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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie
Erscheinungsjahr:
2018
Verlag: Lucky Duck Games
Autor: Michał Gołębiowski
Grafik: Mateusz Komada, Katarzyna Kosobucka
Spieleranzahl: 1 bis 4
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Initiative 

leer
     

 

 

 
Jetpack Joyride
...

Puzzeln mit Raketenantrieb!

In dem auf dem gleichnamigem Videospiel basierenden Puzzlespiel versucht ihr, möglichst schnell aus dem Labor zu entkommen! Sammelt dabei möglichst viele Münzen ein, erfüllt Missionen, aber seid vorsichtig vor den lauernden Gefahren wie Laserschranken oder Raketen!
 

 
Jeder Spieler erhält ein Set aus vier Segmenten seines Labors. Diese vier Segmente werden in der Reihenfolge ihrer Nummerierung aneinandergelegt. Jeder Spieler besitzt eine andere Anordnung der einzelnen Bestandteile seines Labors. Die Legeplättchen, die den Strahl des Raketenrucksacks, mit dem wir durch das Labor fliegen und entkommen wollen, darstellen, werden als gut gemischter Haufen in die Tischmitte gelegt. Spielt man zu zweit oder dritt wird vorher die Hälfte der Plättchen bzw. ein Drittel zufällig aussortiert. Die Plättchen erinnern an die typischen "Tetris"-Steine und werden während des Spiels in Echtzeit von den Spielern aus der Tischmitte aufgenommen und im eigenen Labor verbaut.



Zu Beginn von jeder der drei Runden werden drei Missionen aufgedeckt, für deren Erfüllung die Spieler Punkte bekommen (angezeigt durch Sterne). Jede Mission kann von beliebig vielen Spielern erfüllt werden, allerdings pro Spieler nur einmal pro Runde! So eine Mission kann z.B. lauten, "in einem Sektor sämtliche Münzen eingesammelt zu haben" oder "in einem Sektor nie das Dach (die oberste Reihe) und den Boden (die unterste Reihe) mit einem Plättchen belegt zu haben".

Auf "Los!" geht's los! Gespielt wird gleichzeitig, es gibt keine Spielerreihenfolge (!). Die Spieler nehmen sich ein Plättchen ihrer Wahl aus der Mitte und legen es in ihr Labor. Das erste Plättchen bildet den Eingang und muss ganz links aus dem Labor herausragen. Jedes weitere Plättchen (immer einzeln ziehen und verbauen!) muss stets angrenzend an das zuletzt gelegte Plättchen angelegt werden, dabei muss das erste Quadrat des neuen Plättchens eine gemeinsame Seite mit dem letzten Quadrat das zuvor gelegten Plättchens aufweisen. So wird der Weg durch das Labor immer weiter verlängert.



Wichtig: Beim Legen der transparenten Plättchen sollten die Spieler versuchen, möglichst viele Münzen zu überdecken (= einzusammeln), während Hindernisse vermieden werden sollten. Gleichzeitig sollte jeder Spieler versuchen, möglichst schnell zu sein!

Sobald ein Spieler ein Plättchen legt, das über den rechten Rand von Sektor 4 herausragt, endet die Runde sofort für alle Spieler! Eine Runde endet vorzeitig, wenn alle Spieler passen, da kein regelkonformes Plättchen mehr im Vorrat bereitliegt oder alle Plättchen verbaut wurden. Es erfolgt die Wertung. Dann werden für Runde 2 (und später für Runde 3) die eigenen Labor-Segmente an den rechten Nachbarn weitergereicht, sodass die Spieler in jeder Runde mit einem neuen Labor spielen. Auch werden vor Runde 2 und Runde 3 die Missionen jeweils durch drei neue ersetzt.



