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Spiel-Fakten:

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Genre: Kartenspiel / Familienspiel
Erscheinungsjahr:
2013
Verlag:Schmidt Spiele ..i..
Autor: Ted Alspach
Spieleranzahl: 2 bis 4 Spieler
Alter: ab 8 Jahre
Spieldauer: 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Kniffel
Das Kartenspiel
     
Flacher, bunter, kniffliger
In der Kartenversion dieses Würfelspielklassikers müsst ihr keine Punkte Sammeln, sondern Klötzchen loszuwerden.



Jeder Spieler bekommt ein Tableau und eine spielerzahlabhängige Anzahl kleiner weißer Holzwürfel. Drei Holzwürfel kommen an die untere Seite des Tableaus und der Rest darüber. Die Würfel auf der unteren Seite des Tableaus sind die aktive Zone des Spielers. Die Würfel auf der oberen Seite bilden den Vorrat des Spielers. Der aus den Zahlen von 1 – 13 in 5 Farben bestehende Kartenstapel wird gemischt und jeder Spieler bekommt drei Karten. Vier Karten bilden eine offene allgemeine Auslage. Ein Startspieler wird bestimmt. Jeder Spieler nimmt drei Steine aus seinem Vorrat und platziert sie auf seinem Tableau. Das Tableau zeigt fünf Reihen. Vier dieser Reihen weisen Stufen auf mit gelben bis orangenen Vierecken. Jedes Viereck benötigt einen weißen Würfel. Stufe 1 und 2 jeder Reihe benötigen einen Würfel, Stufe 3 benötigt zwei Würfel und Stufe 4 sogar 3 Würfel. Das Tableau muss von links nach rechts gefüllt werden, d.h. um die Stufe 2 einer Reihe zu füllen, muss zunächst Stufe 1 gefüllt sein. Die beiden Startwürfel dürfen auch in dieselbe Reihe gelegt werden. Nun geht es los!



Es wird reihum gespielt. Der aktive Spieler führt eine Aktion der drei folgenden Aktionen durch und schon ist der nächste Spieler an der Reihe.

1. Aktion: Karten ziehen
Der Spieler zieht so viele verdeckte Karten, wie ihm durch seine „Full House“-Reihe vorgeschrieben wird. Mit jeder gefüllten Stufe werden dies mehr Karten. Anschließend wählt der Spieler so viele Karten aus der Auslage, wie ihm seine „Farbe“-Reihe vorschreibt. Auch hier gilt, je mehr Stufen gefüllt sind, desto mehr Karten dürfen genommen werden. Der Spieler darf nun nicht mehr Karten haben als sein Handkartenlimit in der „Straße“-Reihe angibt, auch dieses wird mit steigenden Stufen höher. Hat der Spieler mehr Karten, so muss er abwerfen bis er nur noch so viele Karten hat wie sein Handkartenlimit erlaubt. Bevor der nächste Spieler an die Reihe kommt, wird die Auslage vom Nachziehstapel aufgefüllt.



2. Aktion: Karten ausspielen
Hat ein Spieler eine Kartenkombination für eine der Reihen auf der Hand, kann er diese Spiele und die nächste Stufe mit allen benötigten Klötzchen aus seiner aktiven Zone füllen. Hat der Spieler nicht genug Klötzchen in seiner aktiven Zone, darf er seine Kombination nicht ausspielen.



Die möglichen Kombinationen sind:

Full House (Zahlendrilling + Zahlenpaar): Die nächste Stufe der Reihe lässt einen mehr verdeckte Karten ziehen.

Farbe (5 Karten einer Farbe): Die nächste Stufe der Reihe lässt einen mehr offene Karten aus der Auslage nehmen.

Drilling (Zahlendrilling): Die nächste Stufe der lässt einen mehr Karten gegen Würfel tauschen (s.u.).

Straße (5 aufeinanderfolgende Karten mit beliebigen Farben): Die nächste Stufe erhöht das Handkartenlimit.

2 Paare (Zwei Zahlenpaare): Zwar gewinnt der Spieler keine neuen Vorteile für andere Aktionen, aber er darf zwei Steine aus seiner aktiven Zone in die „2 Paar“-Reihe legen.

Vierling (Zahlenvierling): Der Spieler legt zwei Würfel aus seinem Vorrat in die „2 Paar“-Reihe.

Kniffel (Zahlenfünfling): Der Spieler füllt eine beliebige Stufe mit Würfeln aus dem Vorrat.



3. Aktion: Karten gegen Würfel tauschen
Der Spieler darf Karten abwerfen und pro Karte einen Würfel von seinem Vorrat in die aktive Zone legen. Die maximale Anzahl an Karten, die abgelegt werden dürfen, wird durch die „Drilling“-Reihe vorgegeben.

