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Spiel-Fakten:

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Genre: Karten
Erscheinungsjahr:
2019
Verlag: Amigo Spiele
Autor: Reiner Knizia
Grafik: Rey Sommerkamp, Barbara Spelger
Spieleranzahl:
2 bis 6
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer:
15 bis 20 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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L.A.M.A.
...
Von Eins bis Lama
Was mache ich hier bloß  - nur noch Lamas auf der Hand! Und da liegt gerade mal eine Vier - wo soll das bloß hinführen? Die zehn Minuspunkte sind mir sicher. Aber die lege ich in der nächsten Runde bestimmt lässig wieder ab! ... oder?!
 
 
L.A.M.A - "nimm's lässig"! Also mischen wir zu Beginn des Spiels mal ganz lässig die insgesamt 56 Karten, jeweils acht Karten mit den Werten von 1 bis 6 und acht Lama-Karten. Jeder Spieler erhält sechs Handkarten. Die restlichen Karten bilden einen Nachziehstapel, die oberste Karte wird nun offen danebengelegt. Nun noch die 20 schwarzen und 50 weißen Chips, die unsere gesammelten Minuspunkte markieren werden, bereitlegen, und los geht's. 



Der aktive Spieler kann nun aus drei Aktionen wählen: eine Handkarte ablegen, eine Karte vom Nachziehstapel ziehen oder passen (= aus der Runde aussteigen). 



Möchte man eine Handkarte ablegen, müssen dafür nicht unwesentliche Voraussetzungen erfüllt werden.  Der Haken ist, dass nur eine Karte mit dem gleichen Wert oder eine Karte, deren Wert genau um eins höher ist, als die oberste ausliegende Karte zeigt, abgeworfen werden dürfen. Hier ein Beispiel: Liegt eine "2" auf dem Tisch, darf man nun eine "2" oder eine "3" ablegen. Zeigt die oberste Karte des Ablagestapels die "4", muss ich den Kartenwert "4" oder "5" ablegen und so weiter. Das geht dann weiter bis zur "6", auf die nur das Lama folgen darf. Auf ein Lama können weitere Lamas gespielt werden, oder aber es geht dann wieder mit der "1" aufsteigend von vorn los.



Sollte keine Handkarte passen, hat man jetzt zwei Möglichkeiten: entweder eine Karte vom Nachziehstapel, der nicht erneuert wird, ziehen, dann darf aber keine Handkarte ablegt werden. Oder aber man steigt aus. Damit ist das eigene Spiel für diese Runde vorbei. Die anderen Mitspieler dürfen nun noch weiter spielen. Ist nur noch ein Spieler übrig, darf dieser nur noch versuchen, seine Handkarten abzulegen oder ebenfalls passen.



Alle vor einem liegenden Handkarten werden jetzt in Minuspunkte umgewandelt. Jede, noch auf der Hand befindliche Zahlenkarte zählt in ihrem Wert nur einmal. Hat man z.B. noch drei Vieren auf der Hand, sind dies trotzdem nur 4 Minuspunkte (die Zahl zählt, also die "4"). Ein oder mehrere Lamas zählen komplett 10 Minuspunkte.

Die Minuspunkte erhält man in Form der weißen und schwarzen Chips. Hierbei zählen die weißen einen und die schwarzen Chips zehn Minuspunkte. Glücklicherweise ist es erlaubt, die Punktechips jederzeit zu wechseln.


Bei der Berechnung der Minuspunkte zählt jede verschiedene Zahl nur genau einmal, heißt 4+5+6= 15 Minuspunkte.

Hat es ein Spieler geschafft, alle Handkarten abzulegen, endet die Runde sofort, und der Spieler darf einen seiner Chips – egal ob dieser einen oder zehn Minuspunkte zählt (!) – wieder in die Tischmitte legen.

L.A.M.A. endet, sobald ein Spieler 40 oder mehr Minuspunkte gesammelt hat. Wer dann die wenigsten Minuspunkte vor sich liegen hat, gewinnt. [nm]
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
witziges Kartenspiel
supereinfache Regeln
trotzdem kleiner Kniff in der Wertung
das Lama ist einfach süß
ENDE
  MINUS:
MINUS:
je weniger Spieler,
   umso weniger Dynamik
das Spiel polarisiert
eer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Nicole: "L.A.M.A." steht, laut der Rückseite der Spieleschachtel, für "Lege Alle Minuspunkte Ab". Und genau darum geht es. Wenn ihr ein nettes und lustiges Absackerspiel sucht oder ein kleines Spiel für zwischendurch, seid ihr mit "L.A.M.A" fündig geworden.

Die bunt gestalteten Karten und das Lama sorgen für lustigen Spielspaß. Die Spielregel ist gut verständlich und mit ausreichend Beispielen versehen. 

Das Spiel ist ab 8 Jahren sehr gut spielbar. Zu viert haben wir viel gelacht. Man weiß nie, was kommt. So spielt der erste Spieler z.B. eine Drei, der nächste auch eine Drei - und man hofft dann schon, dass man als vierter Spieler auch noch seine Drei loswird. Natürlich  kommt es anders, weil der nette Nachbar eine Vier spielt. Die hat man natürlich nicht, sondern nur eine Sechs. Was mache ich nun? Ziehe ich eine Karte nach und handle mir dadurch eventuell Minuspunkte ein oder steige ich aus? Wie viele Handkarten habe ich noch? Wie groß ist die Chance, davon noch Karten ablegen zu können?  Auf die Schnelle eine richtige Entscheidung zu treffen, will gut überlegt sein. Zu zweit wird es etwas taktischer. Wenn mein gegenüber eine Karte nachzieht, ziehe ich auch nach? Wie viele Minuspunkte habe ich auf der Hand? Lohnt es sich, schnell auszusteigen und so zu verhindern, dass mein Gegenüber noch passenden Karten auf die Hand bekommt?  

