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Spiel-Fakten:

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Genre: Würfel, Taktik
Erscheinungsjahr:
2017
Verlag:  Pegasus Spiele  ..i..
Autor: Rüdiger Dorn
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 20 bis 40 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Istanbul
Das Würfelspiel
...

Türkischer Basar, zweiter Besuch!

Wir sind zurück auf dem Basar von Istanbul, auf der Jagd nach den begehrten Rubinen. Dieses Mal werden wir von Gehilfen in Form von Würfeln unterstützt. Auf geht's, seid schneller als eure Mitspieler!
 

 
Anders, als im ursprünglichen "Istanbul"-Kennerspiel (> Testbericht), gibt es in dieser Variante keine Orte, die besucht werden müssen. Auch die Gehilfen kommen nicht in Form von kleinen Scheiben, sondern als Würfel daher.



Vor Beginn einer Partie wird der kleine Spielplan in der Mitte platziert, entsprechend auf die Seite, die der Spieleranzahl entspricht. Auf jedes Feld, das mit einem kleinen roten Punkte gekennzeichnet ist, wird ein Rubin gelegt. Die Moscheeplättchen werden alle gemischt und als verdeckter Stapel bereitgelegt. Sechs dieser Plättchen werden offen aufgedeckt.



Die Basarkarten werden alle gemischt und neben den Moscheeplättchen verdeckt platziert. Das restliche Spielmaterial (Würfel, Münzen, Warenplättchen und Kristalle) kommt neben den Spielplan. Schließlich erhält jeder Spieler eine Spielübersicht und einen Kristall und ein Startspieler wird ausgelost, der fünf Würfel und kein Geld erhält. Jeder weitere Spieler im Uhrzeigersinn bekommt eine Münze (= eine Lira) mehr als sein rechter Nachbar. Dann kann das Spiel beginnen.



Zu Beginn eines Spielzugs nimmt sich der aktive Spieler Einkommen, entsprechend seiner bisher erworbenen Moscheeplättchen. Anschließend wirft er alle Würfel gleichzeitig. Im Normalfall sind das fünf Würfel; durch Moscheeplättchen können weitere Würfel hinzukommen. Nach dem Würfeln kann der Spieler beliebig viele Kristalle nacheinander ausgeben, um pro Kristall beliebig viele Würfel neu zu würfeln. Mit dem finalen Würfelergebnis führt der Spieler Aktionen aus. Normalerweise sind dies genau zwei Aktionen; auch hier können durch Moscheeplättchen weitere Aktionen hinzukommen. Am Ende seines Spielzugs gibt der Spieler fünf Würfel an seinen linken Nachbarn weiter.

Als Grundregel für die Aktionen gilt, dass jeder Würfel nur für eine Aktion verwendet werden darf. Jederzeit dürfen eigene Warenplättchen als Würfelsymbole der jeweiligen Farbe genutzt werden. Braune Warenplättchen dienen als Joker für alle vier Waren. Pro eigenem Zug darf auch die gleiche Aktion mehrfach ausgeführt werden.



Folgende Aktionen stehen dem Spieler zur Verfügung (wenn von "Waren" die Rede ist, dürfen sowohl Warensymbole auf den Würfeln als auch eigene Warenplättchen eingesetzt werden):

- Gib zwei gleiche Waren ab und nimm dir ein Warenplättchen der passenden Farbe.

- Gib zwei unterschiedliche Waren ab und nimm dir einen Kristall.

- Gib drei unterschiedliche Waren ab und nimm dir ein braunes (Joker-)Warenplättchen.

- Gib vier unterschiedliche Waren ab und nimm zwei beliebige Warenplättchen (keinen Joker!)

- Gib alle gewürfelten Geldsymbole ab und nimm dir pro Symbol zwei Lira.

- Gib beliebig viele Kartensymbole ab und decke pro Symbol eine Basarkarte auf. Führe eine dieser Karten aus und lege anschließend alle aufgedeckten Karten auf den Ablagestapel der Basarkarten. Basarkarten bringen Boni, manchmal auch zusätzlich für die Mitspieler.



- Nimm dir ein offenliegendes Moscheeplättchen. Die Kosten des Plättchens sind am oberen Rand jedes Plättchens angegeben. Besitzt du nun genau fünf Plättchen (vier Plättchen bei vier Spielern), nimm dir einmalig einen Rubin aus der Moschee am unteren Rand des Spielplans.

- Gib die entsprechenden Waren von einem der fünf Rubinleisten auf dem Spielplan aus und nimm dir den nächsten Rubin der jeweiligen Leiste, entweder von einer der Rubinleisten für jede der vier Warensorten (= bestimmte Anzahl gleicher Waren) oder von der Rubinleiste auf dem linken Teppich (= bestimmte Anzahl verschiedener Waren).



- Gib die Anzahl an Lira ab, die unmittelbar vor dem nächsten Rubin auf dem rechten Teppich gezeigt ist, und nimm dir den nächsten Rubin.

Alle möglichen Aktionen finden sich sehr anschaulich auf der Spielübersicht wieder, die jeder Spieler ausgeteilt bekommt.



Das Ende des Spiels wird eingeleitet, sobald es einem Spieler gelungen ist, sechs Rubine (fünf Rubine bei vier Spielern) zu sammeln. Die komplette Runde wird noch zu Ende gespielt, sodass jeder Spieler gleich oft am Zug war. Es gewinnt der Spieler mit den meisten Rubinen.