Um seine letzten Würfel zu platzieren, darf ein Spieler eine Stufe nur teilweise füllen. Hat ein Spieler alle Würfel auf seinem Tableau platziert, so wird die Runde bis zum Startspieler (nicht eingeschlossen) zu Ende gespielt. Hat nur ein Spieler alle Würfel platziert, gewinnt dieser. Bei Gleichstand gewinnt der Spieler mit mehr Karten auf der Hand.

Kniffligere Variante:
Es wird mit den roten Seite der Tableaus gespielt, die eine Stufe 5 enthält. Die Spieler erhalten mehr Würfel. Vor Spielbeginn werden nur zwei Würfel platziert und dies geschieht entgegen der Spielerreihenfolge. Kein Spieler darf die Würfel so setzen, wie einer seiner Vorgänger. Das Handkartenlimit beschränkt auch die maximale Anzahl von Steinen in der aktiven Zone. Außerdem muss auch beim Platzieren der letzten Steine die Stufe komplett gefüllt werden. [ls]
 
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Lutz: Ich glaube, es gibt keine Familie die sich nicht einmal mit Kniffel einen Regentag vertrieben hat oder zumindest eine gleichwertige Erinnerung an dieses Spiel besitzt. Und nun kommt Kniffel als Kartenspiel daher? Kann das was sein? Nun ja das farbenfrohe Gewandt und die klar strukturierten Spielmaterialien verbreiten schon mal eine positive Stimmung. Auch die Qualität des Materials ist gut und verspricht Haltbarkeit. Leider macht der Spielaufbau schnell klar, dass anders als das klassische Kniffel die Kartenvariante nicht im Zug oder auf sonstigen beengten Raum gespeilt werden kann. Das Spiel ist aber, wie das Original, schnell erklärt und die Anleitung ist klar strukturiert, was also auch dem Erklärbär das Leben etwas leichter macht. Ich denke auch, dass ein Einstiegsalter von 8 recht hoch gegriffen ist. Natürlich hängt dies von jedem Kind individuell ab, aber ein Kind, das Kniffel im Original spielen kann, kann auch das Kartenspiel bewältigen. Vielleicht versteht es das Spiel nicht in all seiner Tiefe, aber zumindest sollte es mitspielen können.

Wo wir gerade bei Spieltiefe sind, sollte ich darüber reden. Das Spiel ist nicht sehr tief. Klar haben die Entscheidungen, welche Kartenkombination ich sammle, einen Auswirkung auf das Spiel. Aber keine der Reihen ist besonders zu bevorzugen. Jede hat ihre Vorteile und am besten hat man jede Reihe versorgt, damit die eigenen Spielzüge effizienter werden. Jetzt kann man vielleicht noch geschickt Kartenzählen und ein bisschen mit Wahrscheinlichkeiten hantieren, aber am Ende bleibt Kniffel das Kartenspiel ein Glücksspiel. Nun bei dem Titel war ja auch nichts anderes zu erwarten, oder?

Für Unglückspilze und Planer ist Kniffel das Kartenspiel sicherlich nicht gedacht. Die „kniffligere“ Variante macht das Spiel zwar nochmal interessanter und zwingt die Spieler unterschiedliche Startvoraussetzungen zu haben, aber es bleibt noch relativ simpel. Des einen Freud, des anderen Leid. Denn die von Kniffel das Kartenspiel angezielte Gruppe der Glücks- und Familienspieler wird sicherlich glücklich sein, dass Niveau des Spieles leicht anheben zu können, ohne dadurch die Eigenschaften des Spiels zu verlieren, die ihnen Freude bereiten. Das Spiel spielt sich flüssig und schnell, was eine Runde schnell verfliegen lässt. Man kann sich beim Spielen noch gut Unterhalten ohne den Spielfluss zu drosseln. Dies ist möglich, da die Spieler wenig interagieren. Lediglich die gemeinsame Auslage lässt es zu, dem anderen unbewusst eine Karte wegzuschnappen. Manche finden wenig Interaktion ja gut, ich hätte mir etwas mehr gewünscht.

Ein paar kleine tiefer Informationen hier: Kniffel das Kartenspiel ist tatsächlich nicht aus Kniffel heraus entwickelt worden, sondern dem Spiel Perpetuum mobile. Dieses verwendete Pokerkombinationen und auch die klassischen Bridgekarten zum Spielen. Schmidt Spiele hat clever agiert und das Spiel um eine weitere Kartenfarbe erweitert und so war ein Fünfling, der Kniffel, möglich. Dies erhöhte außerdem die Wahrscheinlichkeit überhaupt eine sinnvolle Kombination zu erhalten und beschleunigte so den Spielfluss.

FAZIT: Kniffel das Kartenspiel ist ein gelungenes Glücksspiel für den Gelegenheitsspieler. Eure Freunde haben den Nachtexpress verpasst? Spielt doch bis der nächste kommt noch schnell Kniffel das Kartenspiel.

 
 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

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