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Spiel-Fakten:

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Genre: Karten
Erscheinungsjahr:
2017
Verlag: Gmeiner Verlag ..i..
Autorin: Reiner Knizia
Spieleranzahl: 3 bis 6
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   

 

 
Kurzer Prozess
....
Ein feiner, gemeiner Gmeiner
Die anderen Spieler sind schlimme Verbrecher, unbedingt… ich muss ihnen nur die Schuld in die Schuhe schieben...
  
     

Zunächst werden die Knast-Perioden für genau drei Runden ausgelegt. Sie sind sozusagen die Negativ-Marker für immer längere Knastaufenthalte. Dann werden alle 50 Karten gemischt und für vier Spieler ausgeteilt. Bei drei Spielern wird einer der Stapel ungesehen weggelegt. Alle anderen Spieler nehmen ihre Karten auf die Hand und betrachten sie. Ist der Startspieler ermittelt worden, kann das Spiel beginnen. Danach beginnt generell derjenige mit den längeren Knastaufenthalten.



Wer dran ist, sucht sich eine seiner Handkarten aus und spielt sie vor einem beliebigen Spieler aus. Dabei gilt: Jeder Spieler kann nur eine Farbe erhalten. Liegt also bereits eine Karte vor ihm, dürfen alle anderen Spieler immer nur sein Vergehen bestätigen - also die vor ihm liegende Farbe vermehren. Jede Farbe kann immer nur einmal ausliegen, jeder wird also eines anderen Vergehens beschuldigt, erhält also eine andere Farbe. Außerdem gibt es Sonderkarten. Joker gelten als beliebige Farbe und können vor jedem Spieler ausgespielt werden. Die Schwarzer Peter-Karte kann nur vor sich selbst gespielt werden. Diese Karte löst einen Ringtausch aus, d.h. ALLE vor den Spielern liegenden Karten werden um eine Position an den nächsten Spieler weitergegeben.



Hat ein Spieler 5 oder mehr Punkte vor sich liegen, endet die Runde sofort. Der betreffende Spieler erhält die ausliegenden Karten aller Spieler als spätere Negativ-Punkte (vorerst ein sich erweiternder verdeckter Stapel vor dem Spieler). Der Spieler, der alle Karten erhielt, eröffnet die neue Runde. Es wird mit den noch vorhandenen Handkarten weitergespielt. Es gilt: Wer nicht mehr ausspielen und anlegen kann, verliert ebenfalls und erhält alle vor den Spielern ausliegenden Karten. Notfalls gilt: Ich passe freiwillig und versuche den Schaden zu minimieren.

Das Spiel endet, wenn der der erste Spieler keine Karte mehr auf der Hand hält. Alles, was nun noch ausliegt, und auch die Handkarten sind egal. Jeder zählt alle Karten, die er erhalten hat. Wer die höchste Kartenzahl aufweist, erhält die längste Knast-Periode. Danach werden die Streifen abwärts fallend verteilt. Die dritte Runde gilt als Finalrunde. Hier gilt zusätzlich: Wer ohne eine Strafkarte aus der Runde kommt oder derjenige mit den wenigsten Karten der Runde darf einen seine Knaststreifen entsorgen. Sobald die letzte Runde endet, vergleichen alle die Gesamtlänge ihrer Knaststreifen. Der Spieler mit der kürzesten Haftstrafe gewinnt. [go]

 
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    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:

witzige, schnelle umgekehrte
   Stichspielidee mit
   Schadenfreude-Effekt

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  MINUS:
MINUS:
auf Dauer wenig Abwechslung
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
      Gabi: Hmm, eine Haftstrafe als positiv wirkende Grundlage eines Spieles zu verwenden, erscheint eher für Erwachsene tauglich, funktioniert aber tatsächlich gut. Der Mechanismus dabei ist sehr einfach. Wer dran ist, spielt eine Karte aus, vorzugsweise an die anderen. Ziel ist es einfach nur, wenigstens einem anderen Spieler 5 Punkte insgesamt zu verehren. Da alle an dem Ziel arbeiten, kriegt jeder was ab. Schadenfreude lebt, vor allem wenn das Ausspielen der Karten mit den entsprechenden Worten begleitet wird. "Oh, ja, Mirko… Du kannst doch nur ein Dieb sein!" - "Oh, Olaf, ich habe da grad eine Mord-Karte für Dich!"... Das theatralische Begleiten des Spieles erhöht den Spielwert des ansonsten sehr einfachen, aber dadurch leicht verständlichen Spieles.

Ansonsten bleibt das Spiel was es ist: ein umgekehrtes Stichspiel mit nacheinander zum Stich zuzufügenden Karten. Das Material gibt dabei keinen Anlass zu Kummer, außer dass ein Schachtel-Inlay dem ganzen noch etwas mehr Klasse verliehen hätte.

Und die Tester, all jene, die einfach nur mal eben eine Runde nebenbei spielen wollen, ohne großen Anspruch einfach nur etwas Spaß haben wollen, hatten Spaß. In der richtigen Gruppe funktioniert das ganz klar. Wie gesagt, mit den Kids sollte unbedingt über die Themen Straftat, Falschaussage und ungerechtfertigte Beschuldigung gesprochen werden, bevor das Spiel auf allzu saloppe Art die Wertigkeiten verschiebt. Aber ab 14 Jahren dürfte darin kein Problem mehr bestehen, bis dahin sollte solches Wissen fest verankert sein.

Fazit: "Kurzer Prozess" ist ein witziges Stänkerkartenspiel ohne hohen Anspruch, das vor allem auf Schadenfreude basiert - und in den richtigen Gruppen tatsächlich gut funktioniert.
---
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

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