Vor Runde 2 und vor Runde 3 gibt es eine weitere Besonderheit. Angefangen bei dem Spieler mit den wenigsten Punkten, sucht sich jeder Spieler eines der der Spielerzahl entsprechenden Gadgets aus. Dieses Gadget beschert dem Spieler ab sofort einen individuellen Vorteil (z.B. an Bedingungen geknüpfte Extrapunkte bei einer Wertung oder Schutz vor Hindernissen etc.). Das Gadget aus Runde 2 behält auch in Runde 3 Gültigkeit, d.h. in Runde 3 spielt jeder Spieler mit einer Kombination aus zwei individuellen Gadgets. Nach jeder Runde erfolgt dann ebenfalls eine Wertung.



Wertung (nach jeder der drei Runden):
- Für jede eingesammelte (abgedeckte) Münze erhält ein Spieler 1 Punkt.
- Für jede erfüllte Mission erhält ein Spieler entsprechend viele Punkte.
- Für bestimmte Gadgets erhält ein Spieler entsprechend viele Punkte (nicht in Runde 1).
- 3 Minuspunkte gibt es pro Plättchen, das gegen die Regeln verstößt (falsch angelegt, Hindernis abgedeckt etc.)

Wer nach drei Runden die meisten Punkte sammeln konnte (die Punkte werden stets auf dem Wertungsblock notiert), gewinnt.

Die Spielregeln beinhalten zudem eine Solo-Variante. [ih]
...
 
 ERKLÄRVIDEO
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
leicht zugängliche Regeln
optisch schickes Material
Puzzlespiel in Echtzeit,
   dadurch Wettkampf-Feeling
am besten zu viert
ENDE
  MINUS:
MINUS:
zusätzliche Erklärungen mancher
   Karten wünschenswert
Legeplättchen verrutschen schnell
zusätzlicher Glücksfaktor zu zweit / zu dritt
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: Puzzlespiele wie "Cottage Garden" (> Testbericht) oder "Bärenpark" (> Testbericht), in denen jeder Spieler auf seinem persönlichen Spielplan geschickt Legeplättchen anordnet, erfreuen sich ja immer noch einer durchaus großen Beliebtheit im Familienspielsektor. Größter Kritikpunkt am Solo-Puzzeln ist die mitunter doch hohe Downtime, die entsteht, wenn jemand endlos lange grübelt, wo er so ein Plättchen denn nun am gewinnbringendsten unterbringen könnte... Damit macht "Jetpack Joyride" definitiv Schluss, denn hier wird in Echtzeit gegeneinander gepuzzelt.

Doch zunächst werfen wir einen Blick auf das Vorbild dieses Spiels. Ja, "Jetpack Joyride" ist eigentlich ein Handyspiel und eroberte später neben iOS auch einige weitere digitale Plattformen. Bei dem Spiel durchlaufen wir in typischer horizontal scrollender Videospiel-Manier Räume von links nach rechts, sammeln Münzen ein und weichen Hindernissen aus. Was im Videospiel Reaktionsvermögen abverlangt, wurde bei "Jetpack Joyride" nun in einer sehr gelungenen Form auf ein Brettspiel übertragen. Reaktion ist hier allerdings weniger gefragt, eine gute Auffassungsgabe und vor allem Schnelligkeit jedoch schon. Unsere Bewegung wird durch einen gelben Lichtstrahl, der durch das Legen der transparenten Plättchen simuliert wird, dargestellt. Optisch sieht das übrigens alles sehr chic aus!

Dadurch, dass die Spieler sich keine Zeit lassen und gemütlich überlegen können, wenn sie nicht abgehängt werden wollen, entsteht ein feuriger Wettkampfcharakter, der umso mehr zum Tragen kommt, je mehr Spieler mitspielen - und je schneller diese Spieler sind. Wie immer bei solchen Spielen kommen nicht alle Spieler gleich gut mit dem Zeitdruck klar, den sich die Spieler hier selber setzen. Es gibt keine Sanduhr. Aber der Schnellste der Runde setzt die anderen Spieler natürlich trotzdem unter Druck. Wobei ein schnelles Durchlaufen des Labors nicht automatisch die meisten Punkte bedeutet, denn nur fürs Entkommen gibt es erst einmal gar nix! Viel wichtiger ist präzises Legen, um eben, wie gesagt, Münzen einzusammeln, Hindernissen auszuweichen - und Missionen zu erfüllen!