Man kann sich natürlich einen kleinen Vorsprung verschaffen. Denn wer gut im Nachhalten von abgelegten Karten ist, hat bei "L.A.M.A." einen klaren Vorteil. So ist es in unseren Runden tatsächlich vorgekommen, dass alle Karten einer Zahl gespielt waren. Kann ich dies gut abschätzen, erspare ich mir dann das völlig unnötige Nachziehen von noch einigen Minuspunkten.

Was man auf gar keinen Fall vergessen sollte, ist von dem möglichen Tauschrecht Gebrauch zu machen! Stellt euch vor, vor euch liegen elf weiße Chips, ihr beendet die aktuelle Runde und dürft einen Chip abgeben.  Also schnell noch getauscht, denn zehn weiße sind natürlich genauso viele Minuspunkte wie ein schwarzer Chip. Aber um einen schwarzen Chip abgeben zu dürfen, muss man halt auch nur einmal seine Handkarten loswerden.

Mit 15 - 20 Minuten, je nach Anzahl der Mitspieler, ist "L.A.M.A." schnell gespielt und sorgt wirklich für lustigen Spielspaß. Von daher erhält "L.A.M.A." von mir kunterbunte 8 Punkte.
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 
 
     

Ingo: Zugegeben, "L.A.M.A." polarisiert, das sieht man auch an den Wertungen in unserem Team-Trend. Da gibt es doch tatsächlich Kulturbanausen in unseren Spielrunden (nehmt es nicht persönlich ... obwohl... doch!), die behaupten, das Spiel sei wie "Mau Mau", nur schlechter. Hallo?! Das geht ja mal gar nicht! :) Ja, in einem Punkt haben sie Recht. Das Spiel ist tatsächlich dem klassischen "Mau Mau" ähnlich und hat sogar noch simplere Regeln. Also hier kann wirklich JEDER mitspielen! Und trotzdem macht mir und doch nicht wenigen meiner Mitspielern das Spiel unglaublich viel Spaß. Hey, ja, es ist banal. Entweder man spielt eine passende Karte - oder eben nicht. Aber trotzdem gibt es ja kleine taktische Kniffe, die durch die ganz witzige Wertung verursacht werden. Treibe ich z.B. eine Zahlenreihe schnell in die Höhe, obwohl ich noch niedrigere Karten besitze, um auf jeden Fall mein Lama loszuwerden? Was machen meine Mitspieler? Liefern sie mir eine Vorlage oder überschreiten sie die Zahl, die ich so dringend benötigt hätte? Da sind schnell Emotionen im Spiel. Und dadurch, dass man Minuspunkte nur für unterschiedliche Kartenwerte erhält, aber für z.B. vier 6er trotzdem nur 6 Miese, ist es manchmal klug, rechtzeitig aus dem Spiel auszusteigen oder sogar freiwillig Minuspunkte zu sammeln, um von 7 Einzelchips auf einen schwarzen 10er zu kommen.

Wer an diesem Spiel kritisiert, man würde nur gespielt bzw. es gäbe nicht genügend taktische Optionen, der hat in meinen Augen das Spielkonzept nicht so ganz verstanden, sorry. Bzw. das Konzept passt dann einfach nicht zu diesem Spieler. Natürlich (!) ist L.A.M.A. kein strategisches Spiel, es ist ein Bier-und-Brezel-Spiel, das man auch noch nachts im betrunkenen Zustand spielen kann. Es ist ein Spiel, dass die 80-jährige Oma problemlos mit dem 8-jährigen Enkel unterm Weihnachtsbaum spielen kann. Es ist ein flottes Einstiegs- oder Absackerspiel, das rein spielerisch auch dann scheinbar banal bleibt, ja, aber auf eine - für mich - extrem sympathische Weise. Man relaxt bei dem Spiel, kann sich ein wenig ärgern - oder auch freuen, wenn man eine schon sicher geglaubte verlorere Partie doch noch für sich entscheidet. Hey, und das Lama sieht natürlich einfach süß aus! Und wer kann schon einem Lama widerstehen?

Alles in Allem bringt "L.A.M.A.", so einfach es auch ist, in meinen Augen, alle Voraussetzungen für ein "Spiel des Jahres" mit (ja, wäre ICH in der Jury, dann...) - es gibt quasi keine Eingrenzung der Zielgruppe (wobei man sagen muss, dass es einfach besser wird, je mehr Spieler mitspielen; ab drei Spielern spielt es sich aber schon gut), ich finde es echt kurzweilig und zudem ist es dann im Detail doch sogar trickreicher, als es vielleicht auf den ersten Blick erscheinen mag. Wer mit einem hohen Glücksfaktor leben kann, erhält hier eine super Alternative zu Ablegespielen wie UNO und Mau Mau. Klare Empfehlung meinerseits, lässige 9 Kultpunkte an ein lockeres Spaßspiel (!). Lama, ich liebe dich!    
 

 
   KULTFAKTOR
      Zweitmeinung
Ende
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND 
....
   Ingo
   Verena
   Nicole
   Ulf
   Gerhild
   Karsten
   Michael
   Ralf
Ende
 
 

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