Herrscht Gleichstand, verkauft ihr eure noch verbliebenen Warenplättchen für drei Lira pro Plättchen und eure Kristalle für zwei Lira pro Kristall. Derjenige am Gleichstand beteiligte Spieler mit mehr Lira gewinnt. Besteht immer noch Gleichstand, teilen sich diese Spieler den Sieg. [bf]
...
 
 ERKLÄRVIDEO
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
schnell erklärt
kurze Wartezeiten
viele Aktionen möglich
gelungene Interaktion
   durch Basarkarten
ansprechende und
   übersichtliche Gestaltung
ENDE
  MINUS:
MINUS:
manchmal entscheidet einfach
   das Glück über den Sieg
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Benjamin: Noch ein neuer Ableger in der Welt von "Istanbul". Ich war zunächst sehr skeptisch, ob ein weiteres Spiel dieser Reihe nötig ist (nach dem Grundspiel und den dazugehörigen zwei Erweiterungen). Dementsprechend kritisch ging ich in die erste Partie. Bereits nach der ersten gespielten Runde musste ich allerdings jegliche Zweifel ablegen: das Spiel lief sehr flüssig, die Fülle an Aktionen macht es möglich, dass immer zwei Aktionen sinnvoll durchgeführt werden können, und das trotz des Glücksfaktors durch das Würfeln. Die Interaktion über die Basarkarten, die auch für die Mitspieler hilfreich sein können, macht das gesamte Spiel zu einer runden Sache. Wichtig zu erwähnen ist, dass sich das Würfelspiel grundlegend anders spielt als das ursprüngliche "Istanbul" (> Testbericht). Bis auf die Jagd nach den Rubinen laufen die Mechanismen und der Weg, wie man an die Rubine gelangt, komplett unterschiedlich ab. Dessen sollte sich die Spieler im Klaren sein.

Die Wartezeiten zwischen den Zügen sind im Allgemeinen sehr kurz. Das liegt zum einen daran, dass mit fünf Würfeln meistens nur zwei Aktionen wirklich sinnvoll durchgeführt werden können. Dadurch überlegen die Spieler nicht allzu viel. Zum anderen besteht der Zug eines Spielers nur aus dem Würfeln und den (im Normalfall) zwei Aktionen. Bei vielen Basarkarten kommt hinzu, dass auch die Mitspieler gewisse Dinge erhalten können. Damit sollten auch die Züge der Mitspieler im Auge behalten werden.

Im Gegensatz zum Kennerspiel des Jahres von 2014, ist das Würfelspiel von "Istanbul" deutlich weniger strategisch. Das Spiel ist eher an Familien gerichtet, was den Spielspaß aber in keiner Weise trübt. Für Kenner der Spielreihe sind die Illustrationen und Prinzipien bekannt, aber auch Neueinsteiger in der Welt von "Istanbul" haben keine Probleme, das Spielprinzip nachvollziehen zu können und besitzen auch keinerlei Nachteile, wenn sie mit Kennern zusammenspielen. So waren zumindest die Erfahrungen in unseren Spielrunden. Auch lässt sich das Spiel bei allen Spieleranzahlen gleich gut spielen. Bei keiner unserer Partien ist es uns negativ aufgefallen, wenn die Spieleranzahl mal eine andere als in einer vorangegangenen Runde war, und wir haben jegliche möglichen Spieleranzahlen ausprobiert.

Trotz des eher geringen strategischen Anteils sollten die Spieler immer auch die Anzahl der Rubine und die Materialien im Blick haben, die vor ihren Mitspielern liegen. Nicht selten ist es in den ersten Partien passiert, dass plötzlich ein Spieler alle Rubine beisammenhatte und die Mitspieler darauf kaum geachtet haben. Je geübter der Umgang mit den Aktionen allerdings wird, desto leichter fällt es einem auch, auf die Mitspieler zu achten. Damit reduziert sich die Spieldauer schnell auf maximal 20 Minuten, wenn nur geübte Spieler des Spiels am Tisch sitzen.

Fazit: Insgesamt überzeugt das "Istanbul Würfelspiel" in allen Belangen. Das Design und die Piktogramme sind hervorragend gestaltet, die Spieldauer ist überschaubar, die Regeln sind schnell erklärt und die Wartezeiten sind gering. Durch die Fülle der möglichen Aktionen lässt sich ein Zug immer sinnvoll nutzen. Das Spiel ist nicht nur schnell gespielt, sondern macht auch wirklich Spaß - sowohl für Kenner der Reihe, als auch für Neueinsteiger. Wie auf der Schachtel zu lesen ist, ist dieses Spiel eher für Familienspieler gedacht, doch auch Vielspieler werden mit Sicherheit Gefallen an dieser "Istanbul"- Variante finden. Durch die Würfel kommen natürlich glücksabhängige Elemente in das Spiel, aber durch die Kristalle und die vielen Aktionen wird das Spiel dadurch keineswegs willkürlich. Eine ganz klare Kaufempfehlung von meiner Seite aus und insgesamt sehr gute 9 Kultpunkte! (> Video)
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   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND 
...
   André
   Benjamin
   Doro
   Ingo
   Marcel
   Nicole
   Andreas
   Carola
   Gerhild
   Karsten
   Matthias
   Carsten
   Jürgen
   Torsten
   Ulf
Ende
 
 

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