Die Auswahl der Gadgets ab Runde 2 sollen Spieler, die zurückliegen, im Spiel halten. Einige Gadgets sind in der Tat sehr mächtig, während andere eher keinen allzu großen Nutzen einbringen. Man sollte sein Gadget also mit Bedacht wählen, idealerweise dann auch in einer guten Kombination - sofern das Glück mitspielt. So ganz planbar ist es nämlich nicht, wer hier die Wahl als Erster treffen darf, denn dafür ist man zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Und auch die zufällige Auslage der Gadgets kann da schon einmal einen Glücksfaktor in sich bergen - so kann es passieren, dass ein Spitzen-Gadget ausliegt und der Rest eher mäßig ist. Aber meist liegen die Spieler, sofern sie Spaß an Puzzle-Legespielen haben, doch recht eng beieinander, was die Punkte angeht. Einzig Spieler, die sehr behutsam überlegen, was sie als nächstes machen können, werden schnell mal abgehängt.

Das Material des Spiels ist gut (wobei uns ein final produzierter Prototyp zum Testen vorlag. Ob es da noch Änderungen zur Verkaufsversion geben wird, ist uns bislang nicht bekannt). So sind die folgenden Kritikpunkte also auch mit etwas Vorsicht zu genießen, da es nicht auszuschließen ist, dass man diese kleinen Mankos noch begebt, bevor das Spiel dann auf den Markt kommen wird. So hätten wir uns bei einigen Karten zusätzliche Erklärungen oder Beispiele gewünscht. Mehrfach mussten wir die Sätze dann einfach "interpretieren". Auch verrutschen die aneinander gelegten Labor-Tafeln und die daraufliegenden Legeplättchen recht schnell, wenn man etwas grobmotorisch veranlagt ist. Hier sollte man also etwas Feingefühl besitzen.

Etwas unglücklich ist die Regel, dass man im Spiel zu zweit oder dritt zufällig eine Menge an Legeplättchen aus dem Spiel nimmt. Das ist zwar nötig, da es sonst zu einfach wäre, den Weg perfekt zu bauen. Allerdings kann beim zufälligen Aussortieren natürlich auch ein Ungleichgewicht an bestimmten Plättchenformen entstehen. Zu viert ist das Spiel daher am besten balanciert. Als Hausregel würden wir empfehlen, bei weniger als 4 Spielern von jeder Plättchenform gleich viele Plättchen zu entfernen.

Wer schon immer eine Art Jump'n'Run (oder bezeichnet man "Jetpack Joyride" eher als Rennspiel? Helft mir, ich bin in diesem Sektor seit meiner Teenager-"Sonic"-Zeit auf der SEGA-Konsole nicht mehr so zuhause...) auf dem Brettspieltisch liegen haben wollte, der sollte sich "Jetpack Joyride" gern mal näher anschauen (z.B. vorab in unserem > Video) - sofern er (oder sie) dann auch noch Puzzle-Legespiele mag. Die Mischung aus Wettrennen, taktischem Platzieren und individuellen Fähigkeiten gefällt mir gut (7 Kultpunkte), im Spiel zu viert und mit Genre-Fans auf jeden Fall sogar sehr gut (abweichende 8 Punkte), mit dem Potenzial, durch Erweiterungen noch mehr langfristige Abwechslung bereithalten zu können.

Das Spiel kann aktuell (Stand: Juli 2018) über Kickstarter [Link zur Kampagne] finanziert werden.
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   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND 
...
   Ingo
   Andreas
   Gerhild
   Karsten
Ende
 
 

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