenig unelegant ist die Tatsache, dass manche Karten nicht erfüllbar sind, wenn eine bestimmte Plättchenauslage aus dem Brett liegt. Hier sollte man vor Spielbeginn darauf hinweisen, dass man, wie es in der Regel steht, dann Karten tauschen muss.

"Little Town" trägt das im Titel, was sich dann auch von der Spielzeit zeigt. Das Spiel ist kurz und knackig. Wer hier ein großes Aufbauspiel erwartet, liegt falsch. "Little Town" ist ein kleines, flottes Taktikspiel mit schnellen Spielzügen. Wartezeiten gibt es auch im Spiel zu viert nur wenig. Siegpunkte werden immer sofort vergeben, und öfters kann schon vor Spielende absehbar sein, wer jetzt gewinnt. Das ist dann aber, so zeigte es sich in unseren Testrunden, auch der Spielweise der Spieler geschuldet. Es gibt durchaus Möglichkeiten, führende Spieler einzuholen; dazu muss man aber das Spiel schon etwas kennen und wissen, wie man schnell an Siegpunkte gelangt bzw. Mitspieler ausbremst.

Bei der Auswahl der Bauplättchen hat sich gezeigt, dass eine Zufallsauslage auf Dauer am interessantesten ist. Die Einsteiger-Auslage mit den "Vögel"-Plättchen ist zwar gut balanciert, bietet aber z.B. nur ein Spielende-Siegpunkt-Gebäude, und wer das geschickt baut, wird oft die Nase vorn haben. Außerdem möchte man ja auch die restlichen Bauplättchen kennenlernen. Die Anleitung empfiehlt dann in zwei Varianten, die Gebäude der Auslage vor Spielbeginn durch die Spieler auswählen zu lassen. Das gibt zwar den Spielern mehr Macht, andererseits zeigt sich dann, dass bestimmte Spielerkonstellationen immer wieder zu den selben Plättchen greifen. Zwölf zufällig gezogene Plättchen sorgen in meinen Augen für die größte Varianz und den höchsten Wiederspielreiz.

Das Spiel funktioniert dabei mit jeder Spielerzahl, bietet aber jeweils ein unterschiedliches Spielgefühl. Während zu viert halt deutlich mehr Konkurrenz vorhanden und alles weniger planbar ist, dafür aber mehr Blockade-Möglichkeiten entstehen, gibt einem das Spiel zu zweit mehr Kontrolle und Freiraum - allerdings beobachtet man es dort dann öfters, dass Spieler nur für sich selbst kleine Stadtviertel entstehen lassen und der Gegenspieler gar nicht gezwungen ist, beim anderen Spieler "einzukaufen". Als Optimum würde ich eine Spielerzahl von 3 Personen ansehen, da sich das Dilemma dann am besten ausgleicht.

Wie gefällt "Little Town" nun? Das kommt ein wenig auf die Erwartung der Spieler an. Spielerfahrene Strategiespieler meinten mitunter, ihnen sei das, was "Little Town" bietet, auf Dauer zu wenig. Nun möchte sich das Spiel aber auch gar nicht nur an diese Vielspieler richten, die sonst gern eine 3-Stunden-Partie spielen möchten. "Little Town" richtet sich an alle, die ein schnelles Spiel, das man auch gut mal zwischendurch spielen kann, suchen. Ein Spiel, das ohne viele Regeln auskommt, aber dennoch taktisch ist. Ein Spiel, das variabel ist und durch immer neue Plättchen- und Kartenkonstellationen eine entsprechende angepasste Spielweise abverlangt.

Mir persönlich gefällt dieses Konzept richtig gut. Der Mechanismus ist elegant, er konzentriert sich aufs Wesentliche, und es gibt keinen großen Punktesalat am Spielende. Und auch wenn es manchmal Situationen gibt, in denen man scheinbar - insbesondere zum Spielende - nur noch eine Notaktion macht, so bereitet mir das kleine Spiel viel Freude. Ich mag die Optik, ich mag das Spielprinzip, ich mag die kurze Spieldauer, die es einem ermöglicht, das Spiel auch noch als Vielspieler-Absacker nach einem langen Spieleabend auf den Tisch zu bringen.

Je nach Spieleranzahl und Erwartungshaltung der Mitspieler vergebe ich gute 7 bis hin zu sehr guten 8 Kultpunkten. Wer auf der Suche nach einem flott gespielten, wirklich puristischem Worker-Placement-Spiel ist, macht mit "Little Town" nichts verkehrt! 

Beachtet auch unser > Video zum Spiel!

Hinweis: Zum Zeitpunkt der Rezension (Ende Juni 2019) war das Spiel nur auf französisch erhältlich. Aus Erfahrung wird iello aber, nach einer bald folgenden englischen Version, später wahrscheinlich auch eine deutsche Ausgabe anbieten.
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 
